Runde #29: Sex! Sex! Sex!

28 (Achtundzwanzig!) Folgen lang haben zwei virile junge Podcaste bei einem Bier zusammengesessen und dabei nicht ein einziges Mal über Sex gesprochen. Unsere Mütter wären so stolz, wenn sie unseren Podcast nicht für einen weiteren Beleg hielten, dass wir besser eine Banklehre gemacht hätten! Aber wir haben nunmal auch ein Publikum zu beglücken. Daher siegt nun letztendlich Pflichtgefühl über Anstand und wir tun, was getan werden muss: Wir machen eine Sexfolge. Jawohl, eine ganze, schmuddelige, liderliche Folge nur zum Thema Sex in Spielen. Das habt ihr euch insgeheim schon immer gewünscht, ihr Ferkel – gebt es ruhig zu! Hier ist sie:

So. Und nachdem wir entgegen des ausdrücklichen Anratens unseres Gewissens diese Folge für euch (und nur für euch!) gemacht haben, isses Zeit, oder? Ich muss hier gar nicht weiter schreiben, welche Zeit und wie viele Sterne auf iTunes. Ihr wisst, was wir wollen. Wir wissen, ihr wollt es auch. Also tut es endlich!

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37 Gedanken zu “Runde #29: Sex! Sex! Sex!

  1. Der aus dem Westen 25. Oktober 2015 / 0:16

    Jetzt hat der Andre direkt verraten wo er wohnt! Wenn sich das nicht irgendwann mal rächt… 😛
    Musste ich loswerden, jetzt wird weiter gehört 😀

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  2. Axel 25. Oktober 2015 / 5:18

    Allgemein formuliert: Das Problem in der Videospielbranche ist, dass Spiele von Männern für junge „Männer“ gemacht werden. Demzufolge ist Sex immer, und wirklich immer, sehr plakativ und mit dem Holzhammer eingebaut. Und zudem auch noch falsch, weil Sex in Spielen immer nur die Befriedigung des Mannes in den Vordergrund stellen und die Frau soll sich einfach mal nur hinlegen. Das ist sexistisch! Selbst die Pronobranche ist da mittlerweile viel, viel weiter. So gibt es ja seit ein paar Jahren das Gütesiegel PorYes! für feministische Pornos oder auch das junge Berliner Label Ersties, wo selbstbewusste Frauen beim Sex nicht nur gefilmt werden, sondern auch interviewt werden und so sogar richtig tolle Portraits zustande kommen. Da wird Sex auf eine sehr natürliche Ebene präsentiert, auch weil gezeigt wird, dass Sex und Sexualität so viel mehr ist als der reine Akt.

    Die Videospielbranche dagegen steckt in ihrem Frauenbild halt einfach noch in den 60er, 70er Jahren fest. Und es wird wohl noch lange, lange Zeit brauchen bis wir mal eine toughe, selbstbewusste Frau als Spieleheldin sehen mit normalen Klamotten, die beispielsweise in ihrer Freizeit gern BDSM auf der dominanten Ebene auslebt und sich beispielsweise einen Cuckie hält. Um jetzt mal ein gewagteres Beispiel zu nehmen, aber auch das ist ja eine Form von Sexualität, der von – überraschenderweise – nicht wenigen praktiziert wird. In der Literatur ist man da natürlich schon weiter, was solche alternativen Sexualitätsformen betrifft, aber in den visuellen Medien sind das Tabubereiche.

    In US-Serien gibt es ja mittlerweile normale Schwulen und Lesben in den Geschichten. Selbst sowas findet man bei Videospielen nicht,

    Es wird immer das Leitbild, des potenten, muskelgepackten Heteromannes gezeigt und der dauerwilligen Sexsklavin (tut mir leid, aber was anderes sind doch 98% der Frauen in Mainstreamspielen nicht) – das finde ich ehrlich gesagt widerlich! Weil es überhaupt nicht dem entspricht, wie vielfältig heutzutage unter Menschen Sexualität wahrgenommen und erlebt wird.

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    • Markus 25. Oktober 2015 / 18:33

      Grundsätzlich stimme ich dir zu, was den (empfundenen) Markt für Spiele angeht und wie sich dieser auf die Darstellung von Sexualität in Spielen auswirkt. Dass deine Argumente nicht falsch sind, zeigt sich an vielen Spielen und an der Unmenge an zusätzlichen „Nackt-“ und „Pornomods“ für diverse Spiele.

      Trotzdem – sonst würd ich den Kommentar ja nicht schreiben … – widerspreche ich dir in ein paar Punkten. Ich fang mal von hinten an.

      1. Das Leitbild des potenten, muskelbepackten Heteromannes wird natürlich ausführlichst gezeigt, allerdings gibts doch einiges an Bewegung in dem Bereich. Frauen werden in verschiedenen Spielereihen zusehends stärker dargestellt und sind keine Sexpuppen mehr, die gerettet werden müssen (Beispiele für Progagonistinnen: AC Syndicate mit Protagonistin Evie, das neue CoD, Lara Croft, Dishonored 2, diverse RPGs mit Charaktererstellung)

      2. In verschiedenen Spielen wird Homo- und Bisexualität thematisiert, z.B. alle Bioware-Spiele, die das, meiner Meinung nach, auch ganz passabel machen. Raum für Verbesserung ist auf jeden Fall, aber es ist ein Anfang.

      Beim Rest stimme ich dir weitgehend zu – beim Holzhammer auf jeden Fall -, wobei ich schon denke, dass es auch da Verbesserungen gibt.

      P.S. Der Podcast funktioniert bei mir grade nicht, daher Entschuldigung, falls ich nur Sachen wiederholt hab, die ohnehin gesagt wurden.

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      • Axel 25. Oktober 2015 / 23:42

        RPGs mit Charaktererstellung gilt ja nun garnicht. 😉 Denn das sind Avatare, keine Figuren mit Charakter! Wobei: Selbst da hat man ja häufig nicht mal die Wahl schöne, modische Kleidung ohne das viel nackte Haut zu sehen ist, anzuziehen. Von daher wird auch da wieder ein bestimmtes Bild mit dem Holzhammer geschlagen.

        Die beste Frauenfigur die ich übrigens je in einem Rollenspiel gespielt habe war Velaya in der gleichnamigen Gothic 2 Mod: http://velaya.worldofgothic.com/index.php?content=home&lang=de

        Für mich bis heute die beste Story-Mod, die je für ein Rollenspiel gemacht wurde. Die Story spielt kurz nach Gothic 2. Der namenlose Held und seine Leute sind nach Myrtana gereist. Es wird geschildert, was daraufhin in Khorinis geschieht. Die Orks aus dem Minental brechen nach Myrtana durch. Der Spieler übernimmt dabei die Heldin Velaya, eine ehemalige Sklavin aus dem Minental. Dabei muss sie sich vor allem gegen die ganzen Machokerle in der Welt durchbeißen. Das macht sie mit viel Witz, Intelligenz und gelegentlich auch mal mit einem Degenhieb.

        Diese Mod ist deswegen so toll, weil die Charaktere im Spiel sehr gut geschrieben sind. Die Dialoge und der Humor von Velaya sind dabei auf gleichbleibend hohen Niveau und die Quests machen einiges her. Kann man wirklich als Gothic 2 Nachfolger gelten lassen. Dazu geht die Mod gut 15-20 Stunden, man kann es also in überschuabrer Zeit durchspielen – besonders wenn man Myrtana noch kennt.

        Sollte man unbedingt mal gespielt haben – und sei es nur als Beispiel um zu sehen, wie ich mir einen echt starken Frauencharakter vorstelle: tough, selbstbewusst, humorvoll und sympathisch.
        Achja, die Synchro ist richtig geil!

        Wer weiß, ob es die Mod je gegeben hätte, hätte man damals versucht Mods zu kommerzialisieren. Allein der ganze Aufwand mit der Synchro hätte nich bezahlt werden können!

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  3. Axel 25. Oktober 2015 / 7:01

    Schade fande ich jetzt, dass Ihr DIE Spielereihe schlechthin, wenn es um Sex in Spielen geht, nicht auch nur einmal erwähnt habt: Leisure Suit Larry! Ich rede natürlich von Teil 1-7. Das waren ganz wundervolle Spiele gewesen, die damals die ganze Erotikkultur der 80er und 90er so herrlich durch den Kakao gezogen hat. Der Slapstickhumor war richtig gut, besonders für die Zeit, und tatsächlich alles andere als platt. Da hatte der Autor Al Lowe immer ein richtig gutes Gespür dafür nicht zu sehr in die Klischeekiste zu greifen. Zudem diese Spiele, wie ich finde, auch sehr feministisch waren.

    Man spielt halt mit Larry einen Loser und Aufschneider, der meint die geilsten Frauen flachlegen zu können, während diese ihm einfach nur benutzen um an irgendetwas heranzukommen oder ihm für seine Aufdringlichkeit einfach bestrafen oder wieder andere demütigen ihn einfach. Toll waren nämlich die ganzen verschiedenen Charaktere der Frauen, wie jede von ihnen auf ihre eigene Weise mit Larry umgegangen sind. Auch wenn das Spiel sehr viel mit Nacktheit gearbeitet hat, waren das alles selbstbewusste, starke Frauenpersönlichkeiten die wussten was sie haben und das bewusst eingesetzt haben.

    Das war schon sehr intelligent damals: Oberflächlich wurden die spiele als Fickelspiele angesehen und teilweise auch so beworben. Und es gab sicherlich viele Spieler, die immer gehofft hatten gemeinsam mit Larry heiße Szenen oder sowas zu erleben – und dann wurde diese ausgelegte Karotte fieserweise immer wieder zurückgezogen. Es gibt in den Spielen keine einzige ernsthafte Sexszene in dem Sinne, dass Larry dazu kam zu „stopfen“! 🙂

    Und es waren eben auch tolle Spiele, weil sie Erotik und Sex selbstverständlich und mit viel Humor dargestellt haben. Das fehlt ja heutigen Spielen komplett!

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    • Andre 25. Oktober 2015 / 11:09

      Boah, ich hoffe du glaubst nicht, das du uns erklären musst, was Leisure Suit Larry ist und schreibst das für die anderen Leser!111111

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      • Axel 25. Oktober 2015 / 23:25

        Natürlich schreib ich für die anderen. ^^ Dennoch hättet Ihr Larry bei dem Thema trotzdem mal erwähnen müssen. Und sei es nur als Beispiel, dass man bei Sex in Computerspielen schonmal weiter als heutzutage war. 😀

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        • Andre 25. Oktober 2015 / 23:50

          Naja, wir wollen nicht vergessen, dass Larry zwar Sex thematisiert hat, aber im ersten Larry nichtmal Sex zu sehen war (bzw. IIRC nie Sex zu sehen war, nur Brüste). Die berühmte Zensierbalken-Szene hätte man natürlich auch erwähnen können.

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          • Jochen 26. Oktober 2015 / 9:32

            Außerdem ist Larry obendrein nur deshalb leidlich bekannt, weil es sich eben um Sex drehte. Inhaltlich fand ich das schon mit 14 banal, belanglos und als Adventure unterirdisch, insofern sehe ich überhaupt nicht ein, das mit 36 besprechen zu sollen. Wenn ich über erotische Literatur sprechen will, erwähne ich die Coupé ja auch nicht 😉

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          • Axel 1. November 2015 / 11:11

            Sprach jemand, der Monkey Island nicht mag @ Jochen. 😉

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          • Jochen 1. November 2015 / 15:28

            Ich mag Monkey Island. Ich mag Monkey Island sogar sehr. Ich halte es bloß für keinen Meilenstein des Mediums Spiel.

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  4. Edward 25. Oktober 2015 / 11:04

    Danke André. 😀
    Jetzt habe ich ganz böse Bilder von Booker und Elizabeth im Kopf, wegen deiner Oldboy Bemerkung.

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      • Edward 27. Oktober 2015 / 14:36

        War mir irgendwie klar
        und
        bin auch froh das von Jochens Seite aus nichts diesbezüglich folgte..

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  5. Hans Dampf 25. Oktober 2015 / 14:20

    Bei aller Kritik an Bioware’s Behandlung von Beziehungen und ihrem Umgang mit Sex, die ich hunderprozentig unterschreibe, muss man feststellen, dass sie enorm erfolgreich damit sind. Ich bin mir bewusst, dass es sehr clichehaft klingt und vielleicht genauerer Untersuchung nicht stand hält, aber mir scheint – vor allem auch beim weiblichen Publikum ( siehe http://www.pcgamer.com/why-biowares-games-inspire-a-unique-kind-of-fandom/ ).

    PS: Bei Andres Erwähnung der Szene in Fear 2 ist mir folgende, zumindest ungewöhnliche, aus Alpha Protocol eingefallen: https://www.youtube.com/watch?v=ZRIzldkHtXw ^^

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    • Axel 25. Oktober 2015 / 23:27

      Merke: Erfolg sagt nix über Qualität und Originalität aus. Dass sie vor allem auch beim weiblichen Publikum damit Erfolg haben, sagt leider viel darüber aus, wie sich viele Mädchen und junge Frauen heutzutage sehen: Eben als unemanzipiert. Das finde ich extrem schade!

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      • Ena 26. Oktober 2015 / 19:26

        Hi.
        Ich bin eine emanzipierte, asexuelle Frau und finde Mass Effect großartig.
        Warum? Weil ich eine starken weiblichen Charakter spielen konnte, den es so nur selten gibt, und die weiblichen Charaktere (für Videospiele) extrem gut aufgebaut waren. Natürlich gibt es immer was zu meckern, aber wenn man sich bei der Konkurrenz umschaut ist es noch immer eines der Besten am Markt.

        Was ich extrem schade finde ist, dass ihr keine Frau eingeladen habt um mitzureden. Die Meinung von Männern zu dem Thema „Frauen in Videospielen“ ist zwar ebenso wichtig, aber doch einseitig.

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        • Hans Dampf 28. Oktober 2015 / 0:21

          Ich denke es wäre wahrlich lächerliche Küchenpsychologie vom Spielvorlieben auf das Wesen von Spielern/Spielerinnen schließen zu wollen. Ich fand es halt auffällig, dass Bioware-Spiele einen möglicherweise überproportionalen Anteil weiblicher Spieler ansprechen. Ehrlich gesagt bietet sich das klassische Rollenspiel-Setting d.h. diverse Gruppe von Charaktären, die sich für eine schicksalhafte Mission zusammentun, für soap-opera-Elemente geradezu an. Fern sei es von mir das zu kritisieren. Es bleibt zu hoffen, dass es bioware in der Zukunft hinbekommt das ganze etwas wahrhaftiger und origineller zu präsentieren (und nebenbei ein besseres Spiel als das singleplayer-mmo inquisition abzuliefern hehe ^^).
          PS: man verzeihe rechtschreibfehler, punktuationsungenauigkeiten, ich bin leider (gottlob) etwas betrunken zu dieser stunde.

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  6. tloch82 25. Oktober 2015 / 16:32

    Wann kommt noch mal die David Cage Folge? Da gab es doch immer Sex oder? (Nomad Soul leider nie gespielt)

    Wie immer Dank für eine neue Folge.

    Bei Bioware finde ich die Beziehungen eigentlich sehr gelungen (Den Sex am Ende braucht es da eigentlich nicht zwingen). Leider wiederholen sie nur in jedem Spiel da Schema. Seit KOTOR muss ich in jedem Rollenspiel zwischen den Levels im Raumschiff meine Crew-Mitglieder abklappern um etwas über ihren Background zu lernen. Das wird halt durch die ständige Wiederholung irgendwann langweilig und berechenbar. Neue Ideen bitte.

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  7. Nico 25. Oktober 2015 / 17:25

    Erstaunlich, dass ihr ausgerechnet bei DA:Inquisition auf das Thema „Der Spieler kann sich die Partnerin frei aussuchen, denn willig sind sie ja alle“ zu sprechen kommt. Genau da hat mich Bioware nämlich sehr positiv überrascht: Ich habe mich nämlich recht früh im Spiel für Vivienne (die hochnäsige Magierin) als Romanze entschieden, gerade weil sie mir – ähnlich wie Morrigan im ersten Teil – als die vermeintlich am schwersten zu knackende Nuss schien (so viel zum Thema Objektifizierung von Frauen 😉 )

    Spätestens nachdem dann in Viviennes Nebenquest ihr Geliebter gestorben ist, war ich mir dann sicher, dass nach einigen tröstenden und einfühlsamen Gesprächen alles auf „Trauerbewältigungs“-Sex hinauslaufen würde. Doch tatsächlich ist sie der wohl einzige Bioware-Charakter, mit dem man sich durch alle Romanzen-Dialogoptionen durcharbeiten kann und der einen in ausnahmslos allen Fällen abblitzen lässt.

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    • Jochen 25. Oktober 2015 / 17:39

      Das wundert mich insofern, dass Vivienne sowohl sehr früh als auch sehr entschieden deutlich macht, dass sie keinerlei Interesse an einer Romanze mit dem Spieler hegt. Wenn ich mich nicht gerade schrecklich irre, dann sagt sie das sogar explizit, wenn man das euphemisierte Dialog-Schlagwort für „Ficken, jetzt?“ anklickt.

      Der Umstand, dass du trotzdem gedacht hast, dass da bestimmt noch was geht mit der Dame, sagt vielleicht mehr über die Darstellung von Sex in Spielen als ich dachte … 😉

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      • Nico 25. Oktober 2015 / 21:02

        In der Tat, aber wie gesagt vergleiche man das mit Morrigan aus dem ersten Teil, die den Spieler zumindest in der ersten Spielhälfte ähnlich (im Nachhinein aber zugegeben nicht ganz so deutlich) abweist. Dass dort durch das Marketing und die Inszenierung dem Spieler suggeriert ist, dass man sie nur hartnäckig genug weiter belästigen muss, wäre im Nachhinein eigentlich auch einen kleinen Feministen-Aufschrei wert gewesen.

        Ich war bei Vivienne übrigens auch deswegen lange Zeit sehr sicher, dass da was gehen würde, da das Spiel einem doch recht durchgängig die Gelegenheit zu weiteren Flirtversuchen (inkl. neuer, teils auch nicht mehr ganz so eindeutiger Antworten) bietet. So gesehen könnte man Bioware fast schon unterstellen, dem dreisten Spieler eine kleine Lektion erteilen zu wollen. Aber vermutlich hat am Ende einfach nur das Budget für noch eine Sexszene – wie ja auch für ein annehmbares Finale – gefehlt. 😉

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        • Jochen 25. Oktober 2015 / 21:10

          Ich will es mal so sagen: Wenn man böse wäre, könnte man behaupten, dass solche Beispiele illustrieren, wie Spiele das alte „Wenn eine Frau nein sagt, dann meint sie eigentlich ja, die wollen das doch eh alle“ zumindest indirekt bedienen.

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  8. enlagom 25. Oktober 2015 / 22:50

    Hier ein, wie ich finde, sehr tolles Interview mit Freddie Prince Jr., der unter anderem diesen so furchtbaren Charakter in Mass Effect 3 (James Vega) und Iron Bull in DAI gesprochen hat: https://www.youtube.com/watch?v=lidXLvjehms

    (Natürlich nur was für Nerds 😉

    Danke übrigens für die Jack Ketchum Erinnerung, ich habe Girl next Door, ich glaube seit einem halben Jahr auf meinem Kindle. Bisher habe ich mich nicht wirklich ran getraut. Ketchum kann schreiben, aber wenn es um reale Gewaltdarstellung geht ist er für mich sehr hart an der Grenze..

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  9. Thomas 26. Oktober 2015 / 12:54

    Durch den Umgang mit Spielgegenständen objektifiziere ich sie geradezu zwingend. Waffen, Heiltränke, das Point-and-Click-Adventure-Marmeladenbrot, der Nebenquest-NPC und eben auch (Überraschung ;)) die virtuelle Liebschaft sind allesamt Spielmechaniken mit vorgesehenen Klickfolgen. Auch die eurem Privatgeschmack am wenigsten peinliche Figurendarstellung wird man immer auf den Grundumstand des Klickfolgenmarionettentheaters mit der inhärenten Verdinglichung zurückführen können.

    Dazu braucht es nur zweierlei:
    Man muss den Vorwurf bloß wirklich wollen. Man ist entschlossen, dem interaktiven Medium den Vorwurf zu machen, ein solches zu sein.

    Hier hätte ich mir eine argumentative Basis gewünscht, von der aus ihr eure Streifzüge in die fremdartigen Gefilde der Sexualität unternommen hättet.
    So war es nur ein indifferentes Bejammern nebst dem Aneinanderreihen einiger Anekdoten – und dann nicht mal sonderlich schlüpfrige.

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  10. Ena 26. Oktober 2015 / 19:14

    Der Podcast ist ganz okay, aber ich hab zwei Probleme damit:

    * Ich finde es amüsant, dass ihr davon redet, dass die Sexualität eines Charakters (aka homosexuelle Charaktere) nicht das erst zuerst genannte und herausstechende Merkmal sein soll – aber dann das erste wie ihr Jacob beschreib „der Schwarze“ ist, und ihr selbst beschreibt die schwulen Charaktere auch als erstes als „Der Schwule“. Die Doppelmoral da fällt euch schon auf, oder?

    * Ihr hättet euch auch eine Frau einladen können und euch ihre Meinung anhören können zu dem Thema. Es ist ein wenig komisch, sich nur zwei Männer anzuhören, die darüber reden wie Frauen in Videospielen dargestellt werden.

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    • Andre 29. Oktober 2015 / 0:13

      Wie wir Figuren beschreiben, um sie dem Hörer schnell identifizierbar zu machen hat mit der Forderung wie eine Charakterisierung im Spiel erfolgen soll nichts zu tun bzw. belegt die Ausführung im zweiten genannten Fall nur die Reduzierung. Insofern ignoriert der Einwurf IMO schlicht den Kontext.

      Und wo sollen zwei Gamer denn bitte ne Frau herkriegen…absurd. 😉

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  11. Michi 26. Oktober 2015 / 22:35

    Das Thema anzusprechen finde ich sehr gut und war auch gespannt was ihr dazu zu sagen habt und welche Beispiele ihr nennt – allerdings habt ihr mir doch sehr an der Oberfläche des Themas gekratzt. Etwas mehr vorab-Recherche wäre schön gewesen. Dann wäret ihr z.B. auf Nina Kiel gestoßen, die das Thema nicht nur in ihrem sehr empfehlenswerten Buch „Gender in Games“ (hier ein Auszug aus entsprechendem Kapitel: http://ninakiel.de/category/gender-in-games/gender/ ) aufgegriffen hat sondern dazu auch regelmäßig auf „superlevel.de“ schreibt: https://superlevel.de/author/nina/ Sie kritisiert z.B. auch den „Sex als Belohnungssystem“ in Spielen. Und – das soll keine Werbung sein aber – auf meinem YouTube-Kanal „Games and Politics“ habe ich dazu auch ein Video samt Interview mit Nina Kiel veröffentlicht (was für ganzschön Probleme gesorgt hat): https://www.youtube.com/watch?v=rkgPUtAyGKE
    Trotz dieser für mich nicht sooo erkenntnisreichen Podcast-Folge aber herzlichen Dank für die Unterhaltung (auch für alle vorherigen Folgen) und ich warte immer noch auf die Möglichkeit euch via „Patreon“ supporten zu können.

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    • Andre 27. Oktober 2015 / 8:16

      Deine Youtube-Kanal kann ich auch nur empfehlen. 🙂

      Aber, was dir nun fehlt wird mir nicht klar. Das verlinkte Kapitelchen enthält keinen Beitrag zum Thema? Und über Sex als Belohnung haben wir ja schon von ganz allein gesprochen.

      Was Recherche angeht kann ich nur wie immer wiederholen: Gibt es nicht und wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Wir haben den Podcast ja absichtlich als gehobenes Stammtischgespräch konzeptioniert, da wir wussten, dass wir keine Zeit haben würden, uns wöchentlich groß vorzubereiten.

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      • Michi 27. Oktober 2015 / 13:06

        Es gibt ja viele Indie-Games über Sex – da hätte ich mich gefreut wenn ihr davon einige angesprochen und auseinandergenommen hättet. Die Kritik warum es keine Sex-Spiele gibt blieb auch sehr an der Oberfläche – gerade weil die Auseinandersetzung darum schon heftiger wird und sich schon etwas ändert (siehe Witcher3 oder diese GameStar-News: http://www.gamestar.de/news/vermischtes/3235812/kindred_spirits_on_the_roof.html ). Dass ihr keine Zeit für große Recherchen habt verstehe ich und finde das Niveau des Podcasts auch in Ordnung aber zumindest die Spiele, über die die GameStar mal was geschrieben hat, hätte ich erwartet ( http://www.gamestar.de/news/branche/3004721/seduce_me.html ) – auch wenn ihr natürlich nicht jede News lest. Na aber das Thema gibt sicher in einigen Jahren nochmal eine Folge her 😉

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        • Andre 29. Oktober 2015 / 0:07

          Sobald die Abrufzahlen in den Keller gehen, sofort wieder. 😉

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  12. rammmses 27. Oktober 2015 / 0:58

    Musste an einen Stay Forever Live Auftritt vor ein paar Monaten denken, der genau dasselbe Thema hatte – natürlich aber hauptsächlich in Bezug auf Retro-Spiele. Wenn man sich da mal anschaut, wie es in der Anfangszeit des Mediums aussah, sind die Bioware-Spiele ja fast schon eine Offenbarung. Es ist eben ein junges Medium und das dauert etwas. Ob man nun ausgerechnet auf die Vertreter einschlagen sollte, die im Prinzip am weitesten sind, weiß ich nicht. Aber die Lobhudeleien wie „erwachsen“ man angeblich sei, sind sicher auch daneben. Ein Positivbeispiel aus jüngerer Vergangenheit war für mich noch Wolfenstein (2014). Da gibt es auch eine kurze, fast schon beiläufige Sexszene, die irgendwie super reingepasst hat, der Erzähler hat das auch als eine Art Ablenkung vom ständigen Terror eingeordnet und es hat erzählerisch irgendwie gut gepasst und war keine Effekt-Hascherei. Das war im Kontext „natürlich“ und fand ich viel passender als die übermäßig herausgehobene Rolle, die Sex sonst bekommt, wenn er denn mal in Videospielen auftaucht.

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    • Tasmanius 27. Oktober 2015 / 20:55

      Mist, jetzt bist du mir mit Wolfenstein zuvor gekommen. Wollte das auch erwähnen. Ich finde die Darsellung der Beziehung zwischen BJ und der Frau (wie hieß sie noch gleich) und auch die Sexszenen, gehören zum Besseren, was es in Spielen so gibt.

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      • Tasmanius 27. Oktober 2015 / 21:01

        PS: Ist btw eine der besten Podcast Episoden, die Ihr beide bisher gemacht habt. Diese Folge hat mMn eine 5-Sterne Bewertung verdient. Leider kann ich keine vergeben :-/

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        • Andre 29. Oktober 2015 / 0:06

          ITunes PC-Client runterladen, Bewertung abgeben und schon sieht dich die Welt mit anderen Augen, wildfremde Menschen umarmen dich auf der Straße und schenken dir Geld… 0,1% aller Fälle wirkt es zu 100%!

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  13. Weizegger 28. Oktober 2015 / 2:19

    Hiho!
    Die Frage wurde öfters im Podcast gestellt: Braucht es Sex in Videospielen?
    Da kann man auch fragen : Braucht es BDSM beim Sex ? Oder andere Vorlieben.
    Es ist kommt drauf an was einem gefällt.
    Im Podcast war leider zwei mal die gleiche Meinung vertreten. Sex muss zur Story passen oder sonderlich anspruchsvolle, künstlerische Facetten haben.
    ABER! Sex ist nun mal auch primitiv ,animalisch und nicht nur bei Teenagern ein Thema. Männer , egal welchen Alters, denken andauernd(manche nur) daran. Was einem im Spiel geboten wird ist zu grossem Teil einfach nur Ästhetik. Nirgends werden Frauen so perfekt ,aber auch gleichzeitig so unterschiedlich dargestellt.
    Manche schauen sich Gemälde oder Skulpturen von Frauen an und sind fasziniert und andere schauen gern den wackelnden Ass von Vanessa Z. Schneider in P.N.03 an und spielen so ,ein mittelmässiges Spiel, liebend gern bis zum Ende. Videospiele sind UNSER Medium und Künstler , Designer und Grafiker vermitteln uns ihre Vision von Kunst und Ästhetik.In diesem Fall in Form schöner Frauen. Wir sollten lieber froh sein ,bei vielen Spielen wenigstens für einen optischen Reiz auf unsere Kosten gekommen zu sein. Und von mir aus gerne mehr davon.
    Und was das Wählen eines weiblichen Chars angeht (Zb bei Mass Effect) . Es gibt viele Männer und da gehöre ich zb auch dazu, die sind von Natur aus eifersüchtig und dulden keinen Nebenbuhler. Aber wenn die Angebetete UND der eigene Charakter weiblich sind wird das auf einer psyologischen Ebene einfach ausgehebelt. Ich glaube das könnte ein gewichtiger Grund für die Youtube ect. Statistiken sein, die Ihr erwähnt habt.
    Schade dass der Podcast bei diesem Thema etwas zugeknöpft war . Aber alle anderen 28 Folgen fand ich bisher super !

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