Runde #23: Es gibt endlich Bier in Rapture (Le grand Bioshock-Folge)

Wenn einer davon redet, dass „die da oben“ einem ja alles wegnehmen wollen, passt das hervorragend zu unserem Stammtisch-Gimmick. Insbesondere, wenn er mit „da oben“ meint: „über der Wasseroberfläche“. Ganz Männer des Volkes, folgen wir dem geäußerten Hörerwunsch und diskutieren die Bioshock-Reihe (in erster Linie den Erstling und Infinite), als wäre irgendwo ein Sack mit ehemaligen Philosophiestudenten geplatzt.

Da nach dem Hören der Folge bestimmt kein Zweifel mehr besteht, dass wir die Big Daddies des Pocasting sind, ist heute (ja, HEUTE) der Tag, an dem ihr eurem Verlangen nachgeben solltet, der Welt davon zu erzählen. Die gelegentlich am Rande erwähnte 5-Sterne-Bewertung auf iTunes mit Review-Text ist nach wie vor ein hervorragendes Mittel dazu. Aber warum nicht auch mal Freunden, Bekannten oder Wildfremden den Podcast empfehlen und anschließend so richtig als Auskenner dastehen? HEUTE geht einfach alles!

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49 Gedanken zu “Runde #23: Es gibt endlich Bier in Rapture (Le grand Bioshock-Folge)

  1. Tobias N. 13. September 2015 / 3:04

    Leider kein DL link. 😦

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  2. rammmses 13. September 2015 / 3:12

    Da fehlt der Download-Button?

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    • Christian Haubitz 13. September 2015 / 8:48

      Ja. Speziell für alle im Zug-zur-Arbeit-Hörer: Ein Download-Button wäre in der Tat noch nett.

      Aber viel wichtiger: Vielen Dank an die heldenhaften Uploader, der mir den Podcast noch vor meinem heutigen, recht frühen Sonntagsfrühstück serviert haben. Großes Fest. 🙂 Danke!

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    • Andre 13. September 2015 / 9:58

      Danke für den Hinweis. Leider muss ich das bei Soundcloud scheinbar immer von Hand aktivieren.

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  3. Christian Haubitz 13. September 2015 / 10:04

    Schöner Podcast! Muss über Eure vielen Punkte aber erst noch einmal ein wenig nachsinnen, ehe ich (vielleicht) einen inhaltlich wertvollen Kommentar schreiben kann.

    Einzige Anmerkung zu diesem Zeitpunkt: Bis zum Ende habe ich gespannt wie ein Flitzebogen noch auf ein paar Worte zum DLC „Burial At Sea“ gewartet, der die Erzählung von Infinite noch einmal sehr viel stärker mit den bisherigen Serienteilen verknüpft und die Bioshock-Reihe eigentlich erst so richtig rund macht.

    Andrè war im Test dazu seiner Zeit übrigens auch dieser Meinung: http://goo.gl/yEqnlT

    Wenn ihr mögt, wäre mir hier ein kurzer 15 bis 30-minütiger Nachschlag in Form eines Podcast-DLC *Höhö* sehr willkommen. Ansonsten freue ich mich natürlich auch einfach über Ideen und Kommentare, die die werten Podcaster und ihre Hörerschaft gerne posten möchten.

    Nebenbei: Habe gerade das Gefühl, es wäre eine gute Zeit für einen erneuten Besuch in Columbia und Rapture. *öffnet Steam* 🙂

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      • Andre 13. September 2015 / 10:22

        Ich schreibe mich selbst immer mit normalo „e“. Zu faul. 😉

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    • Andre 13. September 2015 / 10:21

      Die Folge war schon so lang, dass ich den DLC nicht auch noch angesprochen habe. Wenn das Interesse da ist, können wir sicher nochmal eine Bonusrunde dazu machen.

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  4. Florian 13. September 2015 / 13:34

    Nach der Folge besteht bestimmt kein Zweifel mehr, wer die Big Daddies des Pocastings sind? Ich finde es begrüßenswert, wenn ihr auch mal über den Tellerrand der Spielebranche hinaus blickt. Und ich weiß, dass sich die „Gamer“-Szene nicht unbedingt durch ihren aufgeklärten Umgang mit gleichberechtigten Geschlechterrollen auszeichnet. Aber solch eine Wortwahl, von eurer Seite, dämpft meine Vorfreude auf diese Episode doch ein wenig.

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    • Jochen 13. September 2015 / 14:13

      Du weißt aber schon, dass in Bioshock ein Gegnertyp „Big Daddy“ heißt und man in Bioshock 2 einen „Big Daddy“ spielt, oder?

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    • Andre 13. September 2015 / 14:40

      Erm…das ist doch eine Anspielung auf den betreffenden Gegnertyp in Bioshock. Verstehe glaube nicht, was du in dem Ausspruch erkennst? Gibt’s da eine Bedeutung, die mir nicht bekannt ist?

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      • Florian 13. September 2015 / 15:17

        Eigentlich wollte ich nur darauf aufmerksam machen, dass ihr in der Beschreibung bei “die Big Daddies des Pocasting” wohl ein ‘d’ vergessen habt. Nichts für ungut.

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        • Florian 13. September 2015 / 15:21

          Nur um jeglichem weiteren peinlichen Missverständnis zuvor zu kommen: Po-casting

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  5. Nimlod 13. September 2015 / 15:14

    Kurzzeitig seid ihr ja auf das Thema moralische Entscheidungen gekommen und habt euch gegen fadenscheinige und inkonsequente Vertreter davon ausgesprochen und auch kritisiert, dass man vom Spiel so sehr in die „gute“ Richtung gedrängt wird, das man davon sogar mehr Vorteile hat, wie das relativ häufig der Fall ist.
    Wäre aber nicht gerade das ein Schritt, der vielen Geschichten und Entscheidungsmöglichkeiten eine wirkliche Entscheidung abverlangt?
    Nicht dass das hier so gemacht worden wäre, würde ich mir wünschen, dass eine bestimmte Entscheidung durchaus belohnungstechnische Vorteile haben kann, wenn sie denn Sinn macht.
    Ich kann es nicht leiden, wenn mir ein Spiel Wahlmöglichkeiten gibt, die aber immer das gleiche in Grün bewirken (außer wenn es mal um eine andere Endsequenz geht). Töte das Monster oder hab erbarmen und bring’s zum Doktor. Die Belohnung ist aber sowieso die gleich, nur beim einen bekommst du Monstertöten-Fraktionspunkte und beim andern Monsterheilen-Fraktionspunkt.

    Echte Entscheidungskonflikte kommen doch erst dadurch zustande, dass man abwägen muss und nicht dadurch, dass ich entscheide, ob ich das gleiche Geld durch böse oder gute Taten erlange. Im besten Fall darf man irgendwelche kruden Entscheidungen treffen, die ich nicht mal ansatzweise abschätzen kann, sodass das Spiel am Ende herkommt und sagt: „Tja, hätteste mal den Straßenräuber bei Minute 43 umgebracht und nicht eingesperrt, jetzt ist er dank seiner bis dato unbekannten Dimensionstor-Technologie abgehauen und hat ein Tor zur Hölle aufgestoßen. Alles deine Schuld! (hättest man ihn umgebracht, wär das Tor aber trotzdem irgendwie aufgegangen…)

    Schwer wird es bspw. erst, wenn ich Vorteile aufgeben muss, um meinem Gewissen zu folgen. Tue ich das Richtige, werde dafür aber bestraft? Kann ich damit leben, für das größere Wohl einzutreten und auf dem Weg Unschuldige zurückzulassen? Muss jemand bestraft werden, der das Richtige getan hat, aber aus falschen Gründen oder indem er sinnvolle und notwendige Gesetze umgangen hat. Welche Rolle muss Fairness dabei spielen….usw

    Letztlich ist das natürlich wieder die alte Diskussion, dass Entscheidungen auch echte Konsequenzen haben sollten, aber wäre es nicht schon einmal ein erster Schritt
    dass Entscheidungen nicht immer gleich belohnt würden, sondern nach ihrem Kontext (und das heißt nicht, dass immer die gute oder die schlechte, die bessere sein muss).

    Wie seht ihr das?

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    • Jochen 13. September 2015 / 15:34

      Das Problem von moralischen Entscheidungen in Spielen ist in der Regel die damit verbundene Entfremdung zwischen Spieler und Protagonist. Ein schönes Beispiel sind die Urteile, die man in Dragon Age: Inquisition über gewisse Figuren fällen darf. Mindestens zwei der drei möglichen bzw. wählbaren Ausgänge ergeben im Kontext der Spielsituation, -handlung und -welt überhaupt keinen Sinn: Würde ein Romanprotagonist so handeln, würde man „was für ein Unsinn“ rufen. Beinahe noch problematischer ist der Umstand, dass die ethisch offenkundig gute Variante meist die entfremdendste von allen ist. Der Löwenanteil der Spieler wird also nicht so entscheiden wie das der Protagonist in dieser Situation wohl tun würde, sondern wie man selbst das mit seinem (post)modernen Moralverständnis tun würde, wenn man gar nicht in der Situation wäre, sondern bloß zu Hause vor dem Bildschirm sitzt. Insofern sind diese Entscheidungen künstlerisch nicht nur vollkommen wertlos, sondern noch dazu verlogen.

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      • Nimlod 13. September 2015 / 15:53

        Ja, das auf jeden Fall und ich würde gern auch darüber ausführlich sprechen (bspw. über die Kolumne von Benjamin Danneberg vor kurzem bei der Gamestar zu ebenjenem Thema, die ich nicht teilen kann, da ich nichts von diesen Pseudoentscheidungen halte, die für mich nur weitere mögliche, aber vorgegebenen Bahnen sind und nichts mit Freiheit zu tun haben), aber was ich meinte, ist vielmehr, dass man den Entscheidungen doch etwas mehr Anstrich geben könnte, indem die naheliegenden Auswirkung, also die der Belohnung, nicht unbedingt gleich sein muss. Darf es nicht so sein, dass ich durch eine bestimmte Spielweise ein entweder insgesamt schwereres Spiel (bis dahin, dass man verliert) bekomme oder zumindest einzelne Situationen verschieden erfolgreich abschließen kann, sodass meine Spielweise die Belohnung bestimmt und diese nicht in jedem Fall die selbe bleibt?
        Ich finde, das würde zumindest ein klein wenig mehr moralische Verwicklung mitbringen.

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        • Nimlod 13. September 2015 / 16:01

          Edit: Shit, falsche E-Mail, daher neuer Account zum Freischalten.

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    • Andre 13. September 2015 / 18:49

      Wir haben bereits eine eigene Podcast-Folge zum Thema Moral in Spielen auf Halde. Die kommt demnächst um die Ecke. 🙂

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  6. Florian 13. September 2015 / 15:15

    Eigentlich wollte ich nur darauf aufmerksam machen, dass ihr in der Beschreibung bei „die Big Daddies des Pocasting“ wohl ein ‚d‘ vergessen habt. Nichts für ungut.

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  7. Sebastian Klein 13. September 2015 / 16:49

    Ich bin offen gesagt ein wenig überrascht über den positiven Tenor, insbesondere von Jochen. Ich halte die Bioshock-Serie und insbesondere Bioshock Infinite für DAS Beispiel eines überbewerteten Spieles.

    Ich hatte damals Bioshock auf der xBox 360 gespielt, mir den zweiten Teil irgendwann bei Steam im Sale geschossen und vor nicht allzu langer Zeit auch Bioshock Infinite beendet, nachdem es kurz nach Release (und kurz nach der Befreiung von Elisabeth) auf dem Pile of Shame landete.

    An Bioshock 1 kann ich mich zugegeben im Detail nicht mehr so erinnern, es ist ja schon eine Weile her. Man hatte es ja damals gekauft und man musste sich einreden, dass es toll wäre, weil hat ja Geld gekostet und alle finden es toll – es war sicher nicht schlecht, aber so geil wie immer getan wird, war es dann doch nicht. Insbesondere war die reine Shootermechanik in der gesamten Serie immer schon…. mäßig. Sowohl mit M/T als auch Gamepad war das nie der ganz große Wurf. Außerdem – korrigiert mich wenn ich was falsches erzähle – war Bioshock so extrem langgezogen, nach dem Motto: „Hey, du musst nur noch durch diese Tür, aber leider liegt der Schlüssel am anderen Ende von Rapture, also fahr erstmal rüber und…..“ und man saß nur vor dem Bildschirm und hat sich gewünscht, dass es endlich ein Ende nimmt…..

    Bioshock 2 hab ich dann nach 4 oder 5 Stunden nie wieder angefasst weil es halt immer noch kein guter Shooter war.

    Aber Bioshock Infinite. Von dem ja alle so schwärmen wie FANTASTISCH diese Story wäre. Ich habs damals wie gesagt beim ersten mal bis kurz nach der Rettung von Elisabeth gespielt, aber auch dann wieder liegen gelassen, weil die reine Spielmechanik halt so – und man kann es nicht treffender beschreiben – langweilig war. Und ich mag Shooter. Aber in Bioshock Infinite war jeder Kampf eine Qual.

    Letztes Jahr hab ich es dann wieder rausgekramt mit dem festen Entschluss, es durchzuspielen – und das habe ich dann auch getan. Die Story ist – bis man Elisabeth trifft – soweit auch relativ spannend. Es gibt viele spannende Details, auch in der Umgebung kann man überall Anspielungen und Rätsel zur Story finden. Und dann passiert die nächsten 12 Stunden lang REIN GAR NICHTS und ich wusste wieder, warum ich es beim ersten Mal nicht beendet hatte. Stattdessen muss man sich wieder und wieder durch viel zu lange Levels kämpfen, wieder und wieder viel zu ausdauernde Gegner bekämpfen (Ich sage nur George Washington) und sich mit wirklich bescheuerten Bosskämpfen rumschlagen, die außer langwierig zu sein keinerlei Kreativität versprühen. Dieses Spiel wollte nicht aufhören mich zu quälen und von der angeblich genialen Story war weit und breit nichts zu sehen. Der Höhepunkt dieser Frechheit war sicherlich Lady Comstock, die nicht nur unfassbar nervt und unfassbar viel einsteckt, sondern die sie dir auch direkt drei Mal vorsetzen – ich bin aus allen Wolken gefallen.

    Ich hab irgendwann zu einem Zeitpunkt, von dem ich überzeugt war, dass es jetzt nicht mehr lange bis zum Ende sein kann (Irgendwo kurz vor oder nach dem ersten Kampf gegen die Lady) zu drastischen Maßnahmen gegriffen und Godmode/unendlich Munition zugeschaltet – das hab ich sicherlich seit 15 Jahren nicht mehr gemacht. Von der angeblichen Story war immer noch weit und breit nichts zu sehen und ich wusste, regulär würde ich diesen Unsinn sicher nicht mehr beenden. Ich hatte mich aber schon viel zu lang mit diesem Scheiß beschäftigt, um so kurz vor dem erfühlten Ende aufzugeben. Und selbst mit Cheats und in dem festen Glauben, dass diese Qual nun innerhalb der nächsten 30 Minuten beendet sein müsste zog sich das Spiel doch wirklich noch über ein paar weitere Stunden hin…. Schlicht und ergreifend unfassbar.

    Und was war nun mit der Story? Gar nichts. Ich hab den Eindruck, man muss nur „Multiversum“ sagen und all die Pseudointellektuellen da draußen nässen sich vor Freude ein. „Oh, Parallelwelten, wie tiefsinnig und intellektuell. Das versteht sicher nicht jeder und ich bin clever genug….“. Nein, nur weil du Parallelwelten drin hast bist du nicht automatisch clever, schon gar nicht mehr in den 2010er Jahren, da muss schon ein bisschen mehr kommen.

    Was bleibt am Ende über? Kontextlos paar denkwürdige Szenen (Multiple Elisabeths….) und ein interessanter Einstieg. Der ganze Rest war ein viel zu langes und viel zu uninteressantes Spiel bar jeder guten Spielmechanik.

    Und gerade Jochen, der ja sonst immer für „Mechanik first“ plädiert und dem alles andere unterordnet hätte bei diesem Spiel eigentlich der Hut hochgehen müssen.

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    • Andre 13. September 2015 / 18:42

      Die Perspektive mit dem Schwerpunkt auf der Spielmechanik finde ich legitim, wenn auch die Beurteilung etwas radikal. Was die Story angeht ist es schwer einer Pauschalkritik wie dieser etwas zu antworten, was ich nicht schon im Podcast gesagt habe. Wenn du sagst „Die Story ist dumm und das Multiversen-Gimmick hat alle um den Finger gewickelt“ sei dir die Meinung gegönnt, aber da kann ich nicht viel Diskussionsstoff erkennen. Agree to disagree. 😀

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      • Sebastian Klein 13. September 2015 / 19:06

        Klar, da lässt sich nun nicht viel drauf antworten. Das war ja auch nur ein Rant. Ich hab ja nun nach einigen Monaten keine Details mehr im Kopf. Ich weiß nur, dass ich es nicht nur „nicht sooooo gut“ fand, sondern im Gegenteil regelrecht schlecht und meine Wahrnehmung so GAR NICHT mit dem konform ging, was allenthalber so geschrieben wurde. Und ihr zwei irritiert mich, weil ich nach über 20 Folgen eigentlich 90 Minuten Zeriss erwartet habe 😀

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        • Andre 13. September 2015 / 23:49

          Die einzig logische Erklärung: Du hast’s nicht geblickt. Zurück und nochmal spielen. Wenn du die ersten 30 Min von Bioshock nicht fantastisch findest, bist du schlicht kaputt ganz tief drinnen. 😉

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          • Sebastian Klein 14. September 2015 / 0:34

            Du meinst vom Original Bioshock? Doch doch, der Anfang war sicherlich nicht schlecht 😀
            Wie gesagt: Auch Infinite war die ersten Stunden nicht schlecht. Aber du kommst halt zu nem Punkt, wo das Spiel anfängt dir die Story wegzunehmen und dich 10 oder 12 Stunden dazu zwingt, durch belanglose Gegnerhorden zu ballern. Und das hat mich so wütend gemacht, dass die ganze Auflösung („Boah Multiversum!!!“) – die zu dem Zeitpunkt ja auch nichtmal überraschend kommt – das Ganze nicht mehr rausreißen kann. Ich denke da nur an den Endkampf auf dem Luftschiff, der selbst mit Cheatcodes in der Erinnerung gefühlte 20 Minuten dauert….

            Ich kann mich z.B. noch gut daran erinnern, wie Elisabeth ihren Finger verliert und ich nur noch mit den Augen rollen konnte, weil es ein weiteres absurd-überspezifisches Detail war, das mir das Spiel die ganze Zeit vor die Nase gehalten („Schau her, ich bin so wahnsinnig durchgeplant und detailversessen, Elisabeth fehlt ein Finger, hast du es bemerkt, hast du es bemerkt?! Das gabs vorher noch NIRGENDS!“) hat als wäre die Auflösung der aaaaaaabsolute Oberhammer. Und dann ist es (natürlich) nur eine völlige Banalität. Ja, natürlich ist der Verlust des Fingers lediglich eine Banalität und da je mehr zu erwarten wäre natürlich auch idiotisch. Aber im Kontext des ganzen übrigen (für mich) extrem enttäuschenden Spiels war das für mich ein herrliches Symbol für ein Spiel, das zuviel wollte und seine Versprechen nicht einlösen konnte.

            Und es mag durchaus sein, dass ich mich irre und die Story wirklich fantastisch ist. Aber das Spiel hat mich zu keinem Zeitpunkt dazu verleitet, mich nach dem Ende noch intensiv damit auseinander zu setzen. Im Gegenteil: Ich war selten so froh, endlich die Deinstallationsroutine betätigen zu dürfen. Das ist sicherlich nicht alleine die Schuld von Bioshock Infinite, sondern lag auch ganz erheblich an der enormen Fallhöhe. Es wurde ja immer von den Fans auf diesen hohen Sockel gestellt. Aber deswegen spreche ich ja auch „Überbewertet“: Sei es so, dass die Story toll war. Dann gelang es dem Spiel aber nicht, mich spielmechanisch so zu fesseln, dass ich mich auf das, was es mir erzählen wollte, noch einlassen konnte.

            Schau dir mal im Gegenzug dazu „The Swapper“ an: Dem Spiel gelingt es mit wesentlich simpleren Mitteln, mich zu philosophischen Betrachtungen und zum Nachdenken anzuregen und verbindet das ganze sogar ziemlich geschickt mit der zentralen Spielmechanik. Wie es Erzählung, Philosophie und Spielmechanik zu einem einheitlichen Ganzen vermengt ist eine wirklich großartige Leistung – noch dazu für ein Puzzlespiel. (Sowas muss ich jetzt schreiben, sonst heißt es, ich wäre nur zu doof für Bioshock :P)

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          • jasonautom 1. Oktober 2015 / 15:28

            Also ich bin auch verwundert über Euren Lob bei diesem Spiel. Ich war auch nicht sonderlich begeistert. Fand das Spiel zu schräg vor allem die psycho Gegner und dann diese Little Sisters. Konnte den Hype über dieses Spiel überhaupt nicht nachvollziehen. War auch irgendwie alles abgeguckt von Requiem (1999) Das war ein geniales Spiel. Wer es noch kennt.

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  8. Duderino 13. September 2015 / 17:40

    Zuerst einmal freut es mich sehr, dass ich euch mit einem Kommentar zu dieser Folge provozieren konnte.

    Dennoch hier ein oder zwei Kritikpunkte am Podcast/Bioshock Infinite:

    Ihr habt die DLCs Burial at Sea 1 und 2 vergessen. Wtf Leute? Die beiden Erweiterungen schließen doch erst den Kreis und liefern das Gameplay, dass Bioshock Infinite grundsätzlich gebraucht hätte? Ja, bitte definitiv diesen „Podcast-DLC“ nachreichen.

    Die Gewalt in Bioshock Infinite empfinde ich nicht als positives Stilmittel. Gerade in den Kämpfen zerplatzen Menschen unter Kettenblitzen, verbrennen qualvoll, werden von Krähen zerrissen und die Nahkampfanimationen mit dem Skyhook sind auch nicht von dieser Welt.

    Klar, die erste Szene mit dem Baseball war gewollt übertrieben, aber später gleitet das so sehr ab, dass es nur noch ein Gewaltporno für die unter-16-jährige Käuferschaft wird. Durch die ständig hochgedrehte Gewalt und die Massaker, die teilweise angerichtet werden, leiden die wenigen Szenen, in denen Gewalt ein wichtiges Mittel ist. Das Selbstmordattentat oder Elizabeths Scherenszene würden viel deutlicher sprechen, wenn der Gewaltgrad davor nicht so hoch wäre. Übrigens meinte auch Cliff B, dass es zu viel war. Der hat Gears of War und das Kettensägen-Sturmgewehr erfunden. Nuff said.

    Das ganze Thema Rassenhass ist eine heiße Kartoffel, die einfach in der Hälfte des Spiels fallen gelassen wird. Zumal es eh keinen Kommentar zum Rassismus gibt, sondern er nur dargestellt wird plus den Aufstand der Vox Populi. Das ganze wirkt wie ein „so, in der echten Welt gabs keinen nennenswerten Aufstand, dann machen wir jetzt die Redemption-Story einfach in unserem Spiel. Das ist das Ventil für den Spieler, mit der schreienden Ungerechtigkeit fertig zu werden. Und natürlich sind die Unterdrückten nicht besser als die Unterdrücker, WAS FÜR EIN VERFICKTES KLISCHEE, also ermorden wir die ganze Truppe aus Schwarzen und Iren noch gleich hinterher“.

    Gerade die Vox-Populi-Chefin Daisy Fitzroy war doch ein Buschneger-Abziehbild erster Güte als Weiße hassende, Kinder mordende, verrückte Wilde. Hier helfen die DLCs von Burial at Sea übrigens ordentlich nach, dem ganzen Thema Vox Populi nochmal ein akzeptables Outro zu geben. Findet ihr es richtig, eine interessante Story erst wirklich über DLCs akzeptabel abzuschließen, wenn es sich um ein narrativ getriebenes Spiel handelt?

    Das schwache Gameplay wurde von euch bereits angesprochen, ein Teil wurde aber vergessen: Das Plündern. Bereits beim Einstieg am Leuchturm gibt es überall Münzen und Items zum einsammeln, anstatt sich auf den wirklich wirren Einstieg zu konzentrieren. Später rennt man von Mülleimer zu Mülleimer, um ein paar Münzen rauszuziehen. Danach kommt man zu einem Leichenberg, den Elizabeth sehr angewidert kommentiert. Ich zieh Münzen und Items aus den Körpern. Wenn dann wenigstens noch eine philosophische Diskussion folgen würde, warum wir das machen und ob unsere Fledderei nicht verwerflich ist oder unsere Existenz sichert. Aber sie kommt nicht.

    Ich finde überhaupt: Das Spiel macht so viele Anspielungen, öffnet so viele Fässer (hier sprichwörtlich), reißt so viele Themen an. Aber es gibt nie einen Kommentar. Nie wird das irgendwie eingeordnet. Ich hätte mir von Bioshock Infinite eine Botschaft gewünscht, aber es kamen nur verschieden interpretierbare Mindfuck-Momente ohne weiteren Kommentar. Eure Einordnungen zum Ende kann ich gut nachvollziehen und finde es interessant, dass Levine mit dem Spieler als konditionierten Wesen spielt. Aber das ist dann die Metaebene hinter dem Spiel, die der normale Käufer nicht kennt. Was sagt das Spiel selber aus? Nichts.

    Ich hätte dem Spiel eine hohe 70 oder niedrige 80 gegeben, weil mir die Ansätze und einige Dinge (Ästhetik, Welt, etc) wirklich gut gefallen. Aber wie bei Spec Ops ist das Gameplay so schlecht und trägt nichts zu dem bei, was das Spiel sein möchte (ein narratives Erlebnis), dass man den Gameplay-Part auch ruhig hätte rausnehmen können und einen Film gehabt hätte. Wenn ein Spiel bei dem versagt, was es einzigartig macht, dem Gameplay, kann es keine 90 sein. Ganz besonders nicht, wenn es ein narratives Spiel sein will und das Gameplay der Narrative überhaupt nichts hinzufügt. Niemals. Das beste Gegenbeispiel in der Beziehung Gameplay und Narrative ist übrigens Call of Duty: Black Ops 2, und ich bin auf Nachfrage gerne bereit, die Behauptung zu erklären.

    Abschließend: Da ich ja letztens mit meinem Kommentar zu dieser Folge angeregt habe, hätte ich hier nochmal einen Vorschlag. Diesmal was Allgemeineres, weil ich nicht immer nur Folgen über ein einzelnes Spiel möchte, sondern auch Metathemen oder Einordnungen:

    1998 gilt als das größte Spielejahr in der Geschichte dank einer Vielzahl an hochkarätiger Releases, die Genres geprägt und Technologien durchgesetzt haben. Ich behaupte, dass 2007 das Jahr 1998 wegstecken kann und die heutige Spiellandschaft deutlich umfassender geprägt hat. Diskutieren Sie!

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  9. Marc 13. September 2015 / 20:11

    Ok, nachdem im letzten Podcast mir die Lust auf bestimmte Spiele verdorben wurde habe ich nun grosse Lust mir Bioshock anzuschauen 🙂

    Aber versucht mal weniger „Quasi“ zu sagen, bitte!

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  10. Sascha 14. September 2015 / 2:29

    Wieder mal eine tolle Folge eures Podcasts, allerdings muss ich sagen das für Bioshock eher in die Folge der überschätzten Spiele gehört hätte. Weder die Shooter-Elemente noch die Konfuse Story ist wirklich gut gelungen. Natürlich ist das nur meine Meinung, ich kenne viele in meinem Freundeskreis die das anders sehen aber auch viele die derselben Meinung sind wie ich. Ich habe den ersten Teil noch gespielt und fand schon den nicht sehr spannend, den zweiten Teil habe ich bis zur Hälfte gespielt und beim dritten hat mir das Testvideo der Gamestar völlig gereicht um zu wissen das ich es nicht haben will.

    Ich warte – und hoffe!! – da lieber auf ein neues und vor allem gutes System Shock 3, meinetwegen auch System Shock 2 in einer vernünftig gemachten Neuauflage ^^

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    • Andre 14. September 2015 / 8:34

      Vielleicht braucht es für Bioshock die neue Kategorie des Storyblenders? Ist ja schon ulkig: Ich kann die ganze Kritik an der Spielmechanik voll nachvollziehen. War ja damals wie erzählt der Grund, warum der erste Teil von mir keine 9er Wertung bekommen hat. Aber hach, es war so ein cooles Erlebnis. Wobei die Spielmechnanik IMO in anderen Shootern jetzt sehr oft nicht so dramatisch viel besser ist. Bioshock bemüht sich ja sogar nach Leibeskräften um Abwechslung mit Plasmiden etc. Und bei System Shock 2 spielen im direkten Vergleich vermutlich die Zeitspanne und persönliche Vorlieben eine große Rolle. Die Shooter-Mechanik in dem Spiel war nun ganz gewiss nicht hervorragend.

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      • Sascha 14. September 2015 / 11:08

        Die Kategorie hätte was ja, vielleicht mal ein Thema für eine Podcast Folge? Also nicht Bioshock als Storyblender sondern Storyblender allgemein, da gibt es ja bestimmt mehrere Spiele auf die das zutreffen könnte. Mit dem Punkt der Shooter-Mechanik muss ich dir recht geben, da gibt es nicht wirklich etwas neues zu sehen wenn ein neuer Shooter erscheint.

        Das mit den Plasmiden hat mich damals ein wenig an „Dark Messiah of Might and Magic“ erinnert, nur eben mit Schusswaffen und Plasmiden anstelle der Schwerter und der Magie ^^

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  11. OT 14. September 2015 / 7:40

    Die Folge hat mir gut gefallen, obwohl die Bioshock Reihe bei mir immer noch ungespielt herumliegt.

    Nur ein Wort der Kritik: Wenn man schon mehrere Minuten über den Objektivismus iSv Ayn Rand redet, während eine zumindest grobe Definition vorab hilfreich gewesen. Googlen geht zwar grundsätzlich – aber als ich den Podcast hörte, war ich in einer schönen Flussauengegend spazieren, hatte mithin kein Netz. Und ohne Definition fehlte mir jeglicher Anker für Eure Diskussion. Ein wenig geholfen hatte Andrés Hinweis auf den Satz, dass jeder das behalten soll, was er erschafft – aber das kann ja nur eine Ausprägung des Objektivismus und nicht dessen Definition sein.

    Kurzer Hinweis zur Wahrnehmung und Zeugenaussagen (die in der Tat wohl trotz bester Bemühungen der Zeugen recht unzuverlässig sein können, weshalb der Indizienbeweis bei den mir bekannten Juristen erheblich besser angesehen ist als beispielsweise in der Tatort-Redaktion):

    Sucht mal bei YouTube nach „selective atention test“ von Daniel Simons. Nicht selber spoilern und vorher was lesen, sondern zusammen mit einer zweiten Person in einer normalen Umgebung (nicht alleine im abgedunkelten Computerzimmer) das Video gucken und die Pässe der Spieler mit den weißen Shirts zählen. Dann Zahlen abgleichen und sich wundern…

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    • Andre 14. September 2015 / 8:12

      Ist das der mit dem Affen? Dann kenn ich den schon. 😉

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      • OT 14. September 2015 / 9:18

        Jep. Fand ich beim ersten Mal recht beeindruckend – aber da war ich ja auch nicht vorab gespoilered worden… 😉

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    • Riv4n 14. September 2015 / 10:04

      Wer John Olivers Last Week Tonight guckt, der hat möglicherweise die Episode über Ayn Rand schon gesehen, wurde durch den Podcast gleich wieder daran erinnert 😉

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  12. Sleden 14. September 2015 / 10:26

    Muss mich erstmal bei euch bedanken. Leider war ich damals als ich Bioshock gespielt habe recht jung und es nur eine interessanter Schauplatz mit gutem Gameplay (Ich war jung! 😉 ). Dadurch entfielen mir diese ganzen Betrachtungen und das kritische Herangehen, dass ich heute antrainiert bekommen habe. 😉 Allerdings durch Story und Inszenierung komplett in Erinnerung geblieben ist.
    Aber das wurde ja nun durch diesen Podcast nachgeholt. Hätte jetzt schon Lust mal mich in die Themen reinzulesen und Bioshock nochmal zu spielen. Ich denke das würde dem Spiel an sich noch einmal einen komplett anderen Hintergrund geben. Allerdings würde ich es gerne auch nochmal dann komplett neu erleben, wie es dann wirkt ohne mein storytechnisches Hintergrundwissen.
    Selbiges gilt auch für Jochens Theorie für Infinite. Ein Ansatz über den ich noch nie nachgedacht hatte aber der auch sehr zu Levine passen würde. Wenn ich mal Zeit habe werde ich die Teile mit obigem Ansätzen nochmal spielen. Das kann nur leider noch etwas dauern.

    Würde mich allerdings ebenso für einen Podcast für Burial at Sea aussprechen. Der DLC ist finde ich das Sahnehäubchen auf dem Ganzen und führt es wunderbar zusammen.

    So und nun bin ich endlich bei den aktuellen Podcasts angekommen, nachdem ich mich vom ersten bis zum 23. (25.? Dann nummeriert doch wenigstens durchgängig 😉 ) durchgearbeitet habe.

    Was mich noch interessieren würde wäre eure Meinung zu Last of Us (was bei Jochen vielleicht ein wenig schwer ist als PCler). Meiner Meinung nach ein gutes und auch kontroverses Spiel. Dann allerding auch eine Diskussion mit Left Behind. 😉 Ein weitere Sache wäre doch noch ein Horror Podcast (sofern ihr sowas spielt). Da fallen mir allein schon Mal Bloodlines ein (Ich erschrecke mich da teilweise immernoch fies, obwohl ich weiss was passieren wird) und Deadspace ein. Da wird aber sicher noch mehr sein. 😉

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  13. Sascha 14. September 2015 / 11:13

    Aaach mir fällt da noch ein Thema für eine eventuelle Podcast Folge ein, die ich Interessant finden würde. Was ja sicherlich nicht nur mir aufgefallen ist, ist dieses ganze „haten“ gegen Entwickler, Publisher und Spiele als solches. Das klingt jetzt als wäre ich uralt aber ich weiß das man damals – zu C64 & Amiga Zeiten – die Spiele so genommen hat wie sie waren. Heute wird eigentlich über alles hergezogen und ich finde diese Entwicklung ziemlich erschreckend um ehrlich zu sein. Dem mal ein wenig auf den Grund zu gehen könnte ja mal ein Thema sein 🙂

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  14. Mirko 14. September 2015 / 15:40

    Mich würde interessieren was ihr von Mathewmatosis Bioshock Infinite Kritik haltet.

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  15. Martin 14. September 2015 / 18:48

    Ersteinmal toller Podcast ihr beiden, dafür beide Daumen hoch 🙂

    Aber nun zum Thema:

    „I chose… Rapture, a city where the artist would not fear the censor, where the scientist would not be bound by petty morality, where the great would not be constrained by the small!“

    Na, da hat der gute Andrew Ryan seine eigene Philosophie nicht ganz verstanden, was? 😉

    Nee im Ernst, ich muss hier mal gegen Jochens Darstellungen bezüglich der Repräsentation der objektivistischen Philosophie in Bioshock mein Veto einlegen.
    Dass die Darstellung akkurat sei, sehe ich nämlich ganz anders, wobei ich natürlich nicht weiß, ob Levine da jetzt ein paar essentielle Aspekte nicht ganz verstanden hat, oder ob der Objektivismus hier allenfalls als „Inspirationsquelle“ dient.

    Weder das Gerede von „keiner hinderlichen Moral“, noch der völlig irrationale Gebrauch von ADAM, sowie Menschenexperimente Marke Little Sister und Big Daddy (natürlich darf man die Grundrechte anderer im Objektivismus nicht verletzen) lassen sich da irgendwie sinnvoll einordnen.

    Mir scheint, dass hier im Endeffekt vielmehr der Libertarismus eines Murray Rothbard (fällt mir gerade wegen seiner irren Ansichten in Punkto Kindererziehung und Haldel ein) stark kritisiert wird.

    Was BS:I angeht, muss ich sagen… es werden natürlich viiiele Themen aufgegriffen, nur hat mich der große Bogen – also die Methaphysik- stark enttäuscht.
    Das „Schicksal“ liegt nicht in eigenen Händen, sondern wird von deterministischen Fäden bestimmt, auf die Einfluss zu üben sinnlos ist. Am Ende bleibt einem trotz aller Anstrengungen also nichts anderes übrig, als die Schuld durch den eigenen Tod zu begleichen und die ganze Kritik am Rassismus und fanatischer Religiösität (dooferweise alles determiniert) fällt wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

    Im ersten Teil war es das inheränt Irrationale (wink wink) in der Natur des Menschen, durch das Gesellschaftssysteme zwangsweise korrumpiert- und auf den Kopf gestellt werden, bei Infinite sind etwaige Gedanken über Gesellschaftssysteme (eigentlich über alles) überflüssig, weil das Drehbuch eh schon steht.

    Tja Mr. Levine… whats your point? Pretentious much? 😛

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  16. electroma86 15. September 2015 / 7:44

    Schöner Verweis auf das Maruhn (dort hatte ich mir letzte Woche ein unfassbar scheußliches amerikanisches Bier gekauft -> eventuell als Empfehlung für Herrn Peschke)

    Die riesige Auswahl ist überwältigend aber schlägt sich leider zu sehr im Preis nieder.
    (Trotzdem ist es für mich der einzige Grund nach Eberstadt zu kommen)

    Auch das erwähnte Pub müsste ich bei einem der nächsten Auswärtsspiele der Lilien mal wieder aufsuchen.

    Zu Bioshock: trotz schöner und schlüssiger Besprechung eurerseits finde ich das Spiel immer noch überbewertet. Auch Spec Ops fand ich mehr als überbewertet. Beide Spiele haben im Kern zwar eine interessante Geschichte. Die im Kern gute Geschichte wird jedoch von einem Berg Füllmaterial ummantelt.

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    • Andre 15. September 2015 / 11:19

      Bei Spec-Ops würde ich dir zustimmen. Da finde ich die Geschichte leider nicht mal wirklich gut umgesetzt. Das Spiel hat aber dennoch einen Wert, für sein Bemühen und einzelne, gelungene Szenen. Wir sprechen darüber glaube ich in unserer Moral-Folge.

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      • electroma86 15. September 2015 / 16:03

        Auf 2-3 Sätze komprimiert liest sich die Spec-Ops Geschichte leider sehr sehr gut. Aber im Spiel bleibt davon nicht viel übrig.

        Außerdem frage ich mich so langsam warum “alle” Spiele eine definitiv Edition spendiert bekommen ..nur Bioshock Infinite nicht. aber Bioshock Infinite Definitiv würde auch bescheuert klingen 😉

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        • Andre 15. September 2015 / 18:18

          Also ob ihnen nicht was einfallen würden wie „Complete Edition“, „Game of the Century Edition“ oder „Fuck you, buy it again! Edition“.

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          • ey_svenTura || Sven Ebert 15. September 2015 / 19:18

            Das Infinite im Titel lässt sich vermutlich nur schwer in die doch vergleichsweise geringe Zeitspanne eines Jahrhunderts quetschen. Game of the Century klänge da irgendwie nach einer eher eingeschränkten Spielversion…

            Davon mal abgesehen, Lob und Anerkennung für den Podcast! Viel konstruktives kann ich leider nicht beisteuern.. abgesehen davon, dass ich „dem Peschke“ irgendwann nochmal ein kleinformatiges digitales Denkmal in Form eines Pixel-Porträts zu basteln gedenke. Harrharrr…

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  17. Julian 19. September 2015 / 3:56

    Es ist sicher richtig, dass Bioshock 2 eine schlechtere Story hat als der erste Teil, allerdings habe ich ihn trotzdem lieber gespielt. Das lag vor allem an der verbesserten Steuerung (man musste nicht ständig zwischen Waffen und Plasmiden wechseln). Alleine dieser Punkt hat den zweiten Teil für mich zu einem besseren Spiel gemacht. Vielleicht lag es aber auch daran das ich Bioshock 1 auf der Xbox 360 und den zweiten am PC gezockt habe 😉
    Übrigens war Bioshock 1 auf der 360 eines der wenigen Spiele (bzw sogar das einzige dass ich kenne), bei dem man den 30 FPS Framelock deaktivieren konnte. Schade das diese Option auf den Konsolen nicht öfter angeboten wird.

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  18. Oliver Ulpts 19. September 2015 / 11:28

    Der zweite DLC von Bioshock Infinite ist das Beste was Bioshock jeh hervorgebracht hat, alles andere war super aber der 2. DLC von Infinite ist ein Meisterwerk.

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  19. Dober 20. September 2015 / 23:55

    Ich würde gerne meinen Senf nur für’s erste Bioshock abgeben, hab Infinite noch nicht gespielt.

    Bzgl. des Plottwists habe ich so meine ganz eigene Erfahrung gehabt und einen Gedankengang verfolgt, den wohl sonst niemand hatte. DENN: Ich habe wenige Wochen vorher Far Cry 1 gespielt, in dem die Ausgangssituation die selbe ist. Mann strandet in fremder Umgebung und ein friendly ally lotst einen per Funk durch das Spiel, bis er sich als der Villain herausstellt. Für mich war in dem Moment klar, als sich Atlas zum ersten Mal über Funk meldet, dass er der Villain sein wird. Ich habe nicht eine Sekunde dran gezweifelt und den Spielverlauf so vorhergesehen, dass er mir erklärt, wer die Bösen sind und was ich tun muss um ihm UND mir selber zu helfen. Als er sich dann selber nach 2-3 Aufträgen nicht gezeigt hat war es nur umso mehr klar. Zugeben muss ich jedoch, dass mir das „Would you kindly“ nicht aufgefallen ist. Ich finde die Idee originell und habe hinterher überlegt, warum mir diese Phrase nie aufgefallen ist. Gut umgesetzt! Der Twists war aber meh.

    Ihr erwähnt noch, dass Bioshock und auch System Shock in geschlossenen Umgebungen mit logischen Grenzen spielen. Ich würde es für System Shock bestätigen, aber in Bioshock ist es doch nur Vorwärtslaufen, wie in jedem anderen Shooter auch, denn wirklich offenes Leveldesign oder gar Backtracking wie in System Shock gibt es hier überhaupt nicht. Erkundung lohnt mangels Inventar genau so wenig. Türen sind versperrt oder kaputt, Korridore blockiert. Es gibt immer nur den einen richtigen Weg und der geht nach vorne links oder nach vorne recht. Das hat mich auch unglaublich gestört. Zum Glück war der dämliche Idioten-Pfeil abschaltbar.

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    • Andre 21. September 2015 / 0:23

      Linearität und eine durch die Rahmenhandlung logisch begründete Kapselung der Spielwelt sind aber ja zwei paar Schuhe. Die Grenzen von Rapture sind vielleicht eng, aber es ergibt Sinn, dass sie eng sind. Wenn ich in MGS5 ermahnt werde, ich solle das Einsatzgebiet nicht verlassen, während ich versuche feindliche Truppen einfach weitläufig zu umgehen, macht das keinen Sinn.

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  20. Janno 28. Juni 2016 / 22:17

    Hallo werte Podcaster.

    Ich bin gerade dabei ältere Folgen schleunigst nachzuholen. „Obwohl“ es ja eigentlich ein GamingPodcast ist, mag ich besonders die philosophischen Aspekte eurer Gespräche. Ich würde daher (da ich ein sehr großer Verfechter dieser Theorie bin) gerne das kurz angeschnittene Thema Kommunismus nochmal ansprechen.
    Jochen brachte es gut auf den Punkt. Der Kommunismus wurde noch nie „versucht“.
    Wie früher Religionen genutzt wurden, um Macht zu festigen, bedienten sich alle angeblichen „kommunistischen Staaten“ (Kommunistischer Staat stellt ein riesiges Oxymoron da) einfach der Ideologie von Lenin. Betonen sollte man noch, dass dieser nachweislich nie das kommunistische Manifest gelesen hat.

    Jeder Staat, der den Kommunismus vielleicht ja auch wirklich angestrebt hat, blieb im Realsozialismus stecken. Das Problem ist einfach, dass Marx den Übergang zur klassenlosen Gesellschaft nicht genau geschrieben wurde. Es sollte eine Partei geben, die diese Gesellschaft umkrempelt und den Proleten die Macht übergibt. Aber überall, wo es konzentrierte Macht gibt, gibt es Menschen – z.B. Mao, Stalin -, die diese nicht wieder aufgeben wollen.

    Man müsse daher einen alternativen Weg für den Sozialimus finden. Ich habe bereits einmal eine Arbeit über das Thema geschrieben und bin zu der Alternative „Syndikalismus“ gestoßen, welche das vorher genannte Problem ausmerzt.

    Tschuldigung für diesen kleinen Exkurs, allerdings gebe ich einfach gerne meinen Senf dazu, wenn ich das Wörtchen Kommunismus höre, da diese Theorie aufgrund von Missverständnissen (wie z.B. Sowjet-Union=Kommunistischer Staat) viel zu negativ wahrgenommen wird.

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