Runde #22: Wir zertrampeln eure Kindheit! (Überschätzte Spiele #1)

Ab und zu sage ich zu Jochen: „Wir müssen echt mal wieder eine Folge machen, in der wir über Dinge sprechen die wir toll finden, damit die Leute nicht denke, wir hassen Spiele“. Dann lachen wir beide eine Runde darüber und machen sowas: Eine Folge über bekannte, bejubelte, geliebte Spiele in der wir erklären, warum die das alles nicht oder nicht in dem Maße verdient haben. Falls Psychiater unter unseren Hörern sind: Wir brauchen vermutlich Hilfe. Am besten in Form von diesen coolen Drogen, von denen die Kids am Hauptbahnhof immer so schwärmen.

Fall ihr nach dem Anhören dieser Folge denkt: „Den zwei unverschämten Säcken hau ich eine rein, dass sie Sterne sehen!“ – das trifft sich hervorragend. Schnell ab zu iTunes und dort könnt ihr direkt und ganz ohne Fahrtkosten dafür sorgen, das wir sogar fünf Sternchen sehen! Und wir bedanken uns am Ende sogar noch dafür. Ein bisschen so, wie bei dem Scherz den Quentin Tarantino in „Desperado“ (das Remake) in der Bar erzählt. Kennt ihr nicht? Ist vermutlich besser so.

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87 Gedanken zu “Runde #22: Wir zertrampeln eure Kindheit! (Überschätzte Spiele #1)

  1. Edward 6. September 2015 / 12:33

    Zu aller erst, eine wirklich wundervolle Folge eures Podcasts, die dringend einer Fortsetzung bedarf!

    Und als Metal Gear Solid Gutfinder (als Fan würde ich mich nicht bezeichnen, spare aber trotzdem für The Phantom Pain, ich möchte einfach wissen, wie der Zwischenraum von Peace Walker und Metal Gear 1 ist, was die Geschichte von Big Boss angeht) kann und muss ich dem Herrn Peschke zustimmen, was die Steuerung anbelangt, die in den ersten drei Solid Teilen einfach grässlich ist. Ich erinnere mich da zum Beispiel an den ersten Boss Kampf in Teil 2 auf dem Schiff, dieses ständige Perspektivenwechseln ist schrecklich gewesen.
    Mit Teil 4 und der damit einhergegangen Fokussierung auf ein actiongeladeneres Gameplay wurde es dann besser, was aber nichts an dem Schwall aus Nichtssagendem Blabla nichts ändert.
    Das Themen angesprochen werden, welche bedeutsam sind, steht für mich außer Frage, in MGS 1 geht es um das Thema was einem kulturell vererbt wird und in MGS 2 bezogen auf die Genetik. Das Problem ist nur die „Voice of God“, der angebliche Mastermind Kojima. Denn erstens ist die Handlung einfach undurchschaubar überfüllt mit Zeilen, die unnötig sind und zweitens sind die Erklärungen für manche der Mysterien einfach nur schwachsinnig, gutes Beispiel da ist Vamp, dessen „Unsterblichkeit“ mit Nanomachines abgetan wird, was in MGS 4 die Erklärung für nahezu alles ist.
    Und was den Diarrhöe Soldaten angeht, der taucht in MGS 1, 2 und 4 auf und ist meiner Ansicht nach ein Auswuchs des Arsch-Fetischs der Entwickler, in MGS 4 kann mich sich ja später auch in der Tonne verstecken in der dieser Soldat vorher sein Geschäft erledigt hat und die Schleichanimationen können nur von Menschen erstellt worden sein, die ein erhöhtes Interesse an einem gewissen Körperteil der Menschen haben.
    Aber ich muss zugeben nach dem Meckern, mich hält eines bei der Stange, und zwar Ocelot.
    Ich kann nicht genau sagen wieso, aber die Inszenierung dieses Charakters mit seiner ganzen Entwicklung und vor allem der Endkampf in Teil 4 und die Auflösung was es mit seiner Besessenheit von Liquid durch den Arm finde ich wundervoll. Möchte jetzt nicht zu sehr spoilern. 🙂

    Auch was André oder Andrè? Ich weiß leider gerade wirklich nicht, welche Form die richtige und bitte vielmals um Entschuldigung. (Asche auf mein Haupt)
    Wie dem auch sei, ich finde auch den Teil den er anspricht, dass vielen es schwer fällt etwas nur gut zu finden sehr gut, bin selber jemand der gerne die Talk-Videos von Gamestar guckt und dort gibt es ja schon zwei „schöne“ Beispiele dafür. Möchte hier nicht näher darauf eingehen, weil ich die Gesprächspartner nicht kenne und mir nicht anmaßen möchte, etwas unqualifiziertes über die Personen zu sagen, fand aber Die Argumentationen jeweils von dem Herrn Peschke immer objektiver und auch überdachter.

    Ich kann nicht anders und euch beide nochmals zu loben für diesen Podcast und wünsche mir mehr davon, gerade wenn es um so brisante und provokative Aussagen geht, wie sie in dieser Folge getätigt wurden.
    =)
    Wenn ich mehr als zwei Daumen hätten würde ich diese ebenfalls emporstrecken, als Zeichen meiner Begeisterung.

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  2. Gustav Nukem 6. September 2015 / 14:14

    Eure Statements zu Metal Gear Solid waren Balsam für meine Seele. 🙂 Ich hab nach all den Lobhymnen damals MGS4 gekauft und fand die Cutscenes furchtbar. Viel zu viel Pathos, dämlicher Fäkalhumor und v.a. viiiieeel zu lang. Das 90minütige Ende war der nervigste Abspann, den ich je gesehen habe.

    Schön, mal andere Leute zu hören, die das ähnlich sehen.

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    • Dirk Allakezc 6. September 2015 / 23:51

      Da bist du nicht der einzige.
      Ein Arbeitskollege war ein großer Fan von MGS.Aber nach dem Ende von 4 hat er nie wieder ein MGS-Titel angepackt.Jetzt ist er eher ein Gegner von MGS und versucht jeden der sich für Videospiel interessiert MGS schlecht zu reden.

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  3. Nico 6. September 2015 / 14:59

    Ach, da wirft man den Podcastplayer an in Erwartung der letzte Woche angeteaserten Durchspielen-Folge, und dann kommt wieder nur ein langer Rant über bei der Allgemeinheit beliebte Spiele.

    Baldurs Gate und FF7 habe ich nicht gespielt und kann nichts dazu sagen, bei MGS würde ich euch jedoch widersprechen, alleine insofern dass es heute unspielbar ist. Habe die HD-Remasters vor einiger Zeit gekauft und natürlich ist die Steuerung etwas schmerzhaft, aber komischerweise setzt hier die allgemeine Japano-Spiel-Leidensbereitschaft ein, die auch heute noch die früheren Devil May Cry- oder Resident Evil-Teile erträglich macht.

    Ich hatte glaube ich schon mal an anderer Stelle erwähnt, dass ich MGS zugute halte, dass den Entwicklern scheinbar selbst die Schwächen ihrer Spiele bewusst sind, weswegen sie regelmäßig (und besonders gerne bei Bosskämpfen) komplett andere, mehr oder weniger sinnvolle Spielmechaniken einstreuen. Das trifft meiner Meinung nach auch auf die Story zu, deren Pathos immer wieder mehr oder weniger passend von kindischen Witzchen aufgelockert wird. In dieser Hinsicht kann ich auch nur erneut den von Fans nicht so geliebten zweiten Teil hervorheben, dessen Handlung zum Ende einfach dermaßen absurd und over-the-top wird, dass man das Spiel insgesamt auch als ziemlich gelungene Parodie auf sich selbst und seine Vorbilder sehen kann.

    Mich würde im Bezug darauf übrigens interessieren, ob Andre auch Metal Gear Rising gespielt hat. Das fand ich nämlich nicht nur spielerisch viel interessanter sondern auch im Spagat aus Pathos und Parodie deutlich besser gelungen.

    Ansonsten möchte ich an dieser Stelle auch schon mal vorab jeder Kritik an Half Life 2 widersprechen, das (und dessen Episoden-Nachfolger) ich über verschiedene Versionen und Plattformen verteilt sicher vier oder fünf mal durchgespielt und dabei jedes Mal erneut genossen habe. Ich finde das Spiel gerade im Vergleich zur Konkurrenz weitestgehend gut gealtert und bin mal gespannt, was da von euch noch an sinnvoller Kritik kommen mag. Selbst die im Vergleich schwächste Episode 1 würde ich noch in meine Top 10 der besten Shooter einreihen, alleine durch den brillianten Kniff, dass man sie komplett ohne Waffen nur mit der Gravity Gun durchspielen kann, was dem Spiel auf so triviale Weise eine sehr taktische Komponente gibt.

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    • Nico 6. September 2015 / 15:10

      Dazu übrigens wieder mal ein Folgenwunsch: Woher kommt dieser Effekt, dass man (also zumindest ein großer Teil der Spieler und auch der Presse) Spielen aus Japan so viel verzeiht, was man westlichen Spielen stark ankreiden würde. Egal ob es die bei eine grässliche Menüführung ist, unnötiges Grinding, überkomplexe und oft schlecht ausbalancierte Micromanagement-Metagames oder schlicht die Weigerung, sich im Bereich der Steuerung an die ansonsten doch halbwegs etablierten Genrestandards zu halten. Woher kommt es, dass solche Punkte sich vor allem in japanischen Spielen bis in den Mainstream hinein finden lassen? Und sind die Spiele inhaltlich wirklich so herausragend, dass man über solche Schwächen hinweg sehen kann?

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      • Andre 6. September 2015 / 15:20

        Ich dachte, die Antwort auf die letzte Frage, hätte ich in dieser Folge schon gegeben? 😀

        Ansonsten würde ich sagen: Die wenigen Spiele aus Japan, die heute noch im Mainstream von Bedeutung sind, haben eine lange Tradition und eine Fangemeinde, die ihre Spielmechaniken bereits seit Jahren kennt und ihre Eigenarten zu ertragen gelernt hat. Ansonsten sind Spiele aus Japan ja im Mainstream (leider) fast völlig irrelevant geworden – außer die von Nintendo und die sind oft meisterhaft umgesetzt, gerade was die Bedienung angeht.

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      • Jochen 6. September 2015 / 15:32

        Dafür, dass das bloß wieder so ne Rant-Folge war, hast du aber ganz schön viel zu sagen und zu fragen 😉

        Ich hab‘ übrigens einen anderen Erklärungsversuch als André: Japanische Erzählspiele neigen aufgrund ihres kulturellen Hintergrunds dazu, recht bedeutungsschwanger daherzukommen, leiden aber unter ähnlichen Problemen wie europäische: Die guten Autoren kämen nie auf die Idee, Spiele zu machen, also bleiben oft nur mittelmäßige. Fans wiederum neigen dazu, dieses bedeutungsschwangere Mittelmaß über den grünen Klee zu loben und zu interpretieren. Am Schluss kommen dann halt die Metal Gears, Xenos usw. raus: Hohles Gesülze, dem man die ganzen spielerischen Macken verzeiht, weil’s ja so Meta ist.

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        • Sebastian Klein 7. September 2015 / 22:13

          Schlimmer wird es nur, wenn westliche Entwickler versuchen, diesen Stil zu kopieren. Hast du mal DmC von Ninja Theory gespielt? Un – er – träglich.
          Es fängt schon damit an, dass die Hauptfigur im Intro des Spiels so übertrieben cool dargestellt wird, dass man durch den Monitor fausten möchte.
          Aber da hört es dann ja nicht auf, denn was folgt ist eine endlose Aneinanderreihung von 30 Sekunden Arena-Brawler gefolgt von 2 Minuten Cutscene mit lauter Anime-Klischeefiguren die nichts anderes zu tun haben als möglichst mysteriös und bedeutungsschwanger daherzufaseln ohne jemals auch nur IRGENDWAS zu sagen. Du kannst nicht 5 Minuten ungestört am Stück spielen, weil ständig irgendwelche völlig uninteressanten Figuren völlig belangloses Zeug dazwischen Quatschen müssen und dich völlig raushauen. Nicht nur nervt das Spiel unheimlich damit, es zerstört auch jeden Anflug von Flow und Pacing. DmC ist der spielgewordene Koitus Interruptus in der Endlosschleife. Unfassbar, dass dieser Titel überall 80er Wertungen abkassiert hat.

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          • Andre 7. September 2015 / 23:21

            Ein DmC das seine Hauptfigur übertrieben cool darstellt? Das gabs aus Japan ja noch nie. 😉

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    • Sebastian Klein 7. September 2015 / 21:18

      Wenn du einen „gut gealterten“ Shooter sehen möchtest, dann Spiel mal Quake II. Ich habe das nach JAHREN letztens wieder rausgekramt und ich war regelrecht schockiert, WIE gut das Spiel noch ist. Erstaunlicherweise sieht es nicht nur noch annehmbar aus und hat noch immer eine dichte Atmosphäre, auch spielerisch es wirkt sogar im Anbetracht der gleichförmigkeit moderner Shooter regelrecht frisch. Es hat eine extreme Geschwindigkeit, die man heutzutage nicht mehr gewohnt ist und erfreulicherweise funktioniert auch die Steuerung exakt so, wie man sich das wünschen würde – keine Selbstverständlichkeit bei frühen 3D-Titeln, die nach heutigen Maßstäben zum Teil unbedienbar sind (spiel mal Turok 2 auf dem N64….).

      Insofern hat sich Quake 2 innerhalb nur eines Abends für mich vom fast vergessenen Kleinod zum waschechten Klassiker gemausert, der auch nach 20 Jahren noch spielenswert ist.

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  4. Axel 6. September 2015 / 17:19

    Zu JRPGs, ich stimme Jochen zu. Final Fantasy VII ist in seiner ursprünglichen westlichen Version schrecklich. Was aber auch der damals miesen Übersetzung lag. Es gibt eine tolle Neuübersetzung und das macht die Story doch gleich um einiges besser. http://www.cebix.net/ff7/

    Ansonsten: Das bisher wirklich beste Final Fantasy Spiel bis heute – Final Fantasy IX! Es ist von der Geschichte her nicht sooo gut wie der 6. Teil, aber spielerisch und vom Setting her einfach nur toll! Und ich hoffe, wir sind uns einig, dass danach in der Reihe nur noch Grütze kam!

    Aber das beste JRPG auf der PS1 war dann doch Suikoden II! Ich weiß, dass das Spiel von den Fans auch überbewertet wird, auch von mir, aber es ist von der Geschichte her einfach nur richtig toll erzählt und diese Freundschaft zwischen Jowy und Riou wurde so toll umgesetzt. Außerdem ist das Spiel durch seine wirklich fantastische 2D-Grafik mit den vielen, vielen Animationen bis heute ein echte Hingucker. Wie ich allgemein die 2D-Spiele auf der PS1 liebe. Die 3D-Spiele kann man sich heute zum großen Teil überhaupt nicht mehr antun!

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    • Andre 6. September 2015 / 17:22

      Das beste JRPG auf der PS1 war aber doch Vagrant Story. Das weiß doch jeder. 😉

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  5. Axel 6. September 2015 / 17:36

    Mit Vagrant Story kann ich nun wiederum GAR NICHTS anfangen! War mir vom Setting her einfach zu austauschbar und ich fande auch das Kampfsystem eher öde.

    Bei Suikoden hat mich damals einfach die Abwechslung und die Spieldauer begeistert. Viele dieser alten JRPGs bekommt man unter 50 Stunden ja garnicht durchgespielt, weil man ständig am grinden ist. Das macht Suikoden II doch besser, weil dort Charaktere mit niedrigen Stufen sehr schnell hochgelevelt werden. Allgemein braucht man wohl für das komplette Spiel „nur“ 30 Stunden.

    Allgemein finde ich das Suchen nach den Charakteren extrem motivierend, dass damit Deine Burg ausgebaut wird und man immer neue Orte darin entdeckt. Und ganz toll sind auch die Minispiele. Sei es der Kochwettbewerb, das Würfelspiel, am See angeln, usw. Man hat sich da durchaus Gedanken gemacht, wie man die Spieler von den Kämpfen abwechslung bieten kann. Auch die simplifizierten SRPG-Einlagen fande ich eine gelungene Abwechslung. Und das man in den einzelnen Quests von der großen Party gebraucht gemacht hat und man sehr häufig von anderen Charakteren begleitet wurde. Und der Bösewicht, Luca Blight, war wirklich mal das was die Fans gerne in das Crybaby Sephiroth hineininterpretieren: Ein sadistisches und zynisches Arschloch! Einfach nur geradeaus böse ohne sich in Geschwurbel zu verlieren.

    Das sind so Dinge, die ich heute von einem guten RPG erwarte, die damals aber durchaus besonders waren.

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    • Andre 6. September 2015 / 18:37

      Vagrant Story ist zugegebenermaßen auch eher ein persönlicher, sentimentaler (und leider lange Zeit übersehener) Favorit. Die Chains im Kampfsystem waren nach hinten raus auch eher lästig, wenn man es objektiv betrachtet, obwohl die Mechanik an sich IMO sehr originell und jenseits der Bosskämpfe sehr schön umgesetzt war, weil es den Kämpfen ein höheres Maß an Interaktivität beschert hat. Und die Umsetzung der Sprechblasen war für die damalige Technik schön gemacht, weil es die Textdialoge IMO dynamischer in die Sequenzen eingebunden hat.

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    • Dirk Allakezc 6. September 2015 / 23:45

      Ich muss dir vollkommen recht geben Suikoden 2( Suikoden 1 auch ein bissel) ist besser als FF7 und beide Teile kann man immer heute noch immer gut zocken. Dazu kommt noch die unterschiedlichen Ende und das Savegame-Import.(Was ich davor nur von der Nordlandtrilogie kannte.)
      Leider ist die Serie nach Teil 3 immer schlechter geworden und heute Tod.(Danke Konami)

      Wo ich dir nicht recht gebe ist das FFIX das beste FF ist.(Naja eigentlich sind alle FF von 4-10 super.)
      Für mich ist es aber FFIV und FFX.
      Beide Spiele sind vom Ablauf her linear und du konzentrierst dich nur auf die Story,Während du bei anderen FF (siehe 6/7) noch extra Charaktere suchen musst .Schön ist es auch bei den beiden Spielen ,dass du erst gegen Ende alle Dungeons besuchen kannst und dort die besten Ausrüstung findest.
      Wenn ich heute JRPG(oder auch westliche siehe Pillars/Witcher) spiele dann hoffe ich meist das sie nicht 40+ Stunden dauern ,weil man heute einfach nicht mehr soviel Zeit hat wie als Kind.
      Deshalb sind die beiden Spiele selbst heute für mich noch sehr gut spielbar.Schön ist es auch ,das FF4 eine 3D-Neuauflage auf den DS hatte und es endlich eine PC-Version davon gibt. (Steam)

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  6. Nasrudin 6. September 2015 / 20:21

    Soooo… zweiter Versuch diesen Post freizugeben. Offensichtlich mach ich was falsch…

    Also…

    Auf ein Lob!

    Ihr habt es geschafft, Euch binnen kürzester Zeit zu meinem Lieblingspodcast aufzuschwingen.

    Weiter so! Und Danke dafür 🙂

    Anbei ein kleine Liste an Themen, bei denen ich mich freuen würde, wenn sie irgendwann in Eurem Podcast auftauchen:

    – „guilty pleasures“: Jochen und Andre verraten uns, von welchen Spielen keiner wissen darf, dass sie ihnen Freude gemacht haben.

    – „Der Faktor X“: Das es „das objektive Spielerlebnis“ nicht gibt, das haben wir ja jetzt schon oft gehört. Interessant wäre es evtl, wenn ihr Euch mal mit den Faktoren auseinandersetzen, die ein Spielerlebnis prägen, die aber offiziell nicht Teil der Rechnung sind: Zeitpunkt, Zeitgeist, Alter, Lebensereignisse, Herkunft, Stimmung, persönliche Vorlieben und Abneigungen, Neugierde etc. Welche Spiel sind für Euch durch den Faktor X zu besonderen Erlebnissen oder zu kompletten abturns geworden? Gibts einen kollektiven Faktor X z.B. bei der Verklärung von Titeln etc.

    – „Der Fall Mario M.“: Wie seht ihr die Geschichte und die momentane Situation von Nintendo. Wie geht es weiter, auch im Hinblick auf die Entwicklung der gesamten Branche. Verzichtet des „NX“ auf ein Laufwerk. (Überhaupt was ist mit Streaming im Spielsektor.)

    – „We are VR?“: Wie schätzt ihr den Impact von VR ein? Ist es ein Phänomen, dass deutlich über die Spielbranche herausgehen wird oder wird die Spielbranche eine der Kernbereiche für die neue Technik ausmachen? Welche Spielmechaniken, Narrationen etc. könnten eine Zukunft haben. Gibt es eine Diversifizierung auf dem Markt, ein großes Comeback für den PC oder geht die Konsole den Jordan runter?

    – „Jochen erklärt uns Deleuze und was er mit Spielen zu tun hat…“: Ich wäre der Zuhörer der für die Folge gefordert wurde. Könnte auch ein Rahmen für „philosophische und existentielle oder gesellschaftskritische Themen“ in Spielen sein. „Bier in Spielen – die Meta-Folge“ kann gleich eingearbeitet werden.

    -„Spielmechaniken… und so…“: Was gefällt und warum. Was hat sich verändert. Was ist Konstant geblieben. Noch interessanter: was gefällt Jochen alles nicht… Vielleicht könnte ihr auch nochmal die „Klick-Koks“-Thematik zu Candy-Crush etc. vertiefen. Das fand ich z.B: sehr spannend.

    – Gerne mehr im Stile der GTA5-Episode.

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    • Andre 6. September 2015 / 23:55

      Ich hab „Guilty Pleasures“ schonmal vorgeschlagen, aber Jochen fielen keine Titel ein. 😦

      Aber schöne Vorschläge. Danke!

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      • Nasrudin 7. September 2015 / 0:14

        Das ist ein deutliches Zeichen, dass es da ein dunkles Geheimnis zu lüften gibt… 😉

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        • Jochen 7. September 2015 / 0:44

          Hm. Eigentlich nicht. Und das sage ich nicht bloß aus Scham, denn das wäre in der Tat eine tolle Folge. Aber ich könnte auch bei Romanen, Serien oder Filmen nicht mit Guilty Pleasures dienen.

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          • Nasrudin 7. September 2015 / 7:40

            Da entgeht Dir aber eine Menge Spaß 😀 Vielleicht könnt ihr ja ein Casting-Folge draus machen 😉

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  7. tloch82 6. September 2015 / 20:44

    Eigentlich habt ihr euch ja am Ende selbst erklärt, warum manche Spiele auch heute noch derart überhöht werden. Und durch alte Folgen warum sie es auch damals schon wurden. Wichtige Faktoren (bestimmt gibt es noch viel mehr) sind sicherlich:
    – Was es für einen das Erste seiner Art
    – Hat ein Fanboy das Spiel getestet
    – In welchem Markumfeld ist es erschienen
    -Auf welchem System hat man sie erlebt usw. etc.

    Jochen sagt ja selbst, an sein Daggerfall lässt er nichts ran, es war ja sein Erstes. Und diese Konsolenmenschen, was sind das überhaupt für Leute.
    Deswegen sind die Spiele ja nicht unbedingt überschätzt. Sind sind im Kontext ihrer Zeit, mit allem was drumherum gewesen ist, zu Meilensteinen der nostalgischen Verklärung/Videospielgeschichte geworden.

    Ich höre es aber gern, wenn ihr angreifbare Meinungen raushaut. Daher mein Support für die Metal Gear Reihe und Hideo.

    Ich gebe Andre in allen Punkten die er am Spiel zu bemängeln hat Recht. Aber er hat Unrecht. 🙂 (Der Smiley ist für Jochen)

    Ich habe schon leidenschaftliche Diskussionen mit nem Kumpel geführt, warum Metal Gear Solid
    eine geniale Reihe ist. Er hat es nämlich ähnlich wie Andre erlebt, die Steuerung mühsam, die Geschichte seltsam und langatmig und überhaupt sind alle Spiele voller Hä-Momente und nichts ist stringent.

    Aber genau deshalb ist die Reihe so genial. Man muss die Spiele zum richtigen Zeitpunkt gespielt haben und zwar als sie raus gekommen sind und dann auch am besten auf der richtigen KKonsole. Denn dann hat man all diese tollen Momente gehabt, die einen ein ganzes Gamer-(ich hasse den Begriff Gamer)Dasein begleiten.

    Spoiler zur Reihe enthalten
    – Ketchup als Blutlache
    – Otacons große Liebe stirbt in jedem Teil
    – geniale Bosskämpfe
    Storys die einen stundenlang beschäftigen (nicht weil sie so gut sind, sondern weil sie so verschwurbelt sind und einen zum nachdenken anregen)
    – endlose Codec-Gespräche (über Beziehungskrisen, Filmzitate usw. usw.)
    – spannende Schleichpassagen
    – spannende Action-Passagen
    – Milliarden von versteckten Details, die es in den Levels zu entdecken gibt
    – unterschiedlichste Schwierigkeitsgrade (die Levels verändern sich wirklich, mehr Wachen etc.)
    – Die Lösung für ein Rätsel auf der Packung
    .
    .
    .

    Die Liste ließe sich fortsetzen. Was ich sagen will, wer einfach mittendrin in die Reihe einsteigt und sich auf die Fehler konzentriert, wird die Spiele scheiße finden. Wer mit der Reihe gewachsen ist und die Spiele am besten mehrfach gespielt hat, der wird in den Kosmos Metal Gear hineingezogen. Durch das mehrfache Spielen lernt man die Steuerung z.B. besser beherrschen und nutz plötzlich die vielfachen Möglichkeiten die sie bietet. Auf höheren Schwierigkeitsgraden lernt man dann plötzlich die Levels und Items besser zu nutzen, da man z.B. nicht mehr entdeckt werden darf. Und die Handlungen verweisen auf einander und sind eine fülle an Popkultur-Zitaten die für einen Nerd einfach super unterhaltsam sind. Ich meine Snake Plisken, hallo. Ich habe am Boden gelegen vor Lachen.

    Die losen Enden die in all den Teilen vor Teil 4 aufgebaut worden sind, wie z.B. bei Lost, sind dann in Teil 4 zusammengeführt worden. Das ergibt natürlich keinen Sinn mehr, aber hat für mich als Fand der Reihe unheimlich viel Spaß gebracht. Das kann niemand nachvollziehen, der neu in die Reihe einsteigt.

    Daher ist mein Interesse an Teil 5 auch nullkommanullnull. Die Reihe war mit Teil 4 abgeschlossen. Und damit sollte man es auch gut sein lassen. Es bedarf nicht ständiger Fortsetzungen.

    Ich freue mich schon auf den zweiten Teil. Ich kann Half Life 2 nicht ausstehen. Es ist so mittelmäßig. 🙂 (noch Einer)

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    • Andre 6. September 2015 / 23:59

      Ich habe Metal Gear 1, 2 und 4 bei Erscheinen gespielt. Nur das erste ist IMO ein echter, verdienter Klassiker. Bei Teil 2. lasse ich mit mir reden, was deine Darstellung angeht, aber bei vier fällt es mir sehr schwer es nicht als überschätzte, wirre Aneinaderreihung von Szenen und Monologen wahrzunehmen, die aber immerhin spielmechanisch Fortschritte gemacht hat…wenn man denn mal spielen darf.

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      • tloch82 9. September 2015 / 21:03

        Du warst nicht dankbar, dass er es geschafft hat alle losen Fäden aufzunehmen und zusammen zu führen. Allein die Tat ehrt ihn schon wie ich finde. Denn seihen wir mal ehrlich. Das war ein echt wirre Aneinanderreihung von Szenen und Monologen. Da alles Fäden aus allen Teilen beisammen zu halten grenzt an ein Wunder.

        Ich sag ja, ich weiß genau was du meinst. Aber ich glaube nach Metal Gear 1-4 ist mein Hirn so breiig, was die Reihe angeht, da nehme ich einfach alles einfach hin. Ich habe mir den Wahnsinn der Spiele erarbeitet.

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  8. Gregor 6. September 2015 / 21:03

    Die aktuelle Folge wird natürlich gleich angehört, aber ich wollte nur mal da lassen, dass ich auch großer Fan der Beschreibungstexte der jeweiligen Ausgabe bin. Das ist wie eine leckere Vorspeise! Nur werde ich da schmerzlich daran erinnert, dass Andre mittlerweile nur selten in Textform bei Gamestar zu konsumieren ist…

    Und natürlich kenne ich den Witz von Quentin in der Tarasco Bar. Muss mir nur kurz das Gesicht waschen.

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  9. René 6. September 2015 / 21:20

    Wie kann man den nur FFXIII schlecht finden…. *Mistgabel und Fackeln raussuchen*

    Nein wieschon im Podcast gesagt haben sehr viele Spiele einen emotionalen Bezug zu dem Spieler daher werden Leute meist nie über Gothic 1, Starcraft 1 etc schlecht reden.

    Hier nun einen Vorschlag für einen Weitern Podcast:

    Gewalt in Spielen

    Historischer verlauf der Gewaltdarstellung in Spielen und den Bezug zu Indizierungen bzw Was erlaubt wurde bzw wie sich Spiel angepasst haben

    Mortal Kombat
    Man Hunt
    C&C Generals (selbstmord attentäter)

    Sowie die Anpassungen der Entwicklern ,
    Grünes Blut
    Roboter als Mensch ersatz…

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  10. Luca 6. September 2015 / 22:41

    Mal ganze ehrlich: Nicht nur FF7, sondern allgemein alle „klassischen“ Japano Rollenspiele waren storyteschnisch wirklich toll (auf die japanische Art), aber wer liebt denn bitte diese Grinding Mechanik mit den Random Encountern, dass „aufleveln durch Zufallskämpfe macht doch keinerlei Spaß, habe ich in jedem Rollenspiel dieser Art gehasst. Und ich hab mich jedesmal nur durchgepaukt (auch z.B. in Dragon Quest 8 oder Suikoden 2) weil ich das Ende sehen wollte…

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    • w4r 7. September 2015 / 0:22

      Mir ist es ebenfalls völlig suspekt, wenn mir jemand erzählen möchte, dass ihm rundenbasierte Zufallskämpfe (ohne Emulator und Turbotaste) tatsächlich Spaß machen…

      Dementsprechend halte ich auch Teil 8 (trotz der Szene am Waisenhaus) für ein gutes Spiel 🙂

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      • Luca 7. September 2015 / 3:02

        Ja FF8 war trotzdem geil, mit dem Waisenhaus das hat ich gar net mehr so in der Erinnerung. Aber wenn ich sowas nochma anfasse dann eh nur mit PSX Emu und 120 fsp 😀

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  11. tom haus 6. September 2015 / 23:04

    Bitte macht mal relativ bald die David-Cage Folge.
    Und danach will ich wissen was ihr von dem Michel Ancel Spielen haltet bzw. warum ihr sie (vermutlich) auch hated 😉

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  12. Dirk Allakezc 7. September 2015 / 0:13

    Super Folge und ich finde es gut ,dass diesmal auch über JRPG geredet wurde.
    Ich dachte Jochen mag nur westliche RPG´s.
    Bin ein großer FF Fan und habe mir damals auch FF7 für den PC gekauft.
    Wie Jochen im Cast gesagt hat gibt es später echt große Plot Löcher.

    Warum wurde Aerith nicht schon früher eingefangen bzw. ihre Adoptivmutter bedroht?
    Warum erinnert sich Cloud + Tifa nicht mehr richtig an die Geschehnisse in Nibelheim.?

    Bis jetzt wurde noch nicht auf meine Kindheit rum getrampelt.
    Naja mal schauen was in Teil 2 mit HL2 passiert.(Obwohl ich da schon kein Kind mehr war.)
    „Ich freu mich drauf.“

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  13. Duderino 7. September 2015 / 1:48

    Jungs, ich bin den ganzen Sonntag um diesen Kommentar herumgeschlichen. Bitte entschuldigt.

    Die Folge war „meh“. Als Tester würde ich eine eine 78 geben. Gut, für Genrefans absolut geeignet. Mehr nicht.

    A: Bitte nicht in zig Nebensätzen auf das EINE Spiel versteifen. Ihr habt in gut einer Stunde drei Spiele besprochen. Fünf wären der goldene Satz gewesen. Ein Argument weniger, dafür etwas mehr Content. Und nein, zwei Stunden und fünf Spiele wären nicht der richtige Weg. Bleibt der Stunde, strafft es etwas in der nächsten Folge.

    B: Jetzt wirds fies: Eure Auswahl war scheiße. Nicht schlecht. Scheiße. Der Rollenspiel-Opa haut auf Baldurs Gate 2 rauf? Krass, hätte ich GAR NICHT mit gerechnet. Und dann noch Skyrim hinterher?! Wo kommen wir da hin! (Wie gesagt, allein fünf Spiele/Themen hätten euch da ausgeholfen). Im besten Fall gebt ihr euch 1:20 Stunden das nächste Mal für fünf Spiele, da kommen alle Themen dran und ihr könnt ausschweifen.

    Spiele/Themen fürs nächste Mal:

    World of Warcraft (das Scheißspiel will das MMO-Genre revolutioniert haben?!)
    Zelda: Ocarina of Time (Ich will sehen, wie ihr Nintendo-Fansboys die Marke zertretet)
    Call of Duty 4: Modern Warfare (Das Spiel, dass das Genre kaputt geprägt hat. Eigentlich eine einfache Wahl, aber so kalibriert man die Messlatte/setzt den Benchmark).
    Star Wars: The Old Republic (Um dieses Spiel wurden Bioware-Spiele auf Jahre danach herum-entwickelt, es hat das alte Bioware getötet und das neue ausgerufen. Klare 94er Wertung, oder? ZEREISSEN SIE ES GOTT NOCHMAL)
    Portal (nur um zu trollen, wenn ihr antwortet kriegt ihr eine ehrliche Nummer 5.)

    Der ehrlichste Kritiker ist der größte Fan, ich mag mehr und vor allem mehr von diesem Format – aber bitte nicht Half-Life 2 und sonstige Spiele. Meine Oma kann das schlechtreden. Sie ist seit vier Jahren tot.

    Gebt euch Mühe Jungs, nehmt ernsthaft zerredbare Themen wo eine negative Besprechung wirklich weh tun würde.

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    • Jochen 7. September 2015 / 10:59

      Ich werde mich hüten, KotOR zu zerreißen, das war in nahezu jeder Hinsicht großartig, auch wenn es längst nicht so gut gealtert ist wie andere Rollenspiele. Hm. Warum eigentlich nicht? Nochmal anschmeißen das Teil? Ach! So viele Spiele, so wenig Zeit!

      Den Niedergang von Bioware könnte man an anderen Faktoren übrigens viel hübscher verfolgen. Hm. So als Podcast-Thema? Ach! So viele Themen, so wenig Zeit!

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    • Andre 7. September 2015 / 23:28

      Kind, du willst mir ernsthaft weismachen, COD 4 tut mehr weh als Skyrim? Tsssss. Der ganze Altenstift lacht, seitdem ich das erzählt habe. 😉

      Und die einigermaßen ausführliche Diskussion gehört ja zum Podcast. Das zu „straffen“ würde am Ende Vorbereitung bedeuten. Zumal wir ja schon Folgen hatten, in denen wir nur EIN Spiel besprochen haben. Was sagst du zu denen erst? 🙂

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    • Luca 8. September 2015 / 14:43

      Wobei ja Old Republic sich ja in die Reihe der EA-Bioware Spiele einreiht und nur eines in deren Kette vom langsamen „Zerfall“ Biowares ist. Wohlgemerkt wurde das erste Dragon Age auch schon bei EA veröffentlicht.

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  14. w4r 7. September 2015 / 2:04

    Schöne Folge 🙂

    Bei mir steht Baldurs Gate 2 auf der Liste der persönlichen Lieblingsspiele wohl an erster Stelle und das lass ich mir von euch auch nicht zertrampeln.

    Aber auch ein Baldurs Gate 2 muss sich einige Schönheitsfehler eingestehen.
    Nur hätte ich diese an anderer Stelle gesucht.
    So ist mir zum Beispiel (selbst als Rollenspieler) unverständlich, warum die Nutzung des AD&D Regelwerks so selten kritisiert wird. Nur weil es am Tisch funktioniert, heißt das noch lange nicht, dass es auch ein tolles System für ein Computerspiel ist. Mir ist klar, dass die Baldurs Gate in Tradition einer ganzen Reihe von AD&D Spielen steht. Und mit ist auch klar, dass die Umsetzung durchaus gelungen ist. Dennoch ist es kompliziert, unnötig sperrig und schlägt uneingeweihte Spieler in aller Regelmäßigkeit beherzt ins Gesicht. Negative Rüstungsklasse, Einkerkerung und andere Todeszauber, Stufenabzug durch Untote, Balance der Charakterklassen, und und und.

    Eure Kritik an Teil 2 würde ich aber inklusive meiner auf ersten der Reihe Teil übertragen wollen.
    Und da habt ihr dann auch wieder euer überschätztes Spiel.
    BG1 wird (nun auch zu meinem Unverständnis) fast genauso in den Himmel gelobt wie sein Nachfolger.

    Natürlich kann es auch einfach nur sein, dass ich emotional verblendet bin.
    Hierzu ein anderes Beispiel: World of Warcraft.
    Das ehrfürchtige Gefühl. welches man als 14 Jähriger empfindet, wenn man zum ersten Mal den Thronraum durchschreitet in dem Arthas in Warcraft 3 seinen Vater ermordet hat…
    Oder wenn 40 Leute ins Mikrofon brüllen weil die Onyxia nach gefühlt 100 Versuchen endlich zu Boden geht!
    So etwas vergisst einfach man nicht…

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  15. Mufasa 7. September 2015 / 2:12

    So, habe mittlerweile ebenfalls die Folge fertig angehört. Die Skyrim Kritik konnte ich gut nachvollziehen, da ich neben der unfassbar drögen Mainquest auch die Schlauchlevels in den Höhlen sowie die ständig wiederkehrenden Drachen mit der Zeit richtig öde fand. Die Monkey Island Kritik ist jedoch in meinen Augen nicht wirklich nachvollziehbar, richtige Gründe wieso weshalb warum MI jetzt überbewertet ist liefert Jochen ja auch nicht. Allein für das Beleidigungsfechten, den sensationellen Hauptcharakter, Humor und liebevolle Nebencharaktere wie Stan wird das Spiel immer einen Platz in meinem Herzen haben.

    Hier meine Vorschläge für zukünftige Podcasts:

    Spiele Made in Germany: Abgesehen von Klassikern wie Gothic oder Siedler würde mich mal interessieren, wieso die Spielepresse die durchweg peinlichen Deponia Daedalic Adventures so hyped – der Humor ist weder besonders geistreich geschweige denn lustig und man hat häufig das Gefühl, dass aus Mitleid / da made in Germany 10 Wertungspunkte oben drauf gegeben werden a la think global rate local.

    Zukunftsperspektive von Computerprintmedien

    Die gehyptetsten Spiele vergangener Tage: Abgesehen von dem schon behandelten GTA 5 oder Star Citizen würde es mich insbesondere beim Spiel Black & White reizen, aus einer Redakteursperspektive zu hören wie ein Hype entsteht, die tagtägliche Arbeit beeinflusst und ob man retrospektiv betrachtet häufig sich dabei erwischt, durch die rosa rote Brille getestet zu haben

    Generell fände ich es schön, wenn ihr häufiger persönliche Erlebnisse rund um eure Spielerfahrung um das jeweilige Spiel mit einfliessen lassen würdet (zu welchem Konsens kam bspw. die GS Redaktion, gab es Diskrepanzen und wenn ja welche, Background Infos zu den Entwicklern).

    Vielen Dank für den schönen Podcast & einen guten Start in die Woche,

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    • Jochen 7. September 2015 / 10:57

      Die Sache mit Monkey Island war ja bloß ein Teaser für den zweiten Teil der überschätzten Spiele, der … irgendwann veröffentlicht wird. Insofern liefere ich natürlich keine Begründung dafür, die kommt ja erst noch.

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      • Dober 7. September 2015 / 12:37

        Zu Monkey Island hätte ich vorab eine Frage an Andre. Falls das eurem Gespräch in Folge 2 bzgl. MI nichts vor weg nimmt: Hast du die Folge zu MI von Stay Forever gehört und wie fandest du sie?

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    • Axel 8. September 2015 / 8:32

      Also das ist ja dann doch sehr weit hergeholt, dass Daedalic Spiele hoch bewertet werden, nur weil sie aus Deutschland kommen. Würde es diesen Bonus geben, dann würden auch viele andere Spiele abgefeiert werden. Tatsächlich ist es so, dass beispielse die letzten Deck13 nur sehr mittelmäßige Wertungen bekommen haben. Auch Lost Horizon 2 von Animation Arts bekam jetzt nur recht verhaltene Kritiken. Und wäre es so, dass deutsche Developer bevorzugt werden, wie Du es sagst, dann würde eine Firma wie Shin’en, die tatsächlich einen Kracher nach dem Nächsten für Nintendokonsolen veröffentlicht, viel mehr von der deutschen Presse beachtet werden. Wird Shin’en aber nicht, verdient hätten sie es!

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      • Julian 10. September 2015 / 10:10

        Stimmt, allerdings werden die Daedalic-Spiele in Deutschland oft sehr viel positiver angenommen als international, und ich glaube nicht dass das nur an der Übersetzung liegt. Wenn das keine Voreingenommenheit ist, dann vielleicht wirklich ein deutscher Spiele- und Humorgeschmack.

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        • Axel 10. September 2015 / 15:05

          Letzteres. Adventures sind nunmal ein sehr deutsches Genre und waren immer hierzulande am beliebtesten bzw. war und ist für ALLE Adventure-Produktionen der letzten 25 Jahre Deutschland der wichtigste Markt! Kennst Du denn nicht den mittlerweile legendären Spruch von Tim Schafer? „But these days it seems like adventure games are almost a bit of a lost art form…exist in our dreams, in our memories and in … Germany.“ Im Ausland kommt das klassische Pointy-Clicky-Adventure durch Firmen wie Wadjet Eye erst in den letzten Jahren wieder etwas in den Spotlight. Während hier in Deutschland die Adventure-Welle seit 2003 fleißig neue Spiele an den Strand spült. Bei uns war die Durststrecke vergleichsweise gering, in den USA und anderswo waren Adventures a) noch nie sonderlich kommerziell erfolgreich und b) seit 20 Jahren komplett von der Bildfläche verschwunden!

          Daher ist es natürlich auch kulturell bedingt, dass Daedalic Spiele hierzulande bessere Kritiken bekommen als international!

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          • kordanor 10. September 2015 / 15:28

            Und viele der Daedalic Adventures sind auch tatsächlich richtig gut. Natürlich nicht alle. Aber die Deponia Reihe beispielsweise oder Harvey’s neue Augen sind schon top notch. Man muss aber beachten, dass nicht alle Spiele wo Daedalic drauf steht, von Daedalic sind, da die auch als Publisher für Adventures fungieren. Und auch der Humor ist innerhalb der eigenen Spiele bereits sehr unterschiedlich (schwarzer Humor in Harvey’s neue Augen, Draufgänger/Macho Humor in Deponia, nur wenig, leichter Trockener Humor in A new Beginning…)
            In der Hinsicht müsste man daher sicher auch differenziert die einzelnen Spielereihen durchgehen. Ich vermute allerdings, dass Andre und Jochen da nicht viele von gespielt haben, oder liege ich da falsch?

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          • Jochen 10. September 2015 / 15:40

            Um mich einfach mal unverschämt in eure Diskussion einzumischen: Neben den kulturellen Hintergründen spielen nach meiner Einschätzung bzw. Erfahrung auch noch folgende Faktoren eine nicht ganz unerhebliche Rolle:

            – Eine (sehr) gute Bewertung eines Daedalic-Adventures tut keinem weh: Die wenigen Fans sind zufrieden, der Rest liest den Artikel sowieso nicht. Online jedenfalls klicken Adventures meist nur leidlich besser als das Impressum oder die AGBs.

            – Klassische Adventures sind gewissermaßen die erstgeborenen Wasserkopfkinder. Im Gegensatz zu anderen Genres dürfen (müssen!) die nämlich immer noch haargenau so funktionieren wie vor 20 Jahren. Rückständigkeit und fehlende Innovationen sind hier ein Gütesiegel, kein Kritikpunkt. Insofern ist es vergleichsweise einfach und billig, ein hoch bewertetes Adventure zu machen, selbst wenn’s am Schluss nur von einer sehr überschaubaren Zahl gekauft wird (viel erfolgreicher als in den USA waren Adventures übrigens auch hierzulande nicht; bloß viel präsenter, weil sie in der Spielepresse kolossal überrepräsentiert sind)

            – Daedalic ist allenthalben sehr … ähm … geschickt in der Außendarstellung. Man setzt sich sehr offensiv als kulleräugiger Underdog im Haifischbecken in Szene, was erstaunlich viele Sympathie- bzw. Mitleidspunkte einbringt (im übertragenen Sinne, im wörtlichen … vielleicht auch)

            – Daedalic macht für einen Nischenmarkt in der Regel einfach sehr gute Spiele. Da diese Nische aber aus nostalgisch verklärten Gründen dauernd zum Mainstream umfabuliert wird, behandelt man sie nicht wie, sagen wir, Hexfeldstrategiespiele, denen man dann ’ne 70 gibt und „für Fans“ drunterschreibt. Will sagen: *Wenn* man das Genre so behandelt (was ja eigentlich irrsinnig ist, weil klassische Adventures vom Mainstream weiter entfernt sind als fast alle anderen Genres), dann sind Daedalic-Spiele oft klare Referenzspiele. Wie bei diesen Formel 1-Rennen, bei denen am Ende halt nur 7 Autos ins Ziel kommen 😉

            @kordanor: Deine Vermutungen schießen ziemlich oft vorbei, stelle ich fest.

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          • Julian 11. September 2015 / 23:12

            Sehr gute Punkte. Das wäre vielleicht auch mal ein interessantes Thema.

            @Axel: Mir ist der Mythos der deutschen Adventure-Gemeinde durchaus bekannt.

            Ich denke trotzdem, dass speziell die Daedalic-Adventures von Poki in Deutschland besser ankommen als international (man schaue sich nur mal Metacritic zu den Deponia-Spielen an), und sie polarisieren gerade beim Humor sehr stark (auch bei deutschen Spielern), werden von der deutschen Presse aber im Unterschied zur internationalen fast durchgehend gefeiert. Für andere Daedalic-Adventures scheint das nicht so zu gelten.

            Bei anderen Adventures wie zuletzt Baphomets Fluch 5, Broken Age, Book of Unwritten Tales 1 und 2 (wiewohl auch deutsche Spiele), die Adventures der Pendulo Studios, die Telltale-Spiele, sogar „Nicht-Poki-Adventures“ von Daedalic wie The Night of the Rabbit, werden in der internationalen Presse meinem Eindruck nach nicht wesentlich schlechter aufgenommen als in der deutschen. Die „Poki-Adventures“ schon, da ist man international nicht so durch die Bank weg begeistert wie in der deutschen Presse und man findet auch sehr viele kritische Stimmen, gerade was den Humor angeht.

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          • Axel 12. September 2015 / 6:43

            @Jochen: Da liegst Du falsch was Deine Einschätzung der 90er betrifft. Deutschland war damals der mit Abstand kommerziell erfolgreichste Markt für Adventurespiele. Das war nicht nur gefühlt so, weil das Genre in den Medien überpräsent war, das kann man auch an den Zahlen jener Zeit ablesen. Gerade Sierra und vor allem LucasArts Spiele haben damals ja sämtliche Charts angeführt. Ein Indiz dafür ist auch, dass LucasArts einen Nachfolger zu Indiana Jones and the Fate of Atlantis allein aus dem Grund eingestampft haben, weil in dem Spiel das dritte Reich eine große Rolle spielte, man also auf Hakenkreuze nicht verzichten konnte. Aus Angst, dass man das Spiel dadurch erst garnicht in Deutschland verkaufen kann, hat man die Produktion eingestellt. Wenn es so gewesen wäre, dass der Absatzmarkt in den USA ähnlich gewesen wäre, dann hätte man „Indiana Jones and the Iron Phoenix“ vielleicht noch zu ende gebracht.

            Ich würde nich sagen, dass Adventures heute billig zu produzieren sind. Im Gegenteil! Die Gefahr kommerziell zu floppen ist gerade in dieser Nische extrem groß. Frag mal die Jungs von Bumm Film, die mit dem Bernd das Brot Adventure ein wirklich tolles, aber auch extrem klassisches Adventure produziert haben. Wurde selbst in der Nische nicht sonderlich gut verkauft. Auch stimmt es nicht, dass Adventures genauso sein müssen wie vor 20 Jahren, Man legt heute seitens der Adventurespieler nochmal mehr Wert auf gute Charaktere und gute Geschichten, sowie natürlich auf ausgefeilte Rätsel. Das auszuarbeiten erfordert demzufolge Zeit und daher auch Geld.

            @Julian: Also Telltale in der Liste zu nennen ist ja wohl ziemlich daneben. Die machen keine Adventures, sondern nur selbstablaufende Filme mit QTE-Events. Da gibt es überhaupt keinen spielerischen Anteil mehr und sind Adventure-Fans daher auch ein Graus. Zudem deren „Entscheidungen“ noch nicht mal irgendeinen Einfluss auf die Geschichten haben. Deren Machwerke richten sich eher an Serien- und Filmfans, daher auch die ganzen Lizenzen. Würden die nicht diese ganzen Serienlizenzen haben, würde sich niemand dafür interessieren, weil deren „Spiele“ extrem langweilig und unkreativ sind. Anders als Daedalic, die ja durchaus mit viel Liebe und Kreativität an ihre Projekte gehen!

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          • Jochen 12. September 2015 / 10:14

            Nein, da liege ich überhaupt nicht falsch. Adventures waren in Deutschland – genau wie überall sonst – noch nie *besonders* kommerziell erfolgreich. Ein bisschen erfolgreicher als anderswo, ja. Zu einer Zeit leidlich erfolgreich, als man als kleines Paar-Mann-Studio noch prima davon leben konnte, ja. Aber wir sprechen hier von absoluten Zahlen, die selbst für damalige Verhältnisse selten *wirklich* hoch waren. Der Umstand, dass du Chartpositionen als Argument anführst, gibt beredt Auskunft darüber, dass du relativen Erfolg (von dem ich nie gesprochen habe) mit absolutem Erfolg verwechselt. Merke: Deutsche Chartpositionen geben bis heute noch keine Auskunft über den kommerziellen Erfolg eines Produktes.

            Und auch wenn du nicht sagen würdest, dass Adventures heute billig zu produzieren sind, stößt es leider diese Tatsache nicht um, denn das sind sie. Gerade Daedalic produziert seine Spiel mit sehr, sehr überschaubaren finanziellen Mitteln. Man kannst sich freilich einreden, dass Story, Rätsel oder Figuren bestimmt ganz doll teuer seien, aber das juckt die Realität trotzdem nicht. Im Vergleich zu einer typischen Triple-A-Produktion kratzt ein typisches Adventure nicht mal am Marketingbudget. Dass Bernd das Brot niemand haben wollte, liegt übrigens weniger am Genre, sondern am Brot. Bernd das Brot: Der Ego-Shooter hätte sich auch nicht verkauft. Und inwiefern ein Flop beweisen soll, dass Adventures nicht billig zu produzieren seien, ist auch nicht sonderlich einleuchtend. Man kann auch vergleichsweise wenig Geld zum Fenster rauswerfen.

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  16. Julian 7. September 2015 / 9:40

    Vielen Dank für die neue Folge, ich höre sie später an, hätte aber schonmal einen Themenvorschlag:

    Mich würde mal eine Folge zu Suchtspiralen in Spielen interessieren:
    Was haltet ihr davon, wenn das wie z.B. in Diablo, WoW, Civilization, HoMM, Anno o.a. sehr bewusst eingesetzt wird – trägt das für euch zum Spielspaß bei, schreckt es euch eher ab, seid ihr dafür überhaupt empfänglich, ist es vielleicht sogar ethisch zweifelhaft, etc.
    In eurer Free-to-Play-Episode habt ihr das vielleicht bereits angerissen, weil Free-to-Play-Spiele oft geradezu auf einen Suchteffekt ausgerichtet sind. Mich würde das Thema aber auch abseits von F2P-Spielen interessieren.
    In Tests wird ein Suchteffekt meist recht positiv gewertet, als ob dies ein Zeichen besonderen Spielspaßes sei („Urlaub nehmen, von Familie und Freunden verabschieden etc.“). Ich persönlich habe da Zweifel.
    Ich habe aber den Eindruck, dass dieses Element in Open-World-Spielen, z.B. mit der Ubisoft-Formel und der Verführung zu zwanghaftem Abgrasen von Symbolen auf der Karte und unzähligen Ablenkungen, eher zunimmt. Deshalb fände ich eine Auseinandersetzung hiermit sehr interessant.

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    • Julian 11. September 2015 / 22:31

      P.S.: Das ist vielleicht doch eher für eine Fragen-Folge geeignet, als dass es einen ganzen Podcast füllen könnte.

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  17. Dober 7. September 2015 / 12:56

    Da Andre angesprochen hat, welche kulturellen Unterschiede sich zwischen Japan und dem Westen wiederfinden, wie z.B. „unpassender“ Humor in ernsten Situationen bei Filmen etc.:

    Reißt euch das nicht auch aus der Geschichte, wenn die weiblichen Charaktere in Spielen – und ich meine jetzt die japanischen RPGs – betont jugendlich/kindlich aber gleichzeitig eher freizügig gekleidet herumlaufen um mit sexuellen Reizen die männlichen Spieler anzusprechen? Ich weiß, dass es son‘ japanisches Ding ist und sich auch in Animes und Mangas wiederfindet, aber mir hat es in Final Fantasy 13 total die Atmosphäre zerstört, wenn ich mich auf die Geschichte konzentrieren wollte, da ich keine bzw. nur wenig Sympathie für diese Charaktere empfinden konnte. Vor allem die „Beziehung“ zwischen Snow und Serah, die in dem Spiel 21 und 18 Jahre alt sein sollen – jedoch aussehen wie 30 und 13 Jahre alt. Die Frau absolut zierlich gebaut, dazu noch mit Mini und halterlosen Strümpfen angezogen … Das selbe gilt in dem Spiel auch für den Charakter Vanille, die sich zusätzlich noch betont naiv dumm und gutgläubig verhalten darf. Ich habe bisher nie Kritik dazu in irgendwelchen Reviews gelesen, immer nur in Userkritiken in Foren oder auf Steam. Möglicherweise stören sich ja nur ein kleiner Teil der Spieler und ich daran.

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    • Jochen 7. September 2015 / 15:01

      Das ist ein ziemlich komplexes Thema, denn diese Protagonisten sind mitnichten nur vorhanden, um das junge Publikum sexuell zu stimulieren (auch wenn das sicherlich eine Rolle spielt), sondern tief in der japanischen Kultur verwurzelt. Um’s mal sehr vereinfacht zu sagen: Während in der abendländischen bzw. westlichen Kunst Kinder und Jugendliche lange Zeit quasi keine Rolle spielen (man beachte z.B. die mittelalterliche Darstellung von Kindern als kleine Erwachsene, um dieses gesellschaftliche Rollenbild nachzuvollziehen), ist das in Japan historisch völlig anders (bei Interesse einfach mal Tale of Genji googlen). Der junge, sexuell erwachende Protagonist ist dort ein klassischer Archetyp des Geschichtenerzählens, so wie hierzulande vielleicht der drachentötende Ritter. Insofern ist es natürlich nachvollziehbar – und anhand der teils recht expliziten Darstellungen nicht unverständlich – wenn das westliche Auge ein kleines moralisches Problem mit gewissen Figuren hat, aber bevor man da kritisiert, sollte man sich sehr sorgsam mit den kulturellen Hintergründen vertraut machen.

      Warum ich dazu noch nie was in der deutschen Spielepresse gelesen habe (André ruft bestimmt gleich: Also ich hatte auf Krawall ja einen Artikel dazu!), ist in der Tat seltsam. Denn das ist ein total spannendes Thema, in dem ich mich gerne besser auskennen würde.

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      • tibaros 13. September 2015 / 17:42

        Hallo Jochen,

        magst du André mal irgendwie überzeugen (oder zusammenschlagen), dass er uns diesen Artikel von Krawall mal zeigen soll ?

        Wäre super !

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        • Andre 13. September 2015 / 18:33

          Ist leider nicht ganz einfach, da Krawall.de Ende 2013 abgeschaltet wurde. Es existiert nur noch in unseren Träumen. 😦

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          • tibaros 14. September 2015 / 3:41

            Also als Du damals diesen Abschiedsbrief geschrieben hast, war bei mir schon stark an Trauerstimmung. Krawall war halt großartig, die schönen Test und auch die vielen besonderen Specials fehlen mir bis heute noch. Und der Chefredakteur hatte da diesen unfassbar guten und einzigartigen Schreibstil, was in der Kombination von Humor und Kritik heute noch bei großen Seiten unerreicht bleibt.

            By the way, ich dachte gelesen zu haben, dass Du die Artikel und ähnliches gesichert hast. Ist ja nicht leicht, seine geschriebenen Babys löschen zu lassen. Schade dass das nicht so ist 😦

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          • Andre 14. September 2015 / 8:20

            Es gibt die Datenbank noch, bei IDG. Aber zB die Bilder wurden glaube ich inzwischen alle gelöscht. :/

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  18. flowseven 7. September 2015 / 14:38

    nach der metal gear solid geschichte gibt es jetzt doch 5 sterne 😀

    top auf den punkt gebracht!

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  19. Sebastian Klein 7. September 2015 / 20:30

    Der wesentliche Unterschied zwischen Skyrim und Witcher (sowie Open World nach Ubisoft-Formel [von hier an: UOW]) ist doch die Interaktivität. Du hast bei UOW ständig als Ebene zwischen dir und der Spielwelt das Interface. Und das Interface tut viel mehr als dich darauf hinzuweisen, wo es was zu „entdecken“ gibt – der Umkehrschluss ist nämlich genau so richtig und vielleicht sogar noch fataler: Als Spieler weißt du, dass es dort, wo es kein Icon gibt auch nichts zu holen ist.

    Anders Skyrim: Skyrim WEISS, dass es mir kein Icon vor die Nase packen muss, damit ich in eine Schatztruhe schaue. Skyrim WEISS, dass allein das Vorhanden sein einer Höhle für den Spieler Motivation genug ist, dort rein zu gehen – und Skyrim hält dieses Versprechen, indem sie das Erkunden des Dungeons auch außerhalb expliziter Questziele lohnenswert gestaltet. Skyrims offene Welt ist sinnvoll gestaltet, denn es belohnt den Spieler aus sich selbst, anstatt ihm die billige Sammel- und Komplettierungskarotte vor die Nase zu halten.

    Du hast bei einem Witcher 3 oder auch bei einem AC:U eine wunderschöne Kulisse, die ihresgleichen sucht. Und in diesen beiden Spielen habe ich auch nach Wochen noch Zeit damit verbracht, lediglich durch die Gegend zu schlendern und zu staunen. Das funktioniert sogar als Motivator.

    Aber in dem Moment, in dem du weiter gehen willst als pures Anschauen bricht die komplette Illusion zusammen: Plötzlich wird einem bewusst, wie statisch UOWs sind. Wie du NICHTS mit dieser Umgebung anstellen kannst, außer, der Entwickler hat es explizit vorgesehen – und dir ein Icon auf die Karte gepappt. Du kannst bei Witcher 3 keine Dinge aus den Regalen nehmen, die Gegenstände existieren nicht mal als Modell in der Spielwelt (man beachte, wie jedesmal wenn zwei Personen einen Gegenstand übergeben die Kamera ungeschickt-geschickt die Szene so einfängt, dass die „Übergabe“ nicht im Bild ist). Die NPCs sind Puppen, die du vollständig ignorieren kannst, wenn sie nicht einen einzigartigen Namen tragen – manche tragen JEDES MAL wenn du an ihnen vorbei kommst den selben Satz vor.

    Und das führt auch dazu, dass mir bei Witcher 3 alle Erkundungsanreize verloren gehen. Ich reite durch die Welt und staune über die sich im WInd biegenden Bäume, aber ich bin nicht neugierig, was hinter dem nächsten Hügel, auf dem nächstet Berggipfel oder unten am Fluß zu finden ist. Es gibt Szenerien, insbesondere in Skellige und an der Küste von Velen, die sind derart fantastisch, dass allein das hindurchreiten den Preis für das Spiel rechtfertigt. Aber man lernt als Spieler viel zu schnell, dass dieser Versprechungen des Unbekannten leider so gar nicht eingehalten werden, weil es eigentlich nichts spielerisch(!) interessantes zu entdecken gibt. Das sind alles nur Schauwerte. Zumal Witcher 3 noch an anderer Stelle dazu beiträgt, dass der Entdeckeranreiz extrem gemindert wird: Sämtlicher Loot ist komplett austauschbar und die Ausrüstung die man findet in der Regel schlechter als das, was man schon hat. Und selbst wenn man mal ein besseres Schwert findet, hat es lediglich so einen minimalen Einfluss aufs Spielgeschehen, dass es komplett irrelevant wird. Weder stechen die Dinger optisch heraus, noch durch ihre Werte – es ist komplett egal, welchen Totmacher ich mit mir herumschleppe.

    Bethesda schafft dynamische Welten, mit denen ich auf natürliche Art und Weise erwartbar agieren kann. UOWs hingegen sind komplett statisch und kastrieren die Spielerfahrung extrem um den Erkundungsaspekt. Das heißt nicht, dass Witcher 3 nicht auch ein gutes Spiel wäre – es wäre nur so viel besser, wenn man sich ein wenig mehr angeschaut hätte, womit Bethesda so ihre Spielwelten füllt.

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    • Andre 7. September 2015 / 23:17

      Das mit der statischen Welt haben wir ja in der Witcher-Folge auch schon ausführlich diskutiert. Die dynamischen Systeme in Skyrim und Fallout sind erheblich cooler. Aber mal von Gefechten zwischen NPCs abgesehen weiß ich nicht, was an den durch die Gegend schleichenden NPC-Robotern in Skyrim so viel toller sein soll, außer das man das Gesocks auch noch oft suchen muss. Wenn wir über GTA V sprechen würden – da sind die Unterhaltungen und Kommentare erheblich vielfältiger als in Skyrim und selbst da sind sie im Grunde nur Teil einer belebten Straßenszene. Kurz: besser sind sie, aber dass sich daraus ein insgesamt grundlegend besseres Gesamtbild ergibt, würde ich nicht unterschreiben. Dass habe ich aber schon bei Gothic nie verstanden. Auch da sind die Spieler seit Jahr und Tag begeistert, dass sich ihr schlecht geschriebener Dörfler-Automaton abends ins Bett legt und sich nicht in Anwesenheit beklauen lässt. Lieber ein Schrottauto, als gar keins…kann ich einsehen, aber darüber wird immer gesprochen, als wäre es ein Bentley. 😉

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  20. Oliver Ulpts 7. September 2015 / 21:16

    Metal Gear Solid bis auf den allerneuesten Teil nie gespielt. Das ist allerdings super – technisch, spielmechanisch und Inszenierung super – noch nie etwas in dieser Art gespielt.

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  21. rammmses 8. September 2015 / 15:13

    Uff, Metal Gear Solid…. Geschmackssache. Überschätzt würde ich aber nicht sagen, gerade der neuste Teil ist sensationell gut. Bei Skyrim kann ich es nachvollziehen, vor allem, weil es im Grunde nichts großartig besser macht als Oblivion oder Morrowind, aber eine tendentiell langweiligere Umgebung Story. War für mich eher eine Enttäuschung, vor allem, weil es schon wieder die olle Engine war, die es nicht hinbekommt Innen- und Außenräume zu streamen, sodass jeder Stadtbesuch eine endlose Orgie von Ladebildschirmen nach sich zog. 10 Jahre nach Morrowind ist das im Grunde dieselbe Technik, nur schöner. Ähnlich auch das statische Dialogsystem, das eigentlich kein „Dialog“ ist, sondern nur das Ausfragen des Gegenübers; kein Vergleich zu dem, was Bioware schon Jahre vorher in Mass Effect und co. geleistet hat. Zudem ist die Spielbalance völlig kaputt und mit lauter sinnfreien Talenten. Es ist natürlich trotz allem ein sehr gutes Spiel, aber nie und nimmer ein Meilenstein, Elder Scrolls tritt seit 10 Jahren auf der Stelle.

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    • Mirko 8. September 2015 / 20:48

      Bei den ersten 10-20 Spielstunden hätte ich das sensationell unter MGS5 vermutlich unterschrieben. Aber nach meinen inzwischen 55 Stunden, hat sich etwas Ernüchterung bei mir eingestellt (Ich habe vorher kaum andere MGSs gespielt und kann sein dass es deshalb so lange gedauert hat). Aber leider mir fallen immer mehr Ecken auf, die ich gern abgerundet gesehen hätte, je mehr ich es spiele. Das macht es natürlich nicht schlecht, aber ich denke die öffentliche Meinung könnte wieder ein bisschen „über das Ziel hinaus schießen“ durch den anfänglich wirklich sehr sehr guten Eindruck.

      Bei The Elder Scrolls stimme ich dir ziemlich genau zu.

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  22. DJ Irmgard 8. September 2015 / 18:23

    Zunächst mal ein Lob: Ich finde ihr liefert mit eurem Podcast einen wichtigen Beitrag zur Szene. Für mich ist das ein intellektuelles Gegengewicht zu vielem was da z.B. auf YouTube „rumkreucht“ und sich mit Diskussionen von und Reviews zu Spielen beschäftigt.

    Gleichzeitig würde ich mir aber wünschen, dass ihr eure Kritik an Spielen manchmal etwas konkreter ausführen würdet. Ich finde, dass ihr euch z.B. beim Thema „Story“ oft aufhängt und weitestgehend unbegründet Plots/Charakterzeichnungen/etc. als schlecht verwerft, ohne zu erklären warum genau. Insbesondere bei der Witcher-Folge hat mich das gestört. Vielleicht wäre das auch mal eine eigene Folge wert: Was macht eine „gute“ Story aus?

    Ansonsten würde ich mich freuen, wenn ihr mal über folgende Themen sprechen würdet:

    Gaming als Hobby: Hier könnte man z.B. besprechen:
    Was reizt euch am Spielen; woher rührt die Faszination?
    Wie reiht sich das Hobby in eure sonstigen Interessen ein?
    Falls vorhanden: Wie seid ihr mit Unverständnis oder Kritik von Familie/Freunden gegenüber eurem Hobby (oder auch Beruf) umgegangen?
    Was macht Gaming für euch zu mehr als einem unterhaltsamen Zeitvertreib (abgesehen davon, dass ihr damit auch Geld verdient)?

    Games-Kanon: In eurer letzten Folge fiel oft die Einordnung eines Spiels als „historisch bedeutend“. Vielleicht könnte man in einer Folge ja mal einen Games-Kanon erstellen, der die eurer Meinung nach wichtigsten Spiele umfasst (z.B. ein Spiel pro Genre oder Top 5). Dabei brauch mMn gar nicht so sehr auf die Stärken/Schwächen der Spiele eingegangen werden, sondern eher darauf welchen wichtigen Beitrag sie geliefert haben.

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    • Mirko 8. September 2015 / 20:51

      Ich würde mich auch über eine Story dedizierte Folge freuen!

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      • enlagom 9. September 2015 / 14:31

        Dito. Eine nähere Besprechung was eurer Meinung nach eine gute Geschichte ausmacht wäre schön.
        Ich habe auch schon mal die Aussage gehört, ich glaube in eurem Podcast (nicht sicher), daß es schwieriger ist eine Geschichte für Spiele zu erzählen. Das ist ein Punkt den ich nicht sehe.
        Vielleicht abgesehen davon, daß viele Spielgeschichten irgendwelche Entscheidungsmöglichkeiten eingebaut haben (wohl um die Handlung aufzuwerten) oder auch Plottwists. Das ist aber eine Sache, die für die eigentliche Rahmenerzählung meist völlig unwichtig sind. Der grundsätzliche Aufbau einer guten Geschichte kann derselbe wie in einem Roman sein, und genau so strukturiert erzählt werden.
        Wenn es Sinn macht, und tatsächlich Auswirkungen hat, kann man dann in zweiter Linie irgend welche vom Spieler gelenkten Entscheidungen einbauen.
        Vielleicht liegt es am Ende ja auch nur an der Gewichtung von Spieleentwicklern. Wenn ich mir anschau, wie viel Geld für einige Titel (Destiny) investiert wird, und dann die komplette Geschichte ignoriert wird, dann muß das wohl so sein. Destiny jetzt nur als Beispiel (habe es selbst nicht gespielt) weil ich heute gelesen habe, daß dort wohl der Autor während der Entwicklung abgesprungen ist.

        Übrigens, von wegen Final Fantasy. Ich bin da wohl sehr atypisch, und habe außer FF13 nichts davon gespielt, und davon auch nur den ersten Teil. Dort fand ich allerdings die Geschichte überraschend gut.

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        • Jochen 9. September 2015 / 16:11

          Danke euch für das Feedback: Eine Story-Folge ist entsprechend angedacht. Jetzt müssen wir bloß noch Zeit (NFL!) finden und am Ende damit zufrieden sein.

          Die FF13-Geschichte gut zu finden, selbst mit der Einschränkung „überraschend“, erscheint mir allerdings ein ganz klein bisschen suspekt. Liest du auch gerne Lassister oder John Sinclair? 😛

          Okay, im Ernst: Ich wundere mich immer wieder über die recht gute Kritik an just dieser Story, denn ich fand sie in ausnahmslos sämtlichen Belangen (Figuren, Pacing, Dialoge, Wendungen, Ende) schrecklich. Wieder so ’ne Wasserkopfkindsache?

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          • enlagom 9. September 2015 / 17:45

            Bisher nicht, aber wenn du mir Sinclair und Lassiter empfiehlst..
            Ohne diese beiden zu kennen, behaupte ich, daß meine momentane Sommerlektüre viel schlimmer ist: Ein richtig schlechter Schundroman von Richard Laymon. Eindimensionale Charaktere, die sich standhaft weigern auch nur irgend eine logische Aktion während der gesamten Handlung durch zu führen; Ein Antagonist (Horrorroman) der böse ist weil, ja, aus Gründen halt. Sexszenen (ja, es ist nicht nur ein Horrorroman, sondern eine Sex-Horrorroman) die zum Fremdschämen menschlicher Vorstellungskraft einladen. Und ich finds super.
            Einfach weil der Roman nie behauptet etwas anderes zu sein als Trash. Und ab und an mag ich Trash, der nicht vorgibt etwas anderes zu sein.

            FF13 Wasserkopfkind? Ja, möglich. „Überraschend“ gut fand ich die Geschichte aber nicht deswegen, sondern weil ich sonst mit japanoesken Figuren eigentlich nichts anfangen kann.
            Ich mochte aber die Konflikte zwischen den Figuren gerne. Die kleine Vanille mit den rosa Haaren (die hatten glaube ich alle rosa Haare), die das Schicksal des Sohnes des alten Cowboys zu verantworten hat; Der kleine blauhaarige (ich erinnere mich nur schwer an Namen), der den Tod seiner Mutter dem vermeintlichen Helden der Geschichte aufbürdet. Lightning, die über Leichen gehen würde, um ihre Schwester zu retten..

            Und ich mochte das Spiel übrigens so lange gerne wie es linear war (am Ende wird es noch „open worldig“). Wie gesagt, da bin ich wohl atypisch. Vielleicht könnt ihr mir ja was von den Drogen, von denen ihr in der Einleitung schwärmt, schicken?

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          • Jochen 9. September 2015 / 19:16

            „Bisher nicht, aber wenn du mir Sinclair und Lassiter empfiehlst..“

            Wenn du auf Groschenhefte stehst … Also mit 12 hab‘ ich Sinclair ein paar Wochen lang recht gerne gelesen … und dank Stephen King entdeckt. Und ja, Richard Laymon ist übel. Warum tust du dir das an? Gibt auch in der Horror-Literatur *guten* Trash. Jack Ketchum, zum Beispiel. Aber whatever floats your boat und so 🙂

            Zu FF13: Das Konzept der genannten Figuren ist in Ordnung, nehme ich an. Aber die Umsetzung! Die treudoofe Vanille mit den Brüsten einer 18jährigen, dem Verstand einer achtjährigen und der Stimme von Fingernägeln auf Kreidetafeln? Der strunzdumme Junge, mit dem man genau eine Stunde Mitleid hat, bevor er mit seinem unerträglichen „Ich will Mitleeeeeeeeeeeeeeeeeid“ das bewundernswerte Kunststück fertigbringt, einem noch mehr auf die Nüsse zu gehen als Vanille? Lightning, die abgesehen von ihrer Quest vollkommen persönlichkeitsbefreit ist? Wenn ich eine dieser Figuren in einem Roman ertragen müsste, würde ich damit schneller zu kurz geratene Stuhlbeine absützen als mit Richard Laymon. Der ist ja direkt Shakespeare dagegen!

            Den linearen Teil mochte ich übrigens auch lieber. Sobald das Spiel offen wird, fällt völlig in sich zusammen, zumal die ganzen optionalen Sachen selbst für FF-Verhältnise unfassbar generischer Grind-Unfug sind.

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        • enlagom 9. September 2015 / 19:53

          Ich versteh das Forum hier grad nicht, weil ich nicht direkt auf die letzte Antwort antworten kann..
          Jack Ketchum fand ich ganz ok für meinen „Horrorsommer“. Ich habe Beuterausch gelesen (allerdings auf Deutsch, das war wohl eher ein Fehler). Momentan bin ich bei Martina Cole gelandet, The runaway, und das ist bisher sehr gut (eher Krimi als Horror).

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          • Jochen 9. September 2015 / 23:44

            Antworten kann man ab einem bestimmten Punkt leider nicht mehr, dann muss man einfach auf den Beitrag davor antworten. Wir (also André) arbeiten aber schon an einer … professionelleren Lösung.

            Martina Cole kenne ich noch gar nicht. Da schau ich doch gleich mal. Für neue Autoren bin ich immer dankbar.

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  23. Peter Müller 9. September 2015 / 12:32

    Als alter N64-Fanboy tut es gut, wenn so viele PSX-Klassiker zerrissen werden. 😉

    Es stimmt schon, dass man die erste Liebe etwas verklärt. Monkey Island 4 war mein erstes Adventure und ich fand es damals echt toll. Danach hab ich dann Curse of Monkey Island und irgendwann viel später die ersten beiden Monkey Islands gespielt.

    Über Final Fantasy X liest man ja manchmal auch Kritik, aber mich hat es damals absolut in den Bann gezogen. War mein erstes PlayStation-Spiel überhaupt (davor immer nur bei Kumpels und im Kaufhaus gezockt).

    Metal Gear Solid fand ich von der Inszenierung immer ganz nett, aber spielerisch finde ich Splinter Cell besser. Aber ich kann schon verstehen, warum Fans es lieben. The Phantom Pain soll ja deutlich weniger Story haben, das müsste Andre dann ja besser gefallen.

    Überschätzt finde ich Halo. Die Steuerung ist gelungen, aber der Rest? Lächerliche Gegner, wirre Story und die Grafik hat einen auch nie aus den Socken gehauen.

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  24. Sascha 9. September 2015 / 18:06

    Ooooh ich liebe Andre für seine Meinung über Metal Gear Solid, endlich mal jemand der sagt wie es ist!!!

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  25. Julian 10. September 2015 / 11:05

    Sehr schöne Folge, bitte mehr davon!

    Ich finde interessant, dass man durchaus die Stärken und Schwächen eines Spiels sehen und trotzdem ganz unterschiedliche Meinungen haben kann.

    So treffen alle Kritikpunkte an den Metal Gear Solid-Spielen zu, und diese stören mich auch gewaltig. Ja, die Geschichte ist aburd, wirr und unverständlich, die Personen sind absurd, die ewig langen Zwischensequenzen nerven immens, die Steuerung ist schlecht, selbst die Spielmechanik ist nicht sonderlich gut.

    Aber aus irgend einem Grund machen mir die Spiele trotzdem Spaß (habe den ersten, zweiten und vierten gespielt), und einen Anteil haben die fantastischen Bossgegner, und einen Anteil haben auch die verrückten Ideen und die spielerische Abwechslung, vor allem im vierten Teil.
    Man merkt dem Spiel an, dass es ein Autorenspiel mit großem Budget ist. Auch wenn dieser Autor miserable Geschichten schreibt und auch noch miserabel inszeniert, so haben die Spiele doch mehr Charakter und Individualität und verrückte Einfälle und Überraschungsmomente und Abwechslung als viele andere Spiele, und das macht sie trotz ihrer vielzähligen Schwächen für mich zu faszinierenden Spielen.

    Das zeigt für mich auch, wie absurd die Vorstellung ist, man könne eine Spielebewertung durch die Gegenüberstellung von Stärken und Schwächen objektiv begründen – letztendlich ist es sehr individuell, wie sich diese auf das eigene Spielerlebnis auswirken.

    Jochen und André, mich würde mal interessieren, wie ihr es euch erklärt, dass manche Spiele gerade bei Erscheinen absolute Jubelwertungen bekommen und Schwachpunkte oft nicht angesprochen oder als Nebensächlichkeit schnell abgehandelt werden (solange ihr der These überhaupt zustimmt). Und ist euer Eindruck, dass dieses Phänomen zugenommen hat?

    Assassin’s Creed 1 und 3 sind solche Fälle. Die wurden bei Erscheinen ziemlich gut bewertet, mittlerweile gelten sie wohl eher mittelmäßige Spiele. Auch die Call of Duty-Spiele wurden lange sehr bejubelt, bis vor kurzem die Stimmung ins Gegenteil gekippt ist, ohne dass sich an den Stärken und Schwächen viel geändert hätte.

    Auch die von euch besprochenen und angekündigten (HL2!) Spiele sind gute Beispiele, oder jüngst Dragon Age Inquisition, Pillars of Eternity, Arkham Knight oder Witcher 3.

    Nicht dass das schlechte Spiele wären (ich finde Witcher 3 ganz fantastisch), nur lesen sich die meisten Tests durch die Bank weg so, als seien diese Spiele absolute Offenbarungen, die nahezu alles perfekt machen, und das ist nunmal nicht der Fall – euer Podcast zu Witcher 3 z.B. nennt ja genug Schwachpunkte.

    Woran liegt es also eurer Meinung nach, dass Spielebewertungen tendenziell eher zu unkritisch als zu kritisch sind und manchmal in richtiggehende Fanboy-Hysterien ausbrechen? Ich habe ja meine persönlichen Theorien, aber ihr habt aufgrund eurer Berufserfahrung sicherlich fundiertere Erklärungen und Meinungen (oder erklärt mir, weshalb ich unrecht habe).

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  26. kordanor 10. September 2015 / 12:42

    Was an Anachronox so super sein soll, hatte ich auch nicht verstehen können, als ich es mir vor ein paar Jahren mal auf GoG geholt hatte. Klar, die Grafik sah zu dem Zeitpunkt schon extrem hässlich aus, aber auch den Rest, den ich innerhalb der paar Stunden gesehen hatte, hatte mich nicht überzeugt (Inszenierung wie Sequenzen haben billig gewirkt, der Kampf war hakelig wenn ich mich recht erinnere).

    Mich hat etwas gewundert, dass ihr Skyrim aus der Elder Scrolls Reihe gegriffen habt. Klar, es ist sicherlich das bekannteste der Elder Scrolls Spiele und vielleicht auch einfach deshalb.
    Ich würde aber was „Überschätztheit“ betrifft, Oblivion noch davor setzen. Denn in Oblivion hattest du noch generischere Dungeons mit noch weniger Sinn sie zu machen, und während Skyrim schon katastrophal gebalanced war (nach spätestens 2/3 des Spielinhaltes konnte man Drachen mit 2-3 Schlägen killen) und zur Sight-Seeing tour verkommen ist, hatte Oblivion meiner Meinung nach das schlechteste Charaktersystem, das bisher in einem Rollenspiel zu finden ist. Ein System, das ähnlich wie beim angesprochenen Final Fantasy (anscheinend, ich habe FF nicht gespielt) leveln bestraft hat. Bzw in Oblivion wurde man dafür beim leveln bestraft, wenn man das gemacht hat, was real-logisch das naheliegenste war (zb Nahkampf als Krieger zu wählen) statt Spiel-logisch das effektivste zu machen (zB Hüpfen las Hauptskill zu wählen). Trotzdem hat Oblivion eine Metascore (wie auch Skyrim) von 94!
    Apropos Skyrim: Ihr hattet da Quests in anderen Spielen kritisiert, aber was haltet ihr vom Questdesign in Skyrim? Das ist in meinen Augen ebenfalls sehr schlecht ausgefallen. Während man in Fallout: New Vegas nebenher die Wiki aufhaben musste, um zu sehen inwiefern die Quest broken ist, und wie man den Fehler umgeht, musste man in Skyrim die Wiki aufhaben um überhaupt zu sehen, wie das Quest Design aussieht. So ist man von den Spielen gewohnt, dass man eine Quest für einen Diebstahl annimmt, und den Auftraggeber daraufhin verpfeifen kann. Nicht so in Skyrim. Eine Questreihe kann man nur weiterführen, wenn man einen Begleiter als Menschenopfer bringt, und da kommt man auch nicht raus. Und bei einigen Quests, wird als Quest nur eine Lösung aufgezeigt, obwohl es mehrere Lösungswege geht. In der Mine konnte man zB einen Vorarbeiter als Questlösung töten. Stand aber nirgends und der hatte so viele Hitpoints, dass es einem auch beim Testen als Bug vorgekommen wäre. Bei der Brotherhood war es wiederum so, dass man bei der Aufnahme eine von mehreren Personen töten musste. Aber dass man in diesem einen Fall mal den Questgeber angreifen sollte, war absolut nicht ersichtlich. Tat man das nicht, Glückwunsch zum Beitritt in die Mördergilde. Da kam man auch jetzt nicht mehr raus.

    Ich lege vermutlich grundsätzlich mehr wert auf gute Mechaniken als die meisten Spieler und für mich machen einige „kaputte Mechaniken“ auch schnell das ganze Spiel kaputt.
    Auf meiner Liste der überbewerteten Spiele, befinden sich daher auch allesamt Spiele, die mich Spielmechanisch extremst enttäuscht haben:
    Xcom (Meta: 89) – da das dortige 2 Aktionspunkte System zu massiven Verkrüppelungen anderer Systeme führt. U.a. Treffersystem, Critsystem, Deckungssystem, Winkelberechnung, Unterschied zwischen angezeigter umgebung und „berechneter“ Umgebung und so weiter.
    Blackguards (Meta: nur 68, aber selbst das ist zuviel und es wird trotzdem auf einigen Seiten hoch gehandelt) – Daedalic kann Adventures. Aber Rollenspiele und Taktik, eher nicht. Extreme Zufallsabhängigkeit und ein Spielprinzip, das auf Trial und Error basiert. Und dabei kritisiere ich nicht einmal den Spielverlauf selber. (linear Schlachtfeld nach Schlachtfeld).
    Galactic Civilizations 3 (Meta: 81): Das Spiel hat massive schwächen zum einen im Balancing. Es erlaubt Spielmechaniken, die ganze Elemente des Spieles in das Absurde führen. Und auf der anderen Seite hat es absolut nervige Mechaniken, die immer dann auftreten, wenn man ewas neues erforscht. Hat man ein Schiff mit 18 Platz und 3 Lasern darauf die je 6 Platz erfordern, dann freut man sich nicht darauf, dass man nun eine Technologie bekommt für stärkere Laser, die nun 7 Platz erfordern, und bei denen es nötig ist, jedes einzelne Schiff wieder anzupassen. Gleiches gilt beim Bau der Planeten. Bei jeder Forschung denkt man sich nicht „Cool, wieder was neues bauen!“ sondern „Shit, jetzt schon wieder den ganzen Mist aktualisieren“.
    Legend of Grimrock (Meta: 94): Das Spielt bietet ausser einer hervorragenden Umsetzung von alten Dungeoncrawlern in eine aktuelle Engine, und guten Puzzles absolut nichts. Der Kampf ist ein reines arcade-um-den-Gegner-tanzen, da die den Spieler dabei nicht angreifen können. Das Charaktersystem total kaputt. Es gibt nichts zu entdecken. Fast keine Story, und die, die da ist, ist auch noch extrem dumm und schlecht implementiert.

    Und das bringt mich auch zum Vorschlag für ein Thema in einem neuen Podcast:
    Ihr könntet darin einmal darüber sprechen, was euch in Sachen Story gefällt. Da wäre zum einen die Story selber. Persönlich mag ich zB auf den Boden gebliebene Stories, auch im Fantasy Bereich. Da wären zB die ganzen Spiele von Das Schwarze Auge, aber ich denke auch die D&D Spiele sind weitestgehend bodenständig. Und auf der anderen Seite gibt es dann Spiele die abheben. In Divinity:OS ist man der (spoiler) Auserwählte, der es nicht weiss, der gegen „die Leere“ kämpfen muss, die die Zeit auffrisst. In Pillars of Eternity, muss man am Schluss Aufgaben für Götter erledigen. Und bei anderen Spielen (die ich erst gar nicht anfasse) wie Final Fantasy wird es ja noch abstrakter.

    Und dann wäre da die Umsetzung der Story. Da gibt es Mass Effect, dass viel mit Entscheidungen hantiert, dafür aber sehr linear ist. Dann wäre da Pillars of Eternity, wo es massiv viel Text gibt, darunter aber im Verhältnis wenige Enthscheidungen oder Auswirkungen auf das Spiel. Und dann gibt es noch Spiele, wo man Texte grundsätzlich nicht lesen muss, da es ohnehin auf „Töte 5 Wölfe“ hinausläuft.

    Ich denke da gibt es nicht nur Schwarz und Weiss und viele unterschiedliche Kombinationen die funktionieren, und Kombinationen, die nicht funktionieren. Spiele mit Skurrilen Stories. Oder Spiele mit komplett dummen Stories (das mit dem Waisenhaus in FF zB hat sich schon extrem idiotisch angehört). Würde ich interessant finden, was ihr zu dem Thema zu sagen habt.

    Und Sorry, dass es wieder soviel Text wurde…aber ich kann nicht anders. 😛

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  27. Lukas 10. September 2015 / 14:40

    Also das Skillsystem von Skyrim fand ich schrecklich, da waren Morrowind und Oblivion so viel besser und trotzdem hab ich ca. 150 stunden reingesteckt und zwar aus genau den Gründen, die Jochen aufgezählt hat.

    Außerdem habt ihr mit Half-Life 2 absolut recht, Half-Life 1 (und Addons) fand ich viel besser. Der zweite Teil ist meiner meinung nach eigentlich nur wegen den Physikspielereien errinerungswürdig. Und mal ehrlich, Sprinten, Taschenlampe und Luftvorrat teilen sich die gleiche Energieleiste??? Wer ist denn auf den Schwachsinn gekommen?

    Achja, eine zweite Folge von überschätzten Spielen würde ich gern mir gern anhören (wobei ich mir bei euch so gut wie alles gern anhören würde :D). Und was haltet ihr von einer Folge über die Wirkung die Musik in Spielen auf den Spieler haben kann?

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    • kordanor 10. September 2015 / 15:19

      Aber in Skyrim hattest du zumindest normalen Progress, auch wenn das System kaputt war. Bei Oblivion hast du dich im Verhältnis zu deinen Gegnern, die ja mitgelevelt sind, im schlimmsten Fall zurückentwickelt. Zb wenn du so „Dumm“ warst, als primäre Skills Skills zu wählen, die du tatsächlich verwendet hast.

      @HalfLife 2: Yop. Kann es auf technischer Seite noch verstehen, aber bezüglich Gameplay…*gähn*
      200m im Level Schlauch laufen und schießen -> Physikrätsel -> 200m laufen/schießen -> Physikrätsel. Levelende. Bootsfahrt: 500m mit dem Boot fahren -> aussteigen Physikrätsel, Tor geht auf, zurück ins Bot -> 500m weiter fahren -> aussteigen, Physikrätsel
      Ich habe es erst Jahre nach Release gespielt, aber bevor ich es durchspielen konnte, hatte die Langeweile gesiegt und ich hab’s abgebrochen.

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      • Lukas 10. September 2015 / 15:26

        Okay, point taken 😀
        Wobei die Dragur bei Skyrim auch mitgelevelt sind und dich gnadenlos niedergemacht haben, wenn du nicht deine Rüstung etc. gestärkt hast. Wenn man wie ich viel zeit in der schmiede verbracht hat hatte man gegen die absolut keine Chance mehr.

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        • kordanor 10. September 2015 / 15:31

          Dafür gabs in Skyrim ja dann mehrere Berufe, die man kombinieren konnte, und so exponentiell besseres Gear bekommen hatte, mit dem man Godlike alles niedermähen konnte. ^^
          Kann aber gut sein, dass sich das seit Release geändert hatte.

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          • Lukas 10. September 2015 / 15:32

            Kann auch sein, dass ichs einfsch falsch gespielt hab xD

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    • Jochen 10. September 2015 / 15:49

      Das Skillsystem von Skyrim ist das ERSTE Skillsystem in der Elder Scrolls-Reihe, das dich nicht dafür bestraft, deinen Charakter „richtig“ zu spielen. Insofern finde ich diese Kritik sehr befremdlich, zumal Oblivion de facto ein kaputtes Skillsystem hatte.

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      • Lukas 10. September 2015 / 15:56

        Vielleicht krieg ich hier was durcheinander, aber was den spieler für „richtiges“ spielen bestraft hat, war das mitleveln der Gegner und das gehört für mich nicht zum Skillssystem, sondern zum gameplay (Ansichtssache). Ja, das skillsystem von oblivion war kaputt, aber mir fehlen bei Skyrim die Attribute so sehr. Bei jedem levelup ärgere ich mich, dass ich mich zwischen Magieleiste, Lebensernergieleiste und Ausdauerleiste entscheiden muss und keine Attributpunkte verteilen darf.

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        • Jochen 10. September 2015 / 16:02

          Das Mitleveln der Gegner gehört unbedingt zum Skillsystem, weil es durch das Skillsystem überhaupt erst zum Problem wurde. Wenn du nämlich Skills genommen hast, die du auch tatsächlich benutzen wolltest (wie man das intuitiv halt so macht), dann war dein Charakter schwächer und die Gegner stärker. Hast du hingegen Skills genommen, die du niemals nie nicht benutzen wolltest und die bloß gezielt zum Aufleveln gesteigert, dann wurde dein Charakter Gott und die Gegner Pfeifen.

          Da spielen übrigens auch die Attribute eine Rolle, denn wenn du Skills genommen hast, die du notgedrungen benutzen musst (Rennen, Waffen usw.), dann war es schlechterdings unmöglich, die Attribute maximal zu steigern, weil du zu früh aufgestiegen bist. Gott, war dieses System kaputt.

          Bei Daggerfall und Morrowind war’s übrigens ähnlich, aber die Auswirkungen längst nicht so gravierend.

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          • Lukas 10. September 2015 / 16:16

            Okay, macht Sinn obwohl man ja durch den Trick mit ins Gefängnis gehen und dadurch Fähigkeiten verringern bis ins unendlich steigen kann, aber auch das ist kaputt, wie du schon sagtest.Bin überzeugt xD

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  28. Luca 10. September 2015 / 18:18

    Zu Metal Geat Solid muss ich leider auch sagen, dass es nicht mehr spielbar ist (rein der steuerungstechnische Aspekt). Ein Freund von mir hat auch immer das erste auf der PSOne geliebt und gelobt und ich musste sooft mir anhören, es nachzuholen. Wurde dann sogar gemacht, dem Remake auf dem GameCube und selbst das war es noch ein Graus, dann doch lieder zurück zu Garret, denn das hat mir dann noch mehr Spaß gemacht auch wenns ein ganz anderes „Schleich-“ Erlebnis ist. Und zur Story von MGS: Soooo super war sie jetzt auch wieder nicht, ich finde soweiso das Kojima einfach nur möglichst viele Elemnte reinpackt um mit viel Inhalt zu überzeugen, der zumeist jedoch wirr rüber kommt.

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  29. Sirus 28. September 2015 / 16:26

    Auch wenn ich leider viel zu spät bin, hoffe ich doch das Glück zu haben, dass dieser Kommentar noch gelesen und womöglich sogar beantwortet wird. Und zwar interessiert mich eigentlich nur etwas zu einer Randbemerkung von Jochen 😀

    So hatte er ja die Handlung von Final Fantasy 8 kritisiert und ich mich nun frage, ob er zufällig die Fantheorie zum Ende der ersten CD (und damit der Eiszapfen-Verletzung von Squall) kennt, welche – wenn sie der Wahrheit bzw. den Gedanken der Entwickler entspräche – ein völlig neues Licht auf die restliche Handlung wirft.

    Ansonsten muss ich sagen, dass ich eure Podcast-Reihe sehr unterhaltsam finde, seit ich sie zufällig entdeckte. Und Jochen in der überaus kritischen Nörgel-Position weiß auch zu Gefallen und führt mir oftmals vor Augen, wie schnell ich bei Spielen Dinge als gut abstempel, obwohl sie es bei näherer Betrachtung nicht sind. Es ist erstaunlich wie unkritisch man schnell mit diesem Medium umgeht…

    Einen schönen Abend ansonsten noch

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    • Jochen 28. September 2015 / 22:11

      Du hast ein bisschen Glück: Deinen Kommentar habe ich zwar gelesen, die erwähnte Fantheorie kenne ich allerdings nicht. Aber das lässt sich ja ändern.

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      • Sirus 1. Oktober 2015 / 23:29

        Hallo Jochen,

        ich freue mich sehr über die Antwort und dass dir die Theorie nicht bekannt ist, wundert mich nicht sehr. So wie es aussieht, ist sie selbst in deutschen Final Fantasy 8 Fankreisen eher weniger bekannt, obwohl ich sie extrem interessant finde.

        Ich hoffe Links sind gestattet, denn hier wäre ein Link zu einer etwas ausführlicheren Version dieser Theorie:
        http://videospielmythen.de/mythen/88-final-fantasy-viii-squalls-tod.html

        Aber kurz gesagt dreht es sich darum, dass Vermutungen aufkamen, dass Squall am Ende von CD 1 gestorben ist, nachdem er von Edeas Eiszapfen getroffen wurde und alle weiteren Ereignisse daher nach dem „das Leben spielt sich vor dem inneren Auge ab“-Prinzip funktionieren, nur eben auf ein zukünftiges „Wie hätte es weitergehen“ bezogen.

        Diese Theorie ist insofern sehr interessant, da sie viele Dinge die einem beim Spielen komisch vorkommen einbezieht und zu erklären versucht.

        Ich bin auf deine Reaktion gespannt und wünsche noch einen schönen Abend

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