Runde #30: Spiele kaufen ist schöner als Spiele spielen!

Da ist sie nun also, die lang verschollene „Scheinbar spielt kein Mensch Spiele durch – und viele kaum weniger als ein paar Stunden“-Folge. Lange lag sie auf dem „heben wir uns für eine Dürreperiode auf“-Stapel. Ziemlich lange. ECHT lange. Das lag daran, dass ich die Episode mehr als andere Folgen kürzen musste, weil unsere chronische Nicht-Vorbereitung in diesem Fall für viele „Öh…lass mich das mal googeln!“-Momente gesorgt hat. Aber Podcast-Episoden sind ja bekanntlich wie guter Wein: Solange das richtige Etikett drauf klebt, kann da selbst Lösungsmittel für Industrielacke drin sein und alle tun so, als schmecke es trotzdem. In diesem Sinne: Viel Spaß!

Da auf dieser Folge das richtige Etikett klebt, ist jetzt übrigens die ideale Gelegenheit um euch vor Freunden und Verwandten als echte Podcast-Kenner zu profilieren. Ab auf iTunes und die 5-Sterne-Werung abgeben. Dann könnt ihr schon morgen den Coneuss…Conaissö…den Auskenner geben! Und in ein paar Jahren erst! Ha! Da könnt ihr auf das Datum eurer Bewertung auf iTunes zeigen und sagen: „Ich fand den schon cool, bevor sie die Welt regiert haben!“. Das wird ein großartiger Moment!

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46 Gedanken zu “Runde #30: Spiele kaufen ist schöner als Spiele spielen!

  1. Severin 1. November 2015 / 16:48

    Auch ohne euren Aufruf am Ende hatte ich mir vorgenommen, mal die PSN Trophäen Werte der Souls Spiele zu posten, weil Andre ja mehrmals auf Peter Molyneux Aussage der zu schweren Spiele eingeht: Demons Souls durchgespielt 18%. Bei Dark Souls gibt es 2 Enden, das eine hat 19, das andere knapp 28% (nicht einfach addieren, da auch ein Spieler beide Enden erreichen kann) also vermutlich um die 35% durchgespielt. Dark Souls 2 41% auf der PS3 und 30% in der PS4 Version. Bloodborne hat 3 Enden mit 12,5, 17.8 und 18,4%. Wieder nicht einfach addieren, aber 25-30% werden es schon sein.
    Jochen hatte ja als grobes Mittel für durchgespielt bei Steam 10% gesagt, nun gibt es im PSN natürlich keine so großen Sales wie auf Steam, trotzdem finde ich die Prozentzahlen auffällig hoch. Gerade wenn man bedenkt, dass die Spiele den Ruf haben, zu den schwersten unserer Zeit zu gehören und man bei Demons Souls und Bloodborne mit 30-40 Stunden Spielzeit rechnen kann, bei DS1+2 eher 60-80. (Leite ich einfach mal von meiner Zeit und der Zeit von ein paar Bekannten ab, natürlich die Spielzeit beim 1. Durchspielen)

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    • Nico 1. November 2015 / 18:46

      Weiß nicht ob das schon im Podcast aufgegriffen wird (noch nicht gehört) aber es kommt auch auf die Definition der „Gesamtspielerzahl“ an. Während Steam nämlich soweit ich weiß jeden Besitzer (also im Store gekauft oder einen Key dafür eingelöst) mit einrechnet, ist das im PSN komplizierter:

      Es werden auf der Playstation nur Spieler erfasst, die das Spiel mindestens einmal gestartet haben und danach ihre Trophäen online sychronisiert haben. Damit die Trophäen synchronisiert werden, muss entweder das Trophäenmenü einmal geöffnet worden oder die Konsole min. einmal online im Ruhemodus gewesen sein. Bei (nach eigener Schätzung aus dem Bekanntenkreis) erstaunlich vielen Leuten kommt es aber nur sehr selten überhaupt dazu, weil die PS4 z. B. immer direkt komplett ausgeschaltet oder (soll es ja auch heute noch geben) ihr bei Nicht-Online-Benutzung das Internet abgedreht wird. Zuletzt hat man im PSN (und auch auf Xbox Live) auch noch die Möglichkeit, Spiele mit null freigeschalteten Achievements aus dem Profil zu löschen, womit wohl auch die globale Statistik beeinflusst wird.

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      • Nico 1. November 2015 / 18:58

        Ach ja und natürlich braucht man bei Xbox und Playstation überhaupt erstmal ein Online-Profil um Achievements zu sammeln, was vermutlich gerade Gelegenheitsspieler nicht immer haben. Es wird einem zwar ziemlich auf die Nase gedrückt, dass man bitte eines anlegen soll (und Online-Spiele brauchen natürlich eines), aber zumindest auf der Playstation hat der Account-Erstellungs-Assistent gut und gerne 10 Einzelschritte und verlangt u. a. die gesamte Postanschrift.

        Wenn ich mir Leute anschaue, die genervt aufgeben, den App Store des iPhones zu benutzen weil sie vorher eine Sicherheitsfrage festlegen müssen, glaube ich doch, dass die Abbruchrate für den PSN-Account recht hoch sein dürfte.

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        • Severin 1. November 2015 / 19:25

          Du hast mit deinen Punkten sicherlich recht. Ich habe einfach mal Stichprobenartig Werte für ander PSN Spiele rausgesucht: Witcher 23%, DA:I 24%, Assasins Creed: Unity 36,5%, Uncharted 3: 34%
          Also im PSN sind die Werte aus verschiedenen Gründen höher als bei Steam, trotzdem finde ich es interessant, dass die Souls Spiele, trotz ihres Rufes so schwer zu sein, nicht hinter den anderen Spielen zurückfallen und ein Dark Souls 2 (mMn sogar der schlechteste Souls Teil) von (relativ gesehen) mehr Leuten durchgespielt wurde, als die simplen und kurzen Actionspiele AC:Unity und Uncharted 3.

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          • Nico 1. November 2015 / 20:18

            Da hast du natürlich recht, die Werte der Souls-Spiele sind im Vergleich überraschend hoch. Ich nehme an, das liegt vor allem an der Nische, in der sie sich (auf den Gesamt-Spielemarkt gesehen) befinden: Die Spiele werden aggressiv über ihren hohen Schwierigkeitsgrad beworben, was die angestrebte Core-Zielgruppe herausfordert, den typischen Gelegenheitsspieler, dem selbst ein Assassin’s Creed ab einem gewissen Punkt zu schwer wird, aber eher abschreckt.

            Sicherlich kommt bei vielen dann noch ein gewisser Ehrgeiz dazu, das vermeintlich schwerste Spiel aller Zeiten (das natürlich keines der Souls-Spiele objektiv ist) durchzuspielen und sich nicht „geschlagen zu geben“. Mich hat z. B. das vermeintlich banale New Super Mario Bros mehr frustriert als je ein Souls-Titel, schlicht weil das Nintendo-Spiel auch einige unfaire Stellen hat, einem dabei aber ständig suggeriert, dass es einfach und kindgerecht sei.

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      • Andreas 2. November 2015 / 12:13

        Das Steam jeden zählt der einen Key hat, stimmt nicht mehr – inzwischen muss man mindestens das Spiel installiert oder gestartet haben.
        Mir viel das nämlich früher bei Metro 2033 auf, das erste Achievement hatten nicht mal 60% (ca ¾ Jahr nach Erscheinung) und inzwischen gab es das Spiel sehr oft sehr billig bzw. in Bundles (z.B. HumbleBundle) und als Heftbeilage und trotzdem ist der Wert auf 85% gestiegen.
        Sieht man auch an den Statistiken die man im eigenen Profil ausstellen kann. Beispielsweise „Errungenschaften“, da habe ich 28% komplettierungsrate obwohl ich nicht mal 28% meiner Spiele gespielt habe.

        Was man aber berücksichtigen sollte ist, dass nicht alle Spieler ständig online spielen. So habe ich z.B. bei Portal nur 0,9 Stunden auf der Uhr trotzdem habe ich es durchgespielt (habe da aber immerhin noch das Achievement für)
        Oder bei Risen 1,9 Stunden und ich habe es fast durchgespielt (Festplatte mit Spielstand ging kaputt und nochmal von vorn wollte ich nicht anfangen). MGS 5 = 166 Stunden aber in Wirklichkeit bestimmt über 200 Stunden usw. usf.

        Durch die Sales wird man halt immer dazu verleitet Spiele zu kaufen, die man gerne spielen würde und so wird die Liste der nicht gespielten Spiele immer länger und länge – von meinen 888 Spiele will ich mindestens noch 400 spielen (150 habe ich gespielt). Der Rest habe ich schon als Retail-Version gespielt oder waren in Bundles die ich sowieso nicht wollte.
        Beziehungsweise manche Spiele werden doppelt gezählt (SP, MP) oder es werden DLCs usw. gezählt.

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  2. Dr.Faustus 1. November 2015 / 17:18

    Erstmal: Toller Podcast!
    Die beste Statistik die ich gefunden habe ist bei Mafia 2: Es haben mehr Spieler Kapitel 13 (58,2%) als Kapitel 12 (57,9%, Stand 1.11.2015 16:17 Uhr) abgeschlossen.

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  3. David 1. November 2015 / 19:05

    Ich nutze diese Plattform mal um mich zu outen.
    Ich besitze 168 Games bei Steam und natürlich habe ich nicht alle durchgespielt.

    Zu meiner Person und als Erklärung dafür:

    Ich bin 31 Jahre alt, gehe einen Beruf mit einer 40 Stunden Woche nach und habe Jahre lang auf einer xbox 360, die nicht online war gezockt. Als ich dann wieder zum PC gewechselt bin und meinen Steam account gestartet habe, den ich mir damals für Half life 2 angeschafft habe, wurde ich „verführt“ von coolen Indie Games und Steam sales.

    Ist also, wie ihr auch beschrieben habt, eine Kombination aus:
    Weniger Zeit als zu Schulzeiten, aber gesteigertem Einkommen und Preisen die unter der Schmerzgrenze liegen.

    Man lernt aber auch als Nutzer. Ich kaufe z.B. mir erst ein neues Adventure oder Jump usw. wenn ich das letzte auch beendet habe. Ansonsten kaufe ich meistens nur noch Spiele, die ich auch in absehbare Zeit spielen möchte.

    DIe Games, die die Karte mit langweiligen Aufgaben zukleistern(z.B. die Ubisoft Blockbuster, schrecken mich eher ab und Games mit einer überschaubaren Länge(z.B. Telltale Adventures) bevorzuge ich.

    Nach Black Flag, Far Cry 3 und 4 habe ich davon erst einmal genug. Das reicht. Das neue Dragon Age hätte ich z.B. gerne aufgrund der schönen Präsentation durchgespielt, aber die Karte mit den vielen blöden Aufgaben hat mich so sehr genervt, dass ich nach 3 Stunden aufgehört habe.

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  4. Daniel 1. November 2015 / 19:38

    Steam lädt natürlich hervorragend dazu ein, Spiele zu sammeln und sich zu präsentieren.
    Bei Steam ist es halt einfacher Spiele zu kaufen als diese NICHT zu kaufen. Es entsteht beim Kauf beinahe kein Aufwand und Platzprobleme gibt es ja sowieso nicht.

    Die Statistik von The Plan hat mich interessiert, da ich das Spiel daher kenne, dass es von vielen als „weiteres Spiel um einfach auf 100% Achievements spielen zu können“ gesehen wird.

    Die Durchschnittsspielzeit beträg 13 Minuten und da man das Spiel nach höchstens 20 Minuten beendet hat, rechnete ich damit, dass ca. 95% das Achievement, welches man für’s abschliessen erhält, erhalten haben. ES WAREN LÄCHERLICHE 13.3%, WAS IST DA LOS?

    Quellen:
    SteamSpy: http://steamspy.com/app/250600
    Steam: http://steamcommunity.com/stats/250600/achievements/

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  5. tloch82 1. November 2015 / 19:55

    Die Aussage von Jochen, das Konsumverhalten ist halt einfach so, trifft es denke ich am besten. Es gibt einfach zu viele unterschiedliche Gruppen um eine klare gültige Aussage zu treffen woran es liegt. Jeder hat seine eigenen Gründe warum und wie er ein Spiel konsumiert. So wie Jochen mit seinem Drank bei Rollenspielen seine Charaktere optimal zu skillen.

    Und gerade das Verramschen von Spielen sorgt denke ich dafür, dass viele Spiele kaufen und sie dann ohne schlechtes Gewissen liegen lassen, weil es ja eh nicht teuer war. Ich z.B. besitze sehr viele Spiele nur deshalb (wirklich als DVD in einer Packung, viel Konsole, aber auch viel PC), weil ich sie mir billigst als Gebraucht Spiel gekauft habe. Zum Vollpreis, wäre meine Sammlung sehr sehr sehr viel kleiner.

    Und natürlich habe ich nicht alle davon gespielt. Wenn ich dann eines Spiele, dann aber schon mit dem Anspruch, dann auch durch. Meist suche ich mir ein Zeitfenster wo ich weiß, ich habe ein paar Abende am Stück Zeit um mich drauf einzulassen. Mega-Rollenspiele haben es dadurch schwerer, als kurze Shooter oder Adventure.

    Grundsätzlich würde ich sagen, dass es den Entwicklern gut tun würde nicht auf Statistiken zu gucken, sondern Spiele zu programmieren, die ihnen selbst Spaß machen würden. Das hat mal bei Blizzard früher echt gut funktioniert. Ich glaube, die Spiele haben früher viele Käufer begeistert durchgespielt.

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  6. enlagom 1. November 2015 / 19:57

    Wieder eine schöne Folge der beiden Connoisseusen!
    Auch wenn sie irgendwie abrupt zu Ende war, mit der Aussage: Naja, ist halt so (das deckt sich übrigens mit meiner Einschätzung).
    Das von mir meistgespielte auf Steam ist Crusader Kings 2. 329 Stunden, es kommen in den über drei Jahren aber noch einige Stunden ohne Steam dazu. Ich habe darin genau 26 von 94 Achievements erreicht (ohne je eines erreicht haben zu wollen).
    Das, laut Steam, meist erreichte Achievement „marry another character“ haben 10,1% freigeschalten. Das kann man, je nachdem welchen Charakter man anfangs wählt, nach wenigen Minuten freischalten.
    Das ist jetzt sicher kein typisches Spiel für eine solche Statistik aber es zeigt für mich eines: Die Motivation CK2 zu spielen war für mich nie etwas erreichen zu wollen, sondern immer der so schön umgesetzte historische Kontext. Wenn sich jetzt also jemand nicht sonderlich für Geschichte interessiert, sondern vielleicht die Welt erobern will (beinahe unmöglich), wird es schwierig einen Grund zu finden das zu spielen.

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  7. der unbestechliche 1. November 2015 / 22:13

    Die Achievements sollte man als Messgröße nicht zu wörtlich nehmen.
    Wenn man den Ingame-Overlay deaktiviert hat, werden die Achievements nicht registriert und wenn man Steam im Offline-Modus betreibt, funktionieren die Achievements je nach Spiel auch nicht.

    Zum Thema: Ich kauf mir im Sale auch alles, was mich auch nur ansatzweise interessiert. Aber mir fehlt mir leider oft die Motivation, ein Spiel zu starten oder insbesondere ein bisher unbekanntes Spiel anzufangen, das einen gewissen Lernaufwand erfordert. Und wenn es mich nicht von Anfang an halbwegs fesselt, überhaupt dranzubleiben.
    Könnte mir vorstellen, dass vielen das bei Civ 5 so geht. Das Tutorial ist ein Witz. Dadurch erschließt sich die Faszination der Civ-Reihe den Jüngeren nicht, die die Vorgänger nicht kennen.

    Ist schon echt schade; als Schüler hat man stundenlang irgendwelche drittklassigen Demos und Shareware spielen müssen, da man nur selten an eine brauchbare Vollversion rankam. Und heute hat man mit Steam und Co. ein Riesen-Angebot und das nötige Geld, aber es fehlt die Zeit und Motivation, um das auch nur ansatzweise auszuschöpfen. 20 Jahre zu spät geboren…

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    • Andre 2. November 2015 / 9:40

      Das geht mir so mit Crusader Kings 2. Seit einem Jahr will ich das spielen, aber immer wenn ich die Basics drauf habe, geht mir die Zeit aus und ein paar Monate später, spiele ich dann wieder das Tutorial… Naja, irgendwann! 😀

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      • Königsmörder 2. November 2015 / 12:41

        Der Fehler ist es das Tutorial zu spielen. Die sind traditionell scheiße bei Paradoxspielen. Statt dessen: Einfachen Ausgangpunkt wählen (Spanien oder Irland) und laufenlassen (Keine Angst vor ordentlicher Zeitbeschleunigung!). Große Teile des Spiels (wie z.B. Forschung) kann man anfangs getrost ignorieren. Alternativ ein, zwei youtube-tutorials anschaun ( https://www.youtube.com/watch?v=MAvJJuv1hvM ). Natürlich bleibt das Problem bestehen, dass das Spiel ein unfassbarer Zeitfresser ist, aber sooo gut ^^.

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  8. DerStudti 2. November 2015 / 2:54

    Gründe für unser aller Spiele-Schamstapel sind vielfältig, egal ob es um nie gespielte oder zwischendrin abgebrochene Spiele geht…Jagd- und Sammeltrieb, einfache Verfügbarkeit, falsche Selbsteinschätzung, bewusster Vorratskauf, schlichte Fehlkäufe, geänderte Lebensverhältnisse, Werbeaktionen mit kostenlosen Spielen, schwankende Motivation, technische Probleme, aus Zeitmangel unerfüllbarer Nachholbedarf aus der Jugend,…
    Ich denke, dass ein simples „Es ist halt so!“ die Lage hier ausnahmsweise zufriedenstellend zusammenfasst.

    Was ich eher interessant finde, das ist die Frage, ob Achievements ein geeigneter Maßstab für die Intensität und Dauer eines Spielerlebnisses sind. Ich habe beispielsweise in Civilization 5 über 400 Stunden auf der Uhr, aber noch nie (!) eine einzige Partie beendet. Das entsprechende Achievement fehlt also noch. Entweder war ich bereits frühzeitig übermächtig und es fehlte die Motivation für die „Restarbeiten“ zum Sieg oder ich vergaß existierende Saves einfach oder ich stolperte über Mängel im Spieldesign. Bei letzteren meine ich insbesondere die unausgegorene Integration der Religion ins Spiel, v.a. im späten Spielverlauf, sowie das Kampfverhalten der modernen (Flug-)Einheiten und natürlich die immer noch allzu unzureichende KI. Im Grunde spiele ich immer wieder nur die Phase, die mich am meisten motiviert, nämlich den Anfang mit Erkundung, Städteplanung usw..
    Neben diesem Beispiel, das stellvertretend für eine fehlende Verbindung von Achievements und Spielintensität stehen soll, möchte ich außerdem noch an mögliche technische Aspekte erinnern (offline-Modus, abgeschaltete Community-Funktionen, Verwendung mancher Spiele – die dies erlauben, etwa für Mods – ohne Steam). Auch trägt Steam selbst dazu bei, dass manche Spiele nur einige Stunden inaktiv im Menü laufen gelassen werden, denn so erhält man die damit verbundenen Sammelkarten. Gerade bei Bundles und Sales sollte man diesen Effekt nicht unterschätzen, denn mit dem Verkauf der Karten kann man oft den (niedrigen) Kaufpreis wieder zu 50% und mehr reinholen.

    Eine Fundgrube schöner Statistiken ist http://howlongtobeat.com/stats.php
    Hier erfährt man – von allen teilnehmenden Nutzern – so schöne Dinge wie die Durchschnitts-Durchspielzeit, aber eben auch welche Titel im Backlog ganz oben rangieren (Witcher 2…kein Wunder bei den vielen Sales in den letzten Monaten). Ebenso interessant bzgl. des Verhältnisses aktiver Spieler zu Spielbesitzern ist steamspy.com. Hier erfährt man z.B., dass etwa 95% aller Civ5-Besitzer das Spiel auch zumindest einmal gestartet haben, während beispielsweise ein Left4Dead2 „nur“ bei 85% und der Klassiker Counterstrike bei 71,5% liegt. Bei letzterem merkt man, dass man das Spiel auch kostenfrei als Beigabe zu Half-Life bekommt. Relativ oft ungespielt scheint auch das von einem Vorredner erwähnte Crusader Kings 2 zu sein, welches nur auf etwas über 78% kommt, und der zweite Hexer-Teil (siehe Absatzanfang) kommt auf etwa 71%.

    Die Bioshock-Reihe toppt dies aber noch: Teil 1 liegt bei 66%, IInfinite kommt auf 75%…und Teil 2 nur auf rund 41%! Mögliche Erklärung: Bundle-Käufe. Schöne neue Spiele-Welt.

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  9. Krillfred 2. November 2015 / 3:49

    Wieder ein guter Podcast.
    Was mir aber gefehlt hat,wie stark wirkt sich Nostalgie beim Kauf eines Spieles aus und wie stark behindert es einem beim durchspielen?

    Als Beispiel die Civ-Reihe.

    Im Podcast wurde ja Civ 5 als ein Spiel genannt was nicht viele bis zur Hälfte bzw. bis zur 2ten Stadt gespielt haben.

    Das könnte an folgenden liegen.
    Früher haben die Käufer als Kind meist nur 1 Spiel gehabt und es andauernd gezockt. (Civ2/3)
    Jetzt holen sie sich Civ 5,weil sie das schöne Gefühl von früher heute nochmal erleben wollen und sie jetzt Geld für das Spiel haben.Leider vergessen sie aber das sich in Civ5 viel verändert hat und sie selbst ja auch. (keine Zeit/anderer Spielegeschmack/Probleme mit dem lernen von neuen Inhalten.)

    Also wird dann das Spiel ca 1h gespielt und danach nicht mehr angerührt.Weil sich das Gefühl nicht einstellt oder man was anderes machen muss.

    Das gleiche passiert mMn. bei vielen Spielen die auf Nostalgie setzen oder eine alte Spielereihe haben.(Supet Mario Bros.,Pillars of Eternity…)

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    • Andre 2. November 2015 / 9:37

      Dann müsste sich die Durchspielquote bei neuen Marken ja von der alteingesessener Titel unterscheiden. Vom anschauen der Statistiken her, hatte ich nicht den Eindruck, aber das kann täuschen. Die These wäre aber zumindest nachprüfbar.

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  10. Nachtfischer 2. November 2015 / 6:27

    Beim zitierten Molyneux-Problem handelt es sich mal wieder um den fundamentalen Konflikt von Spiel und Story. Eine Geschichte muss, einmal begonnen, ihre Vollendung garantieren, um ihre Wirkung zu entfalten. Ein Spiel, sofern es irgendeine Form bedeutsamen Gameplays enthalten möchte, kann dies nicht tun. Wenn mir der Erfolg garantiert wird, hat meine Interaktion mit dem Spiel auch keinerlei Bedeutung. Die Herausforderung ist es, die mir als Spieler kommuniziert, dass mein Handeln Gewicht hat.

    Daraus ergibt sich auch einer der Gründe, warum Kaufen wirklich mehr Spaß macht beziehungsweise verspricht als das Spielen. Auf dem Papier liest sich das super: Tolle Story und super Gameplay. Die Idee, die Vorstellung ist grandios. In der Praxis funktioniert beides aber eben nicht zusammen. Ähnliches gilt für das in seiner Prämisse wahnsinnig spannende Civilization, das letzten Endes aber in seiner Unfokussiertheit alles andere als zugänglich ist und einen Großteil der Spielzeit jeder Partie schlicht mit „Busywork“ langweilt.

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  11. Perzokat 2. November 2015 / 10:32

    Ich gebe Jochen in seiner Theorie recht das ältere Verbraucher einfach die Zeit nicht mehr finden ein Spiel komplett oder längere Zeit am Stück zu spielen.

    Ich sehe es an mir und in meiner Familie.
    Ich selbst habe keine Kinder bin aber durch den Job und Privatleben (mit Freundin) zeitlich so eingespannt das mir am Abend eventuell 1-2 Stunden bleiben bevor ich tot ins Bett falle. Die Konzentration zu finden ist da echt hart (für mich). Ich sehe es am Beispiel von GTA V. Dort habe ich die Story nicht mal annähernd bis zur Hälfte gespielt und verbringe die meiste Zeit im Onlinemodus da dies für mich in diesem Moment entspannter ist.

    Im großen und ganzen ist mein Spielverhalten eher Online- und Multiplayergeprägt als das ich einer Story am Stück mich hingebe. Das schaffe ich dann wenn ich im Urlaub bin und das ist wie bei vielen anderen ein bis zweimal im Jahr.

    Ich habe viele Spiele im Schrank die sind sogar noch Originalverpackt da ich mir denke „Dafür möchte ich Zeit haben bevor ich es nach ein paar Tagen nicht mehr spielen kann oder aufhören muss oder …“

    Ich kenne viele die Besitzen heutzutage nur ein Spiel für das ganze Jahr wie GTA V oder FIFA.
    Mehr wird für eine Saison nicht mehr gekauft da sie wissen das sie mehr nicht schaffen aber auch andere, da zähle ich mich dazu, die Spiele kaufen und im Schrank liegen haben aber immer das selbe Spielen.

    Ich denke das die Statistiken eher auf „keine Zeit“ als auf nicht schaffbar oder zu langes Gameplay zurück zu führen sind.

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  12. Axel 2. November 2015 / 12:35

    Gute Analyse, falsche Schlussfolgerung. Es ist viel einfacher: Es gibt heute einfach sooo viel was einen ablenkt: Smartphone hier, Streamingangebote da, hier Clickbaiting, dort was „wichtiges“… Und einfach einen unübersichtlichen haufen Spiele! Das Problem: Die Menschen haben nicht gelernt in dieser lauten Informationsgesellschaft das für sie wichtige herauszuziehen. Sie denken, sie verpassen ständig was und schauen alle 15 Minuten auf Facebook, Twitter, Instagram, WhatsApp, etc. Folge: Die haben garnicht mehr die RUHE sich auf ein was zu konzetrieren!

    Wie war das denn früher? Da gab es einfach nicht so viel. Man hatte ein Festnetz und das wars. Auch Spiele hatte man sich immer so 1-2 gekauft und somit natürlich viel mehr Ruhe diese vernünftig zu spielen.

    Heute ist das einfach ein Problem der Informationsgesellschaft, das sich viele ablenken lassen! Selbst Titel wie Walking Dead – 1. Telltale Staffel: 50% aller Season-Pass-Käufer haben überhaupt den Anfang von Folge 2 gesehen. Es hat also nix mit Gamedesign zu tun, denn Telltale Titel haben keines. Das sind selbstablaufende Filme!

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    • Jochen 2. November 2015 / 15:15

      „Gute Analyse, falsche Schlussfolgerung.“

      Kleiner Tipp, Axel: Wenn du willst, dass andere (zum Beispiel: ich) deine Kommentare ernst nehmen und in einen Diskurs einsteigen, dann gewöhne dir endlich diesen kotzbrockigen Duktus ab. Das ist jetzt bestimmt das vierte oder fünfte Mal, dass ich einen Kommentar von dir lese und denke, nee, für so ein Trampeltier ist mir meine Zeit jetzt echt zu schade. Ton, Musik und der ganze Kram.

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      • Axel 2. November 2015 / 19:22

        Oh, tut mir wirklich leid, Jochen! Echt jetzt! Ich schreibe im Netz allermeistens so, wie wir bei uns im Real Life im Freundeskreis abends bei einem Rotwein und Kerzenschein zusammensitzen und Diskutieren und Debattieren. Ich muss dazu sagen, dass die meisten Diskussionen, die ich im Netz so führe, in geschlossenen Gruppen geschehen wo mich die teilnehmenden Menschen seit Jahren kennen und das natürlich auch einschätzen können wie ich was meine.

        Es war nie meine Absicht irgendwie wie ein Kotzbrocken oder sowas zu wirken. Ich kenne es halt anders, deswegen fällt mir sowas auch wirklich nicht auf, wenn ich auf fremde Menschen großkotzig wirke oder so. Deswegen ist das gut, dass Du mich drauf aufmerksam machst – hättest es auch schon beim ersten und zweiten Mal machen können. Denn nur DANN kann ich ja versuchen etwas zu ändern – in dem es mir sagt, meinst Du nicht? 😉

        Ich bin aber in der Tat der Meinung, dass Ihr in Eurer Schlussfolgerung völlig außer Acht gelassen habt, dass die Welt heute komplett anders ist als vor 10 oder gar 20 Jahren. Aber bleiben wir mal im Jahr 2005. Da war das Internet als Massenmedium noch sehr jung. Soetwas Clickbaiting, Shitstorms und all diese Phänomene der letzten Jahre gab es noch nicht. Es war in der Tat ein eher ruhiger Ort, wo man vielleicht gerade MySpace für sich entdeckte, wo die Berichterstattung auf den einschlägigen Homepages noch sehr viel nüchterner daherkam als heute. Streamingangebote gab es genauso wenig wie irgendwelche Humble Bundles wo zig Spiele n‘ Appel und n‘ Ei vertickert wurden.

        Heute dagegen hat sich durch Smartphones und all der Geschwindigkeit vieles rasant verändert. Homepages über Videospiele hypen fast täglich ein anderes Spiel in den Himmel. Die Menschen werden durch soziale Medien mit Informationen erschlagen und kommen gleichzeitig aber auch nicht von los – aus angst immer etwas wichtiges zu verpassen. Man muss einfach mal Bus und Straßenbahn fahren und sich anschauen wie viele Leute da in ihre Handys versunken sind, ohne das sie ihre Umwelt wahrnehmen. Und nicht umsonst hat beispielsweise eine Schweizer Polizei folgendes Video herausgeben: https://www.youtube.com/watch?v=P9UxWcZbGMQ
        Man muss einige Menschen heute mit Werbespots dran erinnern, mal auf den verkehr zu achten und nicht ständig ins Handy zu schauen.

        Da wundert es mich ehrlich gesagt wirklich nicht, dass viele Menschen keine geduld darin haben ein Spiel länger zu spielen.

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        • Jochen 2. November 2015 / 19:31

          Alles klar, kein Ding. Zwischen Menschen, die sich nicht persönlich bzw. länger kennen, ist es halt schon ein Unterschied, ob man „Mööp, falsch!“ schreibt oder „das sehe ich jetzt aber anders“. Der sachliche Widerspruch ist freilich legitim, ich müsste den Podcast allerdings noch mal hören, um darauf vernünftig zu antworten – die Diskussion ist, wie André ja schon eingangs schrieb, mehrere Monate alt. Wobei mir dein Argument im Hinblick auf den sich veränderten Medienkonsum als eine von mehreren möglichen Ursachen eigentlich so einleuchtend erscheint, dass ich mich wundere, dass wir das nicht wenigstens mal angerissen haben sollen …

          In diesem Sinne: Alles gut!

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  13. one_of_one 2. November 2015 / 17:56

    Ich spiele heutzutage auch kaum noch Spiele durch. Die müssen mich dann schon extrem fesseln, damit ich am Ball bleibe und das schaffen nur noch wenige. Das Hauptproblem ist aber, dass es einfach oft zu viele gibt, die innerhalb kurzer Zeit erscheinen – da kommt man einfach nicht mehr hinterher (aber wenn sie mich interessieren, will ich sie wenigstens trotzdem mal anspielen). Früher hatte ich auch weniger Geld zur Verfügung und gleichzeitig auch etwas mehr Zeit – da war das Durchspielen eben auch „einfacher“. Heute ist mir da dann einfach die Zeit zu schade – wenn mich ein Spiel nicht in den ersten Stunden packt, lass ich es eben liegen und spiele das nächste.

    Viele Spiele kaufe ich auch einfach noch mal später im Sale bei Steam nach (obwohl ich sie schon als Box besitze) – einfach weil es dort bequemer ist und ich eine bessere Übersicht über meine Sammlung habe.

    Wobei ich bei großen Rollenspielen oder Open World generell nicht unbedingt die Achievements heranziehen würde. Das kommt halt immer sehr auf den Spielstil an. Ich hab z.B. die ersten 100 Spielstunden in Witcher 3 die Story fast komplett links liegenlassen und die Welt erkundet und Nebenquests gemacht. Und wenn man pro Woche nur hier und da mal eine Stunde Zeit findet, kann es sich auch über Monate hinziehen, bis man den Baron überhaupt erst trifft.

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  14. Marius 2. November 2015 / 18:32

    Vielen Dank für den wieder sehr interessanten und unterhaltsamen Podcast.

    Wenn die Steam-Achievements verlässlich sind, muss man vielleicht zwischen Spielen, die schonmal beträchtlich reduziert wurden und solchen, bei denen dies nicht der Fall war, unterscheiden. Bei ersteren liegt nahe, dass sich viele das Spiel nur wegen der Preisreduzierung gekauft haben. Bei ersteren ist es rätselhafter, aber vielleicht hängt das von den Spielen ab. Bei Witcher 3 kann ich mir vorstellen, dass das tatsächlich viele mit besten Absichten gekauft haben, und ihnen dann doch die Zeit gefehlt hat, sie der Umfang abgeschreckt hat oder sie das Weiter- und Durchspielen auf Später verlegt haben, z.B. Weihnachten. Ich denke, bei Spielen, die man zum Vollpreis kauft, ist die Motivation zum Durchspielen schon sehr viel höher, aber nicht jeder hat Zeit und Lust, das innerhalb weniger Tage oder Wochen nach Kauf zu tun. Bei Witcher 3 könnte bei manchen, jedenfalls war das bei mir so, hinzukommen, dass sie das Spiel aus Sympathie zum Entwickler eher zum Vollpreis kaufen als bei anderen Spielen anderer Entwickler. Das ist natürlich nur meine persönlichen Überlegungen für den Einzelfall Witcher 3.

    Ich finde den Gedanken amüsant, dass womöglich früher viele Spiele aufgrund ihres Schwierigkeitsgrads nicht durchgespielt wurden, und mittlerweile die Art, wie PC-Spiele verkauft werden (digital und stark rabattiert) und vielleicht auch die Art, wie sie aufgebaut sind (viele repetitive Endlosbeschäftigungen, die je nach Spielweise bereits ermüden können, bevon man die Hauptgeschichte durchgespielt hat) dafür (mit)schuldig sind.

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  15. Tobi 2. November 2015 / 18:59

    Danke für die unterhaltsame Folge.
    Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob die Annahmen bei den Steam-Archievements wirklich 100% zutreffen, da es durchaus möglich ist, Archievements/Overlay/Community-Funktionen zu deaktivieren. Wie viele das machen und ob die Spiele dann eventuell komplett rausgerechnet werden, weiß ich natürlich auch nicht, damit will ich nur sagen: Traue keiner Statistik die Du nicht selber gefälscht hast.

    Nichtsdestotrotz finde ich die festgestellten Tendenzen überhaupt nicht überraschend, da mein digitaler Pile of Shame auch viel schneller anwächst, als ich ihn abarbeiten kann. Das ist für mich aber auch nicht schlimm. Ich kaufe häufig, wenn sich eine günstige Gelegenheit bietet und spiele die Spiele teilweise Jahre später, wenn ich Zeit habe (Urlaub/Krankheit z.B.). Erst kürzlich habe ich mich über Bioshock Infinite hergemacht, das schon seit Release fast ungespielt in meiner Steamliste schlummerte. Das stört mich aber überhaupt nicht, denn wenn man mal die Muße hat, sich spielerisch zu betätigen, ist es doch schön, wenn die Bibliothek von ungespielten Titeln aus allen Nähten platzt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es viele so machen: Günstige Gelegenheit -> kaufen -> kann man irgendwann mal spielen. Und dass Spiele nicht zu Release auch preiswert sein können, stimmt nur, wenn die mannigfaltigen Keyseller nicht betrachtet werden. Da gehen auch neue Titel gerne für ca. 20€ über den Tisch und dann muss ich nicht lange überlegen, selbst wenn mir gerade die Zeit fehlt. Irgendwann komme ich schon dazu.
    Eher selten spiele ich Spiele nicht weiter, weil sie mir nicht gefallen und ärgere mich über den Kauf. Das letzte Mal war das bei X – Rebirth der Fall.

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  16. Mufasa 2. November 2015 / 19:06

    Jochen trifft es bei Minute 30.20 auf den Punkt. Man hat einfach nicht mehr die Zeit und auch Überwindung wenn man in einem Beruf der nichts mit der Spieleindustrie zu tun hat sämtliche Spiele durchzuspielen. Ich habe während meinem Zahnmedizinstudium immer hin und wieder nach der Uni eine Runde gespielt, während der Semesterferien wenn denn dann mal frei war und die Freundin zu den Eltern gefahren ist gerne mal in 2 Wochen Witcher 2 oder Xcom Enemy within durchgespielt. Jetzt komm ich abends nach Hause und bin einfach nur platt, auf anspruchsvolle Spiele in die man sich einarbeiten muss um letztendlich belohnt zu werden habe ich keine Lust mehr. Spätestens beim dritten Scheitern eines Bosskampfes wird der Rechner ausgeschaltet und ich liege auf der Couch. Generell kann ich mir Stress bei PC Spielen nicht mehr geben. Dies äußert sich zum Einen bei Missionen von Dragon Age Inquisition, wo ich durch langweilige Sammelmissionen deutlicher nicht spüren kann, dass ich gerade meine Zeit verschwende; zum Anderen bei Online Spielen wie League of Legends wo ich direkt keine Lust mehr habe wenn 13 jährige Kiddies mich nach 5 Minuten direkt vollflamen. Abgesehen von der Tatsache, dass ich fast ausschließlich nur noch am Wochenende zwei drei Stündchen PC spiele erfreuen sich bei mir Rundenstrategiespiele immer höherer Beliebtheit, einfach weil ich parallel dazu Kaffee trinken kann, der Freundin ne SMS tippe, schaue was in der Bundesliga passiert oder diesen Podcast höre. Arbeit in Computerspielen wird direkt abgelehnt und ist ein guter Grund, das Spiel gar nicht weiter anzurühren – davon hab ich genug unter der Woche.

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  17. Sleden 2. November 2015 / 19:23

    Hi,

    Habe iwie das Problem, dass diese Folge extrem leise ist. Die restlichen sind komplett in Ordnung. Da ich euren Podcast auf dem Wege von bzw. Zur Arbeit Höre, ist die Umgebung einfach viel zu laut um etwas zu verstehen. Habe das Ganze bisher nicht hier gelesen, kann also auch irgendwie an meinem Handy liegen. Wäre aber nett, wenn ihr mal schauen könntet.

    Danke und Gruß sleden

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    • Krillfred 2. November 2015 / 20:18

      Jetzt wo du es erwähnt hast.Ich musste den Podcast diesmal auch lauter stellen als sonsz,dachte scjon es lag an mir.
      Es ist schön wenn man nicht selbst Schuld hat ,sondern andre. 😉

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  18. Alex 2. November 2015 / 20:24

    Ich zähle etwa 15 Spiele in meiner Steam Library die ich mir aufgrund „Whatever“ gekauft habe, aber nicht durchgespielt habe…
    Danke an eure Erinnerung, jetzt fühlt man sich schlecht.

    Ich denke die „Gamer von „damals““ möchten die „Momente von damals“ und wollen sich nicht eingestehen das sie nicht die Zeit dafür haben….

    Eigene Erfahrung..

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  19. LeReppiz (@LeReppiz) 2. November 2015 / 21:23

    Bin jetzt mit dem Podcast noch nicht zur Gänze durch, möchte trotzdem mal meinen Senf dazugeben.

    Ich bin einer dieser Spieler, welche kaum ein Spiel durchspielen. Schlimmer noch: Ich spiele Spiele welche mich eigentlich von Beginn an begeistern auch oftmals nicht besonders weit. Aber worin liegen die Gründe dafür?

    Ich arbeite als Softwareentwickler, sitze gut 40h die Woche im Büro. Mein Arbeitstag beginnt meist zw 08:00 und 09:00 Uhr, und endet zwischen 17:00 und 19:00 Uhr. Da ich die meiste Zeit des Tages mit Sitzen verbringe versuche ich auch noch zwei Mal die Woche etwas Sport zu betreiben, meistens gleich volé nach der Arbeit. Wenn ich dann nach Hause komme habe ich noch zu Kochen, Wäsche zu machen, Geschirr zu spülen, etc…. Oft gehe ich auch noch mit Freunden oder Kollegen auf ein Bier..oder zwei. Meist bin ich dann so geschafft, dass ich ein Spiel dann nicht mehr angreifen möchte weil mir die Konzentration hierfür fehlt. Wochenends ists dann so, dass ich mit Freunden und Bekannten gerne mal etwas unternehme. Sei es gemütlich zusammen zu sitzen, auszugehen, ein Konzert zu besuchen whatever.

    Klar, gelegentlich picke ich mir etwas Zeit raus, und spiele dann mal wieder einen Titel weiter, aber das sind oft nur wenige Stunden am Stück. Meiner „Liebe“ zu Videospielen tut dieser Zeitmangel jedoch keinen Abbruch. Ich lese viel über Spiele, von klassischen Re und Previews über „gehobenere“ Tests und Analysen, bis hin zu skurrilen Blogbeiträgen (superlevel 😛 ) und ich höre auch oft Podcasts zu gewissen Spielen… und wenn mir ein Spiel gefällt kauf ich es mir… spiele es an, manchmal länger, manchmal kürzer… und habe meine Freude damit..und irgendwann kommt ein anderer Titel den ich haben will,…und selbiges.

    Ich muss gestehen, ich nehme mir vor ALLE diese Spiele irgendwann einmal durchzuspielen, aber ob das passieren wird? Keine Ahnung.

    Zusätzlich zum Zeitmangel, ist bei mir jedoch glaube ich auch (so sehr ich das Medium mag) die Wertschätzung von Spielen gesunken. Zumindest die Wertschätzung am physischen Medium (nicht die der Arbeit dahinter!). Als ich ein kleiner Junge war kaufte mir meine Mutter hin und wieder ein Spiel für den Nintendo64, oder für den PC, und damit hatte ich meine Freude, weil: es gab sonst ja nix. Da ich nun selbst verdiene habe ich die Möglichkeit mir (ganz überspitzt formuliert) zu kaufen was ich möchte. Diese Möglichkeit nutze ich auch dementsprechend gerne. Bei Indyspielen ist´s gelegentlich sogar so, dass ich mir denke: „Ich habe keine Ahnung wann ich dieses Spiel spielen werde, da es auf meiner PriorityList nicht so hoch gelistet ist, aber ich find es gut. Ich mag Grafik / Design / Spielmechanik oder die GEschichte dahinter einfach ziemlich gerne und will dieses Indystudio unterstützen“ und sehe meinen Kauf als eine Art Wohltat (wow, das klingt dämlich oder?).

    Wie dem auch sei…. eines der letzten Spiele welches ich in mehr oder weniger einem Zug (binnen paar Tage) durchgespielt habe war „The Banner Saga“ – dies hatte folgende Gründe: Ich fands RICHTIG gut, und ich war im Krankenstand.

    (falls es hilft, den Text besser nachzuvollziehen: Ich bin Baujahr 1990)

    So das war jetzt viel Text, mit wenig Informationsgehalt, aber dennoch eine Erklärung, warum ich Teil der in diesem Podcast diskutierten Personengruppe bin.

    PS:
    Weil ihr das Beispiel mit den Büchern gebracht habt; damit handhabe ich es genauso.

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  20. Suchti 2. November 2015 / 22:31

    Ich habe über 700 Spiele bei Steam aber nur 10% gespielt, das meiste sind Indiespiele, dann kaufe ich meistens alle Spiele eines Entwicklers, wenn mir ein Spiel gefällt oder mache eine Serie komplett wenn ich einen Teil mag.

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  21. Thomas 2. November 2015 / 23:30

    Ich bin auf gutem Wege, in den nächsten 1-2 Wochen „Icewind Dale 2“ durchzuspielen. Irre, ich weiß. Aber ich schwimme nun mal unerbittlich gegen jeden sich bietenden Strom. Tatsächlich war ich sogar fast soweit, mich in die Minderheit derer einzureihen, die den Abspann von „Anachronox“ gesehen haben, bis mir auffiel, wie strunznervig der Finalkampf ist, was man ruhig auf die Packung hätte schreiben können.

    Über die Motive passionierter Spielabbrecher muss ich größtenteils theoretisieren und will auch gleich zielsicher ins Blaue schießen:

    1. Theorie: Mathe & Kontext
    Bilde ich ein Mediennutzungsverhältnis, erkaufe ich mir im Kino für 10 € runde 2 Stunden Unterhaltung. Auf ein 40-Euro-Spiel umgerechnet, wären das 8 Stunden Beschäftigungszeit. Wer dann abbricht, hat seinen gewohnten Schnitt im Medientrott gemacht. Passt doch zu euren Zahlen.

    2. Theorie: Kulturoptimistisches Sahnehäubchen
    Im Abbruch- und Neukaufverhalten liegt ein Lob auf den Westen als gesellschaftspolitischer Idealzustand. Die weiße Mittelstandsjugend ist offenbar finanziell auskömmlich versorgt.

    3. Theorie: Geschwurbel
    Abbruch ist Behauptungswille über das eigene Leben. Man verschlingt nicht blind jedes vorgesetzte Gericht, sondern weist auch mal mit kühner Geste zurück. Der scheinbar blindwütig halbangegessene Warenstapel produzierende Konsument ist tatsächlich der unbestechliche Existenzialist.

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    • LeReppiz (@LeReppiz) 2. November 2015 / 23:55

      „Abbruch ist Behauptungswille über das eigene Leben.“

      Das gefällt mir besonders gut, werd ich dir wohl für diverse Kneipendiskussionen klauen.

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  22. Miller 3. November 2015 / 0:42

    Ich habe mehrere Singleplayer-Spiele über 100 stunden gespielt und 0% Errungenschaften (Steam). Teils weil ich an den Spielen herumgebastelt habe, teils wegen Mods. Deswegen halte ich diese Auswertung für Etwas fragwürdig.

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  23. philsen1989 3. November 2015 / 9:23

    Jochen, ich kann deinem Argument bezüglich der Spielzeit nur zustimmen. Ich bin Mitte 20 und meinem Freundeskreis und mir geht es ähnlich, uns fehlt allen die Zeit. Spiele wie Witcher 3 rauben einem teilweise schon vor dem Spielen die Motivation durch ihre angekündigte Spielzeit (was mich nicht daran gehindert hat trotzdem 100h reinzuzimmern, über 3 Monate).

    Bei eurem Gespräch über Civilization V, habt ihr komplett außer Acht gelassen dass das Spiel in etlichen, wirklich etlichen Humble Bundles war und somit vielleicht 5 Euro gekostet hat. Da könnte man jetzt argumentieren dass das bei Release nicht so war, allerdings ist Civilization 5 eines dieser Spiele, die von Anfang an für 28,99 Euro bei KeysellerXY zu kaufen gibt (ähnlich wie Batman, Mad Max oder Tomb Raider).

    Keyseller sind meines Erachtens die Hauptgründe für den enormen Wertverfall von PC Spielen. Steam hat zwar seine Sales, allerdings sind die seit Jahren nicht mehr konkurrenzfähig.

    Ich glaube dass bei den PC Spielen heutzutage einfach generell die Wertschätzung fehlt. Andre’s Argumentation zu Metro kann ich nur unterschreiben. Habe Metro 2033 nach 50 min beendet. Wenn ich das Spiel statt im Humblebundle nun als Vollpreistitel erstanden hätte, wäre das abbrechen für mich wahrscheinlich gar kein Thema gewesen.

    Für meine PS4 kaufe ich mir im übrigen sehr wenige Titel, da ich mir die Investition von 69,99 Euro 3 mal überlege, anstatt wie auf dem PC Spiele regelmäßig für 12,99 zu kaufen.

    Achja: Bioshock Infinite war von Anfang an (zusammen mit Tomb Raider) bei AMD Grafikkarten dabei, kostenlos (Mittelklassekarten ab 200 Euro). Danach extrem oft im Sale und bei Humblebundle. Leider auch eines dieser Spiele die einen extremen Wertverfall hatten.

    Im Prinzip ist zu erkennen das Spiele von Publishern mit eigener Vetriebsplattform deutlich langsamer im Preis sinken (Blizzard, EA, Ubisoft). Da kosten die Spiele selbst 8 Monate nach Release immernoch 60-80% des Neupreises, auch bei Keysellern. Einzige Ausnahme ist da Call of Duty, das ist immer recht stabil im Preis.

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  24. Blaight (28) 3. November 2015 / 13:10

    Guter Beitrag, guter Podcast.
    Ich habe etwa die Hälfte Eurer Folgen ge“bingewatched/heared“ nachdem Peter erwähnt hat, dass er mal bei Euch war. Ich profitiert hier gerade direkt vom Pietcast 😛

    Ich habe knapp 200 Spiele bei Steam und vll ein Viertel davon ernsthaft gespielt. Allerdings sind einige tatsächlich aus dem Sale mit reingerutscht (da bin ich manchmal ein Completionist), andere habe ich in meiner vorberuflichen Zeit als Schüler/Student gespielt, ohne dass ich einer Lizenzprüfung hätte standhalten können. Ich habe über Jahre meine Spielothek nachträglich lizensiert, könnte man sagen. Andere Spiele habe ich nur als Let’s Play konsumiert und wollte die Entwickler dennoch vergüten. z.B im Fall von Stanley Parable oder Binding of Isaac. Letztlich habt Ihr allerdings dahingehend recht, dass das das heutige Konsumverhalten ist.Jeder hat mehr Kleidung als er braucht und mehr Spiele, als er wirklich spielen kann. Die schiere Masse an spielenswerten, günstigen und leicht erhältlichen Titeln ist einfach erschlagend. Und dann kommt noch GOG an den Start und bringt alte Klassiker ähnlich komfortabel verteilend, wie Steam es schon seit Jahren schafft.

    Da könnte man noch zig Gründe finden, wie ein Überangebot die Lust auf ein ganzes Medium vergrätzen kann.

    Ich hoffe Euch geht es gut.

    PS: Wie kann man Euch, abgesehen von einer iTunes Bewertung unterstützen?

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  25. TimeEater 6. November 2015 / 8:02

    Da ich 31 bin und somit zum älteren Eisen gehöre, habe ich Dank diesen PodCast mal über mein Konsumverhalten und dessen Grund nachgedacht.
    Damals®, als ich im PC Sektor angefangen hab, hat man sich nicht unbedingt auf ein Genre fest gelegt, weil es (glaube ich) einmal nicht so viele Spiele gab und es Alles irgendwie cool war. Hab Collin McRae Rallye gespielt, Diablo 2, GTA 1 + 2, Sim City, Transport Tycoon etc. Wenn ich aber jetzt drüber nachdenke: Die meisten Spiele hab ich DAMALS schon nicht durch gespielt!
    Heutzutage ist ein so gefächertes Interesse natürlich tödlich. Fehlkäufe, die mich jetzt noch Grämen, sind Skyrim (Fallout 3 war so cool, muss Skyrim ja auch sein), Dirt 1+2, Metro (Horror Shooter sind dann doch nicht meins), Darksiders und This war of Mine.
    Dagegen hab ich aber auch viel Zeit in echte Perlen gesteckt, 150h in mein geliebtes FTL, da hätte man auch was anderes spielen können 😉
    Ein Tipp vielleicht noch: Ich habe meine Steam Bibliothek unterteilt in die aktuellen Spiele, die ich spiele (unter Favoriten) und Spiele die ich durch hab (Done.) Glaubt mir, es ist so befriedigend ein Spiel nach Done. zu packen! =D Außerdem ist dann die Bibliothek übersichtlicher 😉

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  26. derfuchsi 6. November 2015 / 10:18

    Schönes Thema und tolle Analyse. Hätte man aber noch intensiver behandeln können. Vielleicht greift ihr das nochmal auf irgendwann und vertieft ein paar Aspekte. Ihr habt schon uninteressantere Themen auf 2 Stunden gestreckt das geht schon ;).

    Jochen, du hast übrigens glaube ich vergessen zu erwähnen wie du das Schmucker fandest ;).

    Zum Thema. Hier hängen sich Einige dran auf dass man dank Sales Spiele kauft die man nie spielt. Das stimmt schon. Aber viel interessanter sind nicht die Anzahl der Spieler die ein Spiel überhaupt gespielt haben sondern die Anzahl derer die ein Spiel angefangen haben, aber nicht mal halb geschweige denn ganz durchgespielt haben. Die im Podcast erwähnten Beispiele fand ich erschreckend. Die Hälfte aller Spieler hören bei 1/3 auf zu spielen ?!

    Es gibt für mich 3 Hauptgründe für dieses Phänomen meine ich:

    1. Wie im Podcast schon erwähnt, die Zeit. Ein arbeitender Mensch mit Familienleben hat nunmal nur begrenzt Zeit. Und bei einem Witcher 3 mit 200 Stunden oder so gibt man glaube ich nach ein paar Wochen oder Monaten irgendwann auf weil man vielleicht mal was Anderes sehen möchte.

    2. Dazu kommt dann als Punkt zwei Die Hürde für den Wiedereinstieg der auch erwähnt wurde. Nach einigen Wochen Abszinenz hat man oft vergessen worum es in der Geschichte ging, wo man sich in der Story gerade befindet und wie die spielmechaniken funktionieren. Dann muss man sich erst mal wieder einarbeiten und evtl die Fingerfertigkeit wieder neu entwickeln.
    „Assassins Creed“ z.B. habe ich damals z.B. deshalb nie fertig gespielt weil ich einfach nicht mehr rein kam. Die ganzen Mechaniken mit schleichen, klettern, attackieren, kontern etc. hatte ich völlig verlernt und über die Tutorial Phase war ich lange hinweg. Und zum von vorne anfangen fand ich es nicht interessant genug. Deshalb habe ich die Reihe dann auch nie weiter gespielt obwohl ich das Szenario ganz interessant finde.

    3. Als dritter Punkt wäre das Überangebot. Die Menschen kaufen sich die Spiele nicht nach Bedarf sondern nach Gefühl weil man gerade Lust darauf hat. Gerade ihr aus der Spielepresse kennt das ganze Brimborium am Besten mit Artikeln, Trailern und Previews mit denen der Leser heiß gemacht wird auf den kommenden AAA Titel. Das führt dazu dass es viele kaum erwarten können das Produkt zu kaufen (Ziel erreicht). Das Problem dabei ist, dafür bleibt normalerweise etwas Anderes liegen. Eigentlich hätte man genug zum zocken auf Halde aber das neue Spiel XY ist ja so geil das muss man einfach kaufen und reinschauen.

    Mal so ein (fiktives) Beispiel mit den bekannten „gehypeten“ Titeln, und im Prinzip ist es egal ob man die Spiele neu bei Release kauft oder bei einem Sale zuschlägt. Dann ändert sich ja höchstens die Reihenfolge.
    Man spielt ein Spiel an und wird mittendrin durch das nächste Spiel auf das man angefixt wurde abgelenkt.
    Fangen wir mal Anfang des Jahres an.

    „Alien Isolation“ angespielt. Dann kommt „The Crew“ raus.
    Dann gibts „Total War: Attila“. „Cities Skylines“ kommt raus, endlich wieder ein ein richtiges Sim City. Ach ja „Pillars of Eternity“ wäre da noch. April kommt das sehnlichst erwartete „GTA V“, das muss natürlich gespielt werden ! Und natürlich auch online. Blöd dass jetzt auch noch das Monster „The Witcher 3: Wild Hunt“ raus kommt.
    Und dieses „ARK: Survival Evolved“ von dem ständig berichtet wird sieht ja unverschämt gut aus…
    Dann kommen „Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain“ und „Mad Max“ und man weiß garnicht was man davon spielen soll.
    Nebenbei wird noch „World of Warships“ released.
    Jetzt natürlich „Anno 2205“. Das wird selbstverständlich später zugunsten „Fallout 4“ unterbrochen.

    Dazwischen kommen vielleicht noch Phasen wo man vielleich mal wieder Bock auf etwas ganz Anderes hat, Mal wieder WoT, WoW, LOTRO oder wasweißichwas online spielen. Oder wieder mal ein bisschen „Civilization“ oder sowas was man ja nie „Durch-“ spielt und was immer wieder mal geht. Oder auch kleine feine Dinge wie „Prison Architect“ oder „Kerbal Space Program“ wo man auch unheimlich viel Zeit versenken kann.

    Das Resultat dürfte klar sein.
    Das Meiste von dem oben erwähnten AAA Kram den man unbedingt haben musste hat man nur höchstens halb durch. Bei Freizeitaktivitäten wie Spielen hat man wohl keine Lust auf Disziplin, das beißt sich. „Ich spiele das jetzt aber erst fertig bevor ich mir das nächste Spiel hole“ machen wohl die Wenigsten.

    Ich versuche das gerade bewusst und kaufe mir in Sales auch keine Spiele eines Genres mehr wo ich noch genug Leichen rumliegen habe. Ist aber wirklich schwer. Neue Spiele bei Release gibt es sowieso kaum bei mir, das wäre ein eigenes Diskussionsthema wert.

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    • Jochen 6. November 2015 / 14:56

      Das Schmucker war – wie immer – sehr solide. Quasi der VW Golf unter den lokalen Bieren.

      Die Kritik an der fehlenden Tiefe finde ich übrigens insofern interessant, dass sie ja öfter mal auftaucht, aber schwierig nachzuvollziehen ist. Welche Aspekte sind dir denn konkret zu kurz gekommen? Wo hätte man noch tiefer einsteigen können/sollen? Konkrete Ansatzpunkte wären hier wirklich hilfreich.

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      • derfuchsi 7. November 2015 / 0:10

        Selbstverständlich, das sehe ich ein ;).

        Na es fiel z.B. der Satz bei den Statistiken „Das müsste man sich mal näher anschauen wenn man das wollte“.
        Eben, hätte man können. Man hätte mit etwas mehr Vorbereitung generell mehr aus den Statistiken machen können. Z.B. habt ihr erwähnt dass es natürlich enttäuschte Spieler gibt die ein gekauftes Spiel abbrechen. Das muss sich doch z.B. mit den Wertungen z.B. mit Metacritic vergleichen lassen ? Besteht da ein Zusammenhang ?
        Generell hätte man evtl unter Berücksichtigung von Tools wie Steamspy etc. tiefer in die Statistiken einsteigen können. Aber da wäre natürlich ziemlich viel Recherche nötig. Aber womöglich auch etwas viel verlangt für das Format.

        Außerdem seid ihr logischerweise irgendwann beim Thema Spielzeit angekommen. Sind die Spiele zu lang ? Macht Telltale vielleicht alles richtig ?
        Die logische Frage wäre dann gewesen, gibt es eine bestimmte „Aufmerksamkeitsspanne“ in Stunden bei Spielen, quasi eine ideale Länge ? Ab wann etwa bricht der Großteil der Spieler etwa ab ? Wieder Statistiken wälzen.
        Aber vielleicht gibt Steam das alles auch nicht wirklich her, keine Ahnung.

        Man hätte evtl noch etwas beim Konsumverhalten generell verweilen können. Bücher hattet ihr ja schon erwähnt.

        Ist das Überangebot am PC ein Problem ? Dank Sales haben die Leute hunderte von Spielen und einen großen Teil oft nie angefasst. Auf der Playstation scheinen die Zahlen ja besser zu sein. Weil es keine Sales gibt ?

        Da gibt es übrigens Menschen die Spiele kaufen nur zum sammeln, nicht zum spielen. Ganz kurios finde ich übrigens die Erfindung des „idlens“. Man kauft sich billige Bundles nur um an die Steam Sammelkarten zu kommen und lässt nur das Spiel im Startmenü laufen bis man alle freien Karten hat. Das Spiel selbst interessiert da überhaupt nicht. Man will nur mit den Karten handeln. Das scheint ziemlich verbreitet zu sein.

        Habe in dem Zusammenhang von dem hübschen Begriff Prokrastination gehört. Manche haben wohl so viel Zeug in der Bibliothek dass sie sich nicht entschließen können etwas davon wirklich zu spielen.

        Das Thema Gamedesign, der schwierige Wiedereinstieg wurde ja angesprochen. Aber wie kann man sowas besser lösen? Das hätte man evtl noch mehr diskutieren können.

        Aber ist alles jammern auf hohem Niveau, super Folge trotzdem.

        Schön ist auch wie ihr am Schluss (endlich mal) total unterschiedlicher Meinung seid beim Thema ‚Spiele von vorne anfangen‘ (Andre: *stöhn* *argh* ) lol.

        Ach ja, Andre du hast übrigens die versprochene Statistik für Journey vergessen ;).

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  27. Der aus dem Westen 6. November 2015 / 23:39

    Erstmal danke für die tolle Folge, hat mir viel Spaß gemacht beim zuhören. Auch deshalb, weil mir die Statistiken selbst schonmal aufgefallen sind und ich mich das immerzu gefragt habe xD

    Das erste Mal aufgefallen war es mir bei Skyrim, wo das erste Achievement ja wirklich für das Ende des Prologs rausgehauen wird. Die aus meiner Sicht beiden wichtigsten Faktoren dafür, dass es nur knapp über 83% bekommen haben waren für mich:
    a) die von euch bereits erwähnten Sales. Gerade bei so „Blockbustern“ die überall gehyped werden
    b) Leute die offline spielen/das Internet abschmiert, whatever.

    Mich hatte z.B. letzteres mal bei Skyrim ganz fies getroffen (bin wie Jochen da jemand, der gerne alles abgrast und wenn es dann schon nen Achievement dafür gibt, dann nehme ich das doch gerne mit xD). Obwohl ich (kurz nach erscheinen des Spiels damals) die dunkle Bruderschaft komplett durchgespielt hatte, fehlten mir mitten drin 2 Errungenschaften. Ohne es zu merken war da mal zwischendrin das internet futsch -.-*

    Aber ja, vermutlich hält sich die Zahl der Menschen, bei denen das zutrifft doch sehr arg in Grenzen.

    Was ich sehr lustig oder spannend finde beim Durchgucken meiner Steam-Bib:
    – Wie oben schon erwähnt bei Mafia 2, wo mehr Leute Kapitel 13 als Kapitel 12 abgeschlossen haben.
    – Bei Metro 2033. Da ich das Spiel auch mal in einem Sale geholt habe wegen der ganzen guten Bewertungen, es aber nach 72Minuten wieder gelöscht habe, habe ich genau 2 Achievments bekommen. Logischerweise das, für den ersten Kill (haben auch 84,8%). Und als zweites aber eines, das haben nur 13% bekommen (dazwischen 18 andere). Und es ist: „Schneller Schütze
    Lassen Sie in ‚Hunter‘ die Nosalis nicht durch die Lüftungsabdeckungen kommen.“
    Was für mich ein wenig die These stützt, dass die Spiele häufig auch von Leuten gekauft werden, die nicht viel oder zumindest nicht viel im passenden Genre spielen. Ich fand die entsprechende Szene (kann mich noch gut dran erinnern) eigtl ziemlich einfach. Und scheinbar haben viel mehr Leute zumindest weiter gespielt. Aber eine vergleichsweise simple Shooterszene, die nur von 13% „perfekt“ bestanden wird spricht ja auch eher dafür, dass Spiele manchmal vllt für viele Spieler wirklich zu schwer sind.
    – Bei Portal 1 und 2 hat das jeweils häufigste Achievement genau 70,8%. Danach fällt es bei Portal 1 aber extrem steil bergab, bei Portal 2 hingegen nicht.Das mag mit daran liegen, dass es deutlich mehr gibt, die Strecke zum nächsten also geringer ist, aber der Unterschied ist schon beträchtlich. Scheinbar haben sich also mehr Leute mit Portal 2 länger beschäftigt, als mit Teil 1. Obwohl quasi ein gleich großer Anteil der Leute die das Spiel überhaupt besitzen, mal damit angefangen hat. Das finde ich vor allem deshalb spannend, weil Teil 1 ja ursprünglich ne nette Dreingabe zur Orange Box war, Teil 2 hingegen „bewusst(er)“ gekauft werden musste.
    Was bei Portal 1 auch auffällt: Es gibt scheinbar genau 1% extremer Cracks. Denn ganz unten stehen drei Errungenschaften mit je 1%
    „Holen Sie sich in Portal bei allen Herausforderungen Bronze/Silber/Gold“
    Und das zeigt nicht nur, dass alle Leute, die überhaupt auf Bronze kommen sich auch noch bis Gold hocharbeiten.
    Lustigerweise sieht man hier das gleiche wie bei Mafia 2: Warum auch immer (bei gleichwertigen 1% pro Achievement), die Variante mit Silber steht noch vor Bronze xD

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  28. Joss 7. November 2015 / 13:14

    Bei Spielen, wie allen Medien- und Eventformaten, geht es heute den meisten darum, darüber zu kommunizieren. Das Erlebnis tritt heute zurück, so wie früher schon Erfahrung und Rezeption. Hergestellt wird wo immer möglich in Masse und für die Masse. Der Konsum aber hat sich heute auf die Kommunikationkanäle verlagert, Facebook und Twitter. Für die Erfahrung und das Erlebnis bleibt dabei kaum noch Raum. Es geht darum, möglichst viel Teilnahme zu vermitteln. Über diese Teilnahme erfolgen dann Statuszuweisungen sowie Anerkennung. That’s the game. Alles andere sind heute Nischen, qualitative Erlebnisformate, oder soziale Randlagen: Konsumenten, die erst dann kaufen können, wenn die Kommunikation darüber gelaufen ist, oder die F2P als reines F2P spielen. Findet man ihn Online-Rollenspielen häufig, Spieler, die endlos grinden, um sich im Spiel etwas zu finanzieren, wofür andere zwei Stunden im Monat arbeiten würden.

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  29. Silvio Volkmann 16. November 2015 / 1:22

    Das genannte Problem bei ca. 60min hab ich so auch. Die meisten games die ich mal eine Zeit nicht spielen konnte kann ich nicht wieder aufnehmen. Gleichzeitig hab ich dann nicht die Lust von vorn zu beginnen. Neben dem verlorenen Handlungsfäden vergess ich meist auch wie die Steuerung funktioniert hat. Darum sind auch die meisten Games wo die Steuerung am Anfang in einem Tutorial erklärt wird ein Graus. Beim aktuellen Deus ex kann ich mir z.B. die Tutorials noch einmal im Inventory als Videozusammenfassung ansehen. Das finde ich super gelöst!

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  30. Erik 30. November 2015 / 6:19

    Ich finde die Schlußfolgerung aus den Achievementraten erschreckend:
    Gewinn machen die Entwickler nicht mit den Hardcore-Gamers,
    sondern mit der Masse an Käufern, die Ihr Produkt gar nicht nutzen.
    Der Wegfall der kleineren Menge der Durchspieler wäre nichts
    im Vergleich zum Wegfall der Niespieler und Anspieler.

    (19% AVG GCR, 7 Perfect Games)

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    • Andre 6. Dezember 2015 / 1:28

      Ola! Wir sind umgezogen auf Gamespodcast.de – bitte kommentiere dort!

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