Runde #26: Schluss mit dem Gemodse: Unsere publisherfreundlichste Folge aller Zeiten

Nach 25 Folgen ohne Ölscheich wird es höchste Eisenbahn, dass wir mal so richtig Publisher-Ass-Kissing betreiben. Man will sich ja keine potentiellen Sponsoren vergraulen, selbst wenn die ihr Geld längst auf Youtube ausgeben und höchstens bezahlen würden, um uns beide krepieren zu sehen (dann aber viel!). Entsprechend präsentieren wir mit dollargeschwellten Brusttaschen unsere bislang erste Folge, in der wir für die Publisher Partei ergreifen – und das auch noch wenn es um die kapitalistische Schweinemasche geht, für Mods Geld einzukassieren (na, jetzt bleibt euch der „da ist ein Schreibfehler in der Headline“-Post im Halse stecken, wa?)!

Falls ihr wollt, dass das die letzte Folge bleibt, in der wir jemals ein positives Wort über Publisher verlieren und in Zukunft deren Recht leugnen, auch nur einen Cent zu verdienen (wahre Spieleentwickler machen das wegen der Kunst!) – dann gebt uns eine 5-Sterne-Bewertung auf iTunes und schreibt ein nettes Review dazu! Falls ihr nicht wollt, dass wir das tun, dann könnt ihr auch das haben. Wie? Ganz einfach: Geht schnell auf iTunes und gebt uns eine 5-Sterne-Bewertung mit Review! (Eventuell widerstreitende Aussagen sind möglicherweise in Teilen oder vollständig gelogen um 5-Sterne-Reviews zu erhalten).

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73 Gedanken zu “Runde #26: Schluss mit dem Gemodse: Unsere publisherfreundlichste Folge aller Zeiten

  1. ML 4. Oktober 2015 / 0:47

    sense of entitlement = Anspruchsdenken

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  2. Lukas 4. Oktober 2015 / 1:40

    Also bei den Mods war ein großes Problem, dass irgendwelche Leute sich Mods vom Nexus gezogen und die dann schnell im Workshop hochgeladen haben, um mit der Arbeit anderer Leute Geld zu verdienen. Da hätte es eine Kontrolle geben müssen, klar könnte man argumentieren, dass sowas halt zum ersten mal eingeführt wurde und dass es immer Kinderkrankheiten gibt, aber das ist für mich wie Diebstahl.

    Zum Beispiel „Die Serie läuft in den USA im FreeTV und hier muss ich 30€ für die DVDs zahlen“ muss man sagen, dass man die ja durch das Ansehen der Werbung bezahlt, so wie man im Netz auf z.B. Gamestar.de für den Inhalt (wie ihr ja auch erwähnt habt) quasi mit dem Ansehen der Werbung zahlt.

    Was haltet ihr von einer Folge über C&C, seinen Aufstieg und Fall oder so?

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    • Andre 4. Oktober 2015 / 1:46

      An solchen schnellen, illegalen Aktionen wäre das „Projekt“ aber nie gescheitert. Diese Mods hätte man ausgesiebt und fertig. Diejenigen, die das gemacht haben, mussten Valve ja sogar einen Weg anbieten, ihnen Geld zu überweisen und wären dadurch leicht ausfindig zu machen.

      Zum Aufstieg und Fall von C&C gibt es bereits einen GameStar (Plus) Report.

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      • Lukas 4. Oktober 2015 / 1:56

        Dass das Projekt daran gescheitert wäre will ich ja gar nicht behaupten, nur den Umstand anprangern.

        Oh, den kannte ich noch gar nicht, hab ich wieder was zu lesen. Auch wenn mich da besonders eure Meinung interessiert hätte.

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        • Andre 4. Oktober 2015 / 1:59

          Der Niedergang von C&C ist ja an den des ganzen RTS-Genres gekoppelt und der wiederum an den Verlust der PC-Marktanteile. Ich weiß gar nicht, wie viel davon Meinung wäre und nicht bloßes Nacherzählen bekannter historischer Realitäten, ehrlich gesagt.

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          • Lukas 4. Oktober 2015 / 2:03

            Klingt logisch, wenn man mal so darüber nachdenkt …. Okay, vergesst das mit der C&C Folge 😀

            WIe wäre es stattdessen mit einer Folge über den Wandel des Shootergenres und den immer gleichen Millitärshootern die er mit sich brachte (bin mir grade nicht ganz sicher, ob ihr euch damit schon mal näher befasst habt, glaube aber nicht)?

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  3. Nico 4. Oktober 2015 / 11:39

    Wie schön dass Jochen es noch angesprochen hat, denn ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass die ganze Aktion von Bethesda geplant war. Ich weiß, solange Dummheit eine Option ist, sollte man nicht von Böswilligkeit ausgehen, aber so blind kann doch kein Mitarbeiter sein, der es jemals in eine Entscheidungsposition bei Bethesda geschafft hat:

    Der meiner Meinung nach der größte und offensichtlichste Fehler war schlicht das fehlende Startangebot. Es ist doch offensichtlich, dass qualitativ hochwertige Mods wesentlich länger in Entwicklung sein müssen als irgendwelcher schnell zusammengeklauter Abzock-Ramsch. Entsprechend hätte Bethesda vorab an einige bekannte Modder herantreten und sie „Launch-Mods“ entwickeln lassen müssen. Dann hätte man ganz leicht alle scheinheiligen Argumente der Community damit erschlagen können, dass diese tollen Mods nur durch die Chance zum Geld verdienen ermöglicht wurden. Und als netter Nebeneffekt wäre der ganze Billig-Crap dahinter zumindest zum Launch „überdeckt“ worden.

    Und das andere Indiz dafür, dass Bethesda es nie wirklich ernst gemeint hat, ist das schnelle Rückrudern nach der ersten Kritik. Inzwischen weiß doch jeder, dass man Shitstorms problemlos und ohne langfristigen Schaden aussitzen kann, solange es nicht das eine schlagende Argument gibt, das selbst von außen kommende Betrachter überzeugen kann. Gerade Bethesda hätte hier einen langen Atem zeigen können, da das einzige Risiko die paar Skyrim-Verkäufe Jahre nach dem Launch waren, die sicher nicht wegen ein paar grantigen Mod-Usern eingebrochen sind.

    Für mich war lediglich die Frage offen, was Bethesda sich (unter Annahme der „Verschwörungstheorie“) von der ganzen Aktion versprochen hat. Aber mögliche Gründe hat Jochen ja im Podcast aufgeführt.

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    • Andre 4. Oktober 2015 / 17:19

      Ich glaube, die Zusammenarbeit mit Steam ist für viele dieser „Unstimmigkeiten“ verantwortlich (insbes. das schnelle Zurückrudern). Bzw. halte ich das für viel plausibler, als jede Verschwörungstheorie.

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  4. Haecky 4. Oktober 2015 / 12:00

    Hallo Beerbuddys,

    endlich mal wider ne gute Folge.

    Aber auch ich als Mod Entwickler und Mod Übersetzer bin total dagegen das Publisher die Möglichkeit einräumen Geld für zu verlangen.

    Wenn es Mod x nur auf Englisch gibt ich aber Spiel mit Story (vor allem bei Rollenspielen) nur auf Deutsch spiele und daher den Mod modden will, jetzt aber Mods kostenpflichtige „Produkte“ sind, bekommen wir schon ein Problem.

    Wenn Publisher wirklich noch zusätzlich Geld mit ihrem Spiel verdiene wollen, sollen sie 90% der einnahmen aller Let’s Player abkassieren. Das is auch Kontent der mit den Inhalten ihres Spiels erzeugt wird und an dem sogar jetzt schon Leute Geld damit verdienen.

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    • Lukas 4. Oktober 2015 / 14:34

      Also bei dem Problem des Mod moddens kann man sicherlich eine Lösung finden, z.B. der Mod-modder fragt beim Modder des Originals an, ob er es Modden darf und die Einnahmen der gemoddeten Mod werden durch vier (Valve, Bethesda, Modder und Mod-modder) geteilt. Problem gelöst.

      Zu der Let’s Play Sache muss man sagen, dass die Publisher das in vielen Fällen als Werbung ansehen. Die geben den Let’s Playern ja nicht umsonst Vorabversionen zum hypen der Community.

      Nintendo wiederum fährt auf der „wir wollen mitverdienen Schiene“ und verlangt (ich glaube) 40% der Werbeeinnahmen der Let’s Player, die Nintendos Spiele zeigen. Soweit ich weiß zwar nur in den USA, aber dort ist die Anzahl der Nintendo Let’s Plays eingebrochen.

      Ich schätze du wolltest übertreiben, als du 90% geschrieben hast, aber wenn die Publisher das durchsetzen würden gäbe es keine (beziehungsweise kaum noch) Let’s Plays mehr, da viele der Let’s Player davon inzwischen leben.

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      • Haecky 4. Oktober 2015 / 15:21

        Hallo Lukas,

        „Mod-modder fragt beim Modder des Originals an, ob er es modden darf…. Einnahmen durch vier teilen“:

        Glaubst du das im Ernst? Sollte man je wirklich mit Mods Geld verdiene könne wird JEDER sein kleine Stück von Kuchen mit Zähnen und Klauen verteidigen. Dann wird nicht mehr deshalb gemoddet um sein Lieblingsspiel zu verbessern oder zu bereichern sondern um damit Geld zu machen.
        Schau dir Youtube an, früher wurden Videos aus Lust Freude und Schaffensdrang erstellt, jetzt fast nur noch des Geldes wegen.
        Auch bei Mods würde es nicht anders laufen. (Ich sehe schon die Mod-Netzwerke kommen)

        Ach und noch ne Kleinlichkeit zum Vergleich DLC vs. Mod wenn ich für eine Mod Geld bezahle und danach funktionieren Teile das Spiels nicht mehr richtig, bei wem muss ich den meine Ersatzansprüche geltend machen?

        „Let’s Play = Werbnung“: Das mag sein, auch Mods sind eine Art Werbung für Spiele vor allem dann wenn das Spiel schon ein paar Wochen im Laden stand und sich kein Let’s Player mehr dafür interessiert halten Modder das Interesse am Spiel hoch und animieren die Leute auch dazu die DLC`s zu kaufen die oftmals Voraussetzungen für so manche Mod sind.

        Und zu guter Letzt noch zum Thema „Let’s Player leben von Let’s Plays“: Wie Andre und Jochen bereits für die Mods ausgeführt haben: Welche Deppen müssen diese CEOs sein wen die sich eine solche Goldgrube einfach so entgehen lassen.

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      • Axel 4. Oktober 2015 / 15:24

        Und von was leben diese Let’s Player? Von der Arbeit anderer! Das was die machen ist – Achtung Anthologie! – ziemlich ähnlich wie das was Musik, Software- und Filmpiraten machen. Laden die Arbeit anderer auf kostenpflichtigen Hostern um damit Geld zu verdienen. Was anderes sind Let’s Plays nicht – da wird einfach irgendwas gespielt und belangloses drübergequatscht!

        Warum sollen Publisher da nicht mit dran verdienen dürfen?

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        • Lukas 4. Oktober 2015 / 15:47

          Das Kommerzargument ist schon richtig, aber wenn man sich davon abschrecken lässt, dann kann man auch gleich aufhören Kreativ zu arbeiten weil man angst hat, dass irgendjemand das gleiche aus Profitgier macht. Das ist ne schwierige Sache, aber da kann man ja Lösungen für finden. Wichtig ist, dass die Publisher transparent an die Sache rangehen.

          Ich hab doch nie gesagt, dass die Publisher an den Let’s Plays nicht mitverdienen dürfen, nur dass sie es indirekt durch die Werbung machen und dass diese Werbung durch das direkte Mitverdienen schwindet. Natürlich haben die Publisher jedes recht daran zu verdienen.

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          • Haecky 4. Oktober 2015 / 16:00

            Ach Lukas,

            das ist ja das schöne an den Mods, man kann daraus aktuell kein Geld schlagen.
            Daher geben Modder einfach so das Beste um aus Leidenschaft ihr Lieblingsspiel zu verbessern.

            Aber du wirst es an dem Tag verstehen an dem der Typ der jetzt noch ein super Rüstungsset für „Skyrim“ erstellt hat beim nächsten „Elder Scrolls“ Teil dir jedes Stück der Rüstung für 1€ auf Steam verkauft. Der Patcht dann seine Mods nicht mehr nach, das bringt kein Geld, der verkauft dir einfach ne neue Rüstung.

            Und was Geld mit Let’s Playern verdiene angeht, es müssten sich einfach alle großen Publisher darauf einigen 40% der einnahmen zu verlangen.
            Es würde ein kurzer Aufschrei durch das Internet hallen und dann würden alle die das Beruflich machen sich damit abfinden und weiter machen.

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          • Axel 5. Oktober 2015 / 13:05

            „Ich hab doch nie gesagt, dass die Publisher an den Let’s Plays nicht mitverdienen dürfen, nur dass sie es indirekt durch die Werbung machen und dass diese Werbung durch das direkte Mitverdienen schwindet. Natürlich haben die Publisher jedes recht daran zu verdienen.“

            Das Argument mit der Werbung zündet nicht! Jemand, der ein Spiel komplett gesehen hat, wird es nicht mehr selbst spielen wollen! Beispielsweise Adventures. Wenn jemand ein Telltale – Lets Play macht, wer soll das danach noch selbst spielen wollen? Danach ist doch alles gesehen!

            Das mit der „Werbung“ ist eines der schlimmsten „Argumente“ überhaupt. Frage mal Fotografen, Musiker, Autoren und andere Kreativschaffende, wie oft sie das mit der „Werbung“ zu hören bekommen, damit sie ihre Arbeit bitte verschenken.

            Davon abgesehen sind Lets Plays häufig auch einfach nicht kreativ, dann doch lieber hübsche Review-Videos wie sie beispielsweise der Parappa macht: https://www.youtube.com/user/TheParappa/videos – DAS ist kreativ.

            Es gibt natürlich auch kreative Let’s Plays, wie dieser zum ersten DSA Spiel:

            Aber DAS sind die absoluten AUSNAHMEN auf YT und die Ersteller machen damit überhaupt kein Geld, weil die Videos vergleichsweise nicht geguckt werden! Kreativer und hochwertiger Content funktioniert auf YT numal nicht!

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          • Lukas 5. Oktober 2015 / 13:26

            Stimmt, Youtube und kreativ funktionieren nicht miteinander, von der Kreativität des Contents hab ich ja aber auch nichts abhängig gemacht. Auch die Einheitsbratwurst vom Fließband wird konsumiert und die ist auch in keinster weise kreativ.

            Aber egal, darum soll es gar nicht gehen, wenn das Argument der Werbung falsch ist, warum geben die Publisher und Entwickler denn dann ihre Spiele an die Let’s Player raus? Beispiel Gronkh und Daedelic.

            Ich hätte mir die Deponia Spiele damals nicht gekauft, wenn ich sie nicht vorher bei Gronkh gesehen hätte (und bevor du mir jetzt Fanboytum vorwirfst, ich gucke schon länger keine Let’s Plays mehr, grade weil mir das alles zu unkreativ ist).

            Hast du die Podcastfolge mit Pietsmiet gehört? Peter erklärt dort, dass die meißten Singleplayergames nur über 3-5 Folgen von vielen Leuten geguckt werden und die Zuschauerzahlen danach dramatisch absacken. Und zwar weil die Zuschauer in diesen ersten Folgen entscheiden, ob das spiel sie interessiert. Wen es interessiert wird es mit großer Wahrscheinlichkeit kaufen, wen es nicht interessiert würde sich das Spiel sowieso nicht zulegen.

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          • Andre 5. Oktober 2015 / 21:41

            Naja, Piet argumentiert so, dass es viele kaufen. Piet hat aber ein Eigeninteresse, das so darzustellen. Mann könnte auch vermuten, dass die Leute genug gesehen haben und was anderes schauen.

            Grundsätzlich glaube ich, profitieren kleine Studios wie Daedalic deren Produkte in der Masse keiner kennt überproportional von Lets Plays. Aber bekannte Spiele deutlich weniger. Jeder kennt schon Call of Duty und weiß, was ihn da erwartet. Entsprechend wenige sitzen vor dem Lets Play und denken dann „Oh, was ist das, vielleicht kaufe ich das mal!“

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          • Mirko 6. Oktober 2015 / 19:34

            Ich finde man kann Let’s Plays nicht eins zu eins mit Mods vergleichen. Bei Let’s Plays könnte man vielleicht sagen, dass es sich quasi um einen vom Let’s Player gedrehten Werbespot handelt, da es bei dort oft mehr um die Person als um das Spiel geht. Vorausgesetzt, dass die Videos wirklich entscheidend die Verkaufszahlen beeinflussen.

            Bei einer Mod geht es, meinem Eindruck nach, aber in erster Linie um das „Produkt“, den meisten wird wohl egal sein wer sie gemacht hat, solange sie funktioniert und ihnen Spaß macht. Man hört vielleicht: Für Skyrim gibt es tolle Mods! Oder diese und jene Mod! Und nicht: Bekannter Modder XY hat seine neue Mod für Spiel YX released.

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    • Andre 4. Oktober 2015 / 17:17

      Warum bekommst du dann ein Problem? Du kannst doch die Übersetzung kostenlos liefern. So wie jetzt der Mod kostenlos des kostenpflichtige Hauptspiel erweitert. Fanübersetzungen scheitern ja nicht daran, dass die Übersetzer dann bei Sony Online auf einmal wegen Kohle vorstellig werden etc. Und wenn Modder fehlerhafte Mods abliefern wollen, müssen sie die halt kostenpflichtig halten oder mit einem entsprechenden Disclaimer versehen. Early Access beweist ja, dass das die Leute nicht zwingend abschreckt.

      Das kostenlose Mods dem Endkunden vielleicht besser gefallen, ist klar, war aber ja nicht Grundlage unserer Diskussion.

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      • Haecky 4. Oktober 2015 / 17:37

        Ok Andre,

        ich mach das mit der Übersetzung mal an nem konkretem Beispiel fest.

        Vor einiger Zeit passte ich eine UI-Mod aus dem englischen an da dieser mit den Bezeichnungen der Deutschen Items einfach nix anfangen konnte.

        Dazu musste ich die Mod-Datei öffnen und umschreiben.

        Was glaubst du würde wohl passieren wenn der Ursprungsmod für Geld bei Steam zum verkauf gestanden hätte?

        Egal ob ich die neue Mod-Datei kostenlos oder kostenpflichtig irgendwo angeboten hätte, ich hätte nach kürzester Zeit Probleme am Hals.

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        • Andre 4. Oktober 2015 / 18:40

          Verstehe nicht, warum du das denkst? Warum sollte sich der Mod-Entwickler beschweren, wenn du kostenlos seinen Mod auf Deutsch übersetzt? Selbst wenn du deine Übersetzung kostenlos anbietest: Solange sie seine Mod nicht ersetzt, sondern voraussetzt, gewinnt er doch nur?

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          • Haecky 4. Oktober 2015 / 18:51

            Dir ist schon klar wie Mods für Fallout oder Skyrim gestrickt sind?
            Es werden bei fast allen Mods (außer sie enthalten sehr viele neue Texturen) einfach ALLE Daten in einer Mod-Datei gespeichert.

            Deshalb funktionieren solche Übersetzungen so gut wie immer ohne den Orginalmod außer der Autor hat es von Haus aus so vorgesehen das alle Daten die etwas mit Items oder Sprache zu tun haben in einer separaten Datei abgelegt werden.

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          • Andre 4. Oktober 2015 / 21:30

            Dann musst du dem halt deine Übersetzung schicken oder es gibt keine.

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      • Haecky 4. Oktober 2015 / 18:11

        Sorry, dem Satz kann ich nicht ganz Folgen:
        „Und wenn Modder fehlerhafte Mods abliefern wollen, müssen sie die halt kostenpflichtig halten oder mit einem entsprechenden Disclaimer versehen.“

        Sagen wir ich würde ne Fallout 4 UI schreiben mit dem das Spiel durch einen Fehler abstürzt wenn eine der S.P.E.C.I.A.L Attribute den Wert 15 übersteigt und dabei gleich auch noch den Spielstand killt.
        Das verkauf ich dann für 5€ bei Steam.
        Sollte der Fehler dann bemerkt werden, was hätte ich davon ihn zu beheben?
        Ich ändere doch dann einfach das UI etwas ab ändere den Namen und verdiene nochmal 5€ von all den netten Leuten.

        Ich sehe den Gewährleistungsanspruch für eine funktionierende Software gegen und seine Durchsetzbarkeit gegen mich einfach nicht.

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        • Andre 4. Oktober 2015 / 18:35

          Naja, Steam würde da regulierend eingreifen, die Community würde dich boykottieren und ich wäre mir nicht mal sicher, ob das legal machbar wäre. Ich glaube, dass ist ein sehr hypothetisches Problem, dass in der Realität durch die gegebenen Mechanismen ausgemerzt wird. Kannst du damit ein paar Leute über den Tisch ziehen? Vermutlich. Aber das passiert ja auch schon überall mit schrottiger Software. Dann sind die Bewertungen im Keller, dein Anbieterprofil geflaggt, die Foren voll mit Warnungen etc.

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          • Haecky 4. Oktober 2015 / 18:45

            Das es nicht legal ist und ich sie Software in eine funktionierenden zustand bringen müsste das steht außer Frage.

            Aber warum glaubst du sollte ich auf die Gefahr hin das mein Anbieterprofil geflaggt oder was auch immer wird für das anbieten von Mods mein „Orginalprofil“ verwenden?
            Das würd ich auch ohne jede Böse Absicht nicht tun, viel zu gefährlich.
            So was wie bekannte Moddernamen gibt es nur bei extrem großen Mods, darum können kleine Modder auf die Dauer auch auf ne gute Bewertung verzichten.

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          • Andre 4. Oktober 2015 / 18:50

            Aber ein Anbieterprofil bei Steam ist doch nicht irgendein anonymer Account, den du beliebig oft neu anlegen kannst. Allein schon um ihren Umsatz zu versteuern müssen die dir ja als Firma / Person eine Rechnung stellen. Ich hab keine Ahnung, wie das im Detail aussieht, aber IMO wird das nicht vergleichbar sein mit normalen Steam-Accounts, wo du mal eben 20 Alts anlegen kannst. Und wenn das doch zum Problem wird, wird Steam da eben die Schrauben anziehen oder die Kundschaft meidet die Mod-Sektion irgendwann… Ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Szenario mehr als eine Kinderkrankheit darstellen würde. Oder warum laden nicht Hunderte von Leuten irgendwelche Indiegames hoch und verkaufen sie als ihre eigenen?

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  5. faedwen 4. Oktober 2015 / 15:08

    manchmal ist es wirklich interessant zu hören wie ihr euch der eigenen doppelmoral hingebt.
    auf der einen seite, wenn es euch selbst monetär betrifft, wird auf friss oder verzichte auf konsum bestanden (adblocker) .

    steht es aber euerem eigenem konsum im weg, wird eine moralisch „lücke“ gefunden, um vor sich selbst die handlung zu legetimieren.(vpn).

    um euren eigen satz mal anzuwenden :

    entweder ihr konsomiert medien so wie vom anbieter gewollt, oder verzichtet einfach darauf.
    er wird es schon merken,dass plötzlich weniger menschen sein angebot nutzen und dann dementsprechend handeln oder pleite gehen.

    ansonsten wie so häufig eine sehr nette sonntag nachmittag unterhaltung.

    grüßle

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    • Andre 4. Oktober 2015 / 17:12

      Einerseits richtig – wenn ich mich nicht irre, geben wir das in der Folge auch zu? – andererseits ist es IMO ein großer Unterschied ob man dem Eigentümer gar kein Geld gibt und Kosten verursacht (Adblocker) oder ein Angebot bezahlt, dass man aus dem eigenen Land nicht nutzen soll, nach Willen des Anbieters. Moralische Einschätzungen sind ja keine binären Festlegungen. Hier ist dann halt unser Gerechtigkeitsempfinden gestillt, sozusagen. Aber klar, streng genommen ists auch nicht ok.

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      • Strabo 13. Oktober 2015 / 8:17

        Na ja, aber die Argumentation ist letztlich, dass man sich im FreeTV alle Werbung gefälligst anzusehen hat und sicher nicht auf Klo geht, weil damit „stiehlt“ man ja die Leistung, weil die gratis Serie wird ja gegen die Werbung getauscht, genau wie auf einer Webseite – und wenn du die Werbung nicht siehst (weil die Klotür dein Werbeblocker ist) machst du genau das nicht.

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        • Andre 13. Oktober 2015 / 23:00

          Nicht vergleichbar. Im Free-TV zahlt der Werbende für die Ausstrahlung. Ob du schaust oder nicht mindert die Einnahme nicht mehr. Es meckert auch keiner, wenn du ne Printanzeige unbesehen überblätterst.

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  6. Lukas 4. Oktober 2015 / 16:13

    Okay … das ist schlüssig, auch wenn man da wieder vom schlechten im Menschen ausgeht. Aber wenn ich so darüber nachdenke wird das wahrscheinlich auf 60%+ zutreffen

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  7. Peter Müller 4. Oktober 2015 / 18:03

    Eines der Probleme an kaufbaren Mods ist, dass der Anbieter dann auch irgendeine Art von Service anbieten muss. Sprich wenn der nächste Patch für das Spiel die Mod unbrauchbar macht, muss der Ersteller nachbessern. Ein weiteres Problem ist, dass viele Mods auf anderen Mods aufbauen oder eine Installation derer verlangen. Anbietern kostenloser Mods wird es aber gar nicht schmecken, wenn andere Mod-Entwickler mit ihrer Arbeit Geld verdienen. Da ist Streit vorprogrammiert. Bethesda müsste sich die Mühe machen jeden kaufbaren Mod vorher zu testen, so wie es Apple bei neuen Apps macht. Das würde aber bedeuten, dass sich der Release von Mods verzögert und man nicht zwei Tage nach Veröffentlichung ein User Interface-Mod hat.

    Ich persönlich habe noch nie eine Mod verwendet, mich interessieren sie schlicht nicht. Außerdem zocke ich meist auf Konsole. Natürlich gibt es keinen Anspruch auf kostenlose Mods, die Entwickler könnten sich die Arbeit ja auch einfach schenken oder die Spiele nur für sich privat modden. Aber wenn man daran gewöhnt ist, dass etwas nix kostet, dann will man nicht plötzlich dafür zahlen müssen.

    Eure Meinung zu AdBlockern habe ich in der Schärfe bisher nur von Jörg Langer gehört. Möglicherweise sind die anderen Spielejournalisten einfach zu feige und wollen keine Leser vergraulen. Wenn man eine so technikaffine Zielgruppe hat, dann ist die Adblocker-Quote natürlich höher als bei SPON. Wobei die Installation eines Blockers heutzutage wirklich keine große Kunst mehr ist. Den User langsam an ein Abo-Modell zu gewöhnen statt auf seine Ehrlichkeit zu hoffen, scheint mir der erfolgsversprechendere Weg zu sein. Ich befürchte, dass in Zukunft viel mehr Werbung als vermeintlich redaktionell getarnter Artikel erscheinen wird. Dies ist bei YouTube ja stellenweise schon heute der Fall. Irgendwann werden die Grenzen zwischen Public Relations und Journalismus verschwimmen und Pressemitteilungen unbearbeitet als News veröffentlicht.

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    • Andre 4. Oktober 2015 / 18:36

      Bethesda wird sich da fein raushalten. Das wird sein, wie bei Kickstarter und Steam Early Access: Kaufen auf eigene Gefahr mit Nutzerbewertungen als Filter.

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      • Haecky 4. Oktober 2015 / 19:00

        Sorry Andre,

        ich find deine Naivität in der Hinsicht fast schon zum Lachen, glaubst du echt das wenn die Leute erst mal einige nicht richtig funktionierende Mods gekauft haben und sich darüber ärgern, sie den Ärger an dem kleine Modder der nur 25% ihres Geldes eingestrichen hat auslassen?

        Ne die gehen dann auf Bethesda los und das is dann das Ende der Modunterstützung.

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        • Andre 4. Oktober 2015 / 21:32

          Das ist aber wieder eine andere Diskussion? Und wer sagt denn, das der Modder den Support nicht liefert, wenn er Geld damit verdient? Es gibt ja auch professionelle Firmen für Plugins etc.

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          • Haecky 4. Oktober 2015 / 22:23

            Sorry Andre,

            ich klink mich erst mal aus der Diskussion aus, mir is jetzt klar das du Bezahl-Mods für ne Super Idee und den nächsten großen Wurf in der Spielindustrie hältst.

            Meiner Meinung nach wären sie im besten Fall ein Ärgernis wie unsere geliebten Mikrotransaktionen und im schlimmsten Fall der Tod von gutem user generated content.

            Und ein Modder Support erfahrungsgemäß seine Mods meist nur so lange wie ihn das Spiel interessiert. Bin gespannt wer danach seine Mods für neue Patches updatet.

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          • Andre 4. Oktober 2015 / 22:43

            Ich finde die Gegenargumente sind gültig, aber sie erscheinen mir nunmal lösbar. Wird das in jedem Fall das gleiche oder ein wünschenswertes Ergebnis haben? Nein. Aber die Bedenken bezüglich der Realisierung und insbesondere hinsichtlich der Betrugsversuche sind IMO Dinge, die durch den Markt und die Plattform behoben bzw so weit wie nötig eingegrenzt werden können. Das hat nichts damit zu tun, ob ich Bezahlmods grundsätzlich für eine tolle Idee halte. Ich bin nur auf deine Beiträge eingegangen – recht knapp, weil ich immer mal zwischendrin kommentiert habe, eben zB beim Kochen. Wenn dich das nicht überzeugt, erst recht in der verknappten Argumentation: völlig legitim. Aber der pampige, eingeschnappte Ton hat hier nichts verloren.

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          • Haecky 4. Oktober 2015 / 22:54

            Dann möchte ich mich hiermit dafür entschuldigen,

            das anscheinen Teile meiner Texte (die ich auch nur so nebenbei verfasst habe) pampig und eingeschnappt rüber kamen.
            Das war nicht meine Absicht.

            Aber du hast recht, deine Argumente überzeugen mich wirklich nicht.

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          • Mirko 6. Oktober 2015 / 19:45

            Also wenn ich Modder wäre und respektables Geld mit einer Mod verdienen würde, sehe ich nicht ganz, wieso ich die Mod nicht updaten sollte. Die wird ja wohl über einen längeren Zeitraum als bis zum nächsten Patch gekauft werden und Spiele werden irgendwann sowieso nicht mehr gepatched. Solange sich der Zeitaufwand für den Modder lohnt, sehen ich nicht warum jemand auf geldgeilen Faulpelz machen sollte, wenn noch mehr für ihn drin ist.

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      • Peter Müller 4. Oktober 2015 / 19:02

        Aber Steam trifft doch eine Vorauswahl, oder? Meine mich daran erinnern zu können wie sich mal ein deutsches Studio darüber beklagt hätte wie schwer es wäre mit ihrem (fertigen) Spiel von Steam aufgenommen zu werden.

        Wird Otto-Normalkunde wirklich wissen, dass nicht Bethesda schuld ist, wenn seine Mod plötzlich nicht mehr funktioniert?

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    • Jochen 4. Oktober 2015 / 18:58

      „Irgendwann werden die Grenzen zwischen Public Relations und Journalismus verschwimmen und Pressemitteilungen unbearbeitet als News veröffentlicht.“

      Irgendwann? Das ist – mit minimalen Bearbeitungen – schon längst Usus.

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      • Peter Müller 4. Oktober 2015 / 19:09

        Im Spielejournalismus? Also bei GamersGlobal bemühe ich mich immer um eine kritische Einordnung und darum, dass euphorische Versprechungen der Publisher nicht einfach so im luftleeren Raum stehen. In puncto Print lese ich nur noch die M!Games und ab und zu die Gamestar, aber auch dort bin ich nicht der Ansicht, dass einfach nur die PR-Meldungen abgeschrieben werden. Aber in Zeiten schlechtbezahlter News-Autoren auf allen Seiten, ist die Verlockung natürlich groß sich die Arbeit ein wenig leichter zu machen. Vor allem auf Maniac.de stehen manchmal Meldungen, die überhaupt keine News-Relevanz haben. Allerdings kommen die nicht von der Redaktion des Heftes, die haben Print und Online strikt getrennt.

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        • Jochen 4. Oktober 2015 / 21:24

          In Print wird sicherlich noch redaktionell aufgearbeitet, aber ein erheblicher Teil des weltweiten Online-News-Journalismus ist schon längst PR-gesteuert. Dazu muss man übrigens auch gar keine Pressemeldungen mehr verschicken, das ist so 2002. Geschickt einen Tweet platziert und allen beim voneinander Abschreiben zuschauen … Coverage! Wenn sich ein paar News-Autoren dann die Mühe machen, das kritisch einzuordnen, ist das sicher löblich … dem Publisher aber ziemlich egal, weil die Message längst unters Volk gejubelt wurde.

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  8. Nimlod 4. Oktober 2015 / 22:58

    Hätten sie mal das mit den Bezhalmods bei Skyrim beibehalten. Wir wären reich, Andre. Die Abermillionen von Gamestar-Fans, die die Gamestar Mod sicherlich noch abonnieren werden, hätten mich im Geld schwimmen lassen. Und mit euren Originalstimmen darin, wären für euch auch noch Badewannen voll geblieben. 😉

    Spaß beiseite, ich finde es gut, dass ihr das ganze Bezahl-Thema aufgegriffen habt. Manchmal meint man im Internet, man wäre allein auf weiter Flur mit der Meinung, dass man im Internet mit der gleichen moralischen Einstellung wie im handfesten Leben auch zu Werke gehen sollte. Ich konnte mich eurer Meinung durchwegs anschließen und bin jetzt mal auf die weiteren Posts im Kommentarbereich gespannt. 🙂

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    • Andre 4. Oktober 2015 / 23:00

      Ja, schon wieder ein Güterzug voller Geld der an mir vorbei fährt.

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  9. Michi 5. Oktober 2015 / 1:52

    Schöner Podcast, vielen Dank dafür! Dazu mal „my two cents“: Jochens Beispiele der populären Skyrim-Mods (und was man damit verdienen würde) waren zwar gut, aber solche Mods mit so hohen Downloadzahlen sind ja dann doch eher Ausnahme (zumindest wenn man sich auch mal andere Spiele ansieht). Am besten wäre für Modder wohl ein freiwilliges Spendenmodell, da sie damit auch keine Verpflichtung zu Gegenleistung (Qualität…) eingehen – was übrigens ja auch etwas für Medien wie diesen Podcast wäre (wann seid ihr endlich bei „Patreon“ oder – da „Patreon“ ja gerade gehackt wurde – bei Tipee?).
    Bei einem Spendenmodell würden die eigentlichen Spiel-Entwickler allerdings außen vor bleiben. Natürlich sagt ihr richtig, dass die Modder ja auf den Spielen aufbauen, allerdings würde ich Mods als Verkaufsgrund für das Grundspiel nicht unterschätzen – ARMA 2 hat sich aufgrund des kostenlosen DAY Z-Mods ja zwischenzeitlich wieder extrem gut verkauft. Und auch Spiele wie die „Landwirtschaftssimulator“ und „Cities Skylines“ werben ja geradezu mit ihrer Modbarkeit und dem immer neuen Content.
    Ich glaube ein Grundproblem bei der Diskussion um Bezahl-Mods und die „kostenlos Mentalität“ ist die nicht zu beantwortende Frage wann etwas „Arbeit“ bzw. was „Arbeit“ überhaupt ist. Mods entspringen ja erstmal (zumindest wird dies angenommen) aus einem „just for fun“-Antrieb der jeweiligen Person – die hat einfach Spaß daran und entwickelt etwas in ihrer Freizeit. Da Mods aber immer professioneller werden, fließt auch immer mehr Zeit in sie und die Freizeit reicht nicht mehr aus. Da die Person im heutigen Wirtschaftssystem eben Geld verdienen muss um zu überleben (leider haben wir noch kein Bedingungsloses Grundeinkommen) und eben Zeit von ihrer eigentlichen Lohnarbeit abzweigen muss, muss sie irgendwann auch Geld mit ihrem Mod verdienen.
    Was viele nicht verstehen ist, dass sie annehmen das, wenn etwas Spaß macht, man es auch kostenlos machen würde. Dem Vorwurf sehen sich viele Let’sPlayer ja auch ausgesetzt: „Du spielst ein Spiel und willst dafür noch Geld haben indem wir die Werbung vor deinem Video gucken? Wtf?!“. Ich hoffe ich konnte rüberbringen, was ich meine.
    Und noch kurz etwas zu „feindlichen Übernahmen“: Natürlich brauchen die Unternehmen Cash-Cows um zu überleben und nicht aufgekauft zu werden. Allerdings kann es mir als Konsument erstmal sehr egal sein ob jetzt EA ein „Fifa“ rausbringt oder „Activision“ – wenn sich das einzelne Produkt rechnet wird es erhalten bleiben. Das erinnert mich – ist einer von euch beiden Fußballfan? – an den Aufschrei als „Sport1“ die Rechte für Fußball-Online-Radio-Übertragungen vor einigen Jahren erworben hat (die lagen zuvor beim unabhängigen kleinen Unternehmen „90elf“). Da gab es einen riesen Aufschrei. Als es dann auf „Sport1“ lief stellte sich heraus das sie selbst die Moderatoren mit übernommen haben und es einfach dasselbe war wir bei „90elf“. Und noch ein Beispiel aus der Videospielwelt: Als das chinesische Unternehmen „Tencent“ (vielleicht das Unternehmen, das ihr meintet) 2011 die Mehrheit bei „Riot Games“ erworben hat, hat sich „League of Legends“ meines Wissens nach auch nicht groß verändert.
    So, sorry für die Länge des Kommentars. Achja und gebt doch mal eine Adresse an zu der man euch Bier schicken kann 😉 Das wäre doch eine super Hörer-Bindung – und ihr spart Geld 😉

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  10. Chris 5. Oktober 2015 / 10:49

    Also mit Jochen ähm Herrn Gebauer möchte ich ja keine Sendung im Privaten Fernsehen schauen. Ich schaue so ungerne Werbung und wenn dort Werbung kommt schalte ich immer um. Jochen fährt sich die dann sicher ganz stramm rein, weil sonst würde er ja sich eine Dienstleistung erschleichen, den Film/Sendung schauen aber nicht die Werbung welche ja den Film/Sendung finanziert…Also immer schön dran bleiben und bloss nicht umschalten

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    • Jochen 5. Oktober 2015 / 11:44

      Netter Versuch. Bloß hat Jochen … ähm … Herr Gebauer überhaupt keinen Fernsehanschluss.

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  11. Luca 5. Oktober 2015 / 13:38

    Ich hinterlasse jetzt einfach mal positives Feedback, anstatt einzelne Zitate anzukreiden 😉 Interessante Folge, macht weiter so!

    Als kommende Themen würde ich mir den Aufstieg und Fall von Bioware wünschen („Vercasualisierung der Rollenspiele“) oder nicht über das Bezahlmodell von Mods sondern eine Folge über eure Mod-Favoriten (persönliche Meinungen) von Total Conversions über zusätzliche Maps, Quests bis hin zur verbesserten UI.

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  12. Ben 5. Oktober 2015 / 20:04

    Ich finde es schade wie uninformiert ihr euch an die Sache gemacht habt und außer dem monetären Aspekt nichts beleuchtet habt.
    Dabei seid ihr ja nicht einmal auf die Preise der Mods und deren Gegenwert eingegangen sondern habt nur über IP’s und deren Väter gesprochen und wie diese von Wasser und Brot leben müssen.
    Das Mod-Starter-Pack lag bei ca. 25$. Ich glaube das muss man nicht weiter kommentieren wenn man sich mal angeschaut hat wie schlecht diese Teilweise waren:
    http://imgur.com/gallery/qFlFa – Keinerlei Qualitätskontrolle.

    Dazu kommt noch das Problem, dass viele der aktuellen (freien)Skyrim Mods auf Resource-Paketen aus der Community fußten und somit auch Aufeinander aufgebaut haben. Was nun einfach nicht mehr realisierbar gewesen wäre. Dazu kommt noch, dass gestohlene Assets nicht vor einer Veröffentlichung festgestellt und ausgesondert wurden, sondern mussten von dem Ursprünglichen Modder geahndet werden. Ich wünsche den Moddern viel Spaß dabei!

    Der Steam Workshop ist grausam wenn es um das Verwalten und durchstöbern von Inhalten gibt, es gibt keinerlei Kuration bei den Mods. Das verwalten von Mods ist, in dem jetzigen Workshop Zustand, für einen Bezahl-Shop einfach nicht tragbar.

    Ich glaube das Hauptproblem waren nicht der Cut für die Modder, das hätte jeder geschluckt, erschreckend war nur die Blauäugigkeit, fehlende Qualität und Naivität mit der die Sache angegangen wurde, es war einfach verdammt scheiße unprofessionell und wirkte dadurch wie abzocke, das gepaart mit der schlechten Qualität und einem Asset-Diebstahl Vorfall taten dann ihr übriges – http://www.ign.com/articles/2015/04/24/paid-skyrim-mod-removed-from-steam-workshop-for-using-another-mods-assets.

    Ihr habt scheinbar nicht verstanden wo das Problem lag, was die Leute damit haben und diese Leute als „Mob“ zu betiteln, nur weil diese andere Ansichten haben fand ich schon etwas frech von euch, vor allem wenn man mit den Worten, ich habe ja nichtmal Recherchiert, den Podcast eröffnet. Am Ende wird dann noch das verwenden von VPN’s und das illegale Beschaffen von Serien die „woanders im Free-TV umsonst liefen“ moralisch gerechtfertigt. Für dieses „Umsonst“ zahlen lokale Firmen Geld für Werbeplätze um eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen.
    Ihr bewegt euch da Moralisch nicht nur auf Eis, ihr seid beim ersten Schritt eingebrochen und ertrinkt gerade.

    Aber gut, das Internet ist nicht die geeignete Form um so etwas sinnvoll zu Diskutieren.

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    • Andre 5. Oktober 2015 / 21:37

      Wir diskutieren da ein bisschen aneinander vorbei. Wir haben ja hauptsächlich die Legitimation diskutiert, ob der Hersteller nun frech ist, mitverdienen zu wollen. Du führst aber in erster Linie praktische Bedenken ins Feld – sehr begründete, wenn ich das so lese. Wir haben aber uns sicher nicht über Menschen beklagt, die dieser Argumentation folgen, sondern über jene Kommentatoren, die glauben das sei unerträgliche Geldgier seitens Bethesda, dass Mods dem Geiste nach frei sein müssten etc.

      Wie ich in einer anderen Antwort schon schrieb glaube ich, dass sich so ein chaotischer Marktplatz über die Zeit bändigen ließe und würde, was an den von dir erwähnten Problemen im jetzt natürlich nichts ändert.

      Was die Scheinheiligkeit des Bezugs von Serien angeht: Der podcast ist lange her, aber in meiner Erinnerung haben wir doch selbst zugegeben, dass das im Grunde Scheinheilig ist, aber Moral ist nunmal eine Skala. Während ich also das Recht des Urhebers unterstütze, die Verbreitung seines Werks zu kontrollieren und damit Geld zu verdienen, endet mein Unrechtsempfinden dort, wo ich ihm das Geld bezahle und ein Schlupfloch nutze, dass die Firmen absichtlich nicht stärker schützen, obwohl es leicht machbar wäre.

      Gibt es Überzeugungen, bei denen ich im Alltag inkonsequent handle? Bestimmt. Es ist auch völlig richtig, dann so einen Callout zu schreiben. Aber das Bemühen ist da.

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    • Luca 5. Oktober 2015 / 21:43

      Ich denke auch das die Asset-Sache ein wahrer Punkt ist. Ich bin selbst etwas tiefer bei Strategie-Mods drin und beobachte dadurch auch deren Entwicklungen. Wenn ich alleine an den Krieg bei Dawn of War Titanium Wars zurückdenke (Mod, die alle restlichen Völker von W40k spielbar macht), wo sich Modder über Jahre gegenseitig beschuldigten, Assets usw gestohlen zu haben und in anderen „Völker Zusatzmods“ verwendet zu haben. Das wurde am Ende so unübersichtlich, wer nun von wem geklaut hat (Aussage gegen Aussage),dass Nexus Mods und ModDB die Mod entfernt haben und weitere sämliche Verwantde mit angeblich gleichen Assets. Wie will man bitte da am Ende den „wahren“ Modder finden, dem letztendlich das Geld rechtmäßig zusteht ? 😉 Eine schwierige Lage, die auch mal ein Beispiel für die Schattenseite von Modding beleuchtet.

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  13. enlagom 5. Oktober 2015 / 20:51

    Wie im Podcast ja richtig festgestellt, war die Diskussion am Ende „much ado about nothing“..
    Das mag naiver Positivismus sein, aber ich glaube, daß es kostenlose Mods auch in 10 Jahren noch geben wird und Entwickler das unterstützen werden, solange es umsetzbar ist.
    Der Aufwand ein Tool wie Bethesda für ihre eigene Engine zu machen ist ja kein geringer. Ich glaube auch, daß zB. ein CD Project gerne ein richtiges Modding Tool veröffentlicht hätten, aber der Aufwand zu groß war, und sie am End froh sind, daß sie Witcher 3 überhaupt so zum laufen bekommen haben. Also einfach technische Beweggründe.
    Die meisten Downloads auf Nexus hat ja auch der Mod Manager, mit dem ich die Mods vernünftig verwalten kann, und gerade das ist auch deren Erfolg. Keiner will/kann ein Skyrim mit dutzenden Mods „manuell“ zum laufen bekommen..

    Übrigens, wenn ihr, wie hier schon mal vorgeschlagen wurde, eine Adresse zum Bier hinschicken habt, schick ich euch gerne mal was aus dem besseren Bierland (Österreich)..
    Nicht so gut wie der Ölscheich, aber immerhin..

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    • faedwen 5. Oktober 2015 / 21:06

      also dem peschke kannst du ganz easy über idg ähhhh gamestar dein bier schicken.
      am besten aber nach dem umzug^^
      die poststelle wird evtl komisch gucken, naschereien werden ja offensitchtlich öfter verschickt.

      für jochen war/bin ich jetzt zu faul zu googlen

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  14. enlagom 5. Oktober 2015 / 21:19

    Stimmt, dem französischem IDG könnt ichs auch schicken. Ich dachte aber, daß sie diesen Privatpodcast getrennt davon halten wollen..

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  15. Fabian 5. Oktober 2015 / 22:38

    Wann kommt eigentlich mal die Folge wo ihr darüber redet wieviele Spiele eigentlich durchgespielt werden?
    Die müsstet ihr doch schon vor Monaten aufgenommen haben.

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    • Andre 7. Oktober 2015 / 13:42

      Haben wir auch. Diese hier war aber auch schon einige Wochen alt und ich wollte nicht, dass sich bei dem Thema am Ende aktuelle Ereignisse ergeben (zB im Hinblick auf Fallout 4) die den Podcast völlig veraltet erscheinen lassen. Daher hab ich ihn vorgezogen. Derzeit haben wir noch 4 Episoden in der Hinterhand um die NFL-zeit zu überbrücken oder sonstige unerwartete Ausfälle. Zum Glück scheint Jochens Team derart grundlegend zu versagen, dass wir weniger Ausfälle haben, als befürchtet ^^

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  16. rammmses 6. Oktober 2015 / 15:13

    Muss Jochen recht geben bzgl. des Anmaßens der freien Zugänglichkeit von geistigem Eigentum. Der Wert scheint für manche schwer verständlich, vor allem, wenn es keine physischen Güter sind, sondern nur ein „Download“. Sehr schade, dass die konkrete Ansage dann am Ende wieder verwässert wird bzgl. US-Serien usw.; auch da gilt natürlich, dass der Eigentümer entscheiden darf, wie er das vermarktet. In dem Zusammenhang würde mich auch interessieren, wie ihr zu Steam-Key-Handel steht, wo ja auch billigere Keys, die eigentlich für Länder mit geringer Kaufkraft gedacht waren, nach Europa verkauft werden, was irgendwann zur Folge haben könnte, dass der Hersteller einfach keine billigen Keys mehr vergibt oder einen Region-Lock (noch) stärker durchsetzt. Mal abgesehen davon, dass das im Endeffekt alles Steuerhinterziehung ist und dem hiesigen Handel schadet. Aber die moralische Hürde scheint da auch kaum vorhanden zu sein.
    Was die ganze Mods-Debatte angeht, finde ich es recht befremdlich, dass das überhaupt von Spielern diskutiert und eingefordert wird, während doch die ganze Bezahl-Angelegenheit eigentlich nur die Mod-Entwickler und die Publisher der gemoddeten Spiele überhaupt etwas angeht. Man kann als Captain Obvious zwar sagen, dass man das gerne weiter kostenlos hätte, aber der ganze Shitstorm war völlig unangemessen. Wenn ich mich jahrelang beim Obstbaum meines Nachbarn bedienen kann und dem dann irgendwann einfälllt, dass er es doch lieber verkaufen würde, kann ich doch auch nicht einfach ausrasten, was der sich einbildet…

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    • Andre 7. Oktober 2015 / 13:44

      Wenn man den Leuten etwas wegnimmt, sind sie halt wütend. Map-Packs waren früher ja auch mal umsonst und bis heute schimpfen einige Spieler darüber, was sich Call of Duty einbildet, seine Karten zu verkaufen.

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  17. René 6. Oktober 2015 / 15:46

    Kurze Frage:

    Da ich leider kein Ölscheich mit Millionen an Dollars sondern ein armer Student bin wollte ich fragen ob auch Bierspenden angenommen werden bzw wenn ja wohin man sie schicken darf?

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    • René 6. Oktober 2015 / 15:51

      Ich Idiot sollte mal die andern Kommentar lesen….
      Gruß aus Österreich

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  18. Randalator 6. Oktober 2015 / 18:16

    Ich bin insofern bei euch, dass die Bezahlung der Modder so gewünscht durchaus in Ordnung geht und eine Publisher-Beteiligung nicht ungerechtfertigt ist, wenn die Modder Assets von Bethesda nutzen, um Content zu produzieren.

    Ein Punkt hat mir bei der Debatte aber leider gefehlt. Was besonders schade ist, weil Jochen auch noch ausführlich anhand des Paradebeispiels für meine Kritik argumentiert hat: der UI-Mod.

    Jochen selbst sagt ja, dass gerade Bethesda-Titel ohne UI-Mod praktisch unspielbar sind. Und er führt auch an, dass der UI-Modder über die Bezahlfunktion mehr einnähme, als ein Bethesda-Angestellter an seiner Stelle für die Arbeit verdient hätte. Leider hat er dabei aber nicht thematisiert, wie sehr Bezahl-Mods in so einem Fall höchst konsumentenfeindliches Verhalten auch noch belohnen.

    Bethesda spart hier ja nicht nur die Kosten für die Entwicklung einer vernünftigen UI ein, sie verdienen obendrein auch noch Geld damit und dann auch noch fast doppelt so viel wie der Modder, der die eigentliche Arbeit getan hat bzw. ein Vielfaches dessen, was sie für die Entwicklung im Haus investiert hätten. Das wäre doch Anreiz für jeden Publisher, Usability (die, siehe Jochen, ohnehin schon überwiegend katastrophal ist) endgültig völlig zu ignorieren. Ein Modder wirds schon richten und bestenfalls verdient man sogar noch Geld damit.

    Noch extremer wäre das Beispiel Gothic 3. Man stelle sich vor, die Community-Patches wären kostenpflichtig gewesen. Zunächst einmal ist es ja völlig berechtigt und fair angesichts der Arbeit der Community, die Modder dafür zu entlohnen. Aber wenn dann der Publisher, der bewusst ein völlig kaputtes Produkt auf den Markt geworfen und anschließend nicht gefixt hat, für dieses kundenfeindliches Verhalten neben dem ursprünglichen Verkaufspreis auf dem Rücken der Modder nochmal absahnt, hört mein Verständnis auf.

    Dieser Aspekt ist meiner Ansicht nach das mit Abstand größte Problem der Paid-Mod-Thematik. Da müsste dann schon ein Weg gefunden werden, den Publisher nicht auch noch für seine Verfehlungen zu belohnen (z.B. indem man bei Usability-Fixes, allgemeiner Fehlerbehebung etc. den Publisher-Anteil grundsätzlich auf 0% setzt).

    Schade, dass das in eurer Diskussion nicht zur Sprache kam.

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    • Andre 7. Oktober 2015 / 13:40

      Ich glaube nicht daran, dass ein Entwickler wie Bethesda die UI seiner erfolgreichsten Marken, von deren Erfolg das Überleben der Firma abhängt, absichtlich sabotieren würde, um dann mit einer UI-Mod nachträglich zu kassieren.

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      • Randalator 7. Oktober 2015 / 14:46

        Von „absichtlich sabotieren“ habe ich nichts gesagt. Es reicht völlig, dass das Bezahlsystem für die Publisher ein Incentive darstellt, endgültig keinerlei zusätzlichen Aufwand mehr in die Usability zu investieren.

        Irgendwann müsste man sich ja vor den Shareholdern rechtfertigen, warum im Entwicklungsprozess X Geld für UI-Verbesserungen ausgegeben wurden, wenn man stattdessen die Kosten hätte sparen oder im Idealfall sogar zwei- bis dreimal X Geld hätte verdienen können.

        Da fällt dann halt der Hinweis „Interface ist noch nicht final“ bei Preview-Terminen künftig weg, weil die UI-Entwicklung beim Stand von 1.0 bis auf Bugfixes und ein bißchen Design eingestellt wird. Man hat ja was was grundsätzlich funktioniert, auch wenn die Usability Grütze ist. Jeder weitere Aufwand wäre buchstäblich rausgeschmissenes Geld. „That’ll do“ als Entwicklungsmaxime.

        Bethesda scheint das ja ohnehin schon im Wesentlichen so zu machen, und mit der Aussicht auf Bares müssten andere Publisher eigentlich zwingend nachziehen. Abstrafung durch die Presse müssen sie ja offensichtlich nicht befürchten.

        Da muss gar nicht aktiv sabotiert werden, es reicht völlig, den Aufwand auf das absolute Minimum zu beschränken…

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        • Andre 7. Oktober 2015 / 20:06

          Den Aufwand zu minimieren und damit den Erfolg eines solchen Titels zu riskieren ist, was ich mit „sabotieren“ meine. Bethesda wird immer das absolute Maximum in diese Spiele investieren, damit sich ihre Ertrag/Verlust-Rechnung am Ende …äh…naja, rechnet. ^^

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          • Schweinebacke 10. Oktober 2015 / 23:13

            Bethesda ist also unfähig und kann es einfach nicht besser. soso

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  19. tibaros 7. Oktober 2015 / 10:20

    Wie immer wunderbarer Podcast, verdiente 5 Sterne und so. Jetzt kommt aber mein Senf (oder Ketchup, was euch lieber schmeckt)
    ,
    Dass Bethesda Mod-Unterstützung zum Geldmachen ummodellieren will, ist berechtigt. Dass Bethesda überhaupt so viel Geld wie möglich verdienen will, ist ebenfalls berechtigt. Aber Gottes Willen, sei doch nicht so gierig. Die (meiste) Modding-Szene war schon immer eine Leidenschaft und man konnte den Modder schon immer freiwillig mithilfe eines Buttons spenden (Was Bethesda oder Valve dann entfernte, weil sie dadurch kein Geld sahen ). Wenn Geld mit ins Spiel kommt, dann wird aus Leidenschaft Business. Dann wird kalkuliert, verglichen, missbraucht und definitiv auch betrogen. Und die Spieler sind die Gearschten.

    Vielleicht ein naiver Sicht aber reicht es nicht schon zu wissen, dass die Mod Unterstützung den Spielern global unbegrenzten Spaß bereitet?

    Jetzt kommt aber ein Themenvorschlag:

    Liebe Andre und Jochen, seid ihr Fans von den Souls spielen? Wenn nein, dann wäre es super, wenn ihr gemeinsam mit Etienne Garde von den Rocketbeans mal eine Folge über die Souls-Spielen machen könntet. 😀

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    • Severin 8. Oktober 2015 / 10:15

      Ich bin bzw. war großer Rocketbeans Fan, aber man muss einfach sagen, dass die Beans, bis auf wenige Ausnahmen, einfach was Spiele betrifft nicht mehr Durchblick haben als ein „Core-Spieler“. Dazu gehört mMn auch Etienne. Wie Jochen häufig sagt „ist halt Unterhaltung aber kein Journalismus.“ Deshalb würde ich Eddy nicht gerne als Repräsentation der Souls Fans sehen, da er oft die mMn „falschen“ Sachen lobt und bspw. bei der Lore wenig Überblick hat. Vielleicht, falls der Podcast über Souls kommt, auf Englisch und mit dem Epicnamebro? Das wäre fast mein Internetdreamteam 😀

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  20. Jens Scholz 10. Oktober 2015 / 12:35

    Hi ihr 2.
    Ich dachte ja erst, meh, Mods. Ich nutze die kaum und deswegen wird das eher uninteressant für mich, aber dann ging es vor allem um Geschäftsmodelle und vor allem auch um das Thema Entitlement und Raubkopie-Argumentationen (gerade was generell digitale Medien angeht) und die Disruption der Vertriebsformen, die das Internet bewirkt hat. Dann wurde es spannend und eine der interessantesten Folgen, die ich bisher gehört habe. Danke dafür.
    Was ich aber glaube: Das ganze Thema Raubkopien und Argumente dafür und dagegen, der Kampf dafür und dagegen, ist mE eine wichtige Entwicklung. Nicht nur ideologisch, sondern auch technisch und historisch. Ich würde mich daher sehr über eine Folge freuen, die sich mal intensiv mit all diesen Aspekten beschäftigt, eine historische Einordnung bietet und das Wechselspiel aus Zwangsmaßnahmen zum Erhalt der „alten Welt“ und Entgegenkommen durch neue Geschäftsmodelle (die zB erst Apples iTunes nach über 10 Jahren Stillstand initiiert hat) aufdröselt. Falls ihr da jemanden braucht, der seit 1995 beruflich Internet macht (ich war 95 Internetprovider in Heidelberg und Mannheim) und das Thema seit 20 Jahren ohne Unterbrechung beobachtet und auch genutzt hat (Usenet > Warez-Szene > Napster > Kazaa > eMule > Torrent …), würde ich euch auch gerne dafür unterstützen.

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  21. DerStudti 10. Oktober 2015 / 23:41

    Jungs…diesmal macht Ihr es Euch zu einfach. Diese Vereinfachung liegt darin, dass Ihr zwar zunächst schlüssig darlegt, wieso Wirtschaftsunternehmen (wie eben Spielehersteller) ein Interesse an der Erschließung neuer Geldquellen haben, dass Ihr aber dann automatisch davon ausgeht, dass die Monetarisierung von Mods eine sich daraus ergebende Zwangsläufigkeit sein muss bzw. wird. Auf dieser Basis baut Ihr sodann Eure gesamte Argumentation auf und erläutert, woran der erste Versuch von Bethesda gescheitert ist, wieso zwangsläufig ein neuer Versuch, vermutlich in anderer Form, kommen muss, dass die Frage des Nutzeranteils noch zu klären wäre usw.. Weiterhin seht Ihr Analogien zwischen Mod-Konsum und Werbeblocker-Benutzung, geht also auf die „Kostenlos-Kultur“ auf Seiten der Nutzer ein, und stellt heraus, dass Ihr Modder und Hersteller bei ihren Wünschen zustimmen würdet, dass sie mit ihrer Arbeit Geld verdienen wollen.
    Worauf Ihr aber nicht eingeht, das ist, ob eine Monetarisierung überhaupt möglich ist, ohne den uns bekannten Mod-Markt faktisch auszutrocknen und durch einen neuen, auf Geldertrag fokussierten zu ersetzen. Direkt damit zusammen hängt die Frage, ob Modder sich tatsächlich eine Monetarisierung wünschen.

    Ich bin Modder. Nicht für einen Millionenseller wie Skyrim, sondern für ein staubtrockenes Strategiespiel, dessen Hersteller froh sein kann, (inklusive Sales) an die 200.000 Kopien weltweit abzusetzen…drei Jahre nach Release. Wenn man die erste Inkarnation des Spiels heranzieht, sprechen wir sogar von zehn Jahren und einigen Millionen abgesetzten Kopien. Unsere Mod, eine total conversion mit jeder Menge Handarbeit von Grafikbearbeitung bis Coding, deckt derzeit eine niedrige fünfstellige Nutzerschaft ab, wenn man unseren Downloadzahlen trauen kann.
    Wir sind in guter Gesellschaft, denn nicht nur haben wir und einige wesentlich bekanntere Mods maßgeblich dazu beigetragen, dass sich nach zehn Jahren noch immer Spieler mit dem Grundspiel befassen, sondern es waren Modder, welche die letzten Inkarnationen überhaupt in Kooperation mit dem Ursprungsentwickler weiterentwickelt und zum Release gebracht haben! „Oha, da haben wir ja Monetarisierung!“, mögt Ihr jetzt vielleicht sagen…und Ihr habt Recht! Aber es ist die „gute Form“ der Monetarisierung: Modder und Hersteller setzen sich zusammen, schließen einen Vertrag, einigen sich auf Anteile am Erlös und auf dringende juristische Fragen wie etwa den Support, die Modder erhalten Zugriff auf den Quellcode und am Ende steht dann ein neues Produkt „aus der Community für die Community“. Ein Produkt, das so nie von Moddern hätte erstellt werden können, da erst der Quellcode-Zugriff ihnen es erlaubte, bisherige Grenzen zu überschreiten. Ein Produkt, das den „Modding-Kodex“ nicht verletzt. Und ein Produkt, bei dem alle Seiten Rechtssicherheit haben.
    Zu viele Buzzwords? Und was hat das jetzt mit der Austrocknung des Mod-Marktes und dem Willen der Modder zu tun? OK, dröseln wir mal auf:

    – Das, was ich als „Modder-Kodex“ bezeichne, das ist die gegenseitige, meist stillschweigende Übereinkunft in der Modderszene, unentgeltlich tätig zu sein. Damit verbunden ist zugleich der Respekt vor der Arbeit anderer Modder und die prinzipielle Offenheit für „Mod-Mods“, also für Modifikationen der eigenen Mod, in der Regel nach Absprache miteinander. Diese Grundregeln, unter denen zumindest unsere kleine Mod-Szene gut funktioniert, ermöglichen ein Grundverständnis untereinander und bilden damit die Grundlage für Kooperation und Produktivität. Ich möchte meine Mod gerne um die Grafiken erweitern, die ein anderer Modder erstellt hat? Ich frage ihn und er wird normalerweise gegen Nennung in den Credits zustimmen oder mit mir nach Lösungen suchen. Ich möchte eine verlassene Mod, dessen Ersteller nicht mehr auffindbar ist, fortführen oder konvertieren? Keiner sieht mich deswegen schief an, solange ich nicht die komplette Urheberschaft für mich beanspruche. Es ist ein Geben und Nehmen zum gegenseitigen Profit.
    Monetarisierung würde die Stimmung in dieser „heilen Mod-Welt“ vergiften, weil jedes Stück Software ein potentielles Verkaufsgut darstellt. Aus freundlichen und wohlwollenden Kooperationsgesprächen würden Geschäftsverhandlungen. Aus dem Wiederbeleben alter Mods würde Diebstahl fremden geistigen Eigentums. Ein starker Anreiz zum Plagiat würde entstehen und Missgunst erzeugen. Statt sich gegenseitig zu befruchten, würden Innovationen zurückgehalten und zum Verkaufsargument werden. Enthusiasmus würde konkurrieren mit Gewinnstreben.
    Natürlich sind, wie es so schön heißt, Prognosen immer schwierig, gerade wenn sie sich auf die Zukunft beziehen, aber der direkte Vergleich sollte aufzeigen, dass sich der Ton sehr wahrscheinlich radikal ändern könnte und – wie ich vermute – auch würde, wenn Mods über eine zentrale Plattform und vom Hersteller beworben monetarisiert würden. Zumal unter diesem technischen Plattform-Zwang auch die Modbarkeit selbst leiden dürfte.

    – Was das Interesse der Modder an Monetarisierung angeht, so sollte doch offensichtlich sein, dass es nach aktuellem Stand minimal ist…denn die Szene funktioniert auch ohne Geld bestens! Ich höre keine Klagen, dass man mit dutzenden und hunderten Stunden harter Mod-Arbeit keinen Cent verdiene, obwohl sich doch Abermillionen Nutzer das eigene Produkt herunterladen. Als Bethesda den Testballon startete, gab es nur eine Handvoll Modder, die zügig auf den Zug aufsprangen. Der überwiegende Teil der Modderschaft, zumindest der mir bekannten, stellte sich hingegen auf die Hinterbeine, protestierte lautstark und beteuerte, nichts damit zu tun haben zu wollen. Sind wir Verweigerer und Desinteressierten verrückt oder verkappte Kommunisten mit fetischistischem Interesse an Selbstausbeutung?
    Natürlich nicht. Auch wir sind böse Kapitalisten und wollen für unsere Arbeit bezahlt werden. Aber das ist der Knackpunkt: Wir wollen für „Arbeit“ bezahlt werden. Und wir sehen Modden schlicht nicht als normale Arbeit an. Es ist hingegen eine Form der Freizeitbeschäftigung. Und in dieser unserer selbstgewählten Freizeit wollen wir schlicht den Kategorien der „echten Welt“ da draußen entfliehen. Im Alltag müssen wir im Schweiße unseres Angesichts schuften, um uns Wasser, Brot, Haus, Auto und Boot zu verdienen. In der Modding-Freizeit leben wir unsere Kreativität aus. Und dabei können wir auf die Hindernisse aus der Realwelt, deren größter Vertreter „Geld“ heißt, gerne verzichten.
    Deshalb machen pro-Monetarisierer die Rechnung ohne den Wirt, wenn sie davon ausgehen, dass es ein naturgegebenes Interesse geben sollte, die eigene Arbeit auch im Modding entlohnt haben zu wollen. Und sie verrechnen sich weiterhin, wenn sie davon ausgehen, dass Monetarisierungsversuche zumindest auf stoisches Desinteresse in der Modderszene stoßen würden und sie somit eine Parallelwelt aufbauen könnten: Wir wollen uns unsere selbstgeschaffene Freizeit-Traumwelt „sauber“ erhalten, denn – siehe oben – Geld würde die herrschende Stimmung vergiften und uns damit unseren Freizeitspaß nehmen.
    Selbst beim Blick auf die andere Seite zeigt sich ein differenziertes Bild, denn es ist viel zu einfach, nur von den Großen der Branche und ihren AAA-Produktionen auszugehen: Angenommen, Hersteller würden künftig zum Ankurbeln der DLC-Verkäufe dann eben den Mod-Support streichen, dann würden Modder schlicht schnell bei den kleinen Entwicklern heimisch werden. Denn diese sind, oft trotz eigener DLC-Abhängigkeit, schlicht darauf angewiesen, dass ihnen eine treue Fan-Community die Stange hält und als Multiplikatoren neue Kunden anlockt.
    Kurz: Das Interesse an Mod-Monetarisierung auf Seiten der Content-Ersteller wird meiner Meinung nach drastisch überschätzt. Es als gegeben anzunehmen, ist eine sträfliche Vereinfachung.

    – Und dann war da ja noch die „Rechtssicherheit“. Auf diesen Punkt muss ich wohl am wenigsten eingehen, denn er wurde meines Erachtens schon weiter oben genannt. Indem ich meinem Produkt „Mod“ ein Preisschild verpasse, gehe ich juristische und fiskalische Verpflichtungen ein. Wer haftet für Schäden, wer für womöglich fremdverschuldet eingeschränkte Nutzbarkeit? Wie sieht es mit Gewährleistungsansprüchen bei Produktfehlern aus? Wie mit dem Copyright und strafrechtlich relevanten Inhalten? Im besten Fall bewegen wir uns im rechtsfreien Raum. Im schlechtesten Fall segeln Moddern auf einmal Anwaltsschreiben ins Haus und sie finden sich vor Gericht wieder, nur weil sie so leichtsinnig waren, ihre bisher „ohne Gewähr“ veröffentlichten Mods auf einmal zum Kauf anzubieten.
    An diesem Punkt sind Bethesda uns Valve besonders stümperhaft vorgegangen, denn sie boten ihren potentiellen Content-Lieferanten nicht nur den kleinsten Anteil an den Erlösen, sondern lieferten dafür auch noch keinerlei beruhigendes Statement wie „Bei Kundenbeschwerden halten wir Euch den Rücken frei!“. Klar, das konnten sie ja auch nicht, denn sie wussten schließlich nicht, welche Scherereien ihnen da womöglich eingebrockt würden. Ihre eigenen juristischen Abteilungen hätten kollektiv aufgeschrien bei dem Gedanken, sich mit den Folgen virenverseuchter pädophiler Nazi-Snuff-Mods herumärgern zu müssen.
    An dieser Stelle merkt man, dass das ganze Konzept nicht realitätstauglich ist: Überlässt man dem Modder die Verantwortung, ist dieser damit schnell überfordert. Übernimmt der Plattformbetreiber oder der Hersteller, geht entweder unüberschaubarer Aufwand für eine zwischengeschaltete Moderation bzw. Qualitätssicherung drauf oder sie öffnen sich ein Einfallstor für unkontrollierbare juristische Ansprüche.

    Wie Ihr seht, habt Ihr die spannendsten Fragen außen vor gelassen. Stattdessen lese ich da von Marktkräften, die für eine Selbstkontrolle und für Qualität sorgen würden, und höre vom unausweichlichen und auf festem Moralfundament fußendem Siegeszug der Mod-Monetarisierung, weil der shareholder value es verlangt. Sorry, aber trotz im Cast genannter Recherche hinterlässt das bei mir den Eindruck, als hättet Ihr diesmal im Wesentlichen die Gelegenheit zu einem Rundumschlag gegen die „böse Kostenlos-Kultur“ im Netz genutzt und Euch ein Wunschszenario zurechtgelegt. Der Cast selbst war bei den Themen, die er anschnitt, gewohnt gut, aber in Sachen Vollständigkeit und beim herrschenden Grundton leider ein ziemlicher Reinfall.

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  22. Neon 11. Oktober 2015 / 23:01

    Ich bin ja in vielen Punkten mit Euch einer Meinung, aber Euer Vergleich von Werbeblockern zu Diebstahl und Raubkopien geht an der Realität vorbei. Denn es macht aus meiner Sicht schon einen moralischen Unterschied, ob ich wie bei Raubkopien ein demokratisch legitimiertes Gesetz breche, oder mich beim Filtern völlig innerhalb meiner Rechte bewege.

    Wer die Erstellung von werbefinanzierten Inhalten zum Geschäftsmodell macht, muss die herrschenden Verhältnisse akzeptieren, genauso wie ein Straßenmusikant damit leben muss, dass ihm nicht jeder Zuhörer etwas Geld in den Hut wirft. Ebenso muss ein Spieleverlag damit zurecht kommen, wenn seine Spiele gebraucht gehandelt werden oder ein Fernsehsender, wenn sein Programm auf einem Recorder landet und bei Werbung vorgespult wird.

    >> Anbieter müssen damit leben, dass Kunden ihre Rechte wahrnehmen.

    Wer soetwas nicht will, muss seine Leistungen eben anders vermarkten. Was nicht heißen soll, dass es nicht nett wäre, Adblocker ausgeschaltet zu lassen. Als moralisch zwingend sehe ich das aber nicht an.

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  23. Oli 27. Oktober 2015 / 18:05

    Noch ein Vorschlag zu sense of entitlement: Steht-mir-zu-Mentalität

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