Runde #19: Unterschätzte Perlen vor die Säue (uns)

Jochen und ich schlüpfen in unsere beste Austerntaucher-Verkleidung (Unterhosen) und tauchen nach einigen der unterschätztesten Perlen der Spielegeschichte. Dabei stellen wir nicht nur fest, das viele davon so unterschätzt sind, dass sie der jeweils andere nie angefasst hat. Nein, es stoßen auch zwei recht unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema aufeinander. Was die ganze Sache nicht weniger unterhaltsam macht. Unter anderem dabei: Silent Hill: The Room, Crackdown, und Arcanum.

Wisst ihr übrigens, was auch eine unterschätzte Perle ist? Dieser Podcast! Damit das ein Ende hat, freuen wir uns über fette 5-Sterne-Bewertungen auf iTunes. Auch den Podcast auf Facebook oder Twitter zu teilen ist eine gute Tat.

Falls ihr übrigens feststellt, dass wir ein ziemlich stylishes, neues Podcast-Logo haben: Das ist das Werk von Podcast-Hörerr und Grafik-Design-Ass Dominik Häring der uns kostenlos gepimpt hat. Vielen, vielen Dank an Dominik! Awesome!

Advertisements

38 Gedanken zu “Runde #19: Unterschätzte Perlen vor die Säue (uns)

  1. Axel 16. August 2015 / 9:09

    Geiles Thema! Da kann ich viel zu schreiben, weil ich grundsätzlich nen Bogen um Spiele mache, die gehypt werden. Selbst eure Auswahl war mir etwas zu mainstreamig. 😉

    Als DER Handheld schlechthin mit den meisten unterschätztesten Spielen überhaupt ist der Nintendo DS! Da gibt es extrem tolle Spielideen wie beispielsweise ein Soul Bubbles. Oder tolle WayForward Spiele wie Contra 4 und Aliens: Infestation. Oder tolle kleine Spielideen wie Big Bang Mini und Nervous Brickdown. Oder klasse storyintensive Rätselspiele a la Ghost Trick. Bis heute ist der NDS mein absoluter Lieblingshandheld, einfach weil die Schlagzahl an geilen Spielen da drauf so unglaublich hoch ist!

    Für den PC kann ich ein Spiel wärmstens empfehlen: Evil Dead Regeneration!
    Ein Spiel von THQ aus dem Jahr 2006 basierend auf der Filmreihe. Man spielt Ash, der die Welt mal wieder von den Monstern aus den Necronomicon retten muss. Stilecht mit Kettensäge und Schrotgewehr. Rein spielerisch eher 08/15 Splatter-Gemetzel, aber von der Präsentation her wirklich lustig und kann es mit den Filmen locker aufnehmen!

    Für die PS2 und PSP sollte man unbedingt mal The Warriors von Rockstar spielen. Es ist eine Art Prequel zum Kultfilm aus den 70ern und erzählt quasi die Vorgeschichte des Films. Tolles Open World Beat em Up mit wirklich kreativen Missionen und einer richtig guten Atmosphäre!

    Wieder für den PC: Alone in the Dark 4! Es ging damals neben Resident Evil und Silent Hill gnadenlos unter. Zu unrecht, weil es doch einige tolle Ideen mit den alten AITD-Gameplay aus Teil 3 verbindet.

    Und aus dem Adventurebereich: Bernd das Brot und die Unmöglichen. Kurz: Wer Bernd mag, MUSS sich dieses Spiel zulegen. Einfach ein richtig toller und kastiger Humor! Ging leider auch ziemlich unter – gerade und besonders in der Adventure-Fangemeinde. Weil alle das Spiel für ein Kinderspiel hielten.

    Gefällt mir

  2. RocknRollaDE 16. August 2015 / 13:55

    Peschke ich liebe dich!
    Crackdown ❤

    Ich habe die MP Sessions so geliebt.
    Wochenlang haben wir das damals gepsielt mit den AreaXbox leuten.
    Hoffentlich wird Crackdown 3 im MP wieder so genial wie der erste Teil!

    Bei dem Game ist mit der Singleplayer quasi egal, aber das heisst nicht das ich wie bei Battlefront nur noch MP games möchte.

    Splitsecond war wirklich genial.
    Genau aus den von dir genannten Gründen.
    Hätte nicht gedacht das es so gefloppt ist….

    Ich kann es kaum glauben wie viele parallelen wir beide bei den Games haben 😛

    Gefällt mir

  3. anonomoose 16. August 2015 / 14:54

    Guter Podcast, wie immer. Ihr solltet euch mal eine nette Titelmelodie zulegen, sonst werdet Ihr Schmidt und Lott niemals überholen. 😀

    Gefällt mir

    • Andre 16. August 2015 / 15:03

      Du meinst, wir sollen einen 8-Bit-Soundtrack klauen?! 😉

      Gefällt mir

      • RocknRollaDE 16. August 2015 / 15:05

        Das dachte ich mir auch gerade 😀
        Nostalgie in ehren, aber brauchen tue ich sowas nicht mehr 😉

        Gefällt mir

      • DerStudti 16. August 2015 / 16:06

        Wie wäre es mit einer klanglichen Collage der diversen „Plopp“- und „Zisch“- Laute vom Öffnen Eurer titelgebenden Biere bzw. Teekannen? Verbunden mit Deinem gekonnten Zungenschnalzen bzw -Schmatzen beim Degustieren? Stefan Raab hat schon aus weit weniger einen Top10-Hit gemacht…

        Gefällt mir

        • Andre 16. August 2015 / 19:08

          Einer der zwei Momente, wo es schade ist, nicht Stefan Raab zu sein. Der andere ist natürlich der Blick aufs Bankkonto.

          Gefällt mir

          • Florian 16. August 2015 / 21:05

            Oder einfach nur ein einziges ‚Plopp‘ am Anfang. Und zwar Christian Schmidts schönes ‚Plopp‘, von der damaligen ‚Auf ein Bier‘-Folge mit ihm. Es besitzt eine gewisse Chuzpe, den Content seines Kontrahenten abzuschöpfen und ihn gegen ihn selbst zu verwenden.

            Gefällt mir

  4. Nico 16. August 2015 / 16:36

    Sehr schöne Folge, die ziemlich kontrovers aufgenommen werden dürfte. Dantes Inferno wurde beispielsweise in meiner Erinnerung von der (insb. US-)Presse regelrecht verbrannt, eben weil der (auch meiner Meinung nach sehr gelungene) Grafikstil und die bizarren Ideen als albern, geschmacklos und sexistisch eingestuft wurden.

    Ein Tipp von mir, der allerdings schon ein wenig im Mainstream angekommen ist, ist Deadly Premonition. Das Spiel ist in vielerlei Hinsicht (insb. Grafik, Steuerung, Kampfsystem) ein absolutes Wrack und oft stellenweise lächerlich unzugänglich (in einer scheinbar beliebigen, leicht verpassbaren Nebenmission schaltet man die Schnellreise-Funktion frei, die einem unglaublich nervige Lauf- und Fahrwege erspart). Aber es schafft über weite Strecken den Spagat zwischen trashiger Komik und einigen wirklich herausstechenden atmosphärischen Horror-Momenten in einer zum Ende hin ziemlich spannenden und unerwartet wendungsreichen Story.

    Ebenfalls erwähnenswert wäre außerdem die Zero Escape-Serie (9 Hours, 9 Persons, 9 Doors und Virtue’s Last Reward), die für mich alleine die Anschaffung eines 3DS gerechtfertigt hat obwohl ich mit den meisten Nintendo-Spielen heute kaum noch etwas anfangen kann. Beide Teile sind im Kern Visual Novels mit eingestreuten (leichten aber ganz ordentlich gemachten) Adventure-Passagen. Aber hier ist das Alleinstellungsmerkmal die Handlung, die man mit den Saw-Filmen vergleichen könnte wenn man sämtliches Budget für die Splatter-Szenen stattdessen ins Drehbuch gesteckt hätte: Eine coole Wendung jagt die nächste, die anfangs recht simpel wirkende Story gewinnt immer mehr Ebenen hinzu (gerade im zweiten Teil auch philosophische) und die finale Auflösung des ersten Teils gehört zu den besten Enden, die ich je in einem Spiel erlebt habe.

    Gefällt mir

    • Nico 17. August 2015 / 0:18

      Ein weiteres Spiel, das mir noch eingefallen ist, ist Dragon’s Dogma, das nicht so unbekannt ist und bei den Reviews vieler Magazine sogar ganz gut wegkam, aber sich allem Anschein nach insbesondere im Westen sehr schleppend verkauft hat. Das liegt vermutlich daran, dass das Spiel in Trailern und in den ersten (10-15) Spielstunden wie ein wilder aber leider eher uninspirierter Mix aus diversen westlichen RPGs wirkt, der insbesondere durch schrecklich MMO-artige Nebenquests und eine sehr dünne Handlung negativ auffällt.

      Erst später wird insbesondere das Kampfsystem zunehmend interessant, da es starke Anleihen an Shadow of the Colossus hat mit (freiem, nicht geskripteten!) Klettern an großen Gegnern mit begrenzter Ausdauer, bei dem man Schwachpunkte sucht während der Rest der Gruppe den Gegner ablenkt. Bei Drachen, Golems und anderen teils riesigen Gegnern erzeugt das sehr nervenaufreibende und intensive Kämpfe, die durch den teils hohen Schwierigkeitsgrad ein Erfolgsgefühl wie sonst nur Dark Souls erzeugen können.

      Dazu kommt auch noch die im letzten Viertel noch einmal sehr stark anziehende Haupthandlung mit einer meiner Meinung nach sehr mutigen (und für mich wirklich völlig unerwarteten) Wendung, die die vorherigen Längen etwas kompensieren kann. Insgesamt wäre das ein Spiel, über dessen Remastering für die Current Gen bzw. den PC ich mich sehr freuen würde, gerade auch weil die Grafik und Performance spürbar mit der alten Konsolen-Hardware zu kämpfen hatte.

      Gefällt mir

  5. tloch82 16. August 2015 / 19:13

    Mein wöchentliches Danke für die neue Folge.

    Als ich den Namen Dantes Inferno gehört habe, bin ich beinahe vom Fahrrad gefallen. Aber es stimmt schon, das grafische Design der 9 Kreise der Hölle ist wirklich fantastisch gewesen in dem Spiel. Ich selbst habe das Spiel mal in einem eigenen Review völlig zerrissen, mit Ausnahme dem Design der Welt.

    Ich würde eine weitere Folge zum Thema mit vertauschten Rollen, Stichwort Teilaspekte eines Spiels, begrüßen.

    Gefällt mir

  6. Lukas 16. August 2015 / 20:03

    Wie immer ein toller Podcast.
    Hab direkt Arcanum ausgepackt und installiere es mal wieder.
    Aber wie kann man Arcanum nur loben, ohne die Musik zu erwähnen? Die ist einfach toll und gerade das Titelstück ist so schön, dass man gerne nach Spielstart erst einmal im Hauptmenü verweilt

    Gefällt mir

  7. rammmses 16. August 2015 / 20:35

    Interessant, dass Andre Silent Hill 4 nennt, was ja eigentlich noch ziemlich gut wegkam bei den Kritikern. Ich hätte ja Downpour genannt, welchen ich für den insgesamt besten Teil der Reihe halte. Atmosphäre, Story, Musik und das leichte Open-World-Open-World-Gameplay ohne übermäßige Spielerführung sehr toll. Erinnert stark an Teil 2, ist aber eben deutlich moderner und weniger monoton, was die Umgebungen angeht. Ein fantastisches Spiel, bei dem ich die teilweise durchschnittlichen Kritiken abgesehen von technischen Macken nicht nachvollziehen kann.

    Blur und Split Second kamen übrigens fast auf den Tag gleichzeitig. Im selben Zeitraum kam auch Red Dead Redemption. Nicht gerade dasselbe Genre, aber es ist grundsätzlich eine saublöde Idee, ein Vollpreis-Spiel gleichzeitig mit einem Rockstar-Game rauszubringen, allein schon durch den Hype. Könnte mir vorstellen, dass sie auch deswegen untergegangen sind.

    Alpha Protocol finde ich auch fantastisch, hatte klar Schwächen, aber allein das Szenario und die Ambition, wirklich toll.

    Zu dem Thema hätte ich übrigens genannt Clive Baker’s Jericho, welches schlechte Kritiken bekam, hat aber ein fantastisches Artdesign und ist mir sehr positiv in Erinnerung. Auch das Alone in the Dark Reboot fand ich auch gut. Tolle Musik und viele innovative Ideen und damals auch wirklich schicke Grafik. Es war recht sperrig und nicht ganz fertig und hatte irgendwie das Problem, dass der Publisher meinte, ein Horror-Spiel (eine Nische) irgendwie mit allen Mitteln auf AAA-Bombast-Mainstream aufblasen zu müssen. Ähnlich sind ja auch Dead Space 3 und Resident Evil 6 gescheitert, wobei ich mit denen eigentlichen auch noch viel Spaß hatte, trotz konzeptionell grundfalscher Entscheidungen.

    Gefällt mir

    • Andre 16. August 2015 / 20:40

      Also, AitD 4 kann ich verstehen. Clive Barkers Jericho hingegen hab ich größtenteils katastrophal in Erinnerung. Kann aber auch daran liegen, dass es Undying nicht das Wasser reichen konnte.

      Gefällt mir

      • rammmses 16. August 2015 / 21:05

        Jericho ist ein bisschen seltsam, weil es eigentlich ein Koop-Shooter ist , nur ohne Koop-Modus. Klingt komisch, ist aber so. Man wechselt als Einzelspieler nach Belieben on-the-fly zwischen den verschiedenen Teammitgliedern, die jeweils eigene Spezialisierungen haben, kann das aber im Grunde auch sein lassen, glaube ich. Und es hat Flüsse aus Blut! Und das widerlichste und groteskeste Gegnerdesign überhaupt. Gerade, wenn du von Dante’s Inferno schwärmst, müsstest du bei Jericho eigentlich auch deine Freude haben. Das habe ich ähnlich herb in Erinnerung. Undying habe ich leider nie gespielt, da PC-exklusiv.

        Gefällt mir

        • Andre 17. August 2015 / 10:07

          Hmmm, ich habe das Gegnerdesign von Jericho eher als „solala“ in Erinnerung. Da war viel von der typischen Lack&Leder + Haut abgezogen – Optik zu sehen, die für mich seit Hellraiser nicht mehr als wirklich originell durchgeht. Zudem finde ich die stark sexualisierten Designs aus Dante’s Inferno für ein Spiel mutiger, als Grausamkeiten aller Art, die in Spielen spätestens seit Doom nichts besonderes mehr sind, IMO.

          Gefällt mir

  8. Stephan 17. August 2015 / 10:54

    Gude!

    Blur hatte mich damals auch interessiert aber ich konnte mich zum neupreis nie zum kauf überreden. Ich hätte nichts gegen eine Download variante für die aktuellen Konsolen!

    Achja und soviel zum Thema .. man könnte ja nicht auf die Packung schreiben „Mario Kart für Erwachsene“ .. die Werbung hat genau darauf abgezielt 🙂

    Eine in meinen Augen unterschätzte Perle ist der Shooter Vietcong aus dem Jahre 2003. Die dichte Vegetation sorgte vor allem im Multiplayer für spannende Gefechte. Wobei es unter heutigen Blickpunkten kaum noch Spielbar sein sollte.

    Gefällt mir

    • Stephan 17. August 2015 / 10:58

      PS: Falls es nicht schon im Podcast getrunken wurde, trinkt mal ein Darmstädter Braustübl. Pfungstädter schmeckt zwar auch gut.. vor allem in der Aufstiegsdose! aber es geht nichts über eine gute alte Bügelflasche (bin erst noch am nachhören alter Folgen falls ihr es doch schon verköstigt habt)

      Gefällt mir

      • Jochen 17. August 2015 / 12:51

        Nachdem ich in Darmstadt geboren wurde, einen Steinwurf davon entfernt aufgewachsen bin und inzwischen auch wieder in der Nähe wohne, bin ich ein Darmstädter-Kenner. Ein Darmstädter-Kenner ist nämlich einer, der kein Darmstädter trinkt. Ich bin übrigens auch ein Warsteiner- und Bitburger-Kenner, aber das ist eine andere Geschichte für einen anderen Tag.

        Und ja, die Bügelflasche ist nett. Wenn der abgefüllte Inhalt aber bestenfalls mittelmäßig schmeckt, dafür aber einen Kater wie billiger Vodka produziert, hilft auch die schönste Flasche nichts.

        Gefällt mir

  9. one_of_one 17. August 2015 / 13:14

    Wieder mal eine schöne Folge. EIn zweiter Teil zu dem Thema wäre toll.

    Gefällt mir

  10. Max 17. August 2015 / 21:01

    Hallo ihr beiden,

    tolle Folge! Meine 5 Sterne habt ihr schon lange.

    Bitte noch eine Episode 2 und eine Folge über überschätzte Spiele fände ich noch interessanter.

    Der Hesse in München – Max

    Gefällt mir

    • tloch82 17. August 2015 / 22:31

      Überschätzte Spiele wäre ganze wichtig. Muss mich mal eben kurz anschließen.

      Gefällt mir

      • Julian 23. August 2015 / 10:40

        Das würde mich auch sehr interessieren. Zu überschätzten Spielen fallen halt wohl jedem viel mehr ein als zu unterschätzten Spielen. Damit könnte man unzählige Folgen füllen und dabei sehr viele Leute vor den Kopf stoßen – ich erinnere mich, was bei Stayforever in den Kommentaren los war, als Baldur’s Gate 1 dort nicht so gut wegkam. Super Thema also.

        Gefällt mir

        • Andre 23. August 2015 / 11:01

          Wir haben eine Folge zu überschätzten Spielen schon aufgenommen und sind zuversichtlich, dass wir damit endgültig verschissen haben. Bei allen. Sogar uns selbst. 😄

          Gefällt mir

  11. Kay 17. August 2015 / 21:58

    Alpha Protocol habe ich geliebt. Anfangs war es echt ein Krampf, aber glücklicherweise hat mich die Story rechtzeitig gefesselt gehabt. Ich würde es jedem empfehlen, der die seltsame Steuerung verschmerzen kann. Ideal für längere Geschäftsreisen mit mittelmäßigem Laptop. Für mich war es auch ein 24 zum Selberspielen.

    Gefällt mir

  12. Fabian 18. August 2015 / 10:29

    Auch ich möchte um einen zweiten Teil dieser Folge bitten, bin immer Dankbar über Tips oder Hinweise auf vielleicht zu unrecht unterbewerteter Juwelen.

    Gefällt mir

  13. Kordanor 20. August 2015 / 0:51

    Schöne Folge und würde mir auch einen zweiten Teil wünschen. 🙂
    Ein Spiel aus der Strategie-Ecke, dass war extrem gut war, aber schlecht verkauft wurde, wäre Sacrifice, was auch beim Strategiepodcast „Three Moves Ahead“ immer wieder hochgehalten wurde. Und auch ich würde es als eines der besten Echtzeitstrategiespiele bezeichnen, aufgrund des Spielflusses, der Dynamik, aber vor allem dem Spielkonzept, dass die gegnerische Stärke sich zum ende jedes Levels hin sogar konzentriert und es einem „Überfahren“/Abräumen und dadurch einem langweiligen Ende (wie zB bei Battle World: Kronos) entgegenwirkt.

    ich spiele normalerweise alle Rollenspiele zuende, die ich anfange. Aber die beiden von Jochen genannten, also Alpha Protokoll und Arkanum waren dann tatsächlich zwei der Ausnahmen, mit denen ich nicht warm geworden bin. Und bei Arcanum war das vor allem aufgrund der Mechaniken, wenn ich mich recht erinnere. Die Charakterentwicklung fühlte sich nicht gut an, und Gruppenmitglieder nicht steuern zu können fühlt sich imho meistens sehr schlecht an.
    Auch die Option zwischen TB und Echtzeit zu wechseln…naja. Echtzeit war halt gerade „in“. Aber es hat die Spiele nicht besser gemacht. Dazu zählt auch Fallout Tactics und XCom Apocalypse, die gut ohne die Switch-Option ausgekommen und mit einem reinen TB-System besser gefahren wären.

    Gefällt mir

  14. Luca 20. August 2015 / 2:05

    Endlich erwähnt mal einer Alpha Protocol! Danke Jochen! Es hatte klar so eklatante Schwächen (das Schleichen war unmöglich), war jedoch so ambitioniert und innovativ im Setting. HAbe es selbst 4 mal durchgespielt und all die Schwächen waren einem egal, weil man so in die Geschichte eingetaucht ist. Außerdem erinnere ich mich das die Entscheidungen teils schon „extremer“ wie in so manchen Bioware Spiel waren.

    Gefällt mir

  15. Lutz Pfannenstiel 22. August 2015 / 13:35

    Ich habe alpha protocol trotz seiner Schwächen wirklich geliebt. Kein anderes Spiel hat es meiner Meinung nach geschafft der Dynamik einer tatsächlichen Gesprächssituation so nahe zu kommen. Es wundert mich daher sehr, dass dieses System keine Nachahmer gefunden hat und dass gerade Rollenspiele weiterhin starr am Prinzip des „dialog-tree“, den es abzuarbeiten gilt, festhalten (einzige Ausnahme die mir einfällt: deus ex hr, aber das kommt auch nicht an alpha protocol ran).
    Nicht wirklich nachvollziehen kann ich dagegen Jochens Einschätzung von Arcanum und zwar obwohl ich auch dieses Spiel (wie alle Troika Spiele, selbst temple!) sehr sehr gerne hab. Es hat Charme, ist originell, aber es ist nie und nimmer ein absoluter Klassiker bzw top-10 Material. Nicht weil es natürlich legendär sperrig ist (das Interface!). Oder weil das „Rollenspiel-System“ mit seiner unfassbaren Menge an skills und Fähigkeiten ziemlich unausgereift ist. Auch nicht weil es sagenhaft mies designte dungeons hat (oh diese fucking wölfe in der ersten Mine!). Sondern im Ende einfach deshalb, weil die Geschichte, trotz einiger cooler twists (wer war nochmal twists-basierten Geschichten so abgeneigt? ^^) allerhöchstens „computerspiel-gut“ ist. Aber wie gesagt ich mag das Teil trotzdem sehr: die Welt, viele großartige Ideen und allgemein die erfrischend maßlose Ambition entschädigen für vieles 🙂

    Gefällt mir

  16. Julian 23. August 2015 / 11:19

    Eine sehr schöne Folge, wie immer. Vielen Dank dafür!

    Für mich gehört Vampire The Masquerade Redemption zu den unterschätzten Spielen. Das hat damals niedrige 80er-Wertungen bekommen, also eigentlich ganz gut. Heutzutage wird es aber oft als schlechtes oder mittelmäßiges, jedenfalls als vergessenswertes Spiel angesehen, und das tut ihm unrecht.

    Meines Erachtens hätte es schon damals, trotz einiger spielerischer Schwächen, eine hohe 80er-Wertung verdient, weil Atmosphäre, Geschichte, Charaktere, Welt, Grafik und Musik fantastisch waren und das sogar teilweise heute noch sind.

    Einige spielerische Schwächen (v.a. kein freies Speichern) wurden per Patch behoben. Was hingegen blieb, war eine dumme Begleiter-KI. Es ist kein perfektes Spiel, aber es hat so viel Seele und hat mich unglaublich fasziniert und reingezogen wie es nur Ausnahmespiele tun.

    Vielleicht hat das Spiel auch das Pech, mit Vampire Bloodlines verglichen zu werden. Das ist aber unfair, weil Vampire The Masquerade Redemption eine ganz andere Art Spiel ist und man dieses nicht dafür bestrafen sollte, einen so verehrten Quasi-Nachfolger zu haben. Denn für sich genommen war es ein sehr faszinierendes Spiel.

    Auch Broken Age halte ich für unterschätzt und unterbewertet. Zwar hat es teilweise sehr gute Wertungen bekommen, teilweise aber auch sehr mittelmäßige. Es hat polarisiert. Dabei halte ich es für wesentlich besser als die in der deutschen Presse hochgejubelten Daedalic-Adventures.

    Broken Age hat vielleicht das Problem, dass viele eine bestimmte Erwartung hatten, was es für ein Spiel werden sollte, und offenbar enttäuscht waren, dass es nicht diesen Vorstellungen entsprochen hat. Außerdem scheint sich bei vielen eine anfängliche Verehrung von Tim Schafer im Laufe der Entwicklung von Broken Age ob der Verschiebungen, der Geldprobleme und der Zweiteilung des Spieles in eine Geringschätzung gewandelt zu haben, und das könnte die Beurteilung von Broken Age beeinflusst haben.

    Wenn man aber unbenommen an das Spiel herangeht, und es nur für sich als Spiel bewertet, dann ist es meines Erachtens ein unglaublich sympathisches Adventure, mit fantastischen Charakteren, schönen Dialogen, einem recht subtilen, Schafer-typischen abgedrehten und liebenswerten Humor (ganz im Gegensatz zu Daedalic-Adventures) und einer Leichtigkeit und Heiterkeit, die es sonst selten in Spielen gibt, und der vielleicht schönsten Grafik, sowohl technisch als auch vor allem künstlerisch, die ich in einem Adventure jemals gesehen habe. Sogar die Rätsel sind größtenteils jedenfalls nicht schlechter als in anderen zeitgenössischen Adventures. Meiner Meinung nach also in Teilen der Presse und Spielerschaft sträflich unterschätzt.

    Ein weiteres, meiner Meinung nach unterschätztes Spiel, ist Arkham Origins. Auch das polarisiert sehr stark zwischen positiven Bewertungen (im 80er-Bereich) und absoluten Verrissen. Arkham Origins war meiner Meinung nach ein sehr solides „mehr vom gleichen“, in etwa auf dem Niveau von Arkham City. Eine etwas niedrigere Wertung als letzteres wegen mangelnder Innovationen und Wiederverwertung von Spielinhalten hätte ich ja noch nachvollziehen können, aber die Verrisse, die es bekommen hat, sind mir gerade im Vergleich zu den Jubelwertungen für die anderen Arkham-Spiele, unverständlich. (Ich habe bei manchen Tests den Eindruck, dass Arkham Origins aus purer Rocksteady-Verehrung schlecht gefunden werden musste.)

    Vielleicht wären Deus Ex 2 oder Gothic 3 auch Kandidaten für die Kategorie „so schlecht sind sie gar nicht“, aber die habe ich noch nicht gespielt und kann es somit nicht beurteilen.

    Gefällt mir

    • Andre 23. August 2015 / 11:21

      Das erste Vampire hat IMO einen großartigen ersten Akt und das Gamemaster-System im Multiplayer hatte sehr viel Potenzial. Aber sobald die Handlung in der Gegenwart ankommt, stürzt das Spiel ganz stark ab, finde ich.

      Gefällt mir

  17. Julian 23. August 2015 / 11:25

    Und Syberia 1 und 2 waren Adventures in der damaligen Adventure-Durstphase der frühen Nullerjahre, die in der Gamestar viel zu schlecht weggekommen sind weil sie eine wundervolle Atmosphäre, Welt und Geschichte haben. Wenn das Laufen und die Bewegungen nur nicht so langsam wären. Im Kontext der Zeit halte ich die Syberia-Spiele für sehr schöne Adventures, jedenfalls in meiner Erinnerung.

    Gefällt mir

  18. Fabian 24. August 2015 / 10:28

    Syberia ist wirklich eine viel zu unbekannte Perle (für mich sind Teil 1 und 2 ein Spiel)

    Gefällt mir

  19. Avenger 1. September 2015 / 21:45

    Wieder eine sehr schöne Folge.

    Und diesmal hätt ich mir wirklich gewünscht dass ihr die Folge ausführlicher beschreibt, der Spieletitel wegen. Noch besser wären natürlich Kapitelmarkierungen, um gleich zum entsprechenden Spiel springen zu können.

    Ich hab mir folgende Spiele notiert, die von euch ausführlich besprochen wurden:
    – Arcanum
    – Alpha Protocol
    – Blur
    – Crackdown
    – Dante’s Inferno
    – Silent Hill 4
    – Vampire the Masquerade

    Hab ich was vergessen?

    Gefällt mir

      • Andre 1. September 2015 / 23:08

        Genau muss es aber heißen: Vampire – The Masquerade: Bloodlines.

        Den ersten Teil liebe ich zu 50%. Sobald er in der Gegenwart ankommt, fällt er leider auf die Nase.

        Gefällt mir

  20. Sascha 9. September 2015 / 14:25

    Ich würde hier gerne mal eine Lanze für The Witcher brechen, denn das Questdesign das Jochen da anspricht gibt es schon. Zum Beispiel ziemlich zu beginn, man kann ein paar Kerlen einen Drink spendieren und dafür lassen sie einen später durchs Tor zum blutigen Baron, was man aber erst gar nicht weiß dass das die Torwachen sind. Haut man sie aber um, muss man sich einen anderen Weg rein suchen und bekommt dadurch noch mal eine neue Questreihe ^^

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s