Runde #11: Jochen glaubt nicht an Hexer (aka: „Ich finde Ihren Mangel an Glauben beklagenswert“)

Das musste ja so kommen – nur vielleicht nicht unbedingt so spät: Wir sprechen über The Witcher 3: Wild Hunt und sind uns dabei nicht ganz einig, ob das Spiel nun sehr gut oder nur nett ist. Immerhin kommen wir aber auf den gemeinsamen Nenner, dass es cool ist, wie schlecht die Zähne der NPCs sind. Auf der Basis, lässt sich bestimmt einiges aufbauen!

Wie immer freuen wir uns über Feedback aller Art. Die Kommentarsektion haben wir ja nicht umsonst von taiwanesischen Kinderarbeiter handanfertigen lassen. Außerdem freuen wir uns über einen neuen Schwung erstklassiger Bewertungen auf iTunes. Insbesondere, wenn ihr einen kleinen Text dazuschreibt, warum wir so einzigartig und hervorragend sind. Selbstverständlich nur, weil wir in den Worten unserer Leser hören wollen, welchen Teil des Podcasts wir ausbauen müssen (auf Wunsch sind Bewertungsvordrucke jederzeit verfügbar).

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46 Gedanken zu “Runde #11: Jochen glaubt nicht an Hexer (aka: „Ich finde Ihren Mangel an Glauben beklagenswert“)

  1. Onkel Erika 21. Juni 2015 / 23:57

    In Taiwan gibt es keine Kinderarbeit, zumindest nicht mehr als in Deutschland auch. :teach:

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    • Andre 22. Juni 2015 / 0:04

      Du willst hoffentlich nicht behaupten, unser Kommentarsystem sei keine durch Ausbeutung Minderjähriger hergestellte Maßanfertigung! Wie können Sie es wagen, der Herr!

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      • Onkel Erika 22. Juni 2015 / 13:45

        Und ob! Viel wahrscheinlicher ist es doch durch systematische Ausbeutung eines untergärigen Jochen entstanden!

        (Ernsthaft, ich höre die Kombination Taiwan & Kinderarbeit immer wieder, das finde ärgerlich, da es großer Quatsch ist. Manchmal dürstet es mich dann nach einer Erwiderung)

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      • Andre 22. Juni 2015 / 18:48

        Okay, dann eben nicht in Taiwan. Aber Kinderarbeit. Mit Peitsche und so!

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  2. Julian 22. Juni 2015 / 10:31

    Vielen Dank für diesen mal wieder fantastischen Podcast. Wenn das ein Test wäre, wäre es der beste WItcher-3-Test: Angenehm kritisch als Gegengewicht zu den übereuphorischen Tests allenthalben, und dabei immer intelligent und nachvollziehbar begründet, und sehr unterhaltsam. Ich spiele es übrigens gerade.

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  3. Nico 22. Juni 2015 / 10:47

    Kommt mir das nur so vor oder kann man stellenweise das Schnaufen von Jochen heraushören, wenn er sich in Rage geredet hat? 🙂

    Prinzipiell wieder ein interessantes Thema, aber wie schon in den letzten Folgen habe ich zunehmend das Gefühl, dass sich langsam eine gewisse Rant-Übersättigung bei mir einstellt. Gibt es denn kein Thema, bei dem ihr mal wirklich mit entgegengesetzten Position diskutieren könnt? Jochen könnte ja z. B. mal etwas ausführlicher die Telltale-Spiele verteidigen, die Andre offensichtlich nicht zu würdigen weiß. Oder allgemeiner würde mich mal interessieren, was denn ein paar Titel (der letzten 5 Jahre!) sind, denen ihr vielleicht sogar beide überwiegend positives abgewinnen konntet.

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    • Andre 22. Juni 2015 / 11:05

      Hmmm, ich habe diese Folge gar nicht so rantig in Erinnerung. Und wir nehmen doch sehr oft unterschiedliche Positionen ein – so auch diesmal. Nur eben nicht völlig entgegengesetzte?

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      • Nico 22. Juni 2015 / 11:21

        Hatte die Folge zugegeben noch nicht fertig gehört, später hast du häufiger mal die Gegenposition eingenommen. Trotzdem fällt aber auf, dass zumindest Jochen eigentlich immer die Rolle des „bösen“ Meckerers einnimmt. Eine Folge in der das mal andersherum ist (oder eben keiner meckert), wäre eine gute Abwechslung.

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      • Andre 22. Juni 2015 / 12:51

        Aber Jochen IST ein böserer Meckerer! Du kannst nicht voN Darth Vader verlangen, dass er auch mal nett ist! 😀

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  4. Riv4n 22. Juni 2015 / 13:05

    Hach, was soll ich sagen? Ich bin ja sonst gerne mal Jochen-Gegner *zwinker*, aber in diesem Podcast kann ich ihm in vielen Dingen einfach nur zustimmen. Ich habe „erst“ 20 Stunden reingesteckt, aber mir ging es auch oft so. Ich musste mich oft einfach dazu zwingen, das Spiel zu starten und es ein wenig spielen, aber mir gefällt es nicht 100%. Mir wäre es jetzt schwer gefallen, so fundierte Gründe zu finden, aber ihr beide habt es oft auf den Punkt getroffen.

    Im übrigen möchte ich euch danken, dass ihr eine der wenigen Leute seid, die Ansprüche haben. Viele Spieler/Redakteure nehmen Spiele immer als fertiges und kulturell abgespecktes Medium hin, ihr hingegen sagt, dass einfach noch mehr drinnen gesteckt wäre, als das fertige Produkt abliefer. Hierfür Hut ab, und Daumen hoch!

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  5. Nimlod 22. Juni 2015 / 14:14

    Ha, ein Paradies dieser Podcast. Da fliegen die Finger nur so über die Tasten des inneren Mitdiskutierers. Und dieses Mal sogar über die echten Tasten, denn ich konnte nicht umhin, meine Gedanken gleich festzuhalten, weil die Flut davon die alten wegzuschwemmen drohte. 😉
    (Schon wieder erholt, Andre? Du kommentierst ja schon wieder fleißig. :))

    Wie eigentlich fast immer würde ich mich ja eher auf Andres Seite schlagen, aber so sind Meinungen nun mal, eben verschieden.
    Ich bin allerdings der Meinung, dass du, Jochen, im Rage-Modus gerne mal unfair wirst. Und bin so frei, das im Nachfolgenden darzulegen. Kann jedoch ein bisschen länger werden, also:

    Wall-of-Text-Alarm!

    Mein allererster Gedanke, den ich während des Hörens gewann wird auch mein Fazit sein:
    Ich glaube, du vergisst oder ignorierst gerne, dass die meisten Menschen nicht im Bernsteinzimmer wohnen wollen, sondern im schön gefliesten Badezimmer. Genauso verhält es sich mit Spielen wie TW3 und das ist m.M.n. ein Problem vieler Elfenbeinturm-Kritiker, zu denen du dich ja mehr oder weniger selber zählst.
    Sie kritisieren an der Wirklichkeit vieler Menschen vorbei. Die aber wollen nicht immerzu hochtrabende und verquere Feinkost, sondern gerne Fleisch und Semmel. Und wer die beste Semmel mit Fleisch macht, ist beliebt und nicht ganz zu Unrecht. Was habe ich von Kaviar, wenn er mir nicht schmeckt. Was habe ich von einem Bernsteinzimmer, in dem ich nicht Duschen kann?
    Natürlich braucht es solche Werke und natürlich sollten diese dafür gelobt werden, es kann aber nicht sein, dass alles andere sich diesem Joch unterwerfen muss und dahingehend niedergemacht wird.
    Das ist genau der Grund, warum sich so viele von den vermeintlich großen Kritikern wie einem Marcel Reich-Ranicki abwenden und sie in ihrem Turm vor sich herziehen lassen.
    Gute Kritik bekommt nur, was aneckt. Ob es gefällt, scheint keinerlei Einfluss mehr auf die Bewertung zu haben. Wem ist damit gedient, wenn ich diese Art zu kritisieren als die einzig wahre verkläre? Ist Journalismus ein Medium für alle Menschen oder nur für die eingeweihten?

    Selbst eine Buch wie Der Herr der Ringe wird von solchen Menschen nicht mal angefasst.
    Und dabei ist es meiner bescheidenen Meinung nach viel wertvoller den Menschen – und sei es durch noch so triviale Geschichten – einen guten, moralischen Kompass mitzugeben, wie es so viele dieser Trivialgeschichten tun. Den Menschen tiefschürfende Gedanken mit auf den Weg zu geben, ist daher für mich längst nicht so wichtig, wie es die Kritiker gerne hätten.

    Kritik also allein um der Kritik willen halte ich für problematisch. Es ist ein riesen Unterschied zwischen erzwungener und sich ergebender Gleichschaltung. Wer extra kritisiert, weil alle anderen diese Kritik nicht teilen, verdient in meinen Augen nicht zwangsweise Anerkennung dafür.
    Es ist ja legitim Dinge zu kritisieren, die drohen im Hype unterzugehen. Es ist aber eine andere Baustelle mir Kritikpunkte aus dem Ärmel zu saugen, nur damit ich eine andere Gesamtmeinung als all die „gleichgeschalteten“ Kollegen. Von daher sind diese von dir erwähnten Kritiker, die in anderen Bereichen wie Literatur oder Film auch gegen zu Recht in den Himmel gehobene Werke in ungebührendem Maß vorgehen eher ein Armutszeugnis als ein Beweis von hohen journalistischen Prinzipien. Das Motiv dahinter ist entscheidend.

    Das bringt mich zu deinem liebsten Steckenpferd neben der Story; nämlich der Innovation. Der Drang, dass alles etwas Besonderes haben muss, dass alles neu sein muss. Schon in der Kunstdebatte, die wir hatten, wollte ich dir da nicht folgen.
    Im Grunde gelten hier dieselben Gedanken wie oben. Das bewährte funktioniert. Und was du in erheblichem Maße ignorierst, ist, dass es mitunter sehr schwierig sein kann, aus bestehenden, funktionierenden und bekannten System ein gefallendes Ganzes zu schaffen. Du tust geradezu so als wäre die das leichteste der Welt und andere täten es ja nur nicht, weil das faul und langweilig wäre.
    Fortschritt allein des Fortschritts willen, muss nicht immer gut sein. Auch Stillstand hat durchaus seine positiven Seiten, er heilt und schafft Bewährtes und Bewahrenswertes.
    Man kann nicht pauschal das einem dem anderen als Überlege darstellen.

    Ein Beispiel dazu: Du beschwerst dich, dass die Medien bei TW3 zu sehr dem, was der Fan gut findet, nachläuft und dass sie die Pflicht hätten sich auch um die Menschen zu kümmern, die nicht alle Bücher gelesen haben und die vielleicht kein Fan dieser oder jener Mechanik oder Herangehensweise sind. Da hast du bestimmt recht. Nur fällst du direkt danach auf deine eigenen Argumentation herein.
    – > Die Presse sollte es so bewerten, dass nicht nur die Fans bedient werden. Ok. Aber die Presse soll auch nicht so bewerten, dass nur die Vielspieler wie du bedient werden. Man darf nicht mit der Sicht herangehen, dass mich ein solches Spiel nicht mehr flasht, weil du jede seiner Mechaniken schon mal wo anders gesehen hast. Nur weil du schon sehr viele Spiele gespielt hast, gilt das nicht für andere Spieler.

    Disclaimer: Ich will TW3 nicht in den Himmel heben, bin mit der Wertung der Gamestar aber zufrieden, trotz großer Mängel wie der Steuerung. Am ehesten möchte ich Andre noch recht geben. Das Spiel als allerhöchstens mittelmäßig zu bewerten, scheint mir aber auch daneben. Da spielen wohl einfach deine persönlichen Präferenzen hinein.

    Aber noch ein paar Beispiele.
    – Du beschwerst dich über diese Entscheidungen bei der Werwolfquest. Keine Frage, das ist blöd und vergrößert die Distanz zum Charakter für eine Weile. Aber du bist unfair, das nur TW3 oder anderen „Entscheidungs“-Spielen anzukreiden.
    Bücher und Filme sind hier keinen Deut besser.
    In ungefähr jeder zweiten Geschichte metzelt sich der Held durch Massen von (teils völlig unwissenden, komplett schuldlosen) Wachen und Feinden. Dann endlich beim Oberschurken angekommen, überkommt den Helden plötzlich sein Gewissen und er zögert, denn er kann es plötzlich nicht mit sich vereinbaren, den Bösen einfach zu töten, aus welchen genauen Gründen auch genau. Die namenlosen Typen vorher waren ihm aber noch völlig egal. Genauso gibt es ja wohl oft genug Entscheidungen in diesen Medien, in denen zwei Entscheidungen als die einzig Möglichen dargestellt werden, obwohl es einfach nicht so ist.

    – Du beschwerst dich, dass der Werwolf erst bei Vollmond kommt? Ein recht viel dünneres Beispiel hast du nicht gefunden, gibt’s zu. 😉

    – Thema Tag-Nachtwechsel: Da ist Skyrim nicht besser, da skippt man die Nacht genauso. Theoretisch kann man sagen, dann muss ich die Nacht mit Mechanik füllen, damit sie sinnvoll bleibt. Wenn dann aber ein sinnbefreites System daherkommt, passt es auch keinem.
    Ich bin aber davon überzeugt, dass das für die meisten Spieler einfach Atmosphäre mit sich bringt, wenn es dunkel wird, auch wenn ich danach die Dunkelheit skippe.

    – Du: In Skyrim funktioniert das mit den KI-Gegnern doch aus, dass die viel XP bringen.
    Ja. In Skyrim leveln die aber auch mit…das ist dann wieder Geschmacksache, welches System man lieber mag (ich persönlich verabscheue das Mitleveln).

    – Die Meckerei über das Kampfsystem finde ich auch daneben. Es kann ja nicht dein Fall sein, aber es mit dem Argument zu gängeln, dass du wenn schon lieber entweder Taktikkämpfe oder eine Klickorgie haben willst, ist dein gutes Recht, dient aber mal überhaupt gar nicht, TW3 schlecht zu reden.

    – Du findest den Blick auf den Kompass in Skyrim besser, als wenn ich einfach durch die Gegend laufe und interessante Dinge mit dem Auge sehe?

    – Skyrim ist in seinem Quest Design auch ziemlich generisch. Ich konnte schon ziemlich schnell keine Drauguren in irgendwelchen Ruinenkatakomben mehr sehen, in denen ich am Ende ein paar Steine drehen muss, um danach gegen den Oberdraugur zu kämpfen. Also bitte so gut Skyrim war, verkläre es bitte nicht.

    – Menüs. Ja die sind schlecht, aber recht viel besser sind die Konsolenmenüs von Skyrim nun auch wieder nicht…

    – Dass NPCs nicht alle Namen haben, kann ja auch der Übersicht dienen. Und diese ganzen generischen Fantasienamen sind ja auch nicht unbedingt der Hit.

    – Im Hintergrund sollen viele nutzlose Dinge passieren, was zweifellos der Atmosphäre dienen kann. NPCs Namen haben, die nichts bringen außer Atmo, Aber stehlen stört dich dann nicht? Das wirkt etwas willkürlich, was deine Auswahlkriterien an eine atmosphärische Welt angeht.

    – Open World. Wie Andre schon sagte, ist Dynamik allein doch wohl kein Kriterium für Open World. Und frei bewegen kann ich mich sehr wohl. Ein Schlauchlevel-Spiel ist es ja nicht gerade.

    – Die Dynamik von Skrim hat auch seine Schattenseiten, die einen enorm aus der Immersion reißen können!

    – Dir gefällt das Schnellreisesystem nicht? Da bin ich wieder bei Andre. Das finde ich deutlich besser als das von Skyrim. Das kann man vielleicht so oder so sehen, aber du kannst TW3 nicht dafür runtermachen.

    – Erkunden lohnt sich in Skyrim auch nicht wirklich. Das Zeug, das man in irgendwelchen Höhlen am Wegesrand fand, war ja meist nutzlos. Besonders die Truhen enthielten immer nur Schrott. Man nehme Gothic. Da lohnte sich erkunden noch. Da konnte man tatsächlich sehr gute Ausrüstung auch mal finden, ein Hoch auf das Truhen- und Kronstöckelsystem aus Gothic 3. 😉

    So jetzt haben sich meine Notizen erschöpft. Ich hoffe, ich habe niemanden verstimmt, aber ich beschwere mich nun mal auch gerne. 😉
    Wenn ich mich irgendwo verrannt oder getäuscht habe oder einfach eine unbedachte Meinung habe, bitte ich um Korrektur, sofern sich das da überhaupt jemand durchliest. 🙂

    Grüße

    Nimlod

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    • Nimlod 22. Juni 2015 / 14:26

      Ach herrje, da haben sich einige Schreib- und Kommafehler eingeschlichen. Sorry dafür. :/

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      • _Just_A_DIRTY_OLD_MAN_ 25. Juni 2015 / 22:54

        Zitat: „Es ist aber eine andere Baustelle mir Kritikpunkte aus dem Ärmel zu saugen, nur damit ich eine andere Gesamtmeinung als all die „gleichgeschalteten“ Kollegen.“

        Dein Fazit besteht zu einem großen Teil daraus bzw. ist darauf aufgebaut, dass du Kritikern wie Jochen und Marcel Reich-Ranicki sehr viele Dinge, wie das obrige Zitat, unbegründet unterstellst! Bei deinen Text liest man deshalb so eine Art Beissreflex mit.

        Zitat 2 : „Sie kritisieren an der Wirklichkeit vieler Menschen vorbei.“ Das Wesen der Kritik ist es nicht(!!!), sich die Ansichten einer bestimmten Gruppe/Masse als Maßstab zu nehmen und diesem somit nach dem Munde zureden. Kritik ist keine Bejahrung der eigenen Ansichten(!!!)

        Kritik ist eine wissenschaftliche und künstlerische Beurteilung, Begutachtung, Bewertung und Beanstandung eines Gegenstandes (in unserem Fall das Medium Videospiele). Durch das kritisieren, also nach präzisen wissenschaftlichen und künstlerischen Maßstäben überprüfen und beurteilen eines Gegenstandes, werden dessen positive sowie auch negative (Fehler, Versäumnisse) Eigenschaften aufgedeckt und es führt somit zu einer Weiterentwicklung des Gegenstandes (also des Medium Videospiele). Durch das Einführen eines Wasserkopfkind-Maßstabes wird das ganze Wesen und Prinzip der Kritik zerstört. Was übrig bleibt ist keine Kritik mehr, sondern eine sich selbst beschneidende Pseudo-Kritik, die sich im Fall der Spielepresse ihre Maßstäbe zur Untersuchung des Gegenstandes (also der Videospiele) auf die Ansichten und Meinungen der Zielgruppe (Leser) anpasst.

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      • Nimlod 26. Juni 2015 / 0:20

        Beissreflex? Ich hatte gehofft, durch die Ausführlichkeit diesen Eindruck vermeiden zu können.

        Aber schön, dass du dir den Text angetan hast. Ich möchte auch betonen, dass das zwar meine Meinung ist, diese aber mit Sicherheit nicht der Weisheit letzter Schluss ist.

        „Das Wesen der Kritik ist es nicht(!!!), sich die Ansichten einer bestimmten Gruppe/Masse als Maßstab zu nehmen(…)“

        Habe ich das behauptet? Du hast gewiss recht, nur gibt es verschiedene Arten der Kritik, die Frage ist doch, welche man als Magazin einnehmen möchte. Der Spielejournalismus ist eben mehr eine Kaufberatung als Kunstbewertung.

        „(…)diesem somit nach dem Munde zureden. Kritik ist keine Bejahrung der eigenen Ansichten(!!!)“

        Nein? Das ist für mich die Krux. Das sehe ich völlig anders und ist für mich der Stein des Anstoßes. Natürlich geht jede Kritik aus einer bestimmten Geisteshaltung hervor, die sich durch verschiedenste Einflüsse manifestiert. Warum sonst ändert sich die Bewertung von dem, was es zu loben und was es zu verteufeln gibt, fast mit jeder Generation?
        Die hohen Kreise der (insbesondere Literatur)kritik aber nehmen für sich – zumindest wirkt es so, nämlich genau wie du hier argumentiert – in Anspruch die Wärter der Wahrheit zu sein, diejenigen zu sein, die der Höhle entflohen sind.
        Ich habe Teile dieses Diskussionsgeflechts schon an einer anderen Stelle bei diesem Podcast mit Jochen und Andre besprochen und natürlich kommt man über ein paar Kommentare nicht weit, aber letztlich mündet dies hier in beinah derselben weiten Ebene wie die Kunstdiskussion.

        Ich respektiere diese Art zu denken, diese Art an Werke heranzugehen, ich sehe aber nicht ein, warum dies der einzige Maßstab wäre, nach dem sich alles zu richten hat. Ich spreche dieser Art die totale Objektivität ab, die du ins Felde führst.

        Und würden Sie tatsächlich „präzise wissenschaftliche Maßstäbe“ anwenden, so wäre das ein Beweis für meine Theorie, nicht für deine.
        Wissenschaft ist exakt. Wissenschaft führt bei einer Rechnung nicht zu zwei verschiedenen Ergebnissen. Kritik aber sehr wohl. Das ist genau das Beispiel der Kritiker, die mit ihrer Kritik völlig von allem anderen Ausreißen.
        Du schießt dir also mit dieser Argumentation selbst ins Knie.

        Kritik ist zutiefst subjektiv (und das sagen doch auch Jochen und Andre, wenn sie davon reden, dass man nicht so tun sollte, als können man Spiele mit einem Wertungssystem objektiv bewerten) und der gesellschaftliche Konsens beschließt, welche Meinungen dem Bild der allgemeingültigen Kritik am nächsten kommt. Nur wie schon in der Kunstdebatte geklärt, heißt es nicht, dass andere Meinungen weniger wahr sind, nur weil sie nicht dem aktuellen Konsens entsprechen, ganz abgesehen davon, dass dieser Konsens nicht einmal wirklich von der Mehrheit stammen bzw. getragen werden muss.
        Wäre die Welt ein Ponyhof, würden alle Menschen akzeptieren, dass es unterschiedliche Gewichtungen des Lebens gibt, die zu verschiedenen Lebensauffassungen führen und es somit keinen Alleinvertretungsanspruch geben kann.
        Und mich stört es, wenn sich Menschen oder Gruppen hinstellen und mit dem Finger auf Dinge zeigen und meinen, diese aufgrund ihrer Überlegungen disqualifizieren zu können. Das ist mein Problem mit solchen Kritikern.
        Ich hoffe ein Beissreflex wurde endgültig ausgeschlossen.

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        • Andre 26. Juni 2015 / 8:03

          Ich möchte nur sagen, auch wenn ich nicht die Zeit gefunden habe, auf deinen sehr ausführlichen Ausgangs-Post einzugehen, dass ich diese Art der intelligenten Diskussion in den Podcast-Kommentaren fantastisch finde (die Mini-Spitze mit dem Schuss ins Knie hätte nicht sein müssen – aber der vorige Post hätte auch im Ton ein klein wenig moderater ausfallen dürfen). In jedem Fall sind derartige Diskussionen eine wirkliche Bereicherung (gilt auch für einige andere Poster) und werden von uns mit Entzücken gelesen, selbst wenn wir nicht antworten können oder sogar (noch schlimmer!) anderer Meinung sind. ^^

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      • _JUST_A_DIRTY_OLD_MAN_ 26. Juni 2015 / 12:52

        Zitat 1: „Und mich stört es, wenn sich Menschen oder Gruppen hinstellen und mit dem Finger auf Dinge zeigen und meinen, diese aufgrund ihrer Überlegungen
        disqualifizieren zu. Das ist mein Problem mit solchen Kritikern.“

        Aber genau diese Haltung ist das, was ich im letzten Post als „Beissreflex“ bezeichnet habe (Im Nachhinein sehe ich ein, dass der Begriff nicht umbedingt passt!).
        Du schreibst eine Menge guter Sachen, aber wie im vorigen Post schon geschrieben und am folgenden Zitat zu sehen

        Zitat 2: „Die hohen Kreise der (insbesondere Literatur)kritik aber nehmen für sich – zumindest wirkt es so, nämlich genau wie du hier argumentiert –
        in Anspruch die Wärter der Wahrheit zu sein, diejenigen zu sein, die der Höhle entflohen sind.“

        wirkt es auf mich so, dass du Kritikern wie Ranicki oder halt auch mir einerseits Dinge unterstellst bzw. der Überzeugung bist, dass sie z.B für sich den Anspruch
        die Wärter der Wahrheit zu sein annehmen und alle anderen Meinungen/Kritiken auf andere „Ebene,Stufe,Niveau bzw. welche nach anderen Maßstäben beurteilen“ nicht
        akzeptieren. Ich sehe ein, dass man meinen letzten Post diese Haltung unterstellen kann. Ich hätte halt noch schreiben müssen, dass ich meine Ansicht nicht als allein-
        geltende Meinung ansehe und dass sich das Gesamtbild der Kritik aus verschiedenen Meinungen, welche alle mit verschiedenen Maßstäben beurteilen, zusammensetzt. Das
        Problem der Wasserkopfkind-Problematik ist meiner Meinung halt, dass es in der Spielepresse halt so gut wie keine unterschiedlichen Maßstäbe mehr gibt, wodurch das
        Wesen der Kritik zerstört wird! [By the Way Wissenschaft kann sehr wohl bei einer Rechnung zu zwei verschiedenen Ergebnissen führen, zwar nicht nach mathematischer jedoch
        nach geistischwissenschaftlicher Überzeugung.]

        Aber zurück zum eigentlichen Kern der Sache. Mein Problem mit deinen guten Texten ist es, dass du einerseits andere Kritiken, sowohl negative als auch Kritik aus dem
        Elfenbeintürmen respektierst, jeoch an anderer Stelle (Zitat aus deinem ersten Post: „Es ist aber eine andere Baustelle mir Kritikpunkte aus dem Ärmel zu saugen, nur damit
        ich eine andere Gesamtmeinung als all die „gleichgeschalteten“ Kollegen. Von daher sind diese von dir erwähnten Kritiker, die in anderen Bereichen wie Literatur
        oder Film auch gegen zu Recht in den Himmel gehobene Werke in ungebührendem Maß vorgehen eher ein Armutszeugnis als ein Beweis von hohen journalistischen Prinzipien.“)
        diesen Kritikern falsche Motive unterstellst. Im Bezug auf das Zitat 1 von dir, dieses „disqualifizieren“ ist doch nichts anderes als eine negative Kritik bzw.
        nur eine Kritik die deiner Meinung wiederspricht. Deswegen kommt es mir so vor, dass du andersartige kritik bzw. Elfenbeinturmkritik „verabscheust“, weil du der Überzeugung
        bist, dass dahinter falsche Motive stehen und diese Elfenbeinturmkritik nicht einfach als das ansehen kannst, was sie ist: Nämlich nur eine Kritik die mit anderen Maßstäben misst
        und daher zu anderen Ergebnissen kommt.

        Ich hoffe ich habe meine Gedanken in eine halbwegs leserliche und geordnete Reihenfolge gebracht. 🙂

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      • Nimlod 26. Juni 2015 / 13:20

        Ich kann verstehen, dass das so rüberkommt. Wie du bestimmt selbst gemerkt hast, ist es schwierig bei dem Thema alle Facetten niederzuschreiben, die man sich so nebenher denkt.

        Natürlich unterstelle ich bestimmte Dinge, denn rein auf Fakten basierende Meinungen sind eher schwer zu entwickeln, ich hatte nie Gelegenheit mit dir oder Herrn Ranicki zu reden, aber ich bemühe mich immer, alles von jeder erdenklichen Seite aus zu betrachten.

        Dein Eindruck entsteht, wie ich vermute, dadurch, dass du glaubst, ich würde ich würde folgendes:

        “Es ist aber eine andere Baustelle mir Kritikpunkte aus dem Ärmel zu saugen, nur damit
        ich eine andere Gesamtmeinung als all die „gleichgeschalteten“ Kollegen. Von daher sind diese von dir erwähnten Kritiker, die in anderen Bereichen wie Literatur
        oder Film auch gegen zu Recht in den Himmel gehobene Werke in ungebührendem Maß vorgehen eher ein Armutszeugnis als ein Beweis von hohen journalistischen Prinzipien.”)

        per se jedem dieser Kritiker unterstellen. So war das nicht gemeint. Ich meinte nur, dass man mit einiger Vorsicht an solche Kritiken herangehen muss. Wenn eine solche Kritik tatsächlich Ansichten vorbringt, die inhaltlichen Grund unter den Füßen haben, dann ist das lobenswert und trägt zum allgemeinen Diskurs bei, bringt vielleicht sogar Ansichten voran.
        Aber es gibt wahrlich auch Menschen, die nur aufgrund einer Antihaltung oder aus anderen persönlichen Beweggründen heraus etwas beklagen und dies als eine Wahrheit darstellen, die alles andere in den Dreck zieht.

        Das ist wieder der Punkt. Zumindest in dem wie sich ausgedrückt wird, wird mir zu häufig anderes in seiner Wertigkeit disqualifiziert nur weil es nicht den (hohen) Ansprüchen jener genügt. Und dabei vergessen sie eben, dass das was an einem Werk erstrebenswert ist, nicht allgemeingültig bestimmt werden kann und man daher in seiner Sparte aber nicht darüber hinaus einen Vertretungsanspruch geltend machen kann.
        Es mag sein, dass ich diese Haltung vielen Menschen zu Unrecht unterjuble, aber davon muss man mich erst überzeugen bis ich einsehe, dass dem nicht so ist, auch wenn es vielleicht nicht auf dich zutrifft.
        Um ehrlich zu sein, sehe ich da einen Zusammenhang mit den ewig Gestrigen – und ja ich weiß ich mache da ein hochexplosives Fass auf, aber das nur am Rande.

        Schon in der Schule habe ich ausschließlich die Erfahrung gemacht, dass in Deutsch nur das zählt, was hoch in der Gunst des aktuellen „hohen“ Kunst-/Kritikkonses liegt.
        Und es wird einem stets vermittelt, dass dies die wahre und hohe Form ist, diese die die Kunst atmet. Ich konnte das nie leiden, weil es schlicht nicht wahr ist.

        Ich bin kein Fan der Elfenbeinturmkritik, so viel ist klar. Ich respektiere sie aber. Ich respektiere es nur den Anspruch, den viele implizit mit sich schleppen nicht. Wenn diese Menschen diesen Anspruch nicht vertreten, dann tun sie nicht viel, das klarzustellen.

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  6. one_of_one 22. Juni 2015 / 14:14

    Irgendwie scheint ihr ein anderes Spiel gespielt zu haben als ich. Bei mir beharken sich ständig Monster und NPCs am Stadtrand oder Wölfe jagen Rehe und Hasen in den Wäldern.

    Mir ist so eine komplett handgebaute Welt jedenfalls viel lieber als so ein generisches Skyrim. Ist halt einfach Geschmackssache. Skyrim konnte mich bei weitem nicht so lange motivieren wie Witcher 3.

    Was mir wirklich nicht gefällt, ist das Skillsystem. Das war in Teil 2 wesentlich besser. Aber davon abgesehen, ist es für mich einfach das schönste Rollenspiel bisher.

    Die Bücher sind außerdem klasse. 😉

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    • one_of_one 22. Juni 2015 / 15:09

      Übrigens gibt es auch abseits der Fragezeichen auf der Karte massig interessante Dinge und Orte zu finden. Man muss halt auch mal danach suchen und nicht einfach davon ausgehen, dass es das nicht gibt…
      Versteckte Kisten, kleine Lager, die auch mal nicht auf der Karte verzeichnet sind oder Höhlen oder einfach nur ein starkes Monster sind überall zu finden. Und das auch völlig ab vom Schuss und nicht nur am Wegrand.

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  7. Valkein 22. Juni 2015 / 14:37

    Frage für den Fragenpodcast:
    Der englische Videospieljournalist Super Bunnyhop hat in seinem neuen Video die E3 Pressekonferenzen als „30 stündige Dauerwerbesendungen“ bezeichnet
    (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=rGLe_fR4AJE).
    Wie steht ihr dazu?

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    • Andre 22. Juni 2015 / 18:52

      Erstens haben wir dazu glaube ich schon ein paar Worte verloren und zweitens wollen die Leute ja mal eine Folge, die nicht in einen Jochen-Rant mündet. Und wenn wir das ansprechen – heieiei. 😀 Da ranten wir am Ende sogar beide. ^^

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      • Jochen 22. Juni 2015 / 21:07

        Die Frage soll aber trotzdem beantwortet werden: Selbstverständlich sind das reine Dauerwerbesendungen mit dem Informationsgehalt eines Topfenstrudels. Deshalb geht man da ja auch nicht hin.

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  8. Ingo 22. Juni 2015 / 17:15

    Hallo André, n’Abend Jochen.

    Euer Podcast ist wirklich sehr unterhaltsam, ich hab nur ein kleines Problem.

    Während Jochen in stets gleichbleibender Lautstärke vor sich hin ranted ist André teilweise gar nicht zu verstehen. Soll heissen: Wenn man mit sich mit Kopfhörer vor der Aussenwelt verschließt um in den vollen Genuß eurer Monologe zu kommen gibt es nur zwei Möglichkeiten:

    Lautstärke auf Jochen ausrichten, kein André mehr.
    Lautstärke auf André, kein Trommelfell mehr wenn Jochen einsetzt.

    Liebe Grüße, Ingo

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    • Andre 22. Juni 2015 / 18:51

      Hmmm, damn. Bei mir klang’s echt einigermaßen ausgewogen… Wird weiter dran gearbeitet, an der Audio-Geschichte.

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      • Ingo 22. Juni 2015 / 19:20

        Es scheint so das du André stark schwankende Lautstärke hättest. Als würdest du vor einem Standmikro laufend deinen Abstand ändern. Teilweise passt es, manchmal hört man dich fast gar nicht. Beispiel bei etwa 23.30 – 24.20 oder bei 25.40. Headset wäre die Lösung 😉

        Liebe Grüsse, Ingo

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      • Pag 10. Juli 2015 / 14:43

        Dem kann ich nur zustimmen. Hr. Peschke, bitte wackeln sie nicht ständig vor dem Standmikro hin und her; lehnen sie sich erst recht nicht beim Ausschweifen & Hopfenblütentee saufen unnötig entspannt zurück. Lieber höre ich die Magenausdünstungen, die sie Jochen G., während seiner Monologe, ins Ohr hauchen, als dass mir die Ohren durchknallen, wenn nach ihrem ultra leisem Gemurmel Herr G. sich mit 20-facher Lautstärke zu seiner schier unendlich scheinenden Tirade einstimmt. Denn spätestens dann können auf der Autobahn auch nach mir fahrende Fahrzeuglenker automatisch mithören.

        Kurzum:
        Bitte unbedingt eure Audioqualität prüfen & optimieren. Auch dafür gibt es Tools kostenfreie sogar.

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  9. #IchGlaubMichJagtEinGeist_LOL 22. Juni 2015 / 18:47

    Kann nicht Konstruktiv Kommentieren, will Jochen sehr sehr weh tun den seine Einstellung zu den Büchern und der Story in der ich 3x Tränen vergossen habe von einem Spiel das in mir unglaublich Starke Vater Gefühle für eine Videospielfigur geweckt hat empfinde ich als eine persönliche Beleidigung auch wenn es Quatsch ist… Hass und Zorn HASS UND ZORN !!! ^^

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      • #IchGlaubMichJagtEinGeist_LOL 22. Juni 2015 / 18:54

        Die Koppel ich sicher nicht an einer Momentanen Gefühlslage und dennoch würde ich Maximal 3 Sternchen Vergeben da die Sound Abmischung noch einen kleinen Schliff vertragen könnte.
        Auch ein Gast hätte sich hier mal angeboten Heiko z:B wäre ein interessanter Gegenpart gewesen. ^^

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  10. Gregor Van Stroyny 22. Juni 2015 / 20:46

    Ohoh, hart ins Gericht gegangen mit „Witcher“. Kann ich nicht nachvollziehen.
    Große Welt wo es nichts interessantes zu entdecken gibt? Erst mal: stimmt nicht, und zweitens ist der lange Weg von A nach B an sich schon wichtig für das Eintauchen. Es gibt nichts schlimmeres als ne große Welt von der man nichts mitkriegt weil immer in schnellreise bereist. Dann braucht man die Open-World wirklich nicht. Und nein, nicht mal optional macht es viel sinn denn der lange Anmarsch soll lang und mühsam sein. Wenig haut mich so aus der Illusion raus als ein Super-Monster der wortwörtlich um die Ecke haust.

    Und die NPC’s die sich nicht beschweren beim klauen? Man, das ist doch ein Hexer, ein mutierter Monster-Erschläger, da wird sich doch kein unfreier Fronarbeiter wagen ein Wort zu sagen. Da schauen sie selbstverständlich lieber weg.
    Wenn ich bei Ihnen daheim in Ihrer Gegenwart die Schränke durchwühlen sollte (werde ich nie machen, ist rein hypothetisch, keine Sorge) dann werden sie auch kein Muchs und kein „Peep“ von sich geben. So gut wie versprochen, ich kenne die Testvideos mit Ihnen… 🙂
    Gruß

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  11. rammmses 22. Juni 2015 / 23:32

    Manche der Kritikpunkte kann ich nachvollziehen, andere nicht. Finde es eigentlich ganz gut, dass die Witcher-Welt sich sehr ernst nimmt und nicht nur ein Spielplatz für den Spieler ist. Da kann man eben auch mal 5 Minuten von A nach B reiten, ohne dass es etwas Bahnbrechendes passiert. Glaube nicht, dass generische Zufallsereignisse das Spiel da besser gemacht hätten, hier hat dafür jeder Quest eine kleine Geschichte und was ihr gar nicht ausreichend gelobt habt, ist eben, dass jeder Miniquest genauso gut inszeniert ist wie eine Hauptquest. Kein Vergleich zu zuletzt DA:I, bei dem Welten zwischen Storyquests und 80 Stunden Füllmaterial lagen. Witcher 3 wirkt daher sehr organisch und erwachsen, sogar die Pferde-Rennen sind halbwegs sinnvoll eingebunden (echte Strecken).
    Der Vergleich mit Elder Scrolls hinkt etwas, da diese Spiele sehr stark Wert auf Erkundung legen. Der Spieler soll die Welt entdecken, Quests sind teilweise schon Beiwerk. Witcher ist (in den ersten Teilen noch viel stärker) sehr, sehr storyzentriert. Es ist auch richtig, dass die offene Welt in vielerlei Hinsicht „nur“ Kulisse ist, aber was für eine! Und es ist auch etwas unfair, dem Spiel vorzuwerfen, dass es eben kein Skyrim ist. Umgekehrt könnte man eben auch Skyrim vorwerfen, dass es ÜBERHAUPT KEINE NENNENSWERTE Charakterzeichnung hat, ja nicht mal eine sprechende Hauptfigur, geschweige denn Romanzen. Himmel, in dem Spiel kann man Boss der Magiergilde, der Diebesgilde, Ober-Meuchelmörder und Weltenretter GLEICHZEITIG sein. Da gibt es NULL narrative Kontinuität. Aber das macht es nicht zu einem schlechtem Spiel, es hat eben einen anderen Fokus und ist mehr Spielplatz.
    Was mich ein wenig gewundert hat, ist was ihr so an der Witcher-Story aussetzt. Ja, die Ciri-Suche ist nicht übermäßig toll erklärt (es gibt allerdings ein Glossar im Spiel, das einem die Geschichte der Charaktere und ihre Beziehungen zueinander besser erklärt, wenn man eben die Welt nicht kennt). Grundsätzlich ist die Charakterzeichnung aber eher Stärke des Spiels, auch weil man eben einen klar definierten Charakter spielt, statt einen x-beliebigen „Helden“ wie in jedem 08/15 RPG. Störend fand aber eher die vor allem im späteren Spielverlauf absolut willkürliche Verwendung von Teleportation, die riesige Plotholes schafft. Warum Gegner nicht gleich alle wegbeamen? Warum den ollen Hexer um die halbe Welt schicken, wenn jede Zauberin im Spiel sich ohne Mühe an jeden verdammten Ort beamen kann? Warum beamen sich die Verfolgten in Novigrad nicht vom Scheiterhaufen? Usw…. Da hagelt es zudem insbesondere gegen Spielende an Deus Ex Machina Wendungen, die alten Griechen wären stolz gewesen. War da auch etwas überrascht, ob des Lobs der Story als Gesamtwerk. Im kleinen sind die vielen Geschichten und vor allem auch die Art, wie die meisten Dialoge geschrieben und inszeniert sind, schon auf sehr hohem Niveau. Aber ich muss Jochen recht geben, als Buch oder Film ginge das zwar durch, aber sicher nicht mit Riesenlob.
    Zu guter letzt noch, was das Spiel in meinen Augen trotzdem zum besten RPG macht, das man derzeit spielen kann, ist nicht, dass es irgendwas grundlegend neu macht (da hat Jochen auch recht), sondern dass es in vielerlei Hinsicht mit das beste ist: Technik, Umfang des Quality Content, Kampfsystem (übrigens habe ich auf PS4 auch keine Probleme mit der Steuerung gehabt), Quests (im Sinne von Erzählung) und die nichtlineare Erzählweise mit recht vielen Entscheidungen, im Kleinen wie im Großen. Vor allem aber eben die Atmosphäre, Witcher 3 ist sehr konsequent in seiner Tonalität, verliert sich nicht in „Gameyness“ und allein das ist ja sehr selten bei Spielen.

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  12. Julian 23. Juni 2015 / 0:44

    Themenvorschlag: „Was macht das Wesen eines Spiels aus?“

    Zur Erläuterung: Anlässlich der Ankündigung von Tale of Tales, keine Spiele mehr zu machen, weil Sunset ein wirtschaftlicher Misserfolg ist, musste ich daran denken, dass nicht nur Tales of Tales bewusst „Nichtspiele“ gemacht und damit bewusst mit traditionellem Gameplay gebrochen hat, sondern dass auch das viel bekanntere Gone Home sehr stark angegriffen wurde, weil es angeblich kein Spiel sei. Dies sieht man z.B. an vielen sehr bösartigen Kommentaren unter dem Gamespot-Test, aber auch an einigen Kommentaren unter dem Gamestar-Test von Jochen.

    Was haltet ihr von dieser Meinung? Wann ist ein Spiel ein Spiel, braucht es „Gameplay“, ist das überhaupt relevant? Woher kommt eures Erachtens die Opposition gegen solche Spiele?

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  13. Dober 23. Juni 2015 / 1:26

    Ist der Podcast spoilerfrei? Ich hab Teil 3 noch nicht gespielt.

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  14. Tobsen 23. Juni 2015 / 11:06

    Ich habe euren Podcast erst vor kurzem entdeck und habe den Witcherbericht mit großer Begeisterung gehört. Ich konnte beide Haltungen komplett nachvollziehen. Endlich mal erwachsene Themenbehandlungen. Super! ich freue mich auf mehr Content.

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  15. Marc 24. Juni 2015 / 20:27

    Was für eine Demontage von Witcher 3…und jetzt hab ich plötzlich Lust Skyrim zu installieren 🙂

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  16. rektorsown 29. Juni 2015 / 23:59

    das war ja dann doch eine interessante auseinandersetzung zu witcher 3. es war mir eine freude die unterschiedlichen positionen zu verfolgen und auch der unterhaltungswer des podcast ist groß. ich habe einen beißreflex wärend ich schreibe, etwa den, der dem mitkommentator etwas weiter oben unterstellt wird, entsprechend. dennoch möchte ich es kurz machen und auf den einen punkt kommen, der mir wichtig ist. jochen, du macht an vielen stellen deutlich, dass du skyrim an verschiedenen punkten als das bessere spiel erachtest und der witcher regelmäßig in die mittelmäßigkeit abgeschoben werden kann wenn man skyrim daneben stellt und sagt: „sehet hin, dieses skyrim macht es besser, selbst ultima, welches wesentlich mehr jahre zählt ist an stellen besser/fortschrittlicher als dieses ach so mittelmäßige witcher“

    das problem, dass ich an der stelle sehe ist, dass, sobald man diese einstellung nicht teilt, ein großer teil des arguments verfällt. ich persönlich musste skyrim irgendwann abbrechen, weil es mich angeödet hat und das stark. ich empfand nämlich, dass selbst dann, wenn ich auf das schnellreisen verzichte, am wegesrand in etwa nichts zu entdecken war, dass meiner aufmerksamkeit bedarft hätte

    das metagameplay lief letzten endes auch irgendwie darauf hinaus, dass ich von stadt zu stadt wandere, dort alle quests annehme und die in 80% aller fälle in einem dungeon enden, in dem ich wahlweise draug, falmer oder banditen/kultisten durch ein schlauchdungeon hindurch verhaue, am ende wartet die truhe und das drachenwort und über einen shortcut gehts zum anfang zurück und raus. und die geschichten die dabei erzählt werden waren dann auch nur bernsteinzimmerwandbehang, der mich nicht die bohne interessiert hat. kann man mögen, muss man aber nicht

    die bedienung von skyrim war auch nicht das gelbe vom ei, siehe andre: mods zählen nicht. und das kampfsystem hat aus meiner sicht keine sonderlichen vor oder nachteile gegenüber the witcher

    klar hat witcher auch den ein oder anderen mangel. dass ich den ärmsten der armen folgenlos die letzte flasche trinkwasser klauen kann, ließe sich zwar damit begründen, dass die armen schlucker es nicht wagen dem typen mit den 2 schwertern irgendwelche widerworte zu geben, aber wenigestens einen karmischen malus der sich in der bereitschaft anderer charaktere mir zu helfen oder ähnliche niederschlägt wäre da deutlich stringenter bei mir angekommen. …. und ich ertappe mich dabei zwischen gedankenschnipseln hin un herszuspringen ..

    nicht an den monstern grinden zu können empfinde geradezu als eine erleichterung. ein aufatmen inmitten von spielen, die mir eine grindkarotte vors gesicht halten und gerade in skyrim, dass mich geradezu verleitet meine figur over the top zum stärksten ficker jenseits von tamriel, dem zerstörer ganzer gebirge voller graubärte zu machen, kann man mir zwar vorwerfen, ich habe mich schließlich selbst dazu entschieden und mir so den spielspaß zu nehemn, mich hat aber auch niemand vorher gewarnt, dass rumreiten/laufen und ab und an mit dem kleinen finger irgendwelches gesocks in jenseits zu schubsen, echt superlangweilig ist. zumal, wo bitte ist denn die glaubwürdigkeit der offenen welt in skyrim, wenn ich mit meiner shiny elfen armor oder was auch immer ankomme, der ich den ganzen bürgerkrieg allein mit meinen tränken und verzauberungen gewinnen könnte, superhandwerker vor dem herrn und dolche schwingen kann ich auch noch … aber niemanden juckts so richtig, keiner zeigt mal einen funken respekt und schickt mich dann dreister weise auf die suche nach lächerlichen vermissten bauern. als wäre das eine passende aufgabe für den erzmagier von winterfeste. der mit dem coolen obergeschoss in seiner eigenen akdemie, der, der seinen nun eigenen untergebenen lehrern keine kommandos erteilen darf oder mal irgendeinen so richtig coolen neuen zauber bekommt .

    witcher hingegen erweckt in mir persönlich eher das gefühl. dass ich nun in etwa genau das bin, was mir das spiel zugesteht ein hexer. die leute reagieren mit ablehnung und kommen doch ab und an für hilfe angekrochen, ich starte als relativ gut mit den entsprechenden fähigkeiten ausgestatter kämpfer , der eben auch nicht sonderlich dazulernt wenn er monstermassen umhaut. das ganze levelsystem wäre mit dem selbe argument aber auf einer metaebene komplett unsinning. und das ist es meiner ansicht nach auch. aber. auf der anderen seite will ich auch anerkenne, dass der spieler ja in einem rollenspiel auch das gefühl haben will stärker zu werden und irgendwie setzt sich witcher da zwischen die stühle. geralt ist eben kein unbeschriebenes blatt. das selbe wie im 2. teil zu machen und die amnesiekarte zu ziehen wäre tatsächlich extrem billig gewesen. so ein start als nonamecharakter macht es einem entwickler so viel einfacher glaubwürdiger eine character progression einzubauen, die ihm die spieler auch abkaufen. letzten endes zwingt mich aber witcher dazu, geschichten zu erleben um charakterfortschritt zu bekommen. die qualität ebendieser geschichten soll jetzt mal nicht zur debatte stehen, da gibts wohl tatsächlich gute und schlechte,aber es sind eben kleine geschichten.geralt erlebt was. in velen, in novigrad, wo auch immer. und je mehr er erlebt, desto mehr entwickelt er sich.

    dadurch fehlt mir aber nicht die motivation zu kämpfen. wie andre gesagt hat: banditen zerhauen wird einfach nicht langweilig. und gerade in den höheren schwierigkeitsgraden (spiele aktuell auf „schwer, so schwer, dass es nicht mehr schwerer wird“, aka max.) machen die einzelnen bestandteile dann wieder laune. ausweichen blocken, eine prise igni, hier mal ne bombe geschmissen, vorher das richtige öl auf die waffe und am besten noch im bestiarium nachgeschaut welches gesocks genau ich gleich bekämpfen soll. zusätzlich fällt dann auch dieses, was jochen meinte „kämpfen und dann wieder nervig meditieren, damit das leben wieder voll ist“ weg. das geht dann nämlich nicht. nachrung und tränke machen auf einmal sinn und das sammeln von allerhand plunder erscheint etwas weniger stumpf …. aber ehrlich gesagt, der kleptomane in mir ….. egal. wölfe haut man dann um, um an die wolfsleber zu kommen. die regeneiert nämlich besonders gut leben. und wie soll ich bitte an die 5 nekkerherzen oder das giftextrakt kommen (jaaa, deutsche sprachausgabe bla bal, klar is die manchmal fremdscham pur, bei den bezeichnungen von monstern, gegenständen usw, ist es aber auch ordentlich convinient), wenn ich nur die schnellreise verwende und so viel seltener auf entsprechende monster treffe. die sachen brauch ich aber um diese neue coole trankverbesserung brauen zu können, wenn ich das alles tatsächlich benutze, macht geralt auch den schaden, den es braucht um die kämpfe eben nicht in eine durch mehr gegnerleben in die länge gezogene mechanikwarteschleife ausarten zu lassen.

    wenn man das kampfsystem und damit kämpfen in tw langweilig findet, ist das auf der anderen seite ein handfestes problem. letzlich ist es ja doch so, dass man von ort zu ort rennt, mit wechselnder begründung und da mal mehr mal weniger gegner umboxt wahlweise mit vor-, oder nachgespräch.

    hmm, doch ganz schön lang geworden, scheiß beißreflex

    ums abzukürzen, kämpfen: sehr unterhaltsam und nicht komplett anspruchlos (man schaue sich mal teil 1 an, das war der gespielte witz über simple kampfsysteme. und der hat sogar noch die eigene pointe verpasst)

    stärker werden durch mehr geschichten nachverfolgen, statt nur gegner umzumachen: mag ich

    in der welt rumreiten und dinge finden, auch gerne mit fragezeichen: mag ich

    funktioniert die welt als kulisse um geralts geschichte zu umschmeicheln: ja und gott sieht die gut aus

    hab ich dinge davon schon mal besser gesehen: vielleicht, in teilen

    für mich macht es die kombination und ich mag anerkennen, dass man witcher für überbewertet halten kann, einige punkte sind zu kritisieren und an vielen stellen fehlt das

    nur sehe ich trotz übermäßig vieler titel die ich schon mal gespielt habe, einfach keinen, den ich in seiner gesamtheit als das „bessere spiel“ in erinnerung behalten hätte. es hätte noch so viel besser sein können, ja, es hätte an vielen kleinen stellen besser sein sollen, ja müssen. und ja, es fehlt das eine herausragende merkmal, das witcher so einzigartig macht. und ich warte sehnsüchtig auf den großen mimikpatch, gott würde ich das lieben oooohh

    egal, ich geh witcher spielen
    out

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  17. philsen 1. Juli 2015 / 8:06

    Leider war diese Folge die erste, bei der ich wirklich abschalten musste.

    Ich finde es legitim wenn jemand mit W3 nicht warm wird, Spiele sind Geschmackssache. Aber für das Untermauern von Argumenten in einer Diskussion benötigt man Fakten.

    Teilweise zieht sich Jochen die Argumente jedoch sowas von reißerisch und unglaubwürdig aus den Haaren, dass selbst du Andre, es nicht schaffst mich zum Weiterhören zu animieren.

    Diese ganzen Skyrimvergleiche sind bspw. komplett hinfällig. Witcher 3 ist handwerklich einfach das bessere Spiel. Besseres Kampfsystem, bessere Optik beim aktuellen Stand der Technik, bessere Inszenierung, bessere Quests (einzig nennenswerte Questreihe bei Skyrim war die dunkle Bruderschaft). Die Immersion bei Skyrim ist ohnehin ein Witz (Oh ein Drache gefährlich, oh noch ein Drache, oh noch ein Drache, oh noch ein Drache, oh noch ein Drache).

    Genau deshalb war es für mich unerträglich die ständigen Skyrim Argumente zu hören, welche alle einfach nicht stimmen. Jochen gelingt es leider kaum Witcher 3 Schwächen nachzuweisen, weil sich ein Großteil seiner Argumente auf seine Meinung stützt und nicht auf Fakten. Ständig werden Dinge in den Raum gestellt wie „Die Romane sind völlig überschätzt“, was mich als Zuhörer einfach total stört. Noch dazu werden dauerhaft Kraftausdrücke benutzt um das ganze zu Untermauern.

    Ich würde mir für die Zukunft wünschen dass Jochen a) sachlicher argumentiert, b) ruhiger vorträgt und dass Andre den Gegenpart vielleicht nicht ganz so defensiv übernimmt. Ich habe mir beim hören so oft Gedacht „Bitte Andre, der erzählt gerade so viel Quatsch, wieso sagst du denn da nichts?“.

    PS.: Ja, ich finde Witcher 3 sehr gut. Ja, ich habe 70 Stunden Spielzeit. Ändert aber nichts daran dass ich seit 2 Wochen nicht mehr gespielt habe weil es in Novigrad einfach abbaut.

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    • Andre 1. Juli 2015 / 8:42

      Naja, die Skyrim-Vergleiche sind ja Argumente – auch wenn du ihnen nicht beipflichtest (tue ich in Teilen ja auch nicht, wobei das die Welt dynamischer interagiert ist IMO tatsächlich korrekt). Auch das, was ich sage, sind ja nicht ausschließlich Fakten. Sonst geht das ja so: „Die Grafik ist technisch besser. Die taktischen Möglichkeiten im Kampf umfassen 82 Alternativen bei Spiel A und bei Spiel B nur 60. Es gibt 120 Waffen…“.

      Ich werbe ja immer dafür, dass der Podcast bitte auch nicht als superprofessionelle Aufarbeitung seiner Themen zu sehen ist, sondern als gehobenes Stammtischniveau (da müssen auch Kraftausdrücke erlaubt sein^^). In der Regel haben wir keine Zeit für eine solide Vorbereitung (im Falle von Witcher 3 gilt das auch, wenn auch noch am wenigsten, da wir beide immerhin viel gespielt haben). Das ist ein Nebenprojekt, dass wir aus Spaß an der Freude machen, sozusagen.

      Andre
      PS: Das mit Novigrad sage ich im Podcast übrigens auch. Da gerät einfach das Pacing aus dem Ruder. Lohnt sich dennoch weiterzuspielen, IMO. 🙂

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  18. philsen 1. Juli 2015 / 14:06

    Schön dass man als meckender Zuhörer so eine freundliche Antwort erhält. Danke dafür!

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  19. rektorsown 1. Juli 2015 / 17:42

    ach was, die kraftausdrücke und deutlichen positionierungen machen diesen podcast erst stimmig und in teilen auch hinreichend glaubwürdig. ich zB habe den fehler gemacht, erst alle folgen mehr oder weniger hintereinander zu hören und mir danach die aktuelle iteration von Komm‘ On anzuschauen. Auch das mag ich durchaus, ABER … bei komm on gab es mal wieder die klassische „Spielepresse ist gekauft?“ Frage. nach regelmäßigem peschke konsum kam es mir so vor als würde sich nino und der rest vom team eher um eine klare („harte“) positionierung herumwinden. verständlich, handelt es sich dabei ja um einen deutlich offizielleren rahmen. als fazit blieb mir, dass ich es erfrischend direkt finde, wenn 2 männer bei einem bier ordentlich vom leder ziehen und dann auch mal keine rücksicht darauf nehmen, dass sich jemand gestört fühlen könnte, weil die ausdrucksweise nicht sachlich genug ist. witcher hat leider auch handwerkliche schwächen, ich teile unter anderem:

    – steuerung ab und an hakelig
    – mieses konsoliges interface
    – fehlende mimik der charaktere
    – das nächste spiel bei dem die englischen sprecher dezent besser sind
    – die geschichtchen kommen nicht über bekannte fantasycliches hinaus
    – die ganzen level und ausrüstungsbegrenzungen wirken aufgesetzt
    – vom pferd aus kämpfen ist eine katastrophe
    – …

    trotzdem geiler als skyrim … so, jetzt isses raus

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  20. derfuchsi 7. Juli 2015 / 8:38

    Ich höre euch beiden immer wieder gerne zu.
    Jochen scheint ein kluger und gebildeter Mensch zu sein, das hört man immer wieder raus. (Was jetzt nicht heißt dass ich Andre für eine Dumpfbacke halte 🙂 ). Allerdings ist so ein Mensch wohl auch nicht einfach zufriedenzustellen. Aber es scheint dass ihn ja jedes Haar in der Suppe stört das anderen oft garnicht auffällt.
    Natürlich ist es fürs Format spannender sich über fehler zu unterhalten als eine Folge Heile Welt Lobhudelei, das wäre ja Werbung. Wie Jochen über das (angeblich) beste Rollenspiel zur Zeit herzieht ist aber schon nicht übel. Wenn man das so hört fragt man sich unnwillkürlich wie schlecht muss dann erst der Rest sein ?
    Ich höre den Podcast gerne im Auto auf dem Weg zur Arbeit und zurück. Aber mein Mitfahrer der mit Computerspielen eher wenig am Hut hat muss wohl langsam den Eindruck gewinnen dass Computerspiele immernoch total billige schlecht gemachte Unterhaltung ist.

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    • Andre 7. Juli 2015 / 10:08

      Der Punkt, den Jochen selbst ja immer wieder anbringt ist aber doch folgender: Es ist eigentlich sehr gut, wenn die Kritik sich nicht immer komplett einig ist. Egal wie gut ein Spiel ist, es wird immer Menschen geben, denen es nicht gefällt. Entsprechend ist es auch normal, dass es immer einen Kritiker geben wird, der es aus seiner Perspektive heraus kritisiert. Jochen zB gibt ja selbst zu, dass er mit solchen Action-Kampfsystemen grundsätzlich nicht viel anzufangen weiß und entsprechend auch keine große Motivation hat, Witcher 3 auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad zu spielen. Da werden manche einwenden „Hey, aber er darf da seine persönlichen Präferenzen nicht als Kritik einbringen“. Aber wie er es ebenfalls schon oft erklärt hat, plädiert er ja dafür sich von diesem ohnehin unerreichbaren Ideal einer objektiven Bewertung zu lösen. Der Kritiker sollte seine einschätzung nachvollziehbar begründen und wissen, wovon er spricht. Er darf aber Spielmechaniken, die auf der Reaktion auf Animationen etc basieren in endloser Abfolge, wie sie in einem solchen Rollenspiel vorkommen, für banal halten und ablehnen. Ich sehe das in unserer Diskussion wiederum anders und finde, dass Witcher das recht gut gemacht hat. Das heißt nich, dass einer von uns Unrecht hat (im Zweifel aber er).

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  21. Sascha 7. September 2015 / 20:57

    Soo, ich habe nun auch endlich diese Folge gehört und möchte auch mal etwas dazu sagen, vor allem nachdem ich zusätzlich gesehen habe wie hier viele reagiert haben. Natürlich geht es um The Witcher 3 und Jochens Meinung dazu. Ich finde es als erstes mal ziemlich schlecht das Spiel wirklich ständig mit Skyrim zu vergleichen, denn auch wenn ich Skyrim ebenfalls liebe, hat diese Welt dort mindestens ein gewaltiges Problem mit der Immersion.

    Nun aber lieber zu Witcher, also ich finde es zwar vollkommen okay wenn man es kritisiert, die Geschmäcker sind verschieden aber im Zusammenhang mit dem Fazit, muss ich da wirklich anfangen zu schreien. Denn so sind laut Jochen folgende Dinge „scheiße“: Questdesign, Kampfsystem,Craftingmenüs, Mainstory, Steuerung, Spielwelt … nur wenn ich Scheiße mit Scheiße multipliziere, kommt auch nur Scheiße dabei raus und dann kann man nicht sagen das Witcher 3 ja nicht partout „Scheiße“ ist, doch das ist es wenn man schon so anfängt.

    Ich habe hier einfach das Gefühl das Jochen in manchen Dingen einfach keine Ahnung hat, das lässt sich schon wunderbar an der Quest bemessen die er auch als „Killer“ bezeichnen hat, jetzt nicht sein Wort sondern meins und zwar die Werwolfquest. „Wieso soll ich zwingend bis Nachts warten!?“ Selbst das Argument von Andre hat er wohl nicht verstanden, denn Tagsüber ist der Werwolf ein normaler Mensch und die wissen manchmal nicht mal das sie Werwölfe sind. Da ist es doch logisch das man Nachts in sein Jagdgebiet geht um ihn zu finden.

    Was ich extrem Interessant finde, das hier so viele dem ganzen beistimmen, das geht natürlich schon und ich finde es einfach super das Jochen Kritik geäußert hat aber die Art und Weise wie, ist unsinnig. Dazu kann ich zB einfach mal sagen das Jochen ja nicht mehr Spieletester ist wie er selbst sagt. Nun bezeichnet er also Spieler als Kritiker und das ist falsch, die Spieler sind in erster Linie erst mal Spieler und keine Kritiker! Für Kritiken ist die Fachpresse zuständig und hier MUSS ich ihm recht geben, denn weshalb man so selten ernsthafte Kritik zu lesen bekommt, weiß ich selbst nicht.

    Ja, The Witcher 3 hat Schwächen aber wenn wir mal ehrlich sind, haben ALLE Spiele Schwächen, mal größere, mal kleinere aber kein Spiel kommt da sauber davon. Wie schon gesagt, was mich wirklich extrem stört ist, das jemand über eine Stunde sagt was alles scheiße ist und dann behauptet das es ja eigentlich ein gutes Spiel ist, das passt nicht.

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