Runde #6: Fehlerwertungen, schreckliche Erlebnisse und andere Dinge, die sich nur mit Bier ertragen lassen

Das erste Sixpack ist voll! Während die Welt sich dem Witcher-3-Fieber hingibt, behält der einzigartigste unter den Gaming-Podcasts (reminder: Bier!) die Fassung und spricht über all die Themen, von denen keiner wusste, dass sie ihn überhaupt interessieren. Andre und Jochen interviewen sich in dieser Folge nämlich gegenseitig. Das Ergebnis: Jochen Gebauer gesteht: „Ich bin eine Bierschlampe!“, lobhudelt Portal und beschreibt das schlimmste Erlebnis seiner Karriere als Spielejournalist. Andre gesteht derweil seine schlimmsten Fehlwertungen, lobt überraschend „The Bard’s Tale“ und erzählt, welcher Entwickler ganz oben auf seiner Shitlist steht. Viele gute Gründe sich ein Bier aufzumachen und zuzuhören – nicht nur (aber auch), weil’s anders ja nicht zu ertragen ist.

Wo wir gerade dabei sind, bei einem Bier Geschichten auszutauschen: Was sind eure Lieblingsspiele? Was war das schlimmste Ereignis, das euch als Spieler je wiederfahren ist? Welches Spiel liebt ihr, obwohl es der Rest der Welt nicht leiden kann? Geht in die Kommentare und haut in die Tasten. Prost!

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15 Gedanken zu “Runde #6: Fehlerwertungen, schreckliche Erlebnisse und andere Dinge, die sich nur mit Bier ertragen lassen

  1. Franke 17. Mai 2015 / 23:41

    Möchte erst einmal ein Lob loswerden, mir gefällt dieser ungezwungene Podcast mit seinen bisherigen Folgen sehr gut!

    Hätte tatsächlich eine Frage, die mir jedesmal durch den Kopf schwirrt wenn ich so durchs Internet surfe: Wie ist eure Meinung über Communities auf spielerelevanten Webseiten? Gibts positive Beispiele die ihr hervorheben könnt (z. B. eurer Ansicht nach besonders gute Communities) und Negativbeispiele denen ihr auf der Straße sofort ausweichen würdet wenn ihr sie erkennen könntet?
    Wäre die Abschaltung von Kommentaren unter News / Reviews hilfreich? Der Anteil an Diskussionen über das Thema vs. nicht themenrelevanter Diskussion neigt gefühlt immer öfter und immer stärker ins letztere. Heißt ja nicht das man das hauseigene Forum abschaltet, das die Diskussion schon im Namen beinhaltet und der eigentliche Ort von Diskussionen sein sollte.
    Wo aber immer mehr Forenspiele stattfinden weil sonst keine Diskussionen stattfinden…

    Würde aber doch sicherlich der geistigen Gesundheit der Redakteure (Anschuldigungen, Anfeindungen, etc.) und auch vieler Besucher entgegenkommen?

    Da fällt mir gleich noch eine zweite ein. Die wurde schon öfter mal durchgekaut, mich würde trotzdem mal interessieren wie ihr das Verhältnis Spielejournalismus vs. Youtuber seht. An mir betrachtet fällt mir durchaus auf, das ich diese mittlerweile gleichberechtigt nebenher benutze um mir eine Meinung zu einem Spiel zu bilden. Spieleredaktionen und -websites eher für News und Hintergrundberichte, mir bekannte (also längere Zeit gesehene) Youtuber dafür eher für Reviews.
    Und ich denke ich bin hierbei nicht alleine, alleine die Fans von zum Beispiel Totalbiscuit gehen auch in Deutschland in die Tausende, wenn nicht Zehntausende, die sich immer mehr von „ihrem“ Youtuber massgeschneidert beraten lassen (mit Rückfragen in Twitch zu Spielelementen etc.) und Spielereviews damit irrelevanter machen? Wenn ich in einem Twitch-Stream zwei Stunden lang das Spiel begutachten konnte, Bugs und Glitches sehe oder eben nicht sehe, reicht mir das insbesondere bei Serienspielen gerne auch mal aus um zu wissen ob ich den Nachfolger haben will oder nicht.

    Egal ob hier eine Frage ausgewählt wird, hoffe der Podcast bleibt noch lange Zeit erhalten!

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    • Jochen 18. Mai 2015 / 0:00

      Communities. Puh. Ganz ehrlich? Ich finde einen erheblichen Teil der Spiele-Communities sehr … schwierig. Das heißt freilich nicht, dass da ausnahmslos Trottel unterwegs wären. Aber zwischen den ganzen Flames und Troll-Posts die guten rauszufischen, das ist teilweise schon harte Arbeit. Aber das ist bei meinen anderen „Hobbies“ auch nicht anders, insofern bilden Spiele-Communities nicht unbedingt eine unrühmliche Ausnahme.

      Wenn’s nach mir ginge, dann würden Kommentare im Allgemeinen (also nicht nur auf Spiele-Websites bezogen) erheblich strenger moderiert. Sachliche Kritik muss das Boot immer abkönnen – aber vom vermeintlichen Recht, im Internet anonym Schwachsinn oder üble Nachrede zu verbreiten, hab‘ ich noch nie viel gehalten.

      Zu den Youtubern: Ich hab‘ viel Respekt vor deren Arbeit (ich glaube, die meisten Leute haben keine Vorstellung davon, wie viel Zeit, Aufwand und Herzblut diese Menschen regelmäßig in ihre Kanäle stecken), aber ich hab‘ auch den Eindruck, dass viele „Fehler“ der klassischen Spielepresse wiederholt werden. Wenn ich mir zum Beispiel anschaue, wie abhängig gerade die großen Youtuber vom Wohlwollen der Publisher sind, dann fällt’s mir schwer, da von einer unabhängigen Berichterstattung zu sprechen. Jetzt könnten die Youtuber freilich sagen: „Aber ihr, oder was?“. Und damit hätten sie auch nicht Unrecht. Ich hätte mir bloß ganz naiv gewünscht, dass es nicht nochmal in die gleiche Kerbe schlägt.

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  2. Philipp 18. Mai 2015 / 2:30

    Zuerst einmal: Folge 6 ist die erste Folge eurer Podcast-Reihe, die ich mir angehört habe (bin durch Andrés Facebook-Post darauf aufmerksam geworden), und sie hat mich sehr unterhalten. Ich denke, dass ich bei eurem kurzweiligen Plausch in Zukunft bestimmt wieder reinhören werde. Bis auf „Stay Forever“ bin ich kein Podcast-Hörer, aber bei Herrn Peschke kann ich grundsätzlich erstmal nicht „nein“ sagen – zurecht!

    Positiv überrascht hat mich deine Kindheits-Anekdote mit deinem Vater, durch den du zum Spielen gekommen bist. Bei mir war es nämlich ähnlich, auch er hat mir die Welt der Computerspiele gezeigt. So kam es, dass ich auf seinem Schoß BlueBytes Aufbau-Wusel-Strategiespiel Die Siedler 3 erlernt („Papa, setz den den Holzmann da hin“, „Papa, das Steinfeld da rechts ist alle!“) habe und schon ehe ich lesen lernte, den Computerspieler eigenständig in Partien besiegen konnte. Wenige Jahre später nahm mein Vater mich mit zu LAN-Parties seines selbst gegründeten Siedler-3-Clans – was für ein Traum für einen kleinen Jungen: Mit 20 netten Leuten in einem Raum siedeln, und das zusammen auf einer einzigen Map! Wie es kommen musste, verflog sich das Ganze aber irgendwann, und ab 2003 hatten die Siedler 3 ausgesiedelt… Mehr als zehn Jahre nach dem „Ende“ komme ich jedoch wieder zum Siedeln: Wir konnten die Truppe von damals zusammentrommeln und treffen uns seitdem einmal im Jahr, mein Vater ist natürlich auch dabei.

    Um den Bogen zu eurer Nachfrage des Lieblingsspiels zu spannen: Es ist natürlich Die Siedler 3. Es wird immer in Verbindung zu meinem Vater stehen, es war mein erstes Spiel überhaupt, es offenbarte mit den Clantreffen einem kleinen Jungen fantastische Abenteuerreisen und es brachte Menschen nach langer Zeit wieder zusammen. Glücklicherweise hat es dank seiner bunten Knuddel-Comic-2D-Grafik nichts von seinem alten Charme eingebüßt!

    Mich würde an dieser Stelle interessieren: Hattet ihr Kontakt mit Die Siedler 3 (auch wenn ich tippe, dass die Antwort auf diese Frage enttäuschend sein wird… :D)?
    Und was ist euer Spiel, das euch euer Leben über am meisten begleitet hat?

    Zum Schluss noch eine dritte Frage, anderes Thema: Plant ihr, euren Podcast in Zukunft mal auch z.B. über Apples Podcast-App anzubieten? Auf dem Smartphone auf dieser Seite den Stream am Laufen zu halten, hat sich bei mir nämlich als nicht so leicht herausgestellt.

    Viele Grüße, macht weiter so!

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  3. valkein 19. Mai 2015 / 21:19

    Hier eine Frage:
    Wenn ihr selbst die Möglichkeit hättet Chefredakteur eines Magazines zu werden und ihr müsstest euch über Finanzen und Auflagezahl keinerlei Sorgen machen, was wäre eure Agenda und auf was für Inhalte würdet ihr euch konzentrieren?

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    • Jochen 20. Mai 2015 / 0:25

      Ich war ja schon mal in dieser Position – okay, um Finanzen und Auflagenzahlen hätte ich mir dabei eigentlich Gedanken machen sollen, aber zufällig bin ich der Ansicht, dass das eine (nämlich die Auflage und damit auch die Finanzen) in einem erheblichen Maße von dem anderen (nämlich der Qualität des Heftes) abhängig ist. Ergo habe bzw. würde ich ein Heft machen, das a) verstärkt auf gute, hochwertige Hintergrundartikel/Reportagen/Kommentare setzt, sich b) glaubwürdig von den Interessen der Industrie abgrenzt und c) einsieht, dass man guten Journalismus nicht umsonst verschleudern kann. Bei a) würde ich im Nachhinein sagen, dass das recht gut funktioniert hat. Mit b) und c) ist das heutzutage leider so ein Problem.

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  4. Marius 20. Mai 2015 / 9:44

    Hallo Jochen und André!

    Erstmal Danke für diese und die anderen bisherigen Folgen, die ich sehr sehr gerne angehört habe. Ich freue mich schon auf die nächsten Folgen.

    Jetzt ein paar Fragen für die Fragen-Folge:

    1. Haben sich Spiele eurer Ansicht nach insgesamt in die richtige Richtung bewegt (in den jeweiligen Genres, sofern man davon noch sprechen kann, und allgemein)?

    2. Gibt es Spiele, die alle großartig finden und mit denen ihr überhaupt nichts anfangen könnt bzw. die ihr für komplett überbewertet haltet und weshalb?

    3. Gibt es andersherum Spiele, die die ganze Welt miserabel findet, ihr aber gut?

    5. Welche Spiele-Median lest bzw. schaut ihr (neben der Gamestar) noch und weshalb?

    6. Hat sich euer Spielegeschmack im Laufe des Älterwerdens geändert und wenn ja, inwiefern?

    7. Wieso gibt es in Spieleredaktionen so viele Wechsel? Ich habe den Eindruck, dass z.B. bei der Gamestar nur sehr wenige Redakteure ihr ganzes Berufsleben lang sind. Von den ursprünglichen Redakteuren ist glaube ich niemand mehr dabei. Bei Zeitungen und Magazinen hingegen sind sehr viele Journalisten bis zur Rente.

    4. Für die letzte Frage eine lange Einleitung: Ich habe den Eindruck, es gibt Spiele, bei denen das Spielprinzip an sich Spaß macht, ohne dass sie einen großen Suchteffekt erzeugen. Für mich sind das v.a. Denkspiele wie Portal oder Hexcells, aber auch Journey. Dann gibt es meines Erachtens Spiele, die weit überwiegend auf den Suchteffekt setzen und bei denen mir das Spielprinzip selbst überhaupt keinen Spaß macht, die ich aber trotzdem durchsuchte, weil ich die virtuellen Belohnungen will und diese perfekt austariert sind. Mir ist das neulich bei Gothic 2 aufgefallen: Ich mache an sich sehr langweilige und sogar nervige Aufgaben (wie Rüben ernten) und laufe ständig von A nach B und zurück und dann nach C, die Kämpfe sind nicht gut, es fühlt sich alles wie Arbeit an, aber ich tue das ab einem bestimmten Punkt wie besessen, weil die Suchtspirale perfekt ist. Am Ende habe ich sogar vielleicht den Eindruck, Spaß gehabt zu haben. Online-Rollenspiele dürften auch sehr stark darauf setzen, und ganz allgemein sehr viele Rollenspiele, ebenso Ubisoft-Spiele mit Symbole-auf-Karte-abarbeiten. Viele Spiele dürften natürlich zwischen den beiden Extremen sein und in unterschiedlichen Maßen beide Elemente enthalten.
    Jetzt zur eigentlichen Frage: Was haltet ihr von dieser Unterscheidung? Was ist eure Meinung dazu? Wird da nicht manchmal eine langweilige oder kaum vorhandene Spielmechanik durch eine bewusst eingesetzte Suchtspirale übertüncht?

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    • Marius 20. Mai 2015 / 9:47

      P.S. Ich kann nicht zählen. Das liegt daran, dass ich die längste Frage nachträglich ans Ende gestellt habe, um euch nicht gleich am Anfang vom Lesen abzuschrecken und vergessen habe, die Nummerierung zu ändern.

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  5. flowseven 20. Mai 2015 / 10:26

    Ist Jochen jetzt wieder ein freier Journalist?

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    • Andre 20. Mai 2015 / 12:30

      War er doch seit Beginn des Podcasts schon. Derzeit ist er aber eher Wahl-Hartzer. ^^

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      • Jochen 20. Mai 2015 / 13:54

        Wahl-Auszeitnehmer, wenn ich bitten darf. Sonst denken am Ende noch Leute, ich würde dem Staat (also ihnen) auf der Tasche liegen.

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      • Andre 20. Mai 2015 / 14:04

        Das mag vielleicht treffender sein, ich finde es aber eindeutig nicht despektierlich genug!

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  6. kps 24. Mai 2015 / 9:31

    Sehr schöner offener Podcast, macht bitte weiter so!

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    • kps 24. Mai 2015 / 10:50

      Userfrage:

      Was haltet ihr persönlich zu der (fragwürdigen) PR rundum die Downgrade-Debakel von C&C Teil 3 (1999, Photoshop-Fotos auf Verpackung), Half Life 2 (E3 Demo vs, release), Watch_Dogs (fehlende Map-Objekte&-Details), Witcher 3 (fehlende Map-Objekte&-Details), etc aus Sicht eines PC-Spieler?

      Füllt ihr euch als Privatperson und möglichen Kunden auch „verarscht“ von den PR Statements und dem zurück rudern Tage nach dem Release? (ich nehme an ihr durchschaut als kluge Köpfe mit deutlichem Fachwissen dieses Gehabe)

      Wird Witcher 3 von einigen Spielern anderes bewertet und bekommt es bei einigen einen Vertrauensbonus da der Entwickler durch vollmundigen PR-Versprechungen und früher als (vorher) DRM-freien GOG Betreiber, PC-first-Entwickler bekannt war? Wie hoch schätzt ihr den Anteil an Bezahl-Trollen dieser PR-Maschinerie?

      André hat im GS Twitch kurz anklingen lassen, das GS kurzzeitig umgeschwenkt ist da es in der Community einen Aufschrei gab. Im Video Downgrade Diskussion-Video 1-2 Tage vorher klang das Contra von André noch überzeugender. Keine Ahnung wie viel ihr dazu sagen könnt und wie viel im ersten Video wirklich seine Meinung war, eure persönliche Meinung wäre jedenfalls dazu interessant.

      Es geht bei dem Downgrade-Debakel nicht primär um die Grafik, sondern wie mit dem Spieler als möglicher Kunden umgegangen wird. Und bezüglich Grafik geht es um später wieder entfernte Map-Objekte und generell zigfach weniger Polygone am Bildschirm als in Gameplay Videos und anspielbaren Gameplay-Szenen auf Messeständen. Es ist anzunehmen das bei jenen Spielen für den kleinsten gemeinsamen Nenner im späteren Verlauf der Entwicklung hin entwickelt wurde, aus Performancegründen die Spielwelt absichtlich stark vereinfacht wurde und eher wahrscheinlich ein gewisses Sponsoring von einem Vorort von Seattle nicht auszuschließen ist.

      Und nein, ich bin kein Vorbesteller. Nur ein PC Spieler der seit Crysis 1 aber selten ein PC Spiel zu Gesicht bekamt das seine Hardware auch wirklich auslastet (25% in Witcher 3 und sieht aus wie Risen 3, 30% in GTA V und nicht so viel besser als GTA IV (2008) mit sehr hohen Details) und diverse schlechte Konsolen-Ports. Positiv hervorstechend ist nur Assassin’s Creed Unity das wirklich „next-gen“ ist, aber halt leider etwas verbuggt 1-2 Monate zu früh noch vor dem Weihnachtsgeschäft veröffentlicht wurde.

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      • kps 26. Mai 2015 / 18:07

        Ok, danke für die Antwort via Youtube Video: https://www.youtube.com/watch?v=04gfC78tcaY

        Das sich CD Projekt mit Verweis auf den Launch immer noch nicht dazu äußern möchte bestätigt einmal mehr das sie das Downgrading bewusst klein reden und überhaupt am liebsten verschweigen möchte. Macht die Entwickler nun nicht unbedingt sympathischer.

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