Runde #3: Der Schwierigkeitsgrad – Ein Bollwerk gegen den Gamer-Pöbel?

Zwei Folgen lang haben wir durchgehalten ohne eine provokante These in den Raum zu werfen. Jeder ernst zu nehmende Stammtisch hätte uns dafür längst Lokalverbot erteilt. Aber damit ist jetzt (besser spät, als nie) Schluss! In Folge Nr. 3 diskutieren wir, ob Spiele wie Bloodborne und Dark Souls nur deswegen bei den Harcore-Gamern so hoch im Kurs stehen, weil man sich gegenüber den N00bz0rz endlich wieder als Spieler-Elite gebärden kann. Discuss!

Apropos Noobs: An dieser Stelle ist vermutlich der erste Leser schon zu den Kommentaren unterwegs, um eisern Rechenschaft über die verspätete Veröffentlichung dieses Podcasts zu fordern. Kaum zwei Folgen alt, schon wird die Disziplin schleifen gelassen! Woran lag’s: Nach einem Besuch bei Muttern und hervorragendem Geburtstagskuchen war ich (Andre) schlicht zu vollgefressen, um noch an Uploads zu denken. Hätte ich hingegen Jochen mit Schnitt & Upload des Podcasts betreut, wäre er trotzdem nicht online. Dafür hätten wir ein druckreifes Podcast-Sonderheft und einen Essay darüber, warum es auch viel besser ist, sowas auf Papier zu lesen. Ja, jetzt tut’s mir auch leid, dass uns das entgangen ist. Sorry.

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17 Gedanken zu “Runde #3: Der Schwierigkeitsgrad – Ein Bollwerk gegen den Gamer-Pöbel?

  1. Revenge 27. April 2015 / 13:15

    Die entscheidung liegt jetzt dabei: Game of thrones oder dieser podcast …
    In 48:25 min weis ich ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe 😀

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  2. Riv4n 27. April 2015 / 13:25

    Hi ihr beiden!

    Ich möchte gerne bei dem Thema rund um Rollenspiele und deren Schwierigkeitsgrad einhaken:

    Ich habe kürzlich (rein aus nostalgischen Gründen) die alten Might and Magic Teile mal wieder angefangen, weil ich diese früher gern gespielt hätte, aber ich nie so ganz dabei durchgestiegen bin. Selbst heute hatte ich Probleme dabei, das Spielsystem rein aus Spielesicht zu verstehen. So starb beispielsweise mein Schurke beim Knacken seiner allerersten Tür aus einem für mich nicht transparenten Grund. Nach einem kurzen Wutentbrannten Ausschalten nagte dann das Ganze doch an meinem Ego und ich habe mich hingesetzt, um mir das Handbuch als PDF runterzuladen und zu lesen (RTFM – Read the Fucking Manual). Und nach einer kurzen Einleszeit konnte ich dann verstehen, dass das Knacken von Türen mit dem Stärkewert des Charakters zusammenhängt, nicht etwa mit Gescicklichkeit oder der Klasse.

    Und dieses Aha-Erlebniss hat für mich einen ersten Erfolg im Spiel bedeutet. Diese Herangehensweise vom Durchschauen von Spielmechaniken macht für mich einen großen Teil des Spielspaßes aus. Zugegeben, mir macht selbst das Lesen dicker Pen and Paper Wälzer Spaß 😉 Natürlich ist sowas heute undenkbar, weil es bedeuten würde, dass man einen großen Teil der Kundschaft durch fehlende Einsteigerfreundlichkeit vergraulen würde.

    Und diese ganze Denkweise – dem Kunden nicht die Motivation zu nehmen, indem er tatsächlich spielrelevante Prozesse in die Hand nehmen darf (mit dem falschen selbsterstellten Charakter kommt man in vielen Spielen einfach nicht sehr weit) – führt doch zu einer gewissen Simplifizierung von Spielen. Ich würde mich nicht wirklich als Hardcore-Gamer der ersten Stunde bezeichnen, aber ich bin dennoch seit inzwischen zwei Jahrzehnten ein Spieler.

    Meiner Meinung nach trauen sich viele der heutigen Spielestudios kaum mehr, wirklich schwere Passagen in ihren Spielen zu präsentieren, weil sie dadurch weniger für ALLE Spieler interessant werden. Ob man nun zwingend Schwierigkeit durch unfaire Passagen erschafft, sei mal dhingestellt (meine persönliche Frustgrenze ist auch eher niedrig, daher habe ich mich noch nicht an ein Dark Souls herangewagt).

    Trotzdem fände ich es sehr schön, in kommender Zeit vermehrt Spiele auf dem Markt zu finden, das mit einer allgemeinen Schwierigkeit aufwartet, welche mich zwingt, dass ich mich aktiv mit dem Spiel auseinanderzusetzen: Wenn ein Spiel mich 20 Stunden an die Hand nimmt, mich leichte Aufgaben lösen lässt und dann vorbei ist, dann habe ich meist keine besondere Freude daran. Wenn ich mich hingegen während dem Spielen mit Problemen konfrontiert werde, über deren Lösung ich mich einlesen und informieren muss, dann macht mir das Spiel erst richtig Spaß.

    Das alles ist natürlich nur meine eigene Meinung, schließlich soll jeder spielen, wie und was er mag 😉

    Liebe Grüße und danke für den netten Podcast,
    Moritz (Riv4n)

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    • Andre 27. April 2015 / 17:48

      Es spricht aber ja nichts dagegen, die Information, die dir früher das Handbuch vermittelt hat, nun einfach im Spiel zu vermitteln. Das Durchdringen und Meistern von Spielmechaniken ist ja schon immer Teil der Faszination von Spielen. Aber die Herausforderung sollte ja nicht daraus entstehen, dass mir Informationen vorenthalten werden. Sonst kann man ja auch die Tastenbelegung geheim halten und sagen „Find’s raus!“. 😉

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  3. Revenge 27. April 2015 / 13:36

    ich glaube Jochen greift das falsch auf, so wurde MMA durch zunahme an bekanntheit und größere „Fangemeinde“ nicht gleichzeitig weniger brutal oder gar schlechter. Hingegen wenn es heißt EA hat seine seele verkauft geht das doch eher darauf zu das die spiele sich ja wirklich verändert haben um einer größeren Zielgruppe zu entsprechen

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  4. Synyster 27. April 2015 / 17:11

    Hab gestern Abend die ganze Zeit mit meinem Bier im Kühlschrank auf den Podcast gewartet 😀 Zum Schluss musste ich es alleine trinken… aber besser spät als nie. Ist eine tolle Arbeit von euch 😉

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    • Jochen 27. April 2015 / 17:35

      Nicht nur du! Da sitzt man am feinen Sonntag am Rechner und denkt sich, hey, trinkst du mal ein Bier und hörst dir dein dummes Geschwätz von vor vier Wochen an … und was macht der Peschke? Lässt sich Kuchen backen! Wahrscheinlich hat er auch noch irgendwo fremdgetrunken. Der soll mir mal nach Hause kommen!

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      • Andre 27. April 2015 / 17:44

        Püh! Von wegen Fremdtrinken. Solchen Schweinkram machst nur du!

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  5. Nimlod 27. April 2015 / 18:52

    Bei der Korruptionsdebatte musste ich wieder an Heider Hated #2 denken und hab’s mir gleich nochmal angesehen. 😀
    Wieder ein schöner Podcast, aber irgendwie so…kurz 😉

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  6. Synyster 27. April 2015 / 20:58

    So natürlich wie es sich gehört, habe ich den Podcast gemütlich mit Bierzufuhr genossen. Was mir zu diesem Thema jetzt ein wenig einfällt ist Folgendes. (Bitte berücksichtigt, dass meine kognitive Wahrnehmung mit Bier verschlimmbessert ist.)

    Wenn ich mir überlege, dass ich als junger Spund damals Contra 3 auf dem SNES mehrmals durchgespielt habe, obschon es hieß, nach einpaar Leben das Spiel neuzustarten und nochmal zu versuchen. Wenn man schon so lange Spiele spielt, hat man eine andere Auffassung, wie es damals war und heute ist. Damals war das aber selbstverständlich, oft auf die Schnauze zu bekommen und es nochmal zu versuchen. Man hatte halt oftmals nur diese Spiele und hat sie irgendwann gemeistert.

    Ein großer Teil dieses Empfindens basiert aber auf der Nostalgiebrille. Man hat die Spiele ewig nicht mehr angerührt, hat aber in Erinnerung, dass das eine mords Gaudi war (nicht dass mir Contra heute nicht mehr genauso viel Spaß machen würde, aber man hatte eine andere Auffassung damals, als heute).

    Als alter Hase mault man gerne rum, dass früher alles besser war und verbeißt sich manchmal vermeintlich darin, wenn Spiele wieder in alte Tugenden zurück gehen, dass das der Beweis ist, dass es damals wie heute einfach das Richtige war, dass die Spiele so oldschool waren, man vergisst aber die Tatsache, dass beides einfach nebeneinander existieren kann und man so die Auswahl hat, ob man ein „modernes“ Spiel oder ein „altes“ haben möchte.

    Früher waren es auch oft die Limitierungen der Konsolen, die den Schwierigkeitsgrad ausgemacht haben. Man konnte einfach nicht zu jeder Zeit speichern. Heute trägt das alles durch die erweiterte Technologie zum Komfort bei.

    Man nehme doch nur die Leute die die Automatikschaltung verpönen und die Gangschaltung bevorzugen. Automatik ist Komfort, aber es ist für viele einfach nicht ein echtes Fahrgefühl. Man müht sich lieber einen ab, als den Komfort zuzulassen. (Ich habe dazu keine Meinung, finde beides gut, das diente nur als Beispiel.)

    Anderes Beispiel. Waschmaschinen können heute anzeigen wie lange es dauert, bis die Wäsche fertig ist. Ein alter Denker wird sagen, das ist alles unbrauchbarer Schnickschnack, das gab es früher nicht und hat auch funktioniert. Praktisch ist das allerdings schon, so weit ist die Technik nun mal und man kann sich so etwas anzeigen lassen.

    Worauf ich hinaus möchte ist, dass sich viele Sachen weiterentwickeln, einige das aber stört, da sie es schon immer anders kannten und oftmals nur noch darüber maulen. Man kann alles sehen wie man möchte. aber im Grundsatz haben viele Alteingesessene von Grund auf eine Gegenhaltung und schwelgen in der alten Zeit, auch wenn vieles umständlich ist. Das wichtige ist, dass man das findet was einem Spaß macht und welche Präferenzen man setzt, ohne das andere gleich schlecht machen zu wollen.

    Klar ist das alles unterschiedlich aufzunehmen und auch ändert sich die Meinung mit der Zeit oder auch nicht. Das soll auch nicht als Belehrung oder anderes aufgenommen werden. Das waren alles nur spontane Gedanken, bei denen auch einige während dem Schreiben untergangen sind, die bei einem gemütlichen Podcast mit Bierkonsum so anfallen.

    Euch möchte ich auch dafür danken, dass ihr so nahbare „Helden“ seid. Man verfolgt die Spieleindustrie seit so vielen Jahren und es kristallisieren sich charismatische Personen heraus, mit denen man einfach sympathisiert, wie euch.
    Der mögliche Austausch mit euch über so ein Projekt wie diesem Podcast ist einfach etwas wundervolles. Abseits von Facebook etc. (wenn man selbst dort nicht angemeldet ist) bietet ihr hier wirklich eine tolle Plattform sich mit euch kurz zuschließen.

    Also auf weitere spannende und gemütliche Diskussionsrunden.

    Vielen Dank und Prost !

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    • Andre 27. April 2015 / 23:40

      Ich will einfach nur sagen: Hier hat jemand den Sinn des Podcasts verstanden. 🙂

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  7. LaFlamme 28. April 2015 / 17:52

    Hallo zusammen!

    Ich weiß ja nicht ob ich damit elitär bin, aber ich hab damals halt auch die Handbücher gelesen während das Spiel installiert hat, bzw. bevor ich damit angefangen habe, und damit kann ich auch behaupten dass der THAC0 (null, nicht o) sich darauf bezieht, was man auf einem D20 würfeln muss, um einen Mob mit Rüstungsklasse (AC) 0 zu treffen. Du bist gestartet mit AC 10, also brauchtest du eine 10, um den Mob zu treffen. Hatte der Mob dann bespielsweise AC 4 war nur eine 6 nötig, bei AC -4 eine 14.

    Je mehr du deine AC nach unten schrauben konntest (durch bessere Rüstung oder den Geschicklichkeitswert) desto eher hat man den Mob getroffen, weil der Abstand niedriger wurde.

    Und ja, Dump Stats gabs, meistens Charisma oder Wisdom, aber wenn man nicht einen Char in der Gruppe mit hohem CHA hatte schaute man halt auch ziemlich doof drein…

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    • Doodlez 2. September 2015 / 20:56

      Offenbar hatte ich das historische Glück, aus genau der anderen Richtung rangekommen zu sein, nämlich erst Pen&Paper AD&D gespielt zu haben und DANN Baldur’s Gate, als es rauskam. Da gab’s für mich keine Regelfragen. Aber ich gehe mal davon aus, dass das wirklich die kleinere Gruppe ist und ich glaube auch nicht, dass Black Isle die Kiste damals ausschließlich für P&P-Spieler gebaut hat – für uns war’s halt eine glückliche Fügung 😉

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  8. rammmses 29. April 2015 / 13:37

    Wieder mal toller Podcast! Wenn ich das richtig verstanden habe, meint ihr, dass Dark Souls/Bloodborne vor allem so beliebt/erfolgreich sind, weil sie die Spielerschaft filtern und die „Hardcore-Gamer“ sich damit identifizieren können. Dazu kommt eben auch der Fokus auf reine Spielmechanik (es gibt quasi keine Narration im eigentlichen Sinne), die absichtlich unfair/frustrierend gestaltet ist und nur mit viel Übung und Zeitaufwand gemeistert werden kann. Das leuchtet mir ein Stück weit ein, gerade auch, weil ich mit den TIteln auch nach 2-3 Stunden aufgehört habe, da mir meine Zeit zu schade ist, um mich immer wieder durch die gleichen Abschnitte zu quälen in der Hoffnung irgendwann gut genug zu sein. Was ich aber nicht verstehe ist, wieso auch die Spielepresse diese Titel so abfeiert. Will nicht sagen, dass es schlechte Spiele sind, aber durchweg 90+ Wertungen kann doch auch nicht der Sinn der Sache sein, wenn es um Spiele geht, die objektiv unnötig unzugänglich und frustrierend sind, und im Grunde für den Großteil der Spielerschaft eher ungeeignet sind. Warum gibt es niemandem der den Spielen ihre offensichtlichen Schwächen auch mal ankreidet? Warum wird frustrierendes Spieldesign hier durchweg als Stärke umgedeutet? Ist die Angst vor den Hardcore-Fans so groß? Oder testet man nur noch für die? Schwinkt da bei den Spieleredakteuren etwa auch mit „wenn man es nicht gut findet, ist man kein richtiger Gamer“? Finde es jedenfalls sehr irritierend, dass diese potentiell sehr polarisierenden Titel von der Presse ausschließlich als konsensfähig bewertet werden.

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  9. Jochen 29. April 2015 / 15:30

    „Finde es jedenfalls sehr irritierend, dass diese potentiell sehr polarisierenden Titel von der Presse ausschließlich als konsensfähig bewertet werden.“

    Über den weit verbreiteten Wertungskonsens in der internationalen Spielepresse haben wir uns ja, glaube ich, schon in der ersten Folge unterhalten. Der irritiert mich auch immer wieder. Auch wenn da beide Seiten nicht ganz unschuldig sind: Gibst du einem Spiel eine Ausreißer-Wertung nach oben/unten, kommen gleich die Schlaubi-Schlümpfe und sagen: „Damit steht ihr aber ziemlich alleine da!!111elf“ – und kommen sich überhaupt nicht blöd dabei vor 😉

    Warum die genannten Beispiele allenthalben so hoch bewertet werden? Ich glaube, da spielen zwei Faktoren eine Rolle. Zum einen gehören viele Kritiker eben punktgenau zur Zielgruppe solcher Spiele – denen macht das aufrichtig Spaß. Zum anderen ist die Angst vor dem Shitstorm tatsächlich so groß, glaube ich. Gib‘ zum Beispiel einem Dark Souls die gleiche Wertung wie einem Assassin’s Creed, und in deinen Kommentaren tanzt der Bär. Jetzt könnte man freilich sagen: Aber das muss das Boot doch abkönnen, Herr Kaleu! Tja. Müsste es. Tut’s aber leider zu selten.

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  10. Gregor Van Stroyny 12. Mai 2015 / 22:36

    Hey,
    früher waren die Spiele DOCH anspruchsvoller… Die Gegenbeispiele die ihr genannt habt sind einfach nur sorgfältig ausgesucht. In meiner Spieleanleitungen-Sammlung fand ich sehr schnell das „Longbow 2“-Handbuch von 1997. Der Schinken hat Hunderte von Seiten und bringt gefüllte Kilos auf die Wage. Es sind darin enthalten Tabellen, Kurven für die Sinkrate bei Gleit- und Autorotationslandung, ein Glossar, es werden Cocpitsysteme wie IHADDS und IHADSS bis ins Detail erklärt, Grundlagen der Flugphysik, und, und, und…
    Bei „European Air War“ von Microprose hat die Anleitung 282 nummerierte Seiten mit geschichtlichen Hintergrund, Theorien, allen gängigen Flugformationen, usw.
    Bei „Red Baron 3D“ das selbe: 135 sehr feingedruckte Seiten, mit Beschreibungen, Umrissen, Flugschule, etc.
    Leider finde ich die Anleitung für „Falcon 4.0“ nicht (verdammt, wo ist es? -sorg-), aber ich glaube mir erinnern zu können, dass man ohne ein Studium des Handbuches den Vogel gar nicht erst in die Luft gekriegt hat.

    Man könnte zwar jetzt mit dem Einwand kontern: „es sind halt alles Flugsimulatoren und keine Spiele“ aber damals galten solche Mega-Programme als Spiele. Mit ganz gewöhnlich-normalen Tests in den Spiele-Zeitschriften.

    Heute dagegen ist es üblich sich in einem Tutorial-Level, von einem Sprecher, solche Mysterien erklären lassen wie: „…wenn Sie nach vorne gehen wollen, drücken Sie die Taste W – sehr gut“ oder „…wenn sie die Karte verschieben möchten dann ziehen Sie den Mauszeiger an den Bildrand – sehen Sie es war gar nicht so schwer“.

    Und nein, es ist keine Nostalgiebrille, sondern harte Fakten; die Spiele waren damals schwerer, man musste, oder besser, konnte, dürfte sich mit dem Spiel intensiv auseinander setzen um erste (echte) Erfolge zu erleben.
    Solchen, alten HardCore-Gamern und Games ein Elitäres Gehabe vorzuwerfen ist nicht ganz fair.

    Aber ich höre gern weiter, finde die Gespräche sehr gut (bitte weiterhin nur Ton, keine bewegten Bilder)

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  11. derfuchsi 26. Mai 2015 / 9:15

    Hallo ihr Zwei. Einem Link aus dem Gamestar Forum folgend bin ich hier gelandet und arbeite mich langsam durch. Sehr interessant bisher. Kann man gut auf dem Weg zur Arbeit oder so hören ;).

    Ein Kritikpunkt: Euer Blog heißt doch „auf ein Bier“. Der Hauptdarsteller kommt hier eindeutig zu kurz. Am Anfang wird kurz das Bier geköpft und dann hört man nichts mehr davon ;).

    Als jemand der mit dem C64 eingestiegen ist gehöre ich ja streng genommen auch schon nicht mehr zur „Elite“ das war ja schon zu Mainstream. Wer keinen C16 hatte oder gar einen Dos Rechner aus der prä-VGA-Ära der ist wohl kein richtiger Nerd :).

    Ihr habt hier ein interessantes Thema gestreift nämlich die Gamer Community und deren mittlerweile unerträgliches Gehabe.
    Nicht so sehr das pseudo-elitäre ist es was mich stört sondern die Diskussionskultur. Bei jedem noch so nichtigen Anlass gibt es sofort einen Shitstorm. Persönliche Beleidigungen sind noch das Mindeste und gehört quasi zum „guten Ton“. Wer sich das z.B. als Redakteur im Forum noch antut und dabei souverän bleibt hat meinen höchsten Respekt.

    Was mir richtig auf den Zeiger geht ist dass man mittlerweile sogar mit Morddrohungen leben muss wenn man unpopuläre Meinungen öffentlich vertritt. Und die einzigen Kommentare die man dazu hört sind dass man das alles sowieso nicht so ernst nehmen muss und man dann halt ein dickes Fell haben muss.
    Ich finde niemand muss sich bedrohen lassen, sowas sollte man nicht heimlich als gegeben akzeptieren. Es muss ja nur EINER dabei sein der es ernst meint.

    Aber nicht nur dass diese Idioten verantwortlich sind für das gestörte Verhältnis zu den Spieleentwicklern wie ihr hier selbst sagt. Aber sie sehen auch nicht dass sie auch noch dem Ruf aller Gamer schaden weil mittlerweile auch immer mehr in der Presse darüber berichtet wird. Spätestens seit #Gamergate.
    Was wirft das für ein Licht auf uns ?
    Man muss sich mittlerweile schon wieder schämen zuzugeben dass man Gamer ist. Jetzt wo man eigentlich gerade aus der Nerd-Ecke herausgekommen war wird man in eine andere noch unschönere Ecke manövriert. Gamer ? Ach diese untoleranten Soziopathen die Andersdenkende gerne beleidigen und Morddrohungen aussprechen.

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